Monica Byrne

 3.1 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Die Brücke, Die Brücke: Roman und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Monica Byrne

Die Brücke

Die Brücke

 (14)
Erschienen am 10.08.2015
Die Brücke: Roman

Die Brücke: Roman

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Erschienen am 10.08.2015
The Girl in the Road

The Girl in the Road

 (0)
Erschienen am 20.05.2014

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Rezension zu "Die Brücke" von Monica Byrne

Die Brücke, rezensiert von Götz Piesbergen
Splashbooksvor 3 Jahren

Die meisten SciFi-Stories, die hierzulande herauskommen und auf unserer Erde spielen, sind eher westlich orientiert. Sehr häufig ist Europa oder Amerika der zentrale Handlungsschauplatz. Da kommt "Die Brücke" wie ein guter Bruch daher, da der Handlungsort des Debütromans von Monica Byrne im Osten verortet ist.

Die Autorin wurde in Harrisburg, Pensylvania geboren. Sie war die jüngste von fünf Kindern. Sie studierte Biochemie am Wