Molière

 3,7 Sterne bei 405 Bewertungen
Autor von Der eingebildete Kranke, Der Menschenfeind... und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Molière

Molière, eigentlich Jean-Baptiste Poquelin (1622–1673), besuchte ein Jesuitenkollegium und studierte Recht, bevor er Schauspieler wurde. 1643 gründete er mit der Schauspielerfamilie Béjart das »Illustre Théâtre«. Nach dessen Pleite zog er mit einer Wandertruppe umher, deren Leitung er bald übernahm. Diese Truppe spezialisierte sich auf Farcen und Komödien im Stil der Commedia dell'arte, erste eigene Dramen entstanden. Der König wurde auf die Truppe aufmerksam und holte sie an den Hof. Ab 1659 feierte Molière mit seinen Stücken große Erfolge, sorgte aber auch immer wieder für Empörung und Skandale.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Molière

Cover des Buches Der eingebildete Kranke (ISBN: 9783861842286)

Der eingebildete Kranke

 (167)
Erschienen am 15.06.2013
Cover des Buches Der Menschenfeind... (ISBN: 9783359022213)

Der Menschenfeind...

 (74)
Erschienen am 01.06.2009
Cover des Buches Der Geizige (ISBN: 9783849113612)

Der Geizige

 (37)
Erschienen am 02.03.2013
Cover des Buches Der eingebildete Kranke / Der Geizige (ISBN: 9783596900671)

Der eingebildete Kranke / Der Geizige

 (12)
Erschienen am 01.06.2008
Cover des Buches Don Juan (ISBN: 9783150054024)

Don Juan

 (9)
Erschienen am 01.01.1998
Cover des Buches Die gelehrten Frauen (ISBN: 9783150183281)

Die gelehrten Frauen

 (8)
Erschienen am 01.10.2004

Neue Rezensionen zu Molière

Cover des Buches Der eingebildete Kranke (ISBN: 9783518189238)
Sandrica89s avatar

Rezension zu "Der eingebildete Kranke" von Molière

Besessen von der Medizin
Sandrica89vor einem Jahr

Ein Klassiker, den man wenigstens einmal gelesen haben muss. Dies habe ich jedenfalls des öfteren von einigen Leuten gehört. Nun, bis jetzt habe ich nicht all zu viele Klassiker gelesen, noch weniger französische. War dennoch sehr gespannt, denn es hiess, dass es eine witzige Wendung hat am Ende.

Argan ist ein typischer Hypochonder, denn er glaubt, er sei krank und braucht ganz viel Medizin. Eines Tages verkündet er seiner Tochter Angelique, dass er sie mit einem angehenden Arzt verheiraten will, damit Argon selbst zu jeder Zeit von einem Arzt behandelt werden kann. Angelique hingegen gefällt das ganze gar nicht, denn sie hat bereits einen Geliebten, Cléanthe. Argan's zweite Frau unterstützt ihren Mann, das Dienstmädchen, Toinette,  hingegen ist auf Angelique's Seite. Zusammen schmieden sie einen Plan, um Argan auszutricksen, damit er seine Meinung ändert.

Das Stück ist jetzt nichts weltbewegendes, lässt sich aber ganz gut lesen. Zum Teil gibt es Szenen, bei denen ich ein wenig schmunzeln musste, weil es eigentlich total lächerlich ist, aber auf einer lockeren und witzigen Weise. Man liest heraus, dass Molière nicht an die Ärzte und dessen Heilmittel geglaubt hat und zieht es ein wenig ins lächerliche. Argan denkt, ohne die Medizin würde er gleich sterben, das perfekte Opfer eines Arztes, um mehr Geld zu verdienen. Man kann erahnen, in welcher Richtung das Stück geht. Denn das Klischee ist fast schon perfekt: eine etwas rebellische Tochter (zu dieser Zeit), ein zu direktes und freches Dienstmädchen, eine geldgierige zweite Frau, ein langweiliger Verlobter und der romantische Geliebter. Das Ende war, wie bereits erwähnt, fast vorhersehbar, aber dennoch amüsant zu lesen. Wer sich für solche Klassiker interessiert, ist er hier genau richtig.

