Mona Vara

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Interview mit Mona Vara

Mona Vara im Interview mit LovelyBooks, August 2011

1. Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Ich schreibe seit sehr vielen Jahren, eigentlich seit meiner Kindheit, und zumeist waren es früher Kurzgeschichten zu Themen, die mich beschäftigt haben. Zur Veröffentlichung meines ersten Buches kam es 2005 beim Plaisir d’Amour Verlag. Die Verlegerin, Angela Weiß, hatte eine Science-Fiction Leseprobe von mir vorliegen und schlug vor, doch einmal einen erotischen Roman zu probieren. Daraus wurde „Katharina, Schatten der Vergangenheit“, die später als „Versuchung“ im Mira Taschenbuchverlag erfolgreich neu aufgelegt wurde und danach auch im Bertelsmann Club erschien.

2.Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Aktuell habe ich Christopher J. Sansom entdeckt, dessen Romane zur Zeit von Heinrich VIII spielen. Sein bislang letzter Band in dieser Reihe, „Pfeil der Rache“, liegt schon bei mir, aber leider habe ich gerade jetzt kaum Zeit zum Lesen. Seine Erzählung besitzt Tiefe, einen großartigen, der damaligen Zeit angepassten Schreibstil und eine spannende Krimihandlung. Bei ihm schmeckt, sieht und riecht man das 16. Jahrhundert - für mich ist er ein begnadeter Erzähler.

3. Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Die meisten kommen von selbst, als könnte es gar nicht anders sein, als wollte die Geschichte von mir erfunden werden, und als wollten sich die Helden mit mir ärgern, freuen, lieben, leiden und sterben. Und nach der ersten Idee ist es oft ein Bild, eine Szene auf der Straße, eine Bemerkung, die ich auffange, und die mich einen Schritt weiter bringt, wenn ich irgendwo in der Geschichte stecken bleibe oder mit dem Verlauf unzufrieden bin. Bei der „Tochter der Schatten“, die im Herbst bei Heyne erscheint, hat mich wiederum eine bunte Marktstraße, durch die ich fast täglich gehe, dazu inspiriert, einen Teil der Handlung in dieser Gegend anzusiedeln. Es ist mir auch schon passiert, dass ich von Lektoren gefragt werde, ob ich über ein bestimmtes Thema schreiben will. Wenn dann nicht sehr schnell, innerhalb von Stunden, eine Idee da ist, die mich selbst begeistert, und wo ich schon spüre, dass ich gleich ganze Bände damit füllen könnte, so weiß ich, dass ich die Sache besser bleiben lassen soll, dann spricht mich das Thema nicht an. Andernfalls lege ich so schnell wie möglich und mit sehr viel Energie los.

4. Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Hauptsächlich über meine Website und Emails. An Veranstaltungen und Autoren/Lesertreffen konnte ich aus verschiedenen, meist beruflichen Gründen leider schon lange nicht mehr teilnehmen.

5. Wann und was liest Du selbst?

Ich lese, wann immer es meine Zeit zulässt! Und wirklich glückliche Lesestunden habe ich, wenn ich mich ganz in eine Geschichte fallen lassen kann und alles um mich herum vergesse (auch dass ich am nächsten Tag eigentlich zeitig aufstehen sollte.) Und was ich lese - im Grunde alles, was mir ins Auge sticht und worauf ich Appetit habe: Historische Romane, Kriminalromane, paranormale und Fantasy-Geschichten, klassische Literatur, Erzählungen aus allen Zeiten und Ländern (auch außerirdischen) und Biografien. Sehr gern lese ich auch interessant geschriebene Sachbücher, meist über historische Themen, die oft so packend erzählt sind, dass es mir hier wie bei Romanen geht und ich mich in ferne Zeiten und Orte versenken kann.

6. Was war es für ein Gefühl zum ersten Mal Dein eigenes Buch in der Hand zu halten?

Reine, ungläubige Freude. Und im Grunde geht es mir heute noch so, dass ich kaum fassen kann, wie aus einer ersten Idee und ein paar Notizen ein ganzes, aufwendig geschriebenes, von mehreren Leuten bearbeitetes und schließlich mit einem schönen Cover versehenes, gedrucktes Buch wird!