Molière

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Autor von Der eingebildete Kranke, Der Menschenfeind und weiteren Büchern.

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Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke

 (159)
Erschienen am 01.09.2011
Der Menschenfeind

Der Menschenfeind

 (71)
Erschienen am 01.06.2009
Der Geizige

Der Geizige

 (34)
Erschienen am 31.07.2009
Tartuffe

Tartuffe

 (15)
Erschienen am 01.01.1986
Der eingebildete Kranke /Der Geizige

Der eingebildete Kranke /Der Geizige

 (11)
Erschienen am 01.06.2008
Die Schule der Frauen

Die Schule der Frauen

 (8)
Erschienen am 01.01.2001
Don Juan

Don Juan

 (8)
Erschienen am 01.01.1998
Le Tartuffe ou l'imposteur

Le Tartuffe ou l'imposteur

 (6)
Erschienen am 01.01.1986

Neue Rezensionen zu Molière

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Rezension zu "Der eingebildete Kranke" von Molière

Komödie mit einer gewissen Tragik
Yolandevor 4 Tagen

Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Molière, wurde am 15. Januar 1622 in Paris geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Händler für Heimtextilien, der das Amt eines Tapissier du Roi, d.h. eines königlichen Dekorateurs und Raumausstatters innehatte. Molière studierte Jura in Orléans, arbeitete aber wohl nie in diesem Beruf. Er fühlte sich vom Theater angezogen und lernte im Alter von etwa 20 Jahren die Schauspielerin Madeleine Béjart kennen. Er weigerte sich die Nachfolge seines Vaters anzutreten und gründete gemeinsam mit Béjart eine Theatergruppe, das L'illustre Théatre. Nach dessen Bankrott schloss er sich einer Wandertruppe an, die hauptsächlich in West- und Südfrankreich auftrat. Er stieg zum Direktor dieser Gruppe auf und begann eigene Theaterstücke zu schreiben. Nach der Rückkehr nach Paris gelang es ihm, die Gunst des Königs Ludwig XIV. zu gewinnen und er durfte nun mit seiner Truppe regelmäßig auftreten. 

Molière schrieb einige, noch heute sehr bekannte Theaterstücke, wie z.B. Tartuffe, L'Avare (Der Geizige) oder Le Misanthrope (Der Menschenfeind). Häufiges Thema seiner Komödie war die Heuchelei.
Le Malade imaginaire (Der eingebildete Kranke) ist sein letztes Werk. Molière war zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank. Bei den ersten Aufführungen spielte er die Hauptrolle selbst, nach dem Ende der vierten Vorstellung am 17. Februar 1673 erlitt er einen Blutsturz  und verstarb wenige Stunden später.
(Quelle: Wikipedia)

Inhalt:
Der reiche Argan bildet sich ein, dass er todkrank sei. Seine Ärzte und sein Apotheker unterstützen ihn in diesem Glauben und machen gute Geschäfte mit ihm. Er möchte nun seine Tochter mit dem Sohn eines seiner Ärzte verheiraten, doch die liebt einen anderen. Bei turbulenten Zusammenkünften kommen einige Wahrheiten ans Licht.

Theaterstücke zu lesen ist immer etwas speziell. Gerade bei Komödien geht es meist turbulent zu und die Charaktere sind teilweise völlig überspitzt dargestellt. Trotzdem spürt man hier eine gewisse Tragik und die massive Ärztekritik ist wohl auf eigene Erfahrungen Molières gestützt. 
Ich hatte viel Freude an diesem Stück und würde es gerne einmal auf der Bühne sehen, bevorzugt als klassische Inszenierung. 
Ich habe die äußerst informative Ausgabe der Suhrkamp Bibliothek mit einem ausführlichen und verständlich geschriebenen Kommentar gelesen. Ich kann jedem Interessierten nur raten, zu dieser Ausgabe zu greifen, wenn er auf interessante und wissenswerte Hintergrundinformationen Wert legt. Es gibt Begriffserklärungen, eine Zeittafel zum Leben des Autors, sowie Texte zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte und Aspekte der Deutung.

Es lohnt sich auf jeden Fall diese berühmte klassische Komödie einmal gelesen zu haben und mit seinen insgesamt 122 Seiten stellt es auch keine große Herausforderung dar.




