Mojib Latif

 4 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf von Mojib Latif

Mojib Latif, geb. 1954, ist Professor am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und wurde im Jahre 2000 mit dem »Max-Planck-Preis für öffentliche Wissenschaft« ausgezeichnet. Zahlreiche Veröffentlichungen zum Klimawandel.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Heißzeit

 (1)
Neu erschienen am 29.06.2020 als Taschenbuch bei Verlag Herder.

Heißzeit

Neu erschienen am 24.07.2020 als Hörbuch bei steinbach sprechende bücher.

Alle Bücher von Mojib Latif

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Cover des Buches Bringen wir das Klima aus dem Takt? (ISBN: 9783104000572)

Bringen wir das Klima aus dem Takt?

 (4)
Erschienen am 05.10.2009
Cover des Buches Das Ende der Ozeane (ISBN: 9783451312373)

Das Ende der Ozeane

 (4)
Erschienen am 01.09.2014
Cover des Buches Klima (ISBN: 9783596304103)

Klima

 (2)
Erschienen am 15.05.2015
Cover des Buches Klimawandel und Klimadynamik (ISBN: 9783825231781)

Klimawandel und Klimadynamik

 (1)
Erschienen am 18.06.2009
Cover des Buches Die Meere, der Mensch und das Leben (ISBN: 9783451069291)

Die Meere, der Mensch und das Leben

 (1)
Erschienen am 12.05.2017
Cover des Buches Heißzeit (ISBN: 9783451386848)

Heißzeit

 (1)
Erschienen am 29.06.2020
Cover des Buches Das Ende der Ozeane (ISBN: 9783451802058)

Das Ende der Ozeane

 (0)
Erschienen am 04.11.2014

Neue Rezensionen zu Mojib Latif

Neu
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Rezension zu "Heißzeit" von Mojib Latif

Wichtiges Buch
Sternenstaeubchenvor einem Monat

Mojib Latif ist Ozeanforscher am Helmholtz-Zentrum und darf damit als befähigt gelten, Leser über den Zustand unserer Welt zu informieren. Dass er dabei eine kritische Sicht vermittelt, dürfte klar sein.

Das Buch beschreibt, was wir doch eigentlich wissen: Unser Planet steht am Rande des Abgrunds – und wer es noch nicht wusste: Potzblitz, daran sind wir nicht unbeteiligt. Was allerdings erstaunt, ist unsere scheinbare Unbeteiligtheit, da wir ja keinen Alternativplaneten haben. An Themen wie den Grenzen des Wachstums oder einzelnen Aspekten wie dem Meeresspiegel, natürlichem und anthropogenem Treibhauseffekt schildert Latif, wo wir stehen. Daneben erläutert Latif aber auch, warum sich denn vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse nichts bewegt, wir nichts unternehmen und klammert auch Medien und gesellschaftliche Veränderungen nicht aus. Und ja, auch Politik und Wirtschaft bekommen ihr Fett weg. Um das Buch nicht nur als skeptische Ist-Analyse stehen zu lassen, gibt Latif dem Leser aber auch seine Ansichten mit, wie wir vom Wissen zum Handeln kommen (gerade im Corona-Sonderkapitel werden Parallelen und Nicht-Parallelen klar: bei der Pandemie haben wir doch gehandelt …) und seinen Zehn-Punkte-Plan zum Klimaschutz.  

Mit „Heißzeit“ legt Latif ein wichtiges Buch vor. Darin schildert er kenntnisreich und verständlich, aber nicht unbedingt locker lesbar, wo wir stehen und was wir tun sollten. Man kann es als Nachteil, aber auch als Vorteil sehen, dass das Buch nicht unterhaltsam daherkommt (bekannte Wetterfröscher sind da sicher populärer unterwegs). Wer eine sachliche und detailreiche Faktenzusammenstellung ohne humoristische Einlagen haben möchte, ist hier genau richtig.

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Rezension zu "Die Meere, der Mensch und das Leben" von Mojib Latif

Informativer und erschütternder Lesestoff
IMG_1001vor 2 Jahren

Das Buch Die Meere, der Mensch und das Leben von Mojib Latif ist eines der Sachbücher, die mich wirklich nachhaltig beeindruckt haben. Es handelt sich hierbei um eine überarbeitete und aktualisierte Ausgabe seines 2014 erschienenen Buches Das Ende der Ozeane. Warum wir ohne die Meere nicht überleben werden.

