Ein Engel für Miss Flint

von Moira Young 
3,7 Sterne bei7 Bewertungen
Ein Engel für Miss Flint
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_sarah_s avatar

Lockeres Buch für zwischendurch!

teretiis avatar

eine herzerwärmende Geschichte

Alle 7 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ein Engel für Miss Flint"

Davy David, ein 13-jähriger Waisenjunge, lebt in Brownvale, einer Stadt der harten Herzen, die von einem strengen Pastor beherrscht wird. Davy ist künstlerisch begabt und liebt es, heimlich Renaissance-Engel in den Staub auf Straßen und Höfen zu zeichnen. Er ist allein, abgesehen von einem kleinen Hund, der ihm überall hin folgt, jobbt und verbringt viel Zeit in der Bücherei, um sich Anregungen für seine Engelbilder zu holen. Eines Tages begegnet er einer älteren Dame, die einen besonderen Auftrag für ihn hat: Er soll sie mit ihrem alten Auto zu ihrem Elternhaus fahren, wo sie am ersten Weihnachtsfeiertag zu sterben gedenkt. Und so brechen Davy, der Hund und Miss Flint zu einer unvergesslichen Reise auf.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596298365
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:26.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 6 Monaten
    Ohne Worte

    Es wird Bloggern ja recht häufig vorgeworfen, sie schrieben zu unkritisch, man fände zu selten richtige Verrisse, alles wäre immer zu positiv. Das liegt meines Erachtens daran, dass man mit der Zeit schon ein Gefühl dafür entwickelt, welche Bücher man lesen möchte und welche einem so gar nicht gefallen würden. Daher findet man bei mir beispielsweise keine Thrillerrezensionen. Außerdem sehe ich keinen Wert darin, die Arbeit eines anderen mit Gehässigkeiten, egal wie wohlformuliert, zu überhäufen. Seine Meinung schreiben, sicher, aber muss ich dazu ausfallend werden?
    Wie auch immer, heute ist alles anders. Heute gibt es hier einen Verriss. Und ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich freundlich bleibe.

    Ich habe mich vergriffen. Das ist natürlich mein eigenes Versagen. Scheinbar braucht es nur einen kleinen Jungen mit Hund und den Vergleich mit "Miss Daisy und ihr Chauffeur" im Klappentext und mein sonst so untrügliches Bauchgefühl schlägt Purzelbäume. Ich habe mir diesen Roman selbst gekauft, er wurde mir nicht zugesendet, nicht von wohlmeinenden Freunden geschenkt, nein, ich habe ihn ausgesucht und zur Kasse getragen.

    Der Inhalt ist kurz skizziert. Kleiner Waisenjunge, obdachlos, wächst in grauer, freudloser Stadt auf. Malen, singen, tanzen, alles verboten. Trifft alte Schabracke, die ihn (13 Jahre alt) als Chauffeur anstellt. Die Dame verstirbt unterwegs und reist als Geist weiter.

    ...
    Ja, nicht? Habe ich auch gedacht.
    Dabei wird jedes mögliche Klischee bis zum Äußersten ausgereizt. Fast wäre es der Autorin gelungen, mir meinen liebsten Weihnachtsfilm "Ist das Leben nicht schön?" mit James Stewart zu verleiden. Auch ich habe nämlich durchaus meine kitschigen Momente. Aber ununterbrochenes Gebimmel zur Fließbandengelproduktion macht mich grantig. Sehr grantig. Später kommen dann noch die Kelten ins Spiel. Kein mystisches Buch ohne Keltengefasel. Denen müssen doch im Grabe die Ohren klingeln. Bekommt davon eigentlich auch ein Engel Flügel? Egal, dank diesem Buch herrscht da oben eh Überfüllung.
    Davy David, so heißt phantasievollerweise das Oldtimer fahrende Bengelchen, ist übrigens der nächste Fra Angelico. Malt mit Stöckchen hochkünstlerische Engel auf nicht schnell genug fliehende Untergründe.

