Molière

 3.7 Sterne bei 383 Bewertungen
Autor von Der eingebildete Kranke, Der Menschenfeind und weiteren Büchern.

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Der eingebildete Kranke

Der eingebildete Kranke

 (151)
Erschienen am 01.09.2011
Der Menschenfeind

Der Menschenfeind

 (71)
Erschienen am 01.06.2009
Der Geizige

Der Geizige

 (33)
Erschienen am 31.07.2009
Tartuffe

Tartuffe

 (15)
Erschienen am 01.01.1986
Der eingebildete Kranke /Der Geizige

Der eingebildete Kranke /Der Geizige

 (11)
Erschienen am 01.06.2008
Don Juan

Don Juan

 (8)
Erschienen am 01.01.1998
Die Schule der Frauen

Die Schule der Frauen

 (8)
Erschienen am 01.01.2001
Le Tartuffe ou l'imposteur

Le Tartuffe ou l'imposteur

 (6)
Erschienen am 01.01.1986

Neue Rezensionen zu Molière

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JayTis avatar

Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

Liebe und Gesellschaftskritik
JayTivor 2 Jahren

Alceste verachtet voller Überzeugung die von Heuchelei und Genusssucht geprägte Gesellschaft. Doch ausgerechnet er verliebt sich in Célimène, welche fest in ebenjener Gesellschaft verankert ist.

Ich habe mir vorgenommen, ab und an mal einen Klassiker zu lesen. Natürlich möchte ich euch daran teilhaben lassen. Denn bisher habe ich die Entscheidung nicht bereut.

Bei diesem Stück, entsprechend in Dialogform geschrieben, handelt es sich um eine tragische Komödie in fünf Aufzügen. Es ist ein echter Klassiker und obwohl bereits 1666 uraufgeführt, ist die Geschichte nahe am Zahn der Zeit.

Das Buch hat definitiv Biss und die Ansichten Alcestes haben, all seiner Sturheit zum Trotz, etwas sehr Befreiendes. Denn der Protagonist wagt offen die schlechten, gesellschaftlichen Angewohnheiten zu kritisieren. Angewohnheiten, die leider bis heute Bestand haben und durch Alceste einer Kritik ausgesetzt sind, die uns einen Spiegel vorhält. Das Stück ist geprägt von ständigen Meinungsverschiedenheiten und Wortgefechten. Neid, Eifersucht und Betrug sind die Regel. Zusammenhalt ist eher die Ausnahme. Das Buch gleicht einer Soap Opera. Doch diese altertümliche Variante ist für mich definitiv unterhaltsamer als das moderne Gegenstück im täglichen Fernsehen.

In meinen Augen fängt das Stück sehr stark an. Doch mit dem erzählerischen Schwerpunkt, den die Geschichte nimmt, habe ich weniger gerechnet. Es scheint sich im Ganzen mehr um die Liebe zu drehen als um gesellschaftliche Kritik durch Alceste. Dieser ist in seinen Aussagen und Handlungen sehr sprunghaft und weniger Menschenfeind als gedacht. Doch zeigt die Geschichte sehr schön auf, dass die Liebe schlicht keinen logischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Der Ausgang des Buches hat mir aber sehr gefallen, denn es hätte meiner Ansicht nach kaum anders kommen dürfen und zeugt doch von moralischem Wert.

www.wortbildwerke.wordpress.com

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Traumkatzes avatar

Rezension zu "Der eingebildete Kranke" von Molière

Rezension "Der eingebildete Kranke"
Traumkatzevor 4 Jahren

Rezension "Der eingebildete Kranke"

Inhalt: Das Stück handelt von Argan, der sich nur einbildet krank zu sein. So zieht er diverse Ärzte zu Rate, die die Einzigen sind, die ihm seine eingebildete Krankheit abnehmen und ihn in dieser unterstützen. Geduldig befolgt er alle Anordnungen seines Arztes und führt sie genauestens aus. Dem Arzt selbst kommt dieser Umstand sehr gelegen und er verschreibt Herrn Argan überflüssige Behandlungen gegen überteuerte Rechnungen. Argan hingegen möchte, aus rein eigennützigen Motiven, dass seine Tochter Angelique den Thomas Diafoirus, einen frisch gebackenen Doktor der Medizin, heiratet. Angelique ist jedoch in Cléante verliebt.

Aufmachung des Buches:

Man muss berücksichtigen, dass es sich um die Wiedergabe eines Theaterstückes (eine Art "Drehbuch") handelt und dies schon vor etwas längerer Zeit entstanden ist, wo die Menschen sich ohnehin das Theaterstück und nicht das Buch angeschaut haben. Es gibt mehere Auflagen, doch wenn etwas auf dem Cover zu sehen ist, dann ist es meistens einfach Molière selbst. Der Titel ist passend, da alle Handlungen  erst durch diese "Krankheit" passieren, außerdem finde ich, dass es irgendwie schon ansprechend und nicht unbedingt nach einem so alten Stück klingt.