Inhalt
Mojib Latif bedient sich in seinem Buch beeindruckend klarer Worte. Er vereinfacht die manchmal vielleicht etwas komplizierte oder gar trockende wissenschaftliche Sprache und erklärt vieles auch für Laien verständlich, von Ozean- und Klimamodellen über Sauerstoffminimumzonen und der Ozeanzirkulation bis hin zu Climate Engineering.

Er spricht unsere Nachlässigkeit im Meeresschutz an, einen Schutz, den wir alles in allem eigentlich nicht ernsthaft betreiben. Er berichtet von großen Mengen an Rohöl, die täglich während der Förderung und beim Transport in unsere Meere gelangen (oder sollte ich lieber schreiben, geleitet werden?) und beschreibt die ökologischen Konsequenzen. Er kreidet auch an, dass wir von alldem kaum etwas erfahren, stattdessen bleibt die Empörung und das Medienecho auf die großen Katastrophen beschränkt, wie das Tankerunglück der Exxon Valdez in Alaska (1989) oder die Explosion der Deepwater Horizon im Golf von Mexiko (2010) – um die wohl prominentesten Vertreter zu nennen. All diese Unglücke scheinen, trotz der enormen Umweltverschmutzung, keine Auswirkungen auf die Verursacher zu haben – sie erwirtschaften weiterhin obszöne Gewinne.

„Plastikmüll ist heute in allen Meeren bis in große Tiefen nachweisbar, und das selbst in entlegenen Gebieten“

Natürlich widmet er auch der Plastikproblematik ein Kapitel. Einmal in die Ozeane gelangt, kann es dort für eine sehr lang Zeit verweilen. Egal ob Sixpack-Ringe oder Angelschnüre aus Kunststoff. „Sie werden erst nach einigen Jahrhunderten im Meer komplett abgebaut.“ Damit werden sie also den Menschen überdauern… Auf dieses ökologische Desaster beginnt die Politik leider nur sehr langsam zu reagieren.

Darüber hinaus kommt Latif ebenfalls auf die Entsorgung von Atommüll in den Meeren (noch bis Mitte der 1990er) sowie die letzten Atomunfälle und deren Konsequenzen zu sprechen, genauso wie auf die Kohlendioxidproblematik und die damit verbundene Ozeanversauerung. Auch hier bleibt er stets klar und verständlich in seiner Sprache.

Aber nicht alles, das wir in diesem Buch lesen, ist nur schlecht und lässt den geneigten Leser deprimiert zurück. So schreibt er auch von den „Friendly Floatees“ – 29.000 Spielzeugtieren aus Plastik, die 1992 im Pazifischen Ozean von einem Containerschiff fielen und damit unfreiwillig halfen, den Weg der Meeresströmungen zu untersuchen. Nach und nach wurden sie an die verschiedensten Strände gespült, Alaska (1992), Main und Massachusetts (frühe 2000er), Hebriden (2003) … So konnte u. a. getestet werden, wie gut die existierenden Modelle der Meeresströmungen bereits sind bzw. waren.

Fazit
Mojib Latif bezieht sehr klar Position. Das gefällt mir außerordentlich gut. Ich bin ein Freund klarer Wort. So mögen einige Textpassagen für den einen oder anderen vielleicht etwas sentimental anmuten, wenn Latif beispielsweise schreibt:

„Man kann den Wert der Ozeane gar nicht hoch genug bemessen. […] Der Wecker klingelt, schrill und laut. […] Wann werden wir endlich auf die Warnsignale aus dem Meer reagieren? […] Wenn die Meer nur noch eine dreckige und übelriechende Brühe sind? […] Wenn wir gemerkt haben, dass wir ohne intakte Meere auf dieser Erde doch nicht leben können? […] Wann, wenn nicht jetzt, wollen wir eigentlich aufwachen?“

Für mich sind diese Passagen ein wichtiger Teil des Buches. Latif spricht mir hier aus der Seele. Heutzutage muss man Dinge klar benennen, damit sie verstanden und gefühlt werden können.

Dieses sehr informative, gut recherchierte und vor allem auch für Laien lesbare Buch erhält von mir auf alle Fälle fünf von fünf Sternen.




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Rezension zu "Das Ende der Ozeane" von Mojib Latif

Das Ende der Ozeane
KymLucavor 4 Jahren

Der Autor behandelt hier sehr anschaulich und verständlich ein für uns alle unglaublich wichtiges Thema.

Sehr informativ, sollte man gelesen haben.

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