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Cover des Buches Die große Hörspiel-Edition (ISBN: 9783844543087)
PoldisHoerspielseites avatar

Rezension zu "Die große Hörspiel-Edition" von Molière

Moliére – Die große Hörspiel Edition
PoldisHoerspielseitevor einem Jahr

Argan, das Oberhaupt seiner Familie, zieht einen Arzt nach dem anderen zurate, immer in der Hoffnung, dass dieser ihm bei seiner schweren Krankheit helfen kann. Und auch selbst zählt er regelmäßig seinen Herzschlag und verfolgt akribisch die Anweisungen seines Leibarztes. Dieser freut sich sehr, ihm immer wieder überteuerte Rechnungen zukommen zu lassen, denn in Wahrheit ist Argan kerngesund. Das wollen ihm auch sein Dienstmädchen Toinette und sein Bruder endlich klar machen… („Der eingebildete Kranke“)

Der französische Schauspieler und Dramatiker Jan-Baptiste Poquelin ist eher unter seinem Künstlernamen Moliére bekannt und hat sich mit seinen zahlreichen Theaterstücken einen Namen gemacht und auch heute noch, über 300 Jahre nach seinem Tod viele Bewunderer. Auch Hörspiele nach seinen Stücken sind entstanden, insbesondere in den 50er Jahren, als das Medium noch fast in den Kinderschuhen steckte. Der Hörverlag hat nun sieben von Moliéres Komödien in einer dicken Box veröffentlicht, die bei verschiedenen Radiostationen entstanden sind. Die Auswahl ist gelungen, die Stücke sind auf sehr interessante Weise zeitlos – nicht unbedingt in den Umgangsformen der Protagonisten oder den gesellschaftlichen Umständen, aber eben in den Archetypen, die der Autor in seinen Stücken genüsslich auseinandernimmt und der Menschheit so kritisch einen Spiegel vorhält. Dabei schreckt er auch vor ernsten Themen nicht zurück, sorgt dennoch für bitteren Humor durch scharfe Beobachtungen. Dass sich einige seiner Stücke als skandalös herausgestellt haben und ihrer Zeit voraus waren, merkt man aus der heutigen Perspektive zwar nicht, kann aber bei „Der Menschenfeind“ erahnen, dass besonders beim Adel und der gehobenen Gesellschaft nicht alle Szenen gut angekommen sind. Die Erzählweise ist eher langsam, es werden eher Zustandsbeschreibungen als Entwicklungen thematisiert werden. Doch die Dialoge sind flüssig, locker und gut nachvollziehbar erzählt, sodass man auch heute noch gut folgen kann. Eine lohnenswerte Zusammenstellung, die überraschenderweise auch heute noch bekannte Archetypen auf ironische Weise darstellt.

Bernhard Minetti ist in „Der Menschenfeind“ in der Hauptrolle des Alceste zu hören und bringt die scharfen Beobachtungen des Autors mit seiner sehr facettenreichen und punktierten Sprechweise auf den Punkt, hält die Spannung durchgängig hoch und rückt die Figur so sehr nahe an den Hörer heran. Will Quadflieg spricht die Titelrolle in „Don Juan“, das wohl bekannteste Stück des Autors, den er mit seinem ganz eigenen Charme ausstattet, aber auch den Humor der Geschichte aufgreift und so für einen großen Unterhaltungswert sorgt. Ursula Langrock ist in „Tartuffe“ als Elmire zu hören und schafft mit ihrer markanten, ausdrucksstarken Stimme einen leichten Zugang zu der Figur und verleiht ihr viel Leben. Weitere Sprecher sind Ma Mairich, Hermann Thimig und Arno Assmann.

Verschiedene Rundfunkanstalten, unterschiedliche Regisseure und Produktionsjahre von 1951 bis 1980 – ein durchgängiger Stil ist bei den Hörspielen dennoch vorhanden: Die vollkommene Konzentration auf die Sprecher und ihre Dialoge. Da sind zwar mal Geräusche eingestreut – mal mehr, mal weniger – und auch ein wenig Musik erklingt ab und an, alles jedoch nur im Hintergrund und ohne das ganz große Tamtam.

Die Zeichnung, die auf dem Titelbild platziert wurde, greift den Zeitgeist Moliéres sehr gekonnt auf und wird mit dem farbigen Kreis und der kantigen Schrift mit modernen Elementen geschickt kombiniert. In der stabilen Box befinden sich die CDs in eigenen Cardsleeves, auf denen die Mitwirkenden aufgedruckt sind, aber auch ein dickes Booklet mit vielen zusätzlichen Informationen zum Autor, den Stücken und einigen ausgewählten Sprechern und Regisseuren ist vorhanden. Eine sehr lobenswerte Umsetzung!

Fazit: Die sieben Komödien von Moliére, die der Hörverlag hier zusammengestellt hat, haben durch ihre scharfe Beobachtungsgabe und bissigen Witz immer noch einen hohen Unterhaltungswert und überzeugen mit ihrer flüssigen Erzählweise. Dass dabei noch anspruchsvolle Gesellschaftskritik auf mehreren Ebenen geübt wird, hat mir umso mehr gefallen. Ein gelungener Überblick über das Werk des französischen Autors!   

