Mona Horncastle

 4.8 Sterne bei 8 Bewertungen

Lebenslauf von Mona Horncastle

Mona Horncastle studierte Philosophie und Kunstgeschichte in Bamberg. Sie war Verlegerin, gründete 2013 ein gemeinnütziges Unternehmen für Bildungsprojekte, seit 2017 ist sie auch als Dozentin (u. a. am Institut für Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig) tätig. Die „bekennende Sprachfetischistin“ schreibt Bücher, Kunstkataloge und kuratiert Ausstellungstexte.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Josephine Baker

Neu erschienen am 01.10.2020 als Hardcover bei Molden Verlag in Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG.

Adolf Loos

Erscheint am 09.11.2020 als Hardcover bei Brandstätter Verlag.

Alle Bücher von Mona Horncastle

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Cover des Buches Margarete Schütte-Lihotzky (ISBN: 9783222150364)

Margarete Schütte-Lihotzky

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Erschienen am 19.11.2019
Cover des Buches Kunst-Comic Vincent van Gogh (ISBN: 9783791370712)

Kunst-Comic Vincent van Gogh

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Erschienen am 24.10.2011
Cover des Buches Kunst-Comic Claude Monet (ISBN: 9783791370934)

Kunst-Comic Claude Monet

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Erschienen am 26.03.2012
Cover des Buches Kunst-Comic Albrecht Dürer (ISBN: 9783791370705)

Kunst-Comic Albrecht Dürer

 (1)
Erschienen am 24.10.2011
Cover des Buches Adolf Loos (ISBN: 9783710603747)

Adolf Loos

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Erscheint am 09.11.2020
Cover des Buches Ein Tag im Museum (ISBN: 9783938822012)

Ein Tag im Museum

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Erschienen am 02.02.2006
Cover des Buches Paula (ISBN: 9783938822388)

Paula

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Erschienen am 01.07.2012
Cover des Buches Unten Schwarz und oben Blau (ISBN: 9783938822302)

Unten Schwarz und oben Blau

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Erschienen am 01.04.2011

Neue Rezensionen zu Mona Horncastle

Neu

Rezension zu "Margarete Schütte-Lihotzky" von Mona Horncastle

Architektur-Ikone in neuem Licht
duchessofmarvellousbooksvor 5 Monaten

Die wundervolle Biographie über Margarete, eine inspirierende, witzige, kluge Frau, die sich von niemanden verbiegen ließ, eine Identifikationsfigur und Pionierin, hat Mona Horncastle mit: „Margarete Schütte-Lihozzky. Architektin, Widerstandskämpferin, Aktivistin.“ aus dem Molden Verlag, der zu den Styriabuch Verlage gehört, geschaffen. Es hat mich sehr begeistert und ich möchte ich jedem ans Herz legen. 

Schütte ist zwar primär für die Erfindung des Urtyps der modernen Küche der „Frankfurter Küche“ bekannt, doch sie hat noch viel mehr geschaffen: Sie war Aktivistin der Frauenbewegung, eine Heldin des Widerstands gegen die Nazi-Diktatur und vor allem eine Pionierin. Margarete war die erste Frau, die in Österreich Architektur studierte und die Erste, die diesen Beruf ausgeübt hat und auch darin sehr erfolgreich war. In Laufe ihres Lebens arbeitete sie überall auf der Welt von Wien über Frankfurt, Moskau, China, Japan bis Kuba und hat das öffentliche Bauwesen des 20. Jahrhunderts somit maßgeblich geprägt. Sie fundiert als Identifikationsfigur unter den deutschsprachigen Architektinnen.

 

 

"Alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zustände finden in der Architektur ihren Niederschlag." - Margarete Schütte-Lihozzky.

 

 

Besonders überzeugt mich die wunderschöne, detailverliebte, aufwendig ausgearbeitete Gestaltung mit vielen Bildern und Zeitdokumenten sowie die historisch fundierte Ausarbeitung des Werkes. Mona Horncastle hat für diese Biographie penible Recherchen durchgeführt und es so geschafft, ein lebendiges, authentisches Bild von Schütte zu schaffen. 

Mit ihrem mitreißenden Schreibstil und durch die Unterbrechungen der grandiosen Bilder wird das Lesen nicht langweilig und man wird sogartig in das vielschichtige Leben einer beindruckenden Frau hineingezogen. Eine Hommage an eine große Frau, die nicht auf die Erfindung der „Frankfurter Küche“ reduziert werden wollte.

 

„Für sie ging es in der Küche vor allem darum, dass Frauen arbeiten gehen“, sagt Horncastle. „Sie hat vorausgesagt, dass die Berufstätigkeit von Frauen Standard wird und dass man deswegen im Haushalt möglichst wenig Zeit aufwenden sollte, um zum Beispiel die Küche sauber zu halten.“ – Mona Horncastle 

 

Fazit

Horncastle hat eine längt überfällige Biographie geschaffen und damit eine Jahrhundertgestalt aus dem Dunkeln, in das Licht gezogen und ihr den Glanz verliehen, den sie verdient hat. Neugierig geworden? Dann kommt mit und entdeckt ihr grandiose Leben in dieser formidablen Biographie. Unbedingt lesenJ

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Rezension zu "Margarete Schütte-Lihotzky" von Mona Horncastle

"Ich bin keine Küche..."
Bellis-Perennisvor 9 Monaten

Wer den Namen Margarete Schütte-Lihotzky hört, denkt unwillkürlich an die „Frankfurter Küche“. Diese Erfindung wird die großartige Architektin bis an ihr Lebensende beinahe „stigamtisieren“. Sie selbst sagt häufig empört „Ich bin keine Küche".

