Molière Der Menschenfeind

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Inhaltsangabe zu „Der Menschenfeind“ von Molière

Molières "Menschenfeind" gehört zu den Werken, die über die Jahrhunderte hinweg noch immer zu uns sprechen, ist ein Muster psychologischer Klarsicht und realistischer Gesellschaftsanalyse. Das Stück über den erbitterten und selbstgerechten Ankläger einer intriganten und korrupten Gesellschaft, der eine Niederlage nach der anderen hinnehmen muss, begründete den Ruf des großen französischen Dramatikers, nicht zuletzt, weil es die Maxime aufs Trefflichste erfüllt: "Die Pflicht der Komödie ist es, die Menschen zu bessern, indem man sie amüsiert." Es glänzt mit komischen und tragikomischen Szenen sowie funkelnden Dialogen, an denen sich schon viele Schriftsteller und Übersetzer versucht haben. In Rainer Kirschs geschmeidig-gedankenreicher Versübersetzung springt der Funke auch in deutscher Sprache über.

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  • Liebe und Gesellschaftskritik

    Der Menschenfeind
    JayTi

    JayTi

    28. December 2016 um 21:31

    Alceste verachtet voller Überzeugung die von Heuchelei und Genusssucht geprägte Gesellschaft. Doch ausgerechnet er verliebt sich in Célimène, welche fest in ebenjener Gesellschaft verankert ist. Ich habe mir vorgenommen, ab und an mal einen Klassiker zu lesen. Natürlich möchte ich euch daran teilhaben lassen. Denn bisher habe ich die Entscheidung nicht bereut. Bei diesem Stück, entsprechend in Dialogform geschrieben, handelt es sich um eine tragische Komödie in fünf Aufzügen. Es ist ein echter Klassiker und obwohl bereits 1666 uraufgeführt, ist die Geschichte nahe am Zahn der Zeit. Das Buch hat definitiv Biss und die Ansichten Alcestes haben, all seiner Sturheit zum Trotz, etwas sehr Befreiendes. Denn der Protagonist wagt offen die schlechten, gesellschaftlichen Angewohnheiten zu kritisieren. Angewohnheiten, die leider bis heute Bestand haben und durch Alceste einer Kritik ausgesetzt sind, die uns einen Spiegel vorhält. Das Stück ist geprägt von ständigen Meinungsverschiedenheiten und Wortgefechten. Neid, Eifersucht und Betrug sind die Regel. Zusammenhalt ist eher die Ausnahme. Das Buch gleicht einer Soap Opera. Doch diese altertümliche Variante ist für mich definitiv unterhaltsamer als das moderne Gegenstück im täglichen Fernsehen. In meinen Augen fängt das Stück sehr stark an. Doch mit dem erzählerischen Schwerpunkt, den die Geschichte nimmt, habe ich weniger gerechnet. Es scheint sich im Ganzen mehr um die Liebe zu drehen als um gesellschaftliche Kritik durch Alceste. Dieser ist in seinen Aussagen und Handlungen sehr sprunghaft und weniger Menschenfeind als gedacht. Doch zeigt die Geschichte sehr schön auf, dass die Liebe schlicht keinen logischen Gesetzmäßigkeiten folgt. Der Ausgang des Buches hat mir aber sehr gefallen, denn es hätte meiner Ansicht nach kaum anders kommen dürfen und zeugt doch von moralischem Wert. www.wortbildwerke.wordpress.com

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  • Der Menschenfeind oder der verliebte Melancholiker

