Molly Prentiss Tuesday Nights in 1980

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Inhaltsangabe zu „Tuesday Nights in 1980“ von Molly Prentiss

New York, 1980: Energiegeladen, wild, im Aufbruch

»Ein grandioser, tragischer, witziger Kunst- und Künstlerroman. Und eine Liebeserklärung an das New York der frühen Achtzigerjahre!" Annabelle

James, Raul und Lucy wollen in New York berühmt werden. Die Kunstszene der Stadt ist im Umbruch, überall gibt es spontane Aktionen, Sprayer und Maler erobern das Stadtbild. Noch ist das Leben billig, sie müssen nur die richtigen Leute treffen. Ein paar tausend Kilometer südlich in Buenos Aires wird Rauls Schwester von der Militärjunta verfolgt. Als ihr kleiner Sohn in New York auftaucht, reißt er die drei aus ihrem Leben für die Kunst.

Silvester 1979. Drei junge Künstler begegnen sich in New York auf einer Party, berauscht von Erwartungen an das neue Jahrzehnt. Sie sind Teil der schillernden Kunstszene und ein enges Trio. Sie leben zügellos, feiern die Kunst und hoffen auf den schnellen Ruhm. Raul ist ein leidenschaftlicher Maler, der vor der argentinischen Militärdiktatur nach New York geflohen ist. Er taucht ein in eine Welt der Kreativität und Freiheit. James ist der führende Kunstkritiker der Stadt. Seine Synästhesie ermöglicht es ihm, Gemälde körperlich zu verstehen. Und die Provinzschönheit Lucy ist nach New York gekommen, um all ihre Träume zu verwirklichen. Das Jahr 1980 wird für die drei zum Schicksalsjahr. Als Künstler und als Persönlichkeiten. Bis Rauls kleiner Neffe bei ihnen vor der Junta in Sicherheit gebracht wird. Plötzlich reicht es ihnen nicht mehr, sich dem Hunger nach Leben hinzugeben.

»Das Buch ist ein Kunstwerk. Mit einer eindringlichen Geschichte und authentischer, fast fieberhafter Sprache.« The New York Times Book Review

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    Tuesday Nights in 1980

    michael_lehmann-pape

    25. October 2016 um 15:00

    Eigentlich drei Geschichten, zumindest Perspektiven, nimmt Molly Prentiss in ihrem lebendigen, farbenprächtigen und temporeichen Roman ein.Zentral dabei ist der Blick auf die Kunstszene in New York, beginnend bei der Jahreswende 1980. Zeit für ihre Personen nimmt sich Prentiss dabei und komponiert einerseits viel Raum für die jeweiligen Personen, in dem sie dennoch teils wie sich selbst überholend Worte im Stakkato zu setzen vermag,Vor allem in jenen Passagen, in denen Sie eher wie in einem Tagebuch Lebensgeschichten vor die Augen führt.Perspektiven einerseits jener, die an der Kunst interessiert sein. Sei es als „Snob“, als „Mäzenin“, wie jene „Dame des Hauses“, bei der die Silvesterparty stattfindet und die eine „Nase“ dafür hat, aus wem sie etwas machen kann. Zumindest für den eigenen Ruf.„Portraits sind wirklich tot. Die Leute halten sie für altmodisch, langweilig. Wir haben uns vom Realismus verabschiedet und sind beim Metarealismus. Wir sind bei „Nichts als Etwas“Was Engales einen Schlag versetzt. Denn wie ein Besessener malt und malt er in dem besetzten Haus.„Aber zum Teufel. Ich finde sie hinreißend“.Hat es sich doch gelohnt, die Galeristin ins Haus zu locken, auch wenn die erotische Seite aufgrund der sexuellen Orientierung der Frau zu kurz kommen wird.Und einige Stunden später die aufgedonnerte Mäzenin Engales unter ihre Fittiche zu nehmen gedenkt.Während hier Prentiss den Fokus auf den Schaffensprozess lenkt in der Figur des Argentiniers Engales, setzt sie zuvor den Kritiker in Szene. Mit seiner ganz besonderen Begabung, Farben sehen, riechen, schmecken zu können, dem konkreten Blick auf den Kern eines Kunstwerks. Angesehen, Titelseiten bringen seine Kritiken. Doch materiell ist das alles nicht einfach, denn er kann nicht anders, als sein Geld immer wieder in Kunst zu investieren und würde sich nie von einem seiner Exponate trennen.Zum Leidwesen seiner Frau, in guter Hoffnung in dieser Jahreswechselnacht. „Das wird unser Jahr“, davon sind beide überzeugt. Und täuschen sich doch sehr.Während Engales Schwester, noch in Argentinien, es wagt, in der Unordnung des Staates und trotz ihres kleinen Sohnes mutig politisch aktiv zu werden. Im Untergrund. Auf sich gestellt.Wie dann der Junge nach New York gerät, die um sich kreisende und mit sich beschäftigte Kunstszene mit der harten Realität brutaler Verfolgung konfrontiert und damit die Protagonisten herausfordert und vor Entscheidungen stellt, das alles erzählt Prentiss lebendig und energiegeladen.Wo Hoffnungen zerstäuben, unsanft gelandet wird, Auswege gesucht werden.Was im Mittelteil des Werkes, trotz auch dort teils atemloser Sprache, nicht immer ganz glaubwürdig wirkt und einen Tick auch hier und da zu lang gerät.Dennoch gelingt es Prentiss im Kern, das Schaffen und Wesen von Kunst, das Umkreisen derselben von außen als Kritiker dem Leser emotional nahezubringen und zugleich den Faden der Zerbrechlichkeit dieser „kleinen Welten“ durch persönliche Schicksale und die große Politik immer präsent zu halten. Und, wie nebenbei, ein lebhaftes, treffendes Portrait New Yorks jener Zeit mit auf den Weg zu bringen.

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