Monica Ali Brick Lane

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Inhaltsangabe zu „Brick Lane“ von Monica Ali

Was bedeutet eigentlich Schicksal?Nazneen, in den ärmsten Verhältnissen in Bangladesch aufgewachsen, wird mit 19 Jahren verheiratet und ins ferne England geschickt. Ohne Englischkenntnisse landet sie in der Brick Lane, dem »Klein-Indien« von London, bei einem ihr völlig fremden Ehemann. Chanu ist gut zu ihr, doch aus ihrer Wohnung kommt sie selten raus. Gegen seinen Widerstand lernt sie schließlich Englisch und nimmt eine Arbeit als Näherin an. Ganz langsam, mit Hilfe ihrer Töchter und getragen von ihrer natürlichen Lebensklugheit, verlässt Nazneen den ihr vorbestimmten Weg.

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  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2011 um 17:45

    Ein schönes Buch, das allerdings nicht ohne Hintergrundwissen zu Immigration und Kenntnisse über die Kulturen der beiden angesprochenen Länder gelesen werden sollte (könnte zu Missverständnissen des Konfliktes führen). Nach meinem Besuch der Brick Lane in London war diese Lektüre umso lebendiger. Eine tolle Geschichte einer unglaublich starken Frau die mit Herz und Verstand kämpft.

  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    Thaila

    Thaila

    25. April 2010 um 10:04

    Nazneen kommt als junge Frau aus Begladesh nach England um dort mit einem ihr unbekannten Mann verheiratet zu werden. Sie spricht kein Wort englisch und ihr Mann sieht auch keine Veranlassung, dass sie es lernen muss. Schließlich gibt es keine Veranlassung, dass sie den Wohnblock, den das Paar mit anderen Bengalen, Pakistani und Indern teilt, verlässt. Für mehr als zwanzig Jahre spielt sich Nazeems Leben auf wenigen Quadratkilometern ab. Ganz langsam lernt sie jedoch, die Erwartungen, die ihr Mann und die bengalische Migrationsgemeinde an sie stellt, in Frage zu stellen. Monica Alis Roman ist eine wunderbar reiche und vielschichtige Emanzipationsgeschichte, die sicherlich helfen kann die vielfältigen Probleme von Migranten - auch in Deutschland - verstehen zu lernen. Ali bietet keine einfachen Lösungen an. Die Bruchlinien innerhalb der bengalischen Gemeinde, insbesondere zwischen den Generationen, aber auch zwischen den zu immer stärker zur Radikalisierung neigenden Muslimen und der weißen Mehrheitsgesellschaft werden fein ausgelotet. Der Leser gewinnt dabei ein Verständnis sowohl für die Eltern Nazeem und Chanu, die sich durch die Aufmüpfigkeit der Tochter bedroht fühlen, als auch für Shahana, die sich von den Traditionen ihrer Herkunft eingeengt fühlt. Auch die Ehe von Chanu und Nazeem wird in einer unglaublichen Differenzierung beschrieben, die jedes Klischee vermeidet. Es handelt sich um eine arrangierte Ehe, Chanu ist zwar gutmütig, aber körperlich abstoßend und pedantisch. Obwohl Nazeem in ihrer Ehe nicht glücklich ist und erst nach und nach lernt, so etwas wie Glück überhaupt zu erwarten, ist die Ehe dennoch nicht frei von Zärtlichkeit und auch Liebe. Diese feine Beobachtungsgabe und Fähigkeit zu differenzieren zeichnet Monica Ali aus und macht ihren Roman so lesenswert!

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  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    PrinzessinMurks

    PrinzessinMurks

    10. March 2010 um 22:13

    Eine Inderin, die nach London heiratet, ein Gesellschaftsbild aus dem Blickwinkel der Einwanderer.
    Was frustriert: Das die Protagonistin nicht aus ihrer Stoik heraus kommt.
    Ich wurde am Ende ein wenig hilflos zurückgelassen. Doch dieses Gefühl muss man wohl für den Realitätsanspruch, dem das Buch gerecht wird, in Kauf nehmen.

