Molière

 3.7 Sterne bei 405 Bewertungen
Autor von Der eingebildete Kranke, Der Menschenfeind und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Molière

Molière wurde vermutlich am 14. Januar 1622 in Paris geboren, wo er auch 17. Februar 1673 starb. Er war ein französischer Schauspieler, Theaterdirektor und Dramatiker.

Molière, mit bürgerlichem Namen Jean Baptiste Poquelin, war der Sohn eines reichen Teppichwirkers. Von 1636 bis 1641 besuchte er das Jesuitenkolleg Clermont in Paris. Mit seiner Lebensgefährtin Madelaine Béjart gründete Poquelin 1643 die Schauspieltruppe 'L’Illustre Théâtre'. Er schrieb die Stücke, spielte selbst Rollen, übernahm die Leitung und legte sich den Künstlernamen „Molière“ zu, mit dem er Weltruhm erlangen sollte. Nach dem Bankrott der Truppe ging Molière 1645 mit einer anderen Schauspieltruppe auf Tournee.

Insgesamt zwölf Jahre lang tourte diese Truppe mit Erfolg durch verschiedene Provinzen. In Paris zurück konnte die „Troupe du Roi' ab dem Jahr 1661 im Palais Royal ihre Aufführungen präsentieren. Im Jahr darauf heiratete Molière die erst achtzehnjährige Armande Béjart, Schwester (oder Tochter?) von Madelaine Béjart. 1665 wurde sein einziges überlebendes Kind, eine Tochter, geboren.

Seinen Ruhm begründete Molière mit seinen Charakterkomödien, in denen er menschliche Züge ausschlachtete, so zum Beispiel in „Der Geizige“ den Geiz, in „Tartuffe“ die Heuchelei, in „Der eingebildete Kranke“ die Hypochondrie. Er kritisierte in den Stücken große Einrichtungen wie die Kirche und die Ärzteschaft von Paris. In der übertriebenen Art der Darstellung lag die Komik; die Charaktere wurden der Lächerlichkeit preisgegeben. Weitere berühmte Werke Molières waren unter anderem „Der Arzt wider Willen“, „Der Menschenfeind“ oder die „Die gelehrten Frauen“.

Molière erlitt am 17. Februar 1673 während einer Aufführung des Stücks 'Der eingebildete Kranke' einen tödlichen Zusammenbruch.

Quelle: Verlag / vlb

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Buchformat:
Cover des Buches Der eingebildete Kranke9783518189238

Der eingebildete Kranke

 (163)
Erschienen am 01.09.2011
Cover des Buches Der Menschenfeind9783359022213

Der Menschenfeind

 (73)
Erschienen am 01.06.2009
Cover des Buches Der GeizigeB003VTZZ16

Der Geizige

 (35)
Erschienen am 31.07.2009
Cover des Buches Tartuffe9783150000748

Tartuffe

 (16)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Der eingebildete Kranke /Der Geizige9783596900671

Der eingebildete Kranke /Der Geizige

 (11)
Erschienen am 01.06.2008
Cover des Buches Don Juan9783150054024

Don Juan

 (9)
Erschienen am 01.01.1998
Cover des Buches Die Schule der Frauen9783150005880

Die Schule der Frauen

 (8)
Erschienen am 01.01.2001

Neue Rezensionen zu Molière

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M

Rezension zu "Die gelehrten Frauen" von Molière

Die gelehrten Frauen
Mira123vor 3 Monaten

Dieses Buch ist nur ein sehr, sehr schmales Heftchen, das ich an nur einem Abend gelesen habe. Im Nachhinein hätte ich mir vielleicht mehr Zeit nehmen sollen. Ich hatte nämlich große Verständnisprobleme. Ich habe erst im Laufe der nächsten paar Tage kapiert, um was es denn geht. Dabei ist der Inhalt nicht mal so besonders kompliziert. Aber dadurch, dass die Protagonisten die meisten Zeit am eigentlichen Thema vorbeidiskutierten, wirkte alles viel schwieriger, als es eigentlich war.