    Ich könnte so noch geraume Zeit fortfahren. Aber das wäre ernsthaft zuviel der Aufmerksamkeit. Ich erfreue mich gerade an dem Gedanken, diesen Text auf dem Laptop zu formulieren. Bei einer Schreibmaschine wäre ich eventuell ja selbst zur Flügelproduzentin geworden. Klimbim.

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    _sarah_s avatar
    _sarah_vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lockeres Buch für zwischendurch!
    Herzerwärmende GEschichte

    Davy David ist ein Straßenkind. Er malt heimlich Engel auf den Boden der Straßen von seiner Stadt Brownvale.
    Eines Tages lernt er Miss Flint kennen- Eine alte, verbitterte Dame. Sie möchte, dass er sie zu seinem Geburtshaus bringt, damit sie dort am ersten Weihnachtstag in Ruhe sterben kann.
    So begeben sich Davy David, Miss Flint, die noch eine Kehrtwende erfahren wird, und Davy Davids Hund auf eine Reise, die allen noch im Gedächtnis bleiben wird.

    Als ich das Buch begonnen hatte zu lesen, war ich skeptisch. Ich wusste nicht, was ich mit dem Protagonisten anfangen sollte und konnte mich nicht in ihn reinfühlen. Randmerkung: Das konnte ich bis zum Ende nicht wirklich, aber das ist das erste Buch, bei dem ich es nicht so schlimm fand!
    Der Inhalt ist süß. Den Anfang finde ich ein bisschen in die Länge gezogen, da hätte man auch Teile rauslassen können, aber die Autofahrt mit Miss Flint war wirklich erfrischend. Es gab zwar Drama, aber dann eher in Form von „Wie kommen wir weiter zu dem Haus von Miss Flint?“.
    Die Streitereien von Miss Flint und Davy David fand ich wirklich unterhaltsam und musste auch an manchen Stellen lachen, wenn Davy David absurde Sätze von sich gegeben hat. Davy David war ein entspannender Protagonist. Keiner, der nur gestresst durch die Gegend gelaufen ist, sondern schon mit so jungen Jahren ansatzweise eine Ahnung hat, wie das Leben abläuft und wie er mit Miss Flint am besten umgehen sollte.
    Miss Flint war mir zu Beginn sehr unsympathisch und da hatte ich mich auch gefragt, wie ich es den Rest des Romans mit ihr aushalten soll. Doch im Laufe des Buches, wenn sie sich auch „verändert“, habe ich angefangen sie zu mögen. Während sie zu Beginn eine verbitterte, alte Dame war, wurde sie zum Ende hin eine lockere und freundliche Frau.
    Der Schreibstil war locker und entspannt, sodass sich das Buch leicht lesen lässt. Es wäre auch definitiv etwas für jüngere Kinder. Es kommen keine schweren Begriffe vor und der Inhalt eignet sich für Kinder, da der Protagonist auch ein Kind ist und das Kind sich dadurch wahrscheinlich besser in ihn hineinversetzen kann.
    Dass die Geschichte zur Weihnachtszeit spielt, bemerkte ich nicht so stark. Es werden immer wieder kleine Bezüge dazu hergestellt, aber so sehr erinnert mich das Buch nicht an Weihnachten.
    Dennoch ein sehr schönes und lockeres Buch für zwischendurch! Kann ich jedem nur warmherzig empfehlen. Man wird es nicht bereuen!

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    teretiis avatar
    teretiivor 10 Monaten
    Kurzmeinung: eine herzerwärmende Geschichte
    sehr schönes Buch

    Das ist mein erstes Buch was ich von Moira Young gelesen habe. Ich habe es durch Zufall in einer Buchhandlung endeckt, indem mich das Cover angesprochen hat. Ich finde es wirklich schön und gut gelungen. Das 'Buch ist wirklich gut geschrieben und man kann sich gut in die Rolle von Davy David und Miss Flint hineinversetzen. Das Buch ist perfekt für diese kalte Jahreszeit, denn es erwärmt wirklich das Herz. Man kann das Buch einfach nichtmehr an die Seite legen. Man fühlt wirklich mit und meint man wäre selber mittendrin in der Geschichte. Ist aufjedenfall auch eine gute Idee als Weihnachtsgeschenk für Buchliebhaber!

