Mona Jaeger Der Lauf des Lebens -

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Inhaltsangabe zu „Der Lauf des Lebens -“ von Mona Jaeger

Von Anfängen, Aufstiegen, Abstiegen und vom Ende – kurz: vom Menschsein. Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind. Mona Jaeger erzählt einfühlsam, aber auch ungewöhnlich direkt, ohne jede Sentimentalität und ohne Scheu von all dem, was Leben und Sterben ausmachen kann. Ihre außergewöhnlichen Erzählungen ziehen einen weiten Bogen und verfolgen den Lauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod. Mit dem klaren Blick der Journalistin macht sie Schlüsselmomente aus, in denen sich jeder wiedererkennen kann, mit dem ganz eigenen Ton einer vielversprechenden Erzählerin hält sie sie auf eine Weise fest, die einzigartig ist.

Tiefgründig, aber die Rolle der Frau ist hier fragwürdig...

— magische_zeilen
magische_zeilen

Nett für zwischendurch :)

— XxNuriyaxX
XxNuriyaxX

Tolles Buch zum Nachdenken

— Booksarehome
Booksarehome

Die wichtigsten Stationen werden aufgegriffen, leider sind die Geschichten nur mäßig spannend

— ShalimaMoon
ShalimaMoon

Vielleicht ist es mit diesem Buch wie mit gutem Wein; Es braucht einfach noch seine Zeit um zu reifen.

— Elizzy
Elizzy

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  • Tiefgründige Geschichten aus dem Leben, mit einer leichten Abneigung gegen Frauen

    Der Lauf des Lebens -
    magische_zeilen

    magische_zeilen

    24. April 2017 um 21:51

    Im Oktober 2016 erschien das Buch "Der Lauf des Lebens" von Mona Jaeger beim Luchterhand Literaturverlag. Das Werk umfasst 190 Seiten und trägt den passenden Untertitel "Geschichten vom Menschsein".In dem Buch werden sowohl die tollen, freudigen Momente als auch die schlimmen, niederschmetternden Augenblicke des Lebens behandelt. Um dem Leser dies klar zu machen, führt die Autorin selbigen in die Leben von Paul und Anna ein. Die erste Begegnung ist bei beiden in frühen Jahren und danach begegnen wir ihnen immer wieder.Wenn man so durch das Buch blättert, wird man in viele Lebensabschnitte entführt, die man selber schon so ähnlich erlebt hat oder die einem noch bevor stehen. Es gibt Momente wie die Kindheit, den ersten Kuss, die erste Wohnung und das erste Kind. Aber auch Themen wie die Scheidung werden thematisiert. Diese Momente werden immer entweder aus der Sicht von Paul oder aus der Sicht von Anna erklärt, aber für diesen Wechsel gibt es keinen vorherbestimmten Rhythmus. Das ist sehr schade, denn so kommt es, dass man mehr von Paul als von Anna erfährt. Gerade in der ersten Hälfte hört man nur sehr sehr selten von Anna.In der letzten Hälfte taucht Anna zum Glück wieder auf. Leider in den unmöglichsten Situationen... Ich weiß nicht, dass die Schwangerschaft gerade aus Annas Sicht geschrieben ist, finde ich irgendwie sexistisch. Es gibt zuvor ein paar Abschnitte über Paul und genau zur Schwangerschaft wird Anna dann plötzlich wieder interessant. Das hat mich schon irgendwie gestört... Es gibt so viele tolle Momente im Leben, die werden aber ausnahmslos aus Pauls Sicht erzählt. Für Anna hat die Autorin dann all die schlechten Momente vorgesehen. Passt mir irgendwie nicht, weil ich mir von einer Autorin gewünscht hätte, dass sie nicht all' die schlechten Momente für die Frau im Buch aufspart.Es ist aber schön, dass die Autorin sich nur auf ausgewählte Lebensabschnitte konzentriert, da sie sich dann wirklich auf diese fokussieren konnte und jeden Abschnitt mit der nötigen Leidenschaft und Sorgfalt verfasst hat. Gerade die weniger schönen Momente fand ich sehr toll beschrieben. Die Wortwahl, das Drumherum. Man konnte sich sehr toll in Anna oder Paul einfühlen und da Mona Jaeger die Gedanken der beiden schildert sowie durch gut gesetzte Vor- beziehungsweise Rückblenden dem Leser auch alle nötigen Informationen hierfür gibt.Die Vor- und Rückblenden sind generell sehr hilfreich, denn man bekommt vieles aus dem Leben der beiden nicht mit, da zwischen den Abschnitten teilweise einige Jahre liegen. Mona Jaeger packt ein ganzes Leben in 190 Seiten. Ich weiß noch nicht, ob das funktioniert, weil sie sich nur auf die wichtigsten Momente konzentriert, oder ob es klappt, weil sie das Potential dieser Idee nicht ganz ausgeschöpt hat... Ich selber hätte auch sehr gerne noch etwas mehr gelesen.Aber das sorgt dafür, dass ich wieder viele schöne und kurze Kapitel hatte, die einem das Lesen auch dann ermöglichen, wenn man mal nicht so viel Zeit hat, um seitenlange Kapitel zu lesen. Aufgrund von mangelnder Zeit ist es aktuell einfach entgegenkommend für mich, wenn die Autoren ihre Sinnabschnitte kurz halten.Zusammenfassend fand ich das Thema dieses Buches sehr interessant. Mona Jaeger schafft es, die Höhen und Tiefen eines Lebens sehr schön zu beschreiben und für alle, die mal ein paar tiefgründige Geschichten aus dem Leben lesen wollen, ist dies eine klare Empfehlung. Solange man sich nicht daran stört, dass die weibliche Protagonistin in diesem Buch nur selten erwähnt wird und nur die unschönen Momente abbekommt.Aus diesem Grund gibt es von mir auch nur 2/5 Sternchen, da mich diese Sache mit Anna einfach viel zu sehr stört.