Auch damit, wer denn die einzelnen Figuren sind, hatte ich so meine Probleme. Es gibt zwei Schwestern, zwei Heiratskandidaten für Schwester 1, die Eltern und einen Notar. Das sind zumindest die Figuren, die mir in Erinnerung geblieben sind. Schwester 1 soll heiraten entweder einen gelehrten Mann oder einen anderen, mit dem die Schwester 2 früher mal angebandelt hat. So irgendwie hat die Verbindung zwischen den Figuren ausgesehen. Im Theaterstück wird dann diskutiert, wer denn besser zu der jungen Frau passt: Mann 1 oder 2? Dabei greifen die Figuren auch immer wieder auf das gleiche Thema zurück: Wieviel Bildung soll jungen Frauen denn zukommen? Sollen die gelehrt sein, wie Schwester 2 und die Mutter, oder sollen sie sich mit dem Haushalt und dem ein oder anderen Buch zufrieden geben? Und wenn Frauen klug sind: Sollen sie das dann zeigen dürfen oder sollen sie ihr Wissen lieber herunterspielen? Da treffen massenhaft unterschiedliche Meinungen zusammen, viele davon würde man heute wohl höchstens noch online in irgendwelchen anonymen Foren finden. Man muss das aber natürlich immer in der Zeit der Entstehung sehen. Ich weiß nicht, wie das im 17. Jahrhundert, wo der Autor gelebt hat, so war. Ich weiß aber, dass es im 18. Jahrhundert das Phänomen der sogenannten Lesewut gab. Da wurde es nämlich modern für junge Frauen, zu lesen und das war von den Eltern gar nicht gerne gesehen. Das bringt die Mädchen doch nur auf dumme Ideen! Die Diskussion war da wohl so ähnlich, wie heute mit Fernsehen, Laptops und Handys. Wenn ihr das Buch also je lest, dann behaltet diese Debatte einfach ein bisschen im Hinterkopf, dann wird es schon ein bisschen leichter, das Stück zu verstehen.

An diesem Theaterstück hat mir vor allem das Ende gefallen. Die Auflösung wen von den Männern die Tochter jetzt heiraten soll, fand ich außerordentlich amüsant und auch gar nicht so schräg, wie den Rest des Stücks. Den Rest fand ich nicht wirklich leicht zu verstehen und ich muss auch zugeben, dass ich zwischendurch auch mal ziemlich verwirrt war. Am Ende hat sich das dann aber Gott sei Dank aufgelöst!

Mein Fazit? Das Ende mochte ich und es gab einige spannende Stellen. Über weite Strecken fand ich den Text aber sehr schwierig.

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Rezension zu "Der eingebildete Kranke" von Molière

Ein Klassiker, der noch viel zu sagen hat
Buchgespenstvor einem Jahr

Argan hat den perfekten Plan. Da er sich todkrank glaubt und sein Wohlbefinden völlig von Ärzten abhängig gemacht hat, soll seine Tochter Angelika einen Arzt heiraten – so hat er immer einen verfügbar, wenn er ihn braucht. Angelika hat sich aber bereits verliebt. Mit dem klugen Dienstmädchen Antoinette will sie die Pläne ihres Vaters durchkreuzen.

Das Theaterstück liest sich nett, aber unspektakulär. Die Themen sind bekannt: ein vorherbestimmter, unerwünschter Verlobter, eine durchtriebene Stiefmutter, der Konflikt zwischen zwei Generationen. Die Ärztekritik und der Fäkalhumor sind dagegen so zeitgebunden, dass sie als schlichter Text kaum ihren Witz entfalten. Man spürt aber förmlich wie unter der Schrift die Lebendigkeit des Werkes zittert, voller Erwartung sich im Spiel zu entfalten.

Vor allem in Verbindung mit dem ausführlichen Kommentarteil gewinnt das so schlicht erscheinende Theaterstück auch als Text interessante Dimensionen. Kaum zu glauben, dass es aus dem 17. Jahrhundert stammt, denn die Themen sind bis ins frühe 20. Jahrhundert aktuell geblieben. Böse Stiefmütter, arrangierte Hochzeiten, der Kampf der Jugend um Selbstbestimmung, die Arroganz und Borniertheit des Ärztestandes, der sich mit umfassenden Neuerungen seines Berufes schwer tut – das alles sind Motive, die immer wieder auftauchen.

Sehr schade ist, dass der vorliegende Text den Prolog und die Zwischenspiele weggelassen hat. Sie mögen zum Haupttext nicht viel beitragen, aber Molière hat sie als zu ihm gehörig geschrieben und so hätte ich von einer Textausgabe der Suhrkamp Bibliothek einen vollständigen Abdruck erwartet und sei es, dass sie in einem Anhang beigefügt worden wären.

Befremdet hat mich auch die Eindeutschung der französischen Namen. Merkwürdigerweise beschränkt es sich beinahe auf Angélique, die hier zu Angelika wurde. Eine Übersetzung im 21. Jahrhundert sollte auf eine solch absurde Übersetzungspraxis verzichten. Wenn sprechende Namen vom Autor bewusst verwendet wurden, sollten sie trotzdem in der Originalfassung bleiben und in einem Anmerkungsteil erläutert werden.

Fazit: Ein Theaterstück, das unterhält, sehr viel Interpretationsspielraum gibt und einen schönen Einblick in die Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Seine Lebendigkeit und seinen Witz entfaltet es allerdings erst auf der Bühne und auch dann ist es stark von der Aufführungspraxis abhängig.

