Molière Amphitryon

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Inhaltsangabe zu „Amphitryon“ von Molière

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Kurze Kost für all jene, die gerade nicht viel Zeit zum Lesen haben.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Verwechslungskomödie mit Brisanz

    Amphitryon

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. December 2013 um 22:51

    In AMPHITRYON verwandelt der französische Dramatiker Molière (1622 geboren) den antiken Sagenstoff des römischen Dichters Plautus (um 184 vor Christus) in eine amüsante Verwechslunsgkomödie. Sosias wird von seinem Herrn Amphitryon nach Theben geschickt, um dort der Gattin Alkmene vom Siege Amphitryons zu verkünden. In dunkler Nacht erreicht Sosias das Anwesen und trifft dort auf den Gott Merkur, welcher in der Gestalt des Sosias das Haus bewacht, denn in jenem verbringt Jupiter, im Körper Amphitryons, mit Alkmene eine Liebesnacht. Der echte Sosias gerät mit Merkur in einen Streit und wird unter Schlägen hinfort gejagt. Als am Tage darauf der echte Amphitryon bei Alkmene eintrifft, begrüßt sie ihn sehr schlicht, da sie im Glauben ist, ihn gestern schon begrüßt zu haben. Amphitryon ist über das Verhalten seiner Frau erzürnt, glaubt er doch, dass sie ihn betrügt. Doch auch Alkmene versteht das Verhalten ihres Gattes nicht und das erneute Auftauchen Jupiters trägt nicht gerade zu einer Verbesserung der Situation bei. Der Stoff Molières, welcher auch von Heinrich von Kleist oder Peter Hacks aufgegriffen wurde, übt vor allem Kritik an der Gesellschaft. Angesiedelt in der Zeit des Absolutismus in Frankreich unter Ludwig XIV und der Aufstände von 1648 bis 1653, steckt also durchaus einige Brisanz in den Zeilen des Dramatikers. Dabei steht besonders die Beziehung des Herrschenden zu seiner Umgebung im Mittelpunkt aber auch die zentrale Frage nach der eigenen Identität. Molières Text (und auch die deutsche Übersetzung) haben einen flüssigen Schreibstil und der Leser wird angenehm durch das Geschehen getragen. Kurze Kost für all jene, die gerade nicht viel Zeit zum Lesen haben. Ramona

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