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  • Anders als erwartet, aber sehr schön

    Der Lauf des Lebens -
    Zeilentraumfaenger

    Zeilentraumfaenger

    07. April 2017 um 12:53

    Ich hatte mich lange auf das Buch gefreut, weil ich so viel positives darüber gehört hatte. Am Ende wurde ich nicht enttäuscht, aber es hat mich nicht so begeistern können, wie die meisten anderen.Anfangs hat mir die Idee noch total gut gefallen und auch der Schreibstil hat mich beeindruckt. Es war mal was anderes, aber irgendwann wurde er mir zu trocken und Stellenweise fast schon langweilig.Auch die Vorstellung, dass die wichtigsten Momente des Lebens in so ein Buch passen hat mir ein bisschen Angst gemacht. Natürlich gibt es immer besondere Momente, aber ich finde diese Aufteilung 'Geburt, Erster Kuss, Hochzeit, Schicksalsschlag, Tod' ein bisschen bedenklich. (Das waren natürlich nicht alle Abschnitte, aber ich hoffe ihr versteht trotzdem, was ich meine) Wenn ich irgendwann sterbe möchte ich nicht einfach nur auf ein paar Erlebnisse gucken und vor allem nicht auf solche fast schon klischeehaften Ereignisse.Trotzdem hat mich das Buch unterhalten und solange ich nicht zu sehr darüber nachgedacht habe war das Buch echt schön. (SPOILERWARNUNG)Ich muss gestehen, dass ich Anfangs meine Probleme hatte zu verstehen, wie die Kapitel aufgeteilt sind. Irgendwann hab ich dann gemerkt, dass es da wohl einfach keine richtige Logik gibt. erst dachte ich, dass jeder Lebensabschnitt einen neuen Protagonisten bekommt, irgendwann hab ich dann gecheckt, dass es nur um Paul und Anna geht.Beide waren ziemlich sympathisch und hatten einen eigenen Charakter. Auch eine Entwicklung war deutlich spürbar. Was mich aber trotzdem gestört hat, war, dass es hauptsächlich um Paul geht. Ich weiß nicht, ob es funktioniert hätte, nach jedem Kapitel die Sicht zu wechseln, aber ein paar Kapitel mehr über Anna hätten dem Buch auf jeden Fall nicht geschadet. Vielleicht hätte man sogar das ganze Buch in nur einer Sicht bleiben sollen, im Prinzip hatten die beiden ja gar nichts miteinander zu tun. (Oder habe ich etwas übersehen)ich habe die ganze Zeit darauf gehofft, dass die beiden sich noch irgendwie über den Weg laufen oder so. Sie hätten nicht mal unbedingt zusammen kommen müssen, aber irgendwie hat mir am Ende einfach dieser 'Ring' um die ganze Geschichte gefehlt. 