Margarete Schütte-Lihotzky ausschließlich auf die „Frankfurter Küche“ zu reduzieren, hieße Perlen vor die Säue werfen.  

Wer war sie nun wirklich?

Die 1897 in eine Wiener bürgerliche Familie hinein geborene Margarete war ihr ganzes Leben lang irgendwo die erste Frau. Sei es als Studentin oder als frei schaffende Architektin. Gegen viele Widerstände geht sie ihren Weg. Sozialkritisch und immer darauf bedacht, berufstätige Frauen zu entlasten, was ihr durch durchdachte Planung ihrer Wohnungen und Häuser gut gelingt. Nicht alle ihre Entwürfe werden tatsächlich gebaut. 

In der Zwischenkriegszeit geht sie mit einer Gruppe engagierter Architekten nach Russland. Entgegen den Erwartungen erhält sie auch dort weniger Gehalt als ihre männlichen Kollegen. Letztlich wird nur der Arbeitsvertrag ihres Mannes verlängert, dennoch arbeitet sie ohne Bezahlung an diversen Projekten. 1940 kehrt sie, nach einem Aufenthalt in Istanbul, nach Wien zurück. Ihr Mann bleibt in der Türkei. 

Den Nazis kann und will sie sich nicht anschließen. Sie tritt 1939 in die Kommunistische Partei ein und engagiert sich im Widerstand. Sie wird verhaftet und entkommt mit knapper Not der Hinrichtung.

Nach dem Krieg erhält sie in Österreich keine öffentlichen Aufträge - die Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei verhindert das während des Kalten Krieges. Das ist so typisch für diese Zeit. Währen die ehemaligen Nazis ihre nach wie vor bestehenden Netzwerke nützen können, verlässt Margarete Schütte-Lihotzky Österreich. Sie baut Kindergärten, Schulen und Sozialbauten in Kuba, der DDR und in China. 

Erst in den späten 1950er Jahren gelingt es ihr, einige öffentliche Gebäude in Österreich zu planen.  

Auch im hohen Alter hat sie politisch engagiert. Spät, aber doch, hat sie zahlreiche Ehrungen erhalten. 

Wenige Tage vor ihrem 103. Geburtstag stirbt die Pionierin in Wien. 

Meine Meinung: 

Mona Horncastle hat für diese Biografie penible Recherchen angestellt und rief in den Archiven gewühlt. Herausgekommen ist ein Bild einer großartigen Frau, die sich nur nicht und niemanden verbiegen hat lassen, auch wenn es sie beinahe das Leben gekostet hätte. 

Was mich noch mit Margarete Schütte-Lihotzky verbindet? Ich habe  nur einen Häuserblock von ihrer elterlichen Wohnung (Hamburger Straße 14) entfernt, einen Teil meiner Kindheit verbracht und, meine Dienststelle steht genau auf jenem Grundstück in der Schiffamtsgasse, in dem das Gestapo-Gefängnis für Frauen stand, in dem Margarete Schütte-Lihotzky inhaftiert war. Ach ja, bei einem Architekten habe ich auch einige Zeit gearbeitet.  

Ich habe bereits vor einiger Zeit ihr Buch „Warum ich Architektin wurde“ gelesen. 

Fazit: 

Eine Hommage an eine große Frau, die nicht auf die Erfindung der „Frankfurter Küche“ reduziert werden sollte. Für diese Biografie  gebe ich ein unbedingte Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

 

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Rezension zu "Gustav Klimt - Die Biografie" von Mona Horncastle

Gelungene Biografie
seschatvor 2 Jahren

Gustav Klimt (1862-1918) war das enfant terrible der österreichischen Kunstszene zu Beginn des 20. Jh.s. Seine aufwändigen, farbigen Gemälde sind bis heute in aller Munde. Doch welche Person steckte hinter dem Künstler? Die ausgewiesenen Klimtkenner Mona Horncastle und Alfred Weidinger haben mit ihrer Biografie versucht, Klimt fernab der vorherrschenden Mainstreamklischees abzubilden - und das ist ihnen auch vortrefflich gelungen. Das 320-seitige Werk gibt nicht nur spannende Einblicke in Klimts Kindheit und spätere Künstlerkarriere, sondern auch in seine Denkmodelle und Prägungen sowie in sein vielschichtiges Œuvre. Neben dem allgemeinverständlichen Sprachstil besticht die vorliegende Biografie ebenso durch ihr edles Design; reiche Bebilderung inklusive. Originalquellen, d. h. vor allem Fotos von Klimt und dessen Malereien, wurden an passender Stelle mit eingebunden. Mir hat es besonders gefallen, dass Gustav Klimts eigenwilliger wie freiheitlicher Lebenswandel respektvoll betrachtet wurde. Er lebte für die Kunst um der Ästhetik willen, liebte und schätzte das Weibliche und setzte sich in patriarchalischer Zeit für Emanzipation ein. Mit seiner Unangepasstheit und seinem liberalen Denken war er seiner Zeit eindeutig voraus. 


FAZIT
Eine spannend zu lesende Biografie, die sowohl dem Privatmenschen als auch dem Künstler gerecht wird.

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