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschönes und gefühlvolles Buch!
    Wunderschönes und gefühlvolles Buch!

    Meine Meinung

    »Ein Engel für Miss Flint« ist ein Buch, welches mich schier begeistern konnte – ein unscheinbar wuchtiges Buch, eine aufrüttelnde und herzerwärmende Geschichte, perfekt für die wunderschönste Zeit des Jahres: Weihnachten! 

    Im Roman von Moira Young lesen wir von einem 13-jährigen Jungen namens Davy, der in der deprimierenden Stadt Brownvale lebt. Davy hat nichts, er ist Vollwaise, ein tüchtiger Bub mit einem außergewöhnlichen Hobby: Er malt Engelsbilder in die Erde, im ganzen Dorf, überall sind seine Erzengel zu finden, und diese Bilder sind mehr schlecht als recht, denn viele möchten Davy aus der Stadt jagen, besonders der nichtsnutzige Pfarrer Fall. Als Davy auf Miss Flint stößt, eine alte Dame, die in einem alten Haus wohnt, beginnt eine ungewöhnliche Reise, und sein Leben wird nicht mehr so sein, wie es mal war… 
       Dieses Buch, muss ich vorweg nochmals betonen, hat mich mit all seinen Facetten bis ins kleinste Detail wirklich umgehauen! Moira Young schaffte es auf wenigen 217 Seiten, ihre Figuren so erstrahlen zu lassen, dass man nach wenigen Seiten eine enge Verbindung zu ihnen aufbauen kann. Besonders Davy, der quirlige Junge, war eine hervorragende fiktive Konstruktion aus Mut, Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft und Lebensvitalität. Trotz seiner ungeheuer erniedrigenden Position fand Davy immer wieder das Schöne im Leben; er hat schließlich seine Eltern verloren, hat kein Dach über dem Kopf und wird ununterbrochen drangsaliert. Der Leser empfand geflissentlich Mitleid mit dem Kleinen, und ein Lichtstrahl am Ende seines Leidens war schließlich die Greisin Miss Flint. Diese Person war mal etwas ganz Besonders! Die Person Miss Flint kann ich im Rahmen dieser Rezension nicht erklären, da dies viel zu viel vom Konflikt preisgeben würde, von der Prämisse und der Pointe – aber so viel ist gesagt: Miss Flint verhilft Davy zu einem besseren Leben, und diese Tatsache war herzerwärmend! 
       Der Schreibstil der kanadischen Autorin war flüssig und sehr schön zu lesen. Ihr Stil war einfach, ruhig, ohne hohe Anforderungen. Seicht, gut fließend und mit abwechslungsreichen Begriffen. Die Atmosphäre im Buch war abenteuerlich, mit einer kleinen Prise Humor und einem großen Niedlichkeitsfaktor wegen dem putzigen Hund George, der ständige Begleiter der beiden. Dieses Trio barg so viele interessante Aspekte und machte diese Geschichte zu einem zu Tränen rührendem Abenteuer, denn, wie schon erwähnt: Die Pointe, und besonders das Ende, ist wirklich wunderschön, und man möchte am Ende des Buches Davy am Liebsten umarmen, da er so ein tapferer und selbstsicherer Junge ist, den man so in der Literatur selten findet. 

    Fazit

    Ein fantastischer, weihnachtlicher Roman mit liebevollen und starken Figuren, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Ein flüssiger Schreibstil, eine traurige, aber dennoch wunderschöne Geschichte – kurz: Ein Buch, welches berührt, und welches jedermann lesen sollte!

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 3 Monaten
    K
    kroatin79vor 5 Monaten
    J
    JanineRvor einem Jahr

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