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Cover des Buches Die gelehrten Frauen (ISBN: 9783150001134)
Mira123s avatar

Rezension zu "Die gelehrten Frauen" von Molière

Die gelehrten Frauen
Mira123vor 3 Jahren

Dieses Buch ist nur ein sehr, sehr schmales Heftchen, das ich an nur einem Abend gelesen habe. Im Nachhinein hätte ich mir vielleicht mehr Zeit nehmen sollen. Ich hatte nämlich große Verständnisprobleme. Ich habe erst im Laufe der nächsten paar Tage kapiert, um was es denn geht. Dabei ist der Inhalt nicht mal so besonders kompliziert. Aber dadurch, dass die Protagonisten die meisten Zeit am eigentlichen Thema vorbeidiskutierten, wirkte alles viel schwieriger, als es eigentlich war.

Auch damit, wer denn die einzelnen Figuren sind, hatte ich so meine Probleme. Es gibt zwei Schwestern, zwei Heiratskandidaten für Schwester 1, die Eltern und einen Notar. Das sind zumindest die Figuren, die mir in Erinnerung geblieben sind. Schwester 1 soll heiraten entweder einen gelehrten Mann oder einen anderen, mit dem die Schwester 2 früher mal angebandelt hat. So irgendwie hat die Verbindung zwischen den Figuren ausgesehen. Im Theaterstück wird dann diskutiert, wer denn besser zu der jungen Frau passt: Mann 1 oder 2? Dabei greifen die Figuren auch immer wieder auf das gleiche Thema zurück: Wieviel Bildung soll jungen Frauen denn zukommen? Sollen die gelehrt sein, wie Schwester 2 und die Mutter, oder sollen sie sich mit dem Haushalt und dem ein oder anderen Buch zufrieden geben? Und wenn Frauen klug sind: Sollen sie das dann zeigen dürfen oder sollen sie ihr Wissen lieber herunterspielen? Da treffen massenhaft unterschiedliche Meinungen zusammen, viele davon würde man heute wohl höchstens noch online in irgendwelchen anonymen Foren finden. Man muss das aber natürlich immer in der Zeit der Entstehung sehen. Ich weiß nicht, wie das im 17. Jahrhundert, wo der Autor gelebt hat, so war. Ich weiß aber, dass es im 18. Jahrhundert das Phänomen der sogenannten Lesewut gab. Da wurde es nämlich modern für junge Frauen, zu lesen und das war von den Eltern gar nicht gerne gesehen. Das bringt die Mädchen doch nur auf dumme Ideen! Die Diskussion war da wohl so ähnlich, wie heute mit Fernsehen, Laptops und Handys. Wenn ihr das Buch also je lest, dann behaltet diese Debatte einfach ein bisschen im Hinterkopf, dann wird es schon ein bisschen leichter, das Stück zu verstehen.

An diesem Theaterstück hat mir vor allem das Ende gefallen. Die Auflösung wen von den Männern die Tochter jetzt heiraten soll, fand ich außerordentlich amüsant und auch gar nicht so schräg, wie den Rest des Stücks. Den Rest fand ich nicht wirklich leicht zu verstehen und ich muss auch zugeben, dass ich zwischendurch auch mal ziemlich verwirrt war. Am Ende hat sich das dann aber Gott sei Dank aufgelöst!

Mein Fazit? Das Ende mochte ich und es gab einige spannende Stellen. Über weite Strecken fand ich den Text aber sehr schwierig.

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Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zu einer weiteren Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Auf unserer derzeitigen literarischen Weltreise sind wir in Frankreich angekommen und lesen zusammen "Der eingebildete Kranke" von Molière.

Der eingebildet Kranke (im Original Le Malade imaginaire, wörtlich Der eingebildet bzw. vermeintlich Kranke, deutschsprachig zumeist unter dem irrigen Titel Der eingebildete Kranke aufgeführt) ist eines der berühmtesten Theaterstücke von Molière und zugleich sein letztes Werk. Die Komödie in drei Akten wurde am 10. Februar 1673 uraufgeführt; die Rolle des Titelhelden spielte der Dichter selbst. Doch bei der vierten Vorstellung, am 17. Februar 1673, erlitt er einen Blutsturz; er starb, noch in seinem Kostüm, nur wenige Stunden später. (Quelle: Wikipedia)

Die Leserunde beginnt am 1.2. und wir freuen uns über jeden, der mit uns liest!

PS: Da dieses Buch sehr kurz ist, wird es noch eine weitere Leserunde geben, und zwar "Candide" von Voltaire. Diese wird am 15.2. beginnen.
95 Beiträge
PMelittaMs avatar
Letzter Beitrag von  PMelittaMvor 4 Jahren
Bei mir ist das der Epilog

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