    Der Menschenfeind
    Gwen_liest

    Gwen_liest

    21. June 2014 um 09:25

    Der „Menschenfeind“ Alceste, sieht die Menschen so wie sie sind. Hinterhältig, verschwiegen, ruchlos und fast schon bedauernswert. Er ist der festen Überzeugung, dass die ganzen „Gepflogenheiten“ abgeschafft gehörten. Man sollte frei sagen können, dass man dieses oder jenes nicht ausstehen kann und seine Gedanken über eine Person offen kundtuen. Doch die Liebe ist da etwas anders. Ich muss schon sagen, ich war zu Anfang sehr angetan von diesem Buch. Alceste fand ich mit seinen Aussagen gerade zu unterhaltsam. Schade, dass ihn die Liebe so blendet, genau wie die vier anderen Werber um Célimène. Irgendwie beruhigt es mich, dass es auch damals schon so hinterhältige Damen gegeben hat. Doch was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, ist die Tatsache, dass Alceste ihr alles verziehen hat. Obwohl diese jeden angelogen und hintergangen hat, verzeiht er ihr. Wie blind muss dieser gewesen sein, ich weis es nicht. Doch seine Gefühle enden für sie nach einem Absatz, als Célminène beschließt nicht mit ihm unterzutauchen. Wenigstens gibt es für die beiden Nebencharaktere Philinte und Éliante ein Happy End. Obwohl der Schreibstil in dem Jargon der damaligen Zeit geschrieben ist, kommt man doch auf Umwegen dahinter was gemeint ist. Nicht etwas weil man, den ganzen Inhalt selbst übersetzen müsste, nein deren Aussagen und Meinungen ziehen sich meistens über ein paar Zeilen, bzw. ist uns diese Redensart einfach nicht mehr geläufig. Trotzdem kann es passieren, dass sich ein paar Wörter hinein schmuggeln, die für die heutige Zeit schon überhaupt keine Bedeutung mehr haben. Die Muhme z.B. ist ein Begriff der schon längst veraltet ist. Hierbei zückt man einmal kurz sein mobiles Kommunikationsgerät und sofort erklärt Google einem, dass es sich hierbei um eine Tante, Amme oder Base handelt und das weibliche Gegenstück zu einem Oheim ist. Mein Fazit hierfür lautet, auf jeden Fall sollte man es gelesen haben.

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  • Der Menschenfeind mal anders

    Der Menschenfeind
    neenchen

    neenchen

    12. April 2014 um 16:05

    Nachdem ich den Film "Moliere auf dem Fahrrad" gesehen hatte, wollte ich auch gern endlich mal den "Menschenfeind" von jenem Autor lesen. Dazu bestellte ich mir unwissend die Ausgabe von Enzenberger. Diese war, anders als erwartet, neumodisch und mit vielen modernen Worten gespickt, dabei hielt er aber das Versmaß und die Zeilenanzahl genau ein. Das Stück war so hervorragend leicht zu lesen und amüsant und kurzweilig. Als Nächstes würde mich eine getreuere Übersetzung reizen, aber trotzdem kann ich dieses Buch nur empfehlen, wenn man weiß, auf was man sich einlässt.

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  • Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

    Der Menschenfeind
    Kittie

    Kittie

    06. September 2011 um 20:10

    Kurzreview: Es wird hier nur ein kurze Review, denn 'Der Menschenfeind' erinnert mich an eins dieser Bücher, welche im Schulunterricht gelesen und besprochen wurden und meine Lesart war nicht immer die, der Lehrer und da waren die Ergebnisse nicht immer so gut. Heute und privat lese ich solche Texte ganz gerne, aber dieses Stück hat mir weniger gefallen und wenn ich auch gerne mal meckere, will ich mich hier gar nicht lange mit aufhalten. Vorallem gefallen hat es mir nicht, weil der Titel nicht hält was er verspricht. Molière beschreibt hier keinen Misanthropen, sondern nur einen Menschen, der ein wenig von der Gesellschaft und deren Verlogenheit genervt ist. Sowas macht aber noch lange keinen Misanthropen aus, denn wir alle sind mal von den Menschen genervt oder auch gelangweilt und wünschen uns die Menschheit sonst wo hin, aber das ist doch nichts. Es fehlt einfach der Hass und das Leiden, denn Misanthropen sind zum Teil sehr kranke Menschen und sie verabscheuen alles und jeden - meist sogar nicht selbst - und sehnen sich nach Einsamkeit und nicht so wie der Alceste, der auch noch Liebe empfindet zu der ein oder anderen Frau wie die Laune ihm steht. Überhaupt seine Wankelmütigkeit hat mich genervt - da hätte ich mir lieber eine geradlinige Entwicklung gewünscht. Zum Inhalt will ich auch gar nicht mehr viel sagen - es ist ein Stück in 5 Aufzügen, aber die verteilen sich gerade mal auf 72/73 Seiten. Zumindest bei diese Ausgabe vom Anaconda Verlag. Es liest sich also schnell weg und es passiert nicht viel. Ein paar Streitereien und Alceste lässt sich aus, aber das ist nicht alles wirklich spannend oder interessant oder wenn es eine Komödie sein soll, fand ich dort kein bisschen Humor. Würde es auch eher als Drama ansehen, aber ich vertrau mal auf das Internet und es sagt, es eine Komödie. Dann noch kurz etwas zur Buchausgabe selbst - Anaconda bringt 'Der Menschenfeind' als gebundene Ausgabe zum kleinen Preis raus (für unter 3 € zu haben) und das ist schon eine nette Sache, weil andere Verlage bringen zwar auch Klassiker, Bühnenstücke usw. zum kleinen Preis raus, aber eine Hardcover Ausgabe liegt doch anders in der Hand und sieht schöner aus. Ist halt doch ein anderes Lesegefühl. Dies soll aber nicht weiter in die Wertung mit einfließen. Denn es bleibt dabei, dass mir 'Der Menschenfeind' von Molière nicht gefallen hat. Es ist nichts Ganzes und nichts Halbes und oberflächlich abgehandelt und wenn die Uraufführung damals nicht so erfolgreich war, dann kann ich das gut nachvollziehen. Ist recht belanglos, aber eignet sich dennoch gut als Lückenstopfer - wenn man nur schnell mal etwas lesen will und nicht viel erwartet, kann man es sich mal ansehen.