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Rezension zu "Der eingebildete Kranke" von Molière

Unterhaltsames, zu kurz geratenes Lustspiel
vanessablnvor 2 Monaten

Es hat mich sehr überrascht, wie leicht dieses schmale Buch in Form eines Theaterstücks zu lesen war. Kaum zu glauben, dass es vor so langer Zeit geschrieben wurde... Natürlich ist es auf der Bühne sicherlich noch besser anzusehen, aber auch in Schriftform sind viel Witz, wunderbare Dialoge und deutliche Gesellschaftskritik offensichtlich. Auch wenn sich in Sachen Medizin einiges geändert hat, gibt es wohl noch immer jene, die ihr Geschäft mit Krankheiten machen, ob nun tatsächlich vorhanden oder mehr oder weniger eingebildet. Der Hypochonder ist in diesem Stück ganz wunderbar dargestellt, aber auch alle anderen bekommen ihr Fett weg. Man muss sich immer wieder deutlich machen, dass jetzt eine ganz andere Zeit ist - so aktuell das Buch auch wirkt. Irgendwie erscheint "Der eingebildete Kranke" aber unvollständig, da doch sehr kurz geraten. Man möchte nach dem Lesen jedenfalls nun gerne ins Theater gehen, um dieses Stück noch besser zu genießen...

Die Ausgabe der Suhrkamp BasisBibliothek ist mit Anhang und Kommentaren versehen. Die Erläuterungen zu Begriffen im Text sind teilweise etwas überflüssig und vielleicht eher für Schüler gedacht.

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Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

Liebe und Gesellschaftskritik
JayTivor 2 Jahren

Alceste verachtet voller Überzeugung die von Heuchelei und Genusssucht geprägte Gesellschaft. Doch ausgerechnet er verliebt sich in Célimène, welche fest in ebenjener Gesellschaft verankert ist.

Ich habe mir vorgenommen, ab und an mal einen Klassiker zu lesen. Natürlich möchte ich euch daran teilhaben lassen. Denn bisher habe ich die Entscheidung nicht bereut.

Bei diesem Stück, entsprechend in Dialogform geschrieben, handelt es sich um eine tragische Komödie in fünf Aufzügen. Es ist ein echter Klassiker und obwohl bereits 1666 uraufgeführt, ist die Geschichte nahe am Zahn der Zeit.

Das Buch hat definitiv Biss und die Ansichten Alcestes haben, all seiner Sturheit zum Trotz, etwas sehr Befreiendes. Denn der Protagonist wagt offen die schlechten, gesellschaftlichen Angewohnheiten zu kritisieren. Angewohnheiten, die leider bis heute Bestand haben und durch Alceste einer Kritik ausgesetzt sind, die uns einen Spiegel vorhält. Das Stück ist geprägt von ständigen Meinungsverschiedenheiten und Wortgefechten. Neid, Eifersucht und Betrug sind die Regel. Zusammenhalt ist eher die Ausnahme. Das Buch gleicht einer Soap Opera. Doch diese altertümliche Variante ist für mich definitiv unterhaltsamer als das moderne Gegenstück im täglichen Fernsehen.

In meinen Augen fängt das Stück sehr stark an. Doch mit dem erzählerischen Schwerpunkt, den die Geschichte nimmt, habe ich weniger gerechnet. Es scheint sich im Ganzen mehr um die Liebe zu drehen als um gesellschaftliche Kritik durch Alceste. Dieser ist in seinen Aussagen und Handlungen sehr sprunghaft und weniger Menschenfeind als gedacht. Doch zeigt die Geschichte sehr schön auf, dass die Liebe schlicht keinen logischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Der Ausgang des Buches hat mir aber sehr gefallen, denn es hätte meiner Ansicht nach kaum anders kommen dürfen und zeugt doch von moralischem Wert.

www.wortbildwerke.wordpress.com

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Gespräche aus der Community

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Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Auf unserer derzeitigen literarischen Weltreise sind wir in Frankreich angekommen und lesen zusammen "Der eingebildete Kranke" von Molière.

Der eingebildet Kranke (im Original Le Malade imaginaire, wörtlich Der eingebildet bzw. vermeintlich Kranke, deutschsprachig zumeist unter dem irrigen Titel Der eingebildete Kranke aufgeführt) ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Molière und zugleich sein letztes Werk. Die Komödie in drei Akten wurde am 10. Februar 1673 uraufgeführt; die Rolle des Titelhelden spielte der Dichter selbst. Doch bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, erlitt er einen Blutsturz; er starb, noch in seinem Kostüm, nur wenige Stunden später. (Quelle: Wikipedia)

Die Leserunde beginnt am 1.2. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!

PS: Da dieses Buch sehr kurz ist, wird es noch eine weitere Leserunde geben, und zwar "Candide" von Voltaire. Diese wird am 15.2. beginnen.
Letzter Beitrag von  PMelittaMvor 2 Monaten
Bei mir ist das der Epilog
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