Mona Oellers Voll aggro!

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Voll aggro!“ von Mona Oellers

Mona Oellers, die seit vielen Jahren täglich mit Kindern und Jugendlichen arbeitet, ist alarmiert: Das Verhalten von Kindern und Jugendlichen ist brutaler geworden. Sowohl im Umgang untereinander als auch gegenüber Erwachsenen. Hierbei geht es nicht um extreme Einzeltaten, sondern um das, was sich täglich in Kindergärten, Schulen und im Internet abspielt. Eltern und Pädagogen stehen Übergriffen häufig hilflos gegenüber. Auch Mobbing nimmt im Schulalltag und im Netz zu und die betroffenen Opfer bleiben oft viel zu lange mit ihrem Problem allein. Mona Oellers erklärt die Gründe für diese Entwicklung und zeigt anhand zahlreicher Fallbeispiele, wie Erwachsene durch das eigene Verhalten Situationen deeskalieren und wie sie erkennen können, ob ein Kind Opfer von Attacken oder Mobbing ist – und damit dem Trend der Verrohung etwas entgegensetzen!

Stöbern in Sachbuch

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

Heimatlos ist nicht gleich hoffnungslos: Sehnsucht einer jungen Frau 1944/2014

Lesestoff für die junge Generation.

annegretwinterberg

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ist es häufig wirklich gar nicht so schwer, die Kinder wieder in die richtige Spur zu bringen?

    Voll aggro!
    R_Manthey

    R_Manthey

    06. August 2015 um 11:01

    Glaubt man dem Klappentext, dann scheint das jedenfalls so. Man muss nur den Kindern mehr Aufmerksamkeit widmen und Grenzen setzen. Oder ein wenig Anti-Aggressionstraining mit ihnen durchführen. Angesichts der auch von der Autorin wenigstens teilweise aufgeführten Ursachen für die zunehmende verbale und körperliche Aggressivität von Kindern und Jugendlichen klingt das recht blauäugig. Im Einzelfall sei ein Erfolg solcher Maßnahmen gar nicht bestritten. Doch wenn die gesellschaftlichen Ursachen für diese Verhaltensänderungen sich nicht ändern, wie können dann die Folgen verschwinden? Mona Oellers ist eine ausgebildete und offensichtlich sehr erfahrene "Anti-Aggressivitäts-Trainerin", jedoch keine Soziologin. Was sie in ihrem Buch als Ursachen für die von ihr vorgefundenen Aggressionschübe bei Kindern benennt, ist sicher nicht falsch, kommt aber den wirklichen Ursachen dieser unheilvollen Entwicklung nicht auf die Spur. Und genau das ist der Punkt, an dem dieses Buch seinen Leser mit einer diffusen Unzufriedenheit alleine lässt. Der Titel verspricht etwas, was man anschließend nicht vorfindet. Frau Oellers nennt als Ursachen eigentlich nur fehlende Aufmerksamkeit und Zuneigung für Kinder und Jugendliche. Aber sind das nicht wieder nur die Folgen einer tiefer sitzenden Ursache? Immer, wenn Kinder Regeln des Zusammenlebens in Familie und Gesellschaft missachten und aggressiv werden, kann man dies auf fehlende Aufmerksamkeit und Zuneigung zurückführen. Das war schon immer so. Doch warum kommt es offenbar gerade jetzt zu solch massiven Verhaltensänderungen? Darauf gibt dieses Buch keine befriedigenden Antworten. Man kann das der Autorin eigentlich nicht übel nehmen. Es gehört nicht zu ihren beruflichen Aufgaben, sich darüber Gedanken zu machen. Sie beschäftigt sich lediglich mit den schlimmsten Auswirkungen dieser Entwicklung. Das ist der wirkliche Inhalt ihres Buches, in dem sie zunächst die verschiedenen Formen der von Kindern und Jugendlichen ausgehenden körperlichen und seelischen Gewalt beschreibt. Dabei geht es um Gewalt im Kindergarten und in der Grundschule, Mobbing, Cybermobbing, Amokläufe und jugendliche Gewalt. In jedem Kapitel erzählt die Autorin zum Teil erschütternde Geschichten aus ihrer Praxis und macht dann anschließend daran Methoden fest, wie man mit solchen Formen von Aggressionen umgehen oder sich davor schützen kann. Wenn man sich damit jedoch etwas intensiver beschäftigt, dann muss man wohl einsehen, dass es nicht gegen alles und jeden ein Gegenmittel gibt, denn nicht jeder ist körperlich oder mental in der Lage, sich der Situation angepasst zu wehren. Manchmal hilft nur die Flucht. Und selbst das wirkt nicht immer, wie die Autorin zugeben muss. Am Ende ihres Buches geht die Autorin auch auf die Sanktionsmöglichkeiten des Staates ein und erklärt, dass sie die Lage nicht wirklich verbessern. Um effektive Veränderungen durchzusetzen, müsste man doch erst einmal versuchen, die tatsächliche Situation zu beschreiben und die komplexen Ursachen für den jetzigen Zustand zu erforschen. Doch an dieser Stelle wird in Deutschland leider jede Diskussion abgeblockt. Bewusst oder unbewusst beteiligt sich daran auch die Autorin bei einigen Teilaspekten des Problems. Beispielsweise wären an der Stelle, an der von Jonny K. oder Dominik Brunner die Rede ist, vielleicht einige Worte zur Struktur der entsprechenden Kriminalitätsstatistik nötig gewesen. Es fällt auch auf, dass alle Namen von Kindern und Jugendlichen in diesem Buch immer deutschen Ursprungs sind. Das entspricht wohl nicht ganz der Lebenswirklichkeit an deutschen Schulen. Wenn man diese Wirklichkeit verändern möchte, sollte man auch den Mut besitzen, sie so wahrzunehmen wie sie ist. Leider muss man auch den Eindruck bekommen, dass Wertevermittlung in diesem Land inzwischen anrüchig und verdächtig ist. Beliebigkeit und irgendeine nicht fassbare, scheinbare Toleranz beherrschen das gesellschaftliche Klima. Obwohl Frau Oellers in diesem Buch in den Einzelfällen viel Wahres beschreibt, benutzt auch sie lieber solche glitschigen Formulierungen wie "Erlangung sozialer Kompetenz", bei denen kaum jemand definieren kann, was denn das eigentlich sein soll. Die Autorin spricht immerhin aus, dass es insbesondere dem Staat sehr schwer fällt, ausreichende finanzielle und personelle Mittel bereitzustellen, um den offensichtlichen Problemen zu begegnen. Was also von diesem Buch bleibt, sind die Hinweise, wie man die Folgen einer seit Jahrzehnten völlig verfehlten Politik in Einzelfällen mildert, sie eventuell sogar beseitigt, oder wie man sich als Opfer wehren kann. Und allein dabei überzeugt die Autorin durchaus.

    Mehr