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  • Nicht überzeugt

    Der Lauf des Lebens -
    alinereads

    alinereads

    26. March 2017 um 21:10

    Titel: Der Lauf des Lebens Autor: Mona Jaeger Verlag: Luchterhand Vielen Dank erstmal an das Bloggerportal der Random House Verlagsgruppe für die Zusendung des Buches. Klappentext Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind. Rezension Ich weiß nicht, ob man an einem gewissen Punkt in seinem Leben sein muss, um bei diesem Buch sentimental zu werden. Ich wurde es leider nicht. Die kleinen Geschichten werden durch Paul und Anna erzählt und sollen die verschiedenen Ereignisse im Leben erzählen, die jeder von uns kennt. Der erste Schultag, der erste Job, der Auszug, Heiraten, Scheidung, das älter werden. Für mich war es einfach zu plump erzählt und ich habe ehrlich gesagt etwas tiefgründigeres erwartet. Ich mein, solche Geschichten sind mir nicht fremd und man hat sie hier und da schon des Öfteren gehört. Der Schreibstil war sehr einfach, vielleicht auch so gewollt, weil es eben "einfach" um das wahre Leben geht. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was die Autorin mit dem Geschichten bezwecken wollte und ich war ehrlich gesagt froh, als das Buch zu Ende war. Das Buch hat nur 189 Seiten und mir kam es wie eine Ewigkeit vor. Bei den vielen positiven Rezensionen hab ich mehr erwartet und wurde leider enttäuscht. Fazit Da ich nicht weiß, was mir die plumpen Kurzgeschichten vermitteln wollten, kann ich auch nicht wirklich viel dazu sagen, wie ich sie fand. Eher nichtssagend.

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  • Der Lauf des Lebens // shalimasfilmweltenkritik.wordpress.com