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  • Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

    Der Menschenfeind
    ninchen1809

    ninchen1809

    30. December 2010 um 20:21

    Das Werk „Der Menschenfeind“ handelt von Alceste, der anderen Mitbürgern ehrlich seine Meinung kund tut, d.h. ohne jegliche Heuchelei oder Schmeichelei. Besonders problematisch ist dabei auch sein Verhältnis zu Célimène, die eigentlich das genaue Gegenteil zu Alceste darstellt. Ein sehr gelungenes Stück über Ehrlichkeit oder auch Direktheit zueinander. Meiner Meinung nach immer noch mit aktuellem Bezug. Mir persönlich hat allerdings die Übersetzung an einigen Stellen nicht gefallen. Ansonsten für alle, die Lust an einem klassischen Stück haben: Empfehlenswert!!!

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  • Rezension zu "Der Menschenfeind" von null null

    Der Menschenfeind
    elizabeth

    elizabeth

    12. July 2010 um 19:18

    Diese Buch skizziert ein Bild der oberflächlichen französischen Gesellschaft. Nur der Protagonist, Alceste, ist bestrebt, sich aus dieser intrigenreichen Gesellschaft zu lösen. Sein Freund Philinte und er führen lange Gespräche, in denen sie auf unglaublich unterhaltsame Art und Weise über die verschiedensten Dinge philosophieren. Sie sind jedoch bei weitem nicht die einzigenn Figuren, die in diesem Stück auftreten- es fehlt nicht an Geliebten, Dienern und Verehrern. Moliere hat mit diesem Werk seinen köstlichen Sinn für Humor unter Beweise gestellt. Ich habe mich selten bei einem nur 66 Seiten umfassenden Buch so amüsiert! Weil ich Zitate bei Rezessionen immer zu schätzen weiß, werde ich auch eines wiedergeben: "Wie kann man wissen, ob sie wirklich liebt? Sie ist ja selbst nicht sicher, was sie fühlt; Und manchmal liebt sie, ohne es zu wissen, Und glaubt zu lieben, ohne es zu tun."

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  • Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

    Der Menschenfeind
    Adnava

    Adnava

    19. September 2009 um 11:37

    INHALT Bei diesem Buch handelt es sich um eine Übersetzung (im sinngemässen Stil) von Moières Klassiker “Der Menschenfeind”. Dabei geht es um Klatsch und Tratsch, Intrigen, Schein und Sein usw. Alceste, genannt der Menschenfeind, möchte sich von dieser Trugwelt abheben. BEWERTUNG: Ich mag dieses Buch wirklich sehr gerne leiden. Ich kenne das französische Original zwar nicht, aber diese Übersetzung oder Nacherzählung gefällt mir wirklich ausserordentlich gut. Das Thema lässt sich kinderleicht auf unsere heutige Welt übertragen und das ist doch beachtlich, wenn man beachtet, dass das Original im Barock geschrieben wurde! Die Übersetzung besitzt eine unglaubliche Leichtigkeit (wobei das ursprüngliche Versmass, der Alexandriner, durch einen Blankvers ersetzt wird und die Verse nicht Wort für Wort nachübersetzt sind.) und eine gute Portion Humor.

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  • Rezension zu "Der Menschenfeind" von Molière

    Der Menschenfeind
    Bönnchen

    Bönnchen

    29. March 2009 um 20:07

    Das Buch lohnt sich vor allen Dingen wegen des Gesprächs am Anfang zwischen Alceste und Philinte. Die Diskussion der beiden lässt sich auch auf die heutige Gesellschaft übertragen. Den fünften Stern bekommt das Buch leider nicht, weil das Wesentliche eigentlich schon in diesem Gespräch gesagt wird, während der Schluss keine besondere Aussagen enthält.