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Rezension zu "Der eingebildete Kranke" von Molière

Komödie mit einer gewissen Tragik
Yolandevor einem Jahr

Jean-Baptiste Poquelin, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Molière, wurde am 15. Januar 1622 in Paris geboren. Sein Vater war ein wohlhabender Händler für Heimtextilien, der das Amt eines Tapissier du Roi, d.h. eines königlichen Dekorateurs und Raumausstatters innehatte. Molière studierte Jura in Orléans, arbeitete aber wohl nie in diesem Beruf. Er fühlte sich vom Theater angezogen und lernte im Alter von etwa 20 Jahren die Schauspielerin Madeleine Béjart kennen. Er weigerte sich die Nachfolge seines Vaters anzutreten und gründete gemeinsam mit Béjart eine Theatergruppe, das L'illustre Théatre. Nach dessen Bankrott schloss er sich einer Wandertruppe an, die hauptsächlich in West- und Südfrankreich auftrat. Er stieg zum Direktor dieser Gruppe auf und begann eigene Theaterstücke zu schreiben. Nach der Rückkehr nach Paris gelang es ihm, die Gunst des Königs Ludwig XIV. zu gewinnen und er durfte nun mit seiner Truppe regelmäßig auftreten. 

Molière schrieb einige, noch heute sehr bekannte Theaterstücke, wie z.B. Tartuffe, L'Avare (Der Geizige) oder Le Misanthrope (Der Menschenfeind). Häufiges Thema seiner Komödie war die Heuchelei.
Le Malade imaginaire (Der eingebildete Kranke) ist sein letztes Werk. Molière war zu diesem Zeitpunkt bereits schwer krank. Bei den ersten Aufführungen spielte er die Hauptrolle selbst, nach dem Ende der vierten Vorstellung am 17. Februar 1673 erlitt er einen Blutsturz  und verstarb wenige Stunden später.
(Quelle: Wikipedia)

Inhalt:
Der reiche Argan bildet sich ein, dass er todkrank sei. Seine Ärzte und sein Apotheker unterstützen ihn in diesem Glauben und machen gute Geschäfte mit ihm. Er möchte nun seine Tochter mit dem Sohn eines seiner Ärzte verheiraten, doch die liebt einen anderen. Bei turbulenten Zusammenkünften kommen einige Wahrheiten ans Licht.

Theaterstücke zu lesen ist immer etwas speziell. Gerade bei Komödien geht es meist turbulent zu und die Charaktere sind teilweise völlig überspitzt dargestellt. Trotzdem spürt man hier eine gewisse Tragik und die massive Ärztekritik ist wohl auf eigene Erfahrungen Molières gestützt. 
Ich hatte viel Freude an diesem Stück und würde es gerne einmal auf der Bühne sehen, bevorzugt als klassische Inszenierung. 
Ich habe die äußerst informative Ausgabe der Suhrkamp Bibliothek mit einem ausführlichen und verständlich geschriebenen Kommentar gelesen. Ich kann jedem Interessierten nur raten, zu dieser Ausgabe zu greifen, wenn er auf interessante und wissenswerte Hintergrundinformationen Wert legt. Es gibt Begriffserklärungen, eine Zeittafel zum Leben des Autors, sowie Texte zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte und Aspekte der Deutung.

Es lohnt sich auf jeden Fall diese berühmte klassische Komödie einmal gelesen zu haben und mit seinen insgesamt 122 Seiten stellt es auch keine große Herausforderung dar.




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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Der eingebildete Krankeundefined
Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Auf unserer derzeitigen literarischen Weltreise sind wir in Frankreich angekommen und lesen zusammen "Der eingebildete Kranke" von Molière.

Der eingebildet Kranke (im Original Le Malade imaginaire, wörtlich Der eingebildet bzw. vermeintlich Kranke, deutschsprachig zumeist unter dem irrigen Titel Der eingebildete Kranke aufgeführt) ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Molière und zugleich sein letztes Werk. Die Komödie in drei Akten wurde am 10. Februar 1673 uraufgeführt; die Rolle des Titelhelden spielte der Dichter selbst. Doch bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, erlitt er einen Blutsturz; er starb, noch in seinem Kostüm, nur wenige Stunden später. (Quelle: Wikipedia)

Die Leserunde beginnt am 1.2. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!

PS: Da dieses Buch sehr kurz ist, wird es noch eine weitere Leserunde geben, und zwar "Candide" von Voltaire. Diese wird am 15.2. beginnen.
95 Beiträge
Letzter Beitrag von  PMelittaMvor einem Jahr
Bei mir ist das der Epilog

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