    Der Lauf des Lebens -
    ShalimaMoon

    ShalimaMoon

    28. February 2017 um 14:14

    Neulich zog mich ein Buch an, das ich auf dem Blog der lieben Mel gefunden habe. Ein Buch über die Geschichten der einzelnen Lebensstationen, bzw. die wichtigsten davon. Einschulung, eigene Wohnung, Hochzeit, Tod. Dies sind nur vier der im Buch aufgeführten Stationen. Stationen im Leben, die man entweder selbst schon erlebt hat, oder vielleicht noch erleben wird. Dies sind die Stationen von Paul und Anna. Was vereint uns im Leben so verschieden wir auch sind? Wir haben doch bestimmte Stationen, die wir alle einmal erlebt haben oder erleben werden. Was waren unsere ersten Gedanken im Leben? Was werden unsere letzten sein? Jeder hat seine eigene Geschichte und seine eigene Erlebnisse, doch viele ähneln sich auch. Ich erinner mich auch nach all den Jahren noch sehr genau an meine Einschulung, an meinen Auszug von zu Hause, an meinen ersten Arbeitstag. Dabei habe ich gleiche oder ähnliche Erfahrungen gemacht, wie Paul und Anna unsere Protagonisten, aber teilweise auch ganz andere. Andere Stationen habe ich noch nicht erlebt, wie die Hochzeit oder Kinder kriegen. Wieder andere möchte ich eigentlich auch gar nicht erleben, wie Scheidung und Depression. Und doch sind sie so fest in unserer Gesellschaft verankert, dass sie einfach ihren Platz in einem Buch mit dem Titel “der Lauf des Lebens” brauchen. Mona Jaeger beschreibt uns die einzelnen Stationen entweder aus der Sicht von Paul oder von Anna. Dabei lernen wir von beiden Eltern, Freunde und Partner kennen, konzentrieren uns aber immer auf Paul und Anna. Wobei sich diese beiden selbst nie kennenlernen, sondern getrennte Leben führen und sich nur bei den Kapiteln mehr oder weniger abwechseln. Dadurch, dass die Sicht auf diese beiden Charaktere begrenzt ist, und nicht jedes Kapitel aus der Sicht von jemand anderem geschrieben wurde, lernt man die beiden auch ein bisschen genauer kennen und kann sich dadurch ein bisschen  in sie hineinversetzten. Andererseits sind zwischen den einzelnen Kapiteln meist große Zeitsprünge, da sie versuchen ein ganzes Leben abzudecken. Der Schreibstil von Jaeger ist an sich sehr flüssig. Dadurch, dass sehr viele Gedanken und sehr wenig Handlung die Kapitel bestimmen, wird das Buch mitunter etwas monoton und wirkliche Spannung kommt auch nicht auf. Dafür gibt es hier interessante Gedankenansätze über das Leben. Wer gerne kurze Anekdoten und Gedankengänge über den Lauf des Lebens lesen möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Wer sich eine richtige Handlung oder Spannung verspricht, sollte vielleicht doch lieber die Finger davon lassen.  „Der Lauf des Lebens“ wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Bloggerportal der Verlagsgruppe Random House zur Verfügung gestellt. Vielen Dank hierfür!

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  • Großartig

    Der Lauf des Lebens -
    Booksarehome

    Booksarehome

    19. February 2017 um 17:01

    Meine Meinung: Zuerst einmal ein ganz großes Dankeschön an den Luchterhand Verlag und das Bloggerportal für dieses Rezensionsexemplar! In dem Buch sind die Hauptprotagonisten Anna und Paul. Die zwei haben in dem Buch nichts miteinander zutun, es wird einfach abwechselnd aus beiden Leben erzählt. Alles fängt im Baby-/Kindesalter an und endet beim Ende des Lebens. Die Abschnitte beinhalten wirklich alles, der erste Schultag, der erste Kuss, der erste Umzug, die Scheidung, die eigenen Kinder, etc.  Das Buch ist sehr ehrlich geschrieben und die Autorin lässt nichts aus. Depressionen, Scheidung, das allein sein,... alles ist dabei, auch die schönen Momente des Lebens wie der erste Kuss oder sogar der erste Arbeitstag und natürlich die erste eigene Wohnung.  Es ist ein sehr ehrliches Buch, welches einen selbst auch zum Nachdenken bringt.  Ich will ehrlich gesagt vom Inhalt nicht zu viel vorwegnehmen, denn ich finde dieses Buch muss man gelesen haben! In den Schreibstil bin ich etwas schwerer reingekommen aber sonst war wirklich alles super! Fazit: Es ist wirklich, wie ich vorhin schon erwähnt habe, ein Buch welches man gelesen haben muss. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen. Als ich das Buch fertig hatte, habe ich echt lange darüber nachgedacht.  Schönstes Zitat: "Glück ist ein schweres Pfund, es zu tragen ist schwer zu jeder Stund." S. 12 5 von 5 Sternen für dieses Buch! 

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  • "Der Lauf des Lebens. Geschichten vom Menschsein" von Mona Jaeger