  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    HeikeG

    HeikeG

    18. April 2007 um 18:48

    Aufbruch ohne Ankunft Brick Lane erzählt die Geschichte der Bengalin Nazneen, die fast für eine Totgeburt gehalten wird. Nachdem sich das Mädchen aber entschließt doch zu leben, erlebt sie in ihrer Jugend so einiges. Das erste Mal, als ihr Leben ein bisschen aus den Fugen gerät, ist, als ihre jüngere Schwester Hasnia mit einem Mann aus dem Dorf durchbrennt, um diesen gegen den Willen ihres Vaters zu heiraten. Hasnia kann somit nicht mehr nach Hause zurückkehren... Nazneen beschließt, sich dem Willen des Vaters zu beugen und heiratet den fast zwanzig Jahre älteren Chanu, der nicht nur wesentlich älter ist als sie, sondern auch recht unansehnlich wirkt. Sie folgt ihrem Mann nach London, genauer gesagt in die Brick Lane, eine Straße in der fast nur indische, bengalische und pakistanische Immigranten wohnen. Chanu, ebenfalls Bengale kümmert sich wenig um seine Frau, er geht zur Arbeit, bringt die Lebensmittel nach Hause und Nazneen ist vor allem zu Hause: putzt, kocht und schaut zum Fenster hinaus. Monica Ali schreibt einfach, ohne Spitzfindigkeiten, beinah ohne große Raffinesse; ihr Stil ist klar und gut verständlich. Es gelingt ihr, einen sehr subtilen Humor einzubauen. Auch das Auftreten der geldgierigen Mrs. Islam entbehrt nicht einer gewissen Komik. Andere Stellen wiederum sind sehr gefühlvoll und sensibel gestaltet, so z.B. die Kindheit der Mädchen oder der Tod des Sohnes. Auch die Briefe der Schwester, deren Sprache extrem einfach und voller Fehler ist, bilden einen reizvollen Kontrast zum Grundton. Besonders gelungen fand ich das Vermeiden von Schwarz-Weiß-Malereien. Ali wird ihren Romanfiguren gerecht, sie zeichnet keine Schemata, die für irgendetwas stehen sollen, sondern sie beschreibt Individuen. So ist Chanu zwar einerseits der typische bengalische Mann, der wie selbstverständlich davon ausgeht, dass Frauen den Männern zu dienen haben; auch wird er mit all seinen Fehlern (und das sind weiß Gott nicht wenige) gezeigt, dennoch gerät er nie zur Karikatur. Ali beschreibt ihn als Mensch mit Träumen, mit Anstand, gutem Charakter und letztendlich mit mehr Größe als gedacht... Das Thema radikaler Islam im heutigen England bietet sich gerade zu an, Polemik zu betreiben. Auch hier gelingt es Monica Ali, auf sensible Weise ein Annäherung an die möglichen Motive dieser "angry young men" zu skizzieren. Keiner wird bei ihr in eine fertige Schublade gesteckt. Das größte Plus ist meiner Meinung nach der Schluss: sehr viele ansonsten gute Romane scheitern an einem entweder zu glücklichen, zu unglaubwürdigen oder zu holprigen Ende. Beim Lesen des Buchs dachte ich mir immer, wie sie diesen Konflikt lösen wird? Ich kann nur eines sagen, er ist ihr gelungen.

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  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    Himmelfarb

    Himmelfarb

    17. April 2007 um 13:48

    Mich hat die Geschichte sehr berührt, und ich finde, sie ist ganz wunderbar und gar nicht larmoyant geschrieben. Es ist eine der besten Emanzipationsgeschichten, die ich je gelesen habe.

  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    Schreiberin

    Schreiberin

    25. February 2007 um 18:50

    Ich fand die Geschichte leider ziemlich platt und klischeebeladen. So geschrieben, dass man sie vor allem mögen soll. Dennoch gibt sie interessante Einblicke in eine fremde Welt.

  • Rezension zu "Brick Lane" von Monica Ali

    Brick Lane
    Sonnenblume

    Sonnenblume

    25. February 2007 um 11:23

    wunderbare Emanzipations-Geschichte im Klein-Indien in London. Toll geschrieben und spannend zu lesen.