Idee/Thema:

Die Idee, die hinter diesem Stück steckt, ist schon etwas ausgefallen. Molière hat mit diesem Stück auf die Probleme der damaligen Gesellschaft hingewiesen und Kritik, etwas versteckt, geübt.

Alle Zuschauer damals liebten seine Stücke, da ihnen nicht klar war, dass es ernst war, denn es handelte sich ja schließlich nur um ein harmloses Theaterstück.

Die Idee ist gut, da die Gesellschaft sehr streng war und er sonst wahrscheinlich nie das hätte äußern dürfen. Ich finde Molière hat das sehr schlau gemacht und ich hätte wahrscheinlich ebenso gehandelt.

Er macht vorallem auf die Ständegesellschaft und die Arroganz und Hinterhältigkeit des höheren Standes aufmerksam, was finde ich auch sehr nötig war.

5/5 Sterne

Umsetzung:

Wir behandeln das Buch gerade in der Schule...wie sollte es auch anders sein :D

Ich bin nicht mit außerordentlicher Motivation an dieses Stück gegeangen und der Anfang war auch sehr verwirrend, wie ich fand. Man kommt sofort ins Geschehen und es wird erst nicht klar worum es überhaupt geht. Das Buch ist ziemlich alt, was deutlich an der Sprache zu sehen ist, die etwas schwer zu verstehen ist. Ich habe Latein in der Schule und konnte mich deshalb mit dem Französisch nicht so ganz anfreunden, was mit der Zeit aber besser wird. Das Gute war, dass wir den Inhalt des Anfangs in der Schule nochmal verständlich wiedergegeben haben, sodass ich die Geschichte gut verstehen konnte. Als ich die Geschichte dann verstanden habe, habe ich den Humor und Sarkasmus der Geschichte verstunden und sehr viel Freude beim Lesen gehabt.

Einige Charaktere fand ich echt sympatisch und alle waren zwar sehr übertrieben dargestellt, aber man konnte immer noch erkennen, was damit ausgedrückt werden sollte.

4/5 Sterne

Zusammenfassung:

Ein toller Klassiker, der durchaus auch als Schullektüre überzeugen kann, wenn man sich mit dem Geschehen der Geschichte auseinandersetzt und sich nicht dagegen wehrt. Eine Geschichte, die auf die damaligen Zustände mit Humor und Sarkasmus aufmerksam macht.

4/5 Sterne

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Gwen_liests avatar

Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

Der Menschenfeind oder der verliebte Melancholiker
Gwen_liestvor 4 Jahren

Der „Menschenfeind“ Alceste, sieht die Menschen so wie sie sind. Hinterhältig, verschwiegen, ruchlos und fast schon bedauernswert. Er ist der festen Überzeugung, dass die ganzen „Gepflogenheiten“ abgeschafft gehörten. Man sollte frei sagen können, dass man dieses oder jenes nicht ausstehen kann und seine Gedanken über eine Person offen kundtuen. 

Doch die Liebe ist da etwas anders. 

Ich muss schon sagen, ich war zu Anfang sehr angetan von diesem Buch. Alceste fand ich mit seinen Aussagen gerade zu unterhaltsam. Schade, dass ihn die Liebe so blendet, genau wie die vier anderen Werber um Célimène. 

Irgendwie beruhigt es mich, dass es auch damals schon so hinterhältige Damen gegeben hat. Doch was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, ist die Tatsache, dass Alceste ihr alles verziehen hat. Obwohl diese jeden angelogen und hintergangen hat, verzeiht er ihr. Wie blind muss dieser gewesen sein, ich weis es nicht. Doch seine Gefühle enden für sie nach einem Absatz, als Célminène beschließt nicht mit ihm unterzutauchen. 

Wenigstens gibt es für die beiden Nebencharaktere Philinte und Éliante ein Happy End. 

Obwohl der Schreibstil in dem Jargon der damaligen Zeit geschrieben ist, kommt man doch auf Umwegen dahinter was gemeint ist. Nicht etwas weil man, den ganzen Inhalt selbst übersetzen müsste, nein deren Aussagen und Meinungen ziehen sich meistens über ein paar Zeilen, bzw. ist uns diese Redensart einfach nicht mehr geläufig. 

Trotzdem kann es passieren, dass sich ein paar Wörter hinein schmuggeln, die für die heutige Zeit schon überhaupt keine Bedeutung mehr haben. Die Muhme z.B. ist ein Begriff der schon längst veraltet ist. Hierbei zückt man einmal kurz sein mobiles Kommunikationsgerät und sofort erklärt  Google einem, dass es sich hierbei um eine Tante, Amme oder Base handelt und das weibliche Gegenstück zu einem Oheim ist. 

Mein Fazit hierfür lautet, auf jeden Fall sollte man es gelesen haben. 

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