    Der Lauf des Lebens -
    Jacynthe

    Jacynthe

    20. January 2017 um 11:56

    Klappentext Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind. (Quelle) Meine Meinung In das Cover dieses Buches habe ich mich sofort verliebt. Er passt perfekt zum Titel - die schwungvolle individuelle Handschrift, teilweise verwischt, auf fleckigem Papier. Dieses Bild versinnbildlicht für mich den Lauf des Lebens auf überraschend schlichte, aber dafür umso eindringlichere Weise. Das ist aber leider auch fast schon alles, was ich an Positivem über dieses Buch sagen kann. Die kurzen Erzählungen folgen dem Lauf zwei verschiedener Menschenleben, dem von Paul und dem von Anna, und greifen chronologisch fortlaufend verschiedene Episoden daraus auf, die von der Autorin wohl als prototypische Meilensteine eines Lebens angesehen werden: Kindheitserinnerungen, der erste Kuss, die erste eigene Wohnung, Hochzeit, Kinder, Scheidung und so weiter. Zunächst dachte ich, dass Paul und Anna sich irgendwann begegnen, was die Auswahl der Charaktere erklärt hätte, doch das ist nicht der Fall, was mich ein wenig gestört hat. Viel mehr störte es mich jedoch, wie klischeehaft die beiden vorgestellten Leben verlaufen. Als sei es heute ganz normal, dass man heiratet und Kinder bekommt, worauf eine Scheidung inklusive Depression folgen. Dass man sich dann später wieder verliebt und dann eben irgendwann stirbt. In welchem Jahrhundert leben wir denn?? Soll das Buch ein Hinweis darauf sein, dass in unserer Gesellschaft irgendetwas schief läuft? Ich glaube nicht, zumindest wirkte es auf mich nicht so, als sei dies die Intention dahinter. Bis auf die Geschichten aus der Kindheit sowie der über die erste eigene Wohnung konnte ich mich in keine Geschichte hineinversetzen und ärgerte mich darüber, wie einfach und "planmäßig" die Charaktere gestrickt sind. Die angenehme und im positiven Sinne schmucklose Sprache, die den Zugang zu den Geschichten erleichtert und die Persönlichkeiten der Charaktere unterstreicht, konnte diesen Eindruck auch nicht mehr verbessern. Aber vielleicht geht es mir auch nur so, weil ich für mich einen gänzlich anderen Weg entdeckt habe und mein Leben anders gestalten möchte, als viele es von mir erwarten? Weil ich mich jetzt schon auf einem eher unkonservativen Weg befinde? Die vielen positiven Stimmen, die es zu diesem Buch gibt, sprechen dafür - bildet euch also eure eigene Meinung. Ich für meinen Teil vergebe 2 von 5 Wolken. Vielen Dank an den Verlag und das Bloggerportal für die freundliche Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars.

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  • Geschichten, die das Leben schreibt

    Der Lauf des Lebens -
    Ninasan86

    Ninasan86

    04. January 2017 um 19:31

    Zum Inhalt: Von Anfängen, Aufstiegen, Abstiegen und vom Ende – kurz: vom Menschsein.Es gibt Tage im Leben, die haben mehr Gewicht als die Wochen und Monate, die sie umgeben. Es gibt Momente im Leben, in denen die Zeit gleichzeitig stehenzubleiben und zu rasen scheint. Der erste Schultag kann ein solcher Tag sein, der erste Kuss ein solcher Moment. Manchmal mischen sich in solchen Momenten Triumph und Melancholie wie in der ersten Nacht in der eigenen Wohnung, manchmal ereignet sich etwas, das uns verändert, ohne dass es rückgängig zu machen wäre. Manchmal gehen solchen Momenten eigene Entscheidungen voraus, manchmal Eingeständnisse, die den Menschen ohnmächtig machen, manchmal ein unermesslicher Verlust. Sich scheiden lassen, sich eingestehen, dass man unter einer Depression leidet, jemanden begraben, den man liebt. All das sind Momente, die in den Erzählungen dieses Bandes eingefangen sind.Mona Jaeger erzählt einfühlsam, aber auch ungewöhnlich direkt, ohne jede Sentimentalität und ohne Scheu von all dem, was Leben und Sterben ausmachen kann. Ihre außergewöhnlichen Erzählungen ziehen einen weiten Bogen und verfolgen den Lauf des Lebens von der Geburt bis zum Tod. Mit dem klaren Blick der Journalistin macht sie Schlüsselmomente aus, in denen sich jeder wiedererkennen kann, mit dem ganz eigenen Ton einer vielversprechenden Erzählerin hält sie sie auf eine Weise fest, die einzigartig ist. Über die Autorin:Mona Jaeger ist 1987 in Offenbach geboren und arbeitete bereits während ihres Studiums der Politikwissenschaft und Germanistik bei der Frankfurter Rundschau, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Inzwischen ist sie Redakteurin der F.A.Z. Ihre Arbeit wurde mit dem Hessischen Journalistenpreis und dem Journalistenpreis des Presseclubs Darmstadt ausgezeichnet.Mein Fazit und meine Rezension: Geschichten, die das Leben schreibt - genau so könnte man dieses Buch zusammenfassen. Der erste Schultag, der erste Kuss, der erste Freund / die erste Freundin, die Hochzeit, das erste Kind, die Scheidung, eine neue Liebe, der Tod. Mona Jaeger erzählt in vielen Geschichten die Geschichten des Lebens, zählt die einzelnen Stationen im Leben eines jeden von uns auf, denn - so unterschiedlich wir auch sein mögen - letzten Endes läuft alles Leben auf ein und dasselbe hinaus. In den Geschichten begegnen und Paul, den wir bereits im Kindesalter unter der Bettdecke antreffen oder im Schatten im Keller, während er seiner Mutter beim Wäschemachen zusieht, und auf Anna, die ihre erste große Liebe findet, mit dieser all die Höhen und Tiefen übersteht bis sie endlich das erste Kind bekommen, um dann zu erfahren, wie schlimm es ist, verlassen zu werden. Doch auch Anna rappelt sich wieder auf und erlebt einen zweiten Frühling. Paul und Anna, zwei unterschiedliche Charaktere, die sich in ihrem Leben noch nie begegnet sind, die auch in dem Buch nichts miteinander zu tun haben und auch nicht aufeinander treffen, begleiten den Leser von ihrer Kindheit an bis hin zu ihrem Tode. Eine Geschichte ich schöner als die andere, einfühlsamer und so wunderbar geschrieben, dass man sich selbst als Leser in jeder einzelnen findet! Während dem Lesen habe ich oftmals schmunzeln müssen über die Erlebnisse der beiden Kinder Paul und Anna, bin nachdenklich geworden über deren Erfahrungen im jugendlichen Alter und bin gespannt, ob mir auch ihre Erzählungen im Erwachsenenleben begegnen werden. Ich blicke gespannt in die Zukunft, lasse die Vergangenheit hinter mir und lebe im Hier und Jetzt, um meine eigenen Erfahrungen zu machen und meine Geschichten zu schreiben, die mein Buch des Lebens füllen werden. Mona Jaeger hat uns mit ihrem Werk gezeigt, welche Geschichten das Leben schreiben kann, was wir alle erwarten könnten, was passieren kann, doch letzten Endes schreiben wir alle selbst an unseren Geschichten und sehen erst auf der letzten Seite des letzten Kapitels, ob wir es wirklich gelebt haben. Ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen!

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  • Der Lauf des Lebens.

    Der Lauf des Lebens -
    Elizzy

    Elizzy

    26. December 2016 um 14:09

    ZusammengefasstIm Grunde geht es um Anna und Paul. Anna, ein kleines Mädchen, dass Angst vor dem ersten Schultag hat, das später aber eine grosse Karriere führen wird und doch auch tiefe Abgründe vor sich hat. Paul, ein kleiner Junge, der eines Nachts beschliesst einfach von zu Hause weg zu laufen. Der später einmal aber vieles anders tun wird als geplant.Das Buch erzählt eine Geschichte, die mit dem Kind sein beginnt und mit dem Tode aufhört. Wir durchleben mit Anna und Paul ihre wichtigsten Stationen vom Menschsein und erfahren vieles, wenn wir lernen zwischen den Zeilen zu lesen. „Sei mal ehrlich. Was stört dich so sehr an Computern?“, fragt sie ihn. Er denkt einen Moment nach. „Der Geruch.“ „Computer riechen doch gar nicht.“ „Eben. Wenn ich in der Uni-Bibliothek zwischen den vielen staubigen Büchern sitze, worüber du dich immer so lustig machst, dann sehe ich die Bücher und ich rieche sie. Ich kapiere sofort, wie alt diese Bücher sind und dass sie mir eine Geschichte erzählen. Nicht nur mit ihrem Inhalt, sondern auch mit ihrem Alter. Das finde ich toll“. S. 10Darüber Gedanken gemachtAls ich mit dem Buch begonnen hab, habe ich mir nicht viele Gedanken darüber gemacht, was mich zu erwarten hat. Ich dachte, das werden ein paar spannende Kurzgeschichten. Doch dahinter steckte einiges mehr. Die Autorin Mona Jaeger gibt und mit diesem Buch die Möglichkeit einen Blick in die Leben von Anna und Paul zu blicken.Natürlich erfahren wir nicht alles, was sich in ihrem Leben ereignet hat aber wir erfahren immer so viel, dass wir uns die restliche Zeit ihres Lebens gut vorstellen können. Somit erlernt man mit diesem Buch vor allem eines: Zwischen den Zeilen zu lesen und sich selbst eine Geschichte auszudenken.Natürlich verlief in den Leben von Anna und Paul nicht immer alles perfekt und beide hatten zu kämpfen – doch so ist das Leben nun mal.Die Stimmung im Buch spiegelt das auch sehr gut wieder. Zu Anfangs ist man noch voller Tatendrang, sprüht voller Energie und hat Angst vor der grossen neuen Welt. Auch im mittleren Teil, ist man aufgeregt aufs Erwachsen werden und vor allem in diesen Abschnitten konnte ich mich teilweise sehr gut wiederfinden. Viele Situationen kamen einem bekannt vor und über einige musste man auch schmunzeln.Gegen Ende des Buches, gelangt man auch zum Ende von einem Leben. Beide Protagonisten sind ihre eigenen unterschiedlichen Wege gegangen, doch letzen Endes, kommt man immer zum gleichen Schluss. Dies stimmte mich traurig, obwohl es eben einfach nur die kalte Realität ist.Ich denke in meinem Alter ist vor allem das Ende des Buches noch weit weg und ein Thema, mit dem man sich noch nicht wirklich befassen möchte, deshalb kann ich mir aber gut vorstellen, dass ich vielleicht im Alter nochmals zum Buch greifen werde, denn das tolle daran, man entwickelt sich mit dem Buch mit. Vielleicht blickt eine andere Person, in einer anderen Lebenslage ganz anders auf das Buch als ich, was doch sehr speziell an diesem Werk ist.Gefiel mir sehr Ich mochte es sehr, wie das Buch mich zum Nachdenken brachte und wie viel es doch zu sagen hat mit seinen ganz wenigen Worten, welche die Autorin geschickt anwenden konnte.Gefiel mir nichtTrotz allem postiven zum Buch, konnte es mich letzen Endes doch nicht so packen wie erwartet, vielleicht ist es mit diesem Buch wie mit gutem Wein; Es braucht einfach noch seine Zeit um zu reifen.Schreibstil & Cover Der Schreibstil ist einfach zu lesen und bietet einem viel Raum zur Interpretation und auch die Abschnitte und Kapitel sind so gut gewählt, dass einem das Lesen Spass macht.Das Cover finde ich wirklich sehr Stimmig und auf eine Art strahlt es für mich eine gewisse Ruhe aus. Der Titel „Der Lauf des Lebens“ passt unglaublich gut zur Geschichte und lässt einen zugleich auch irgendwie melancholisch werden.Fazit Ein gutes Buch, das am besten in verschiedenen Lebenslagen wieder gelesen werden sollte, denn es lässt einen nachdenken und sich seine eigenen Erfahrungen daraus ableiten. Ich denke ich gebe diesem Buch gute 3 Herzen, weil es mich zwar überzeugen konnte ich aber noch etwas zu jung bin um es komplett auf mich wirken lassen zu können. Es wird bestimmt mit dem Alter besser!BewertungBuchlänge ♥♥♥ (3/5)Schreibstil ♥♥♥♥ (4/5)Botschaft ♥♥♥ (3/5)Lesevergnügen ♥♥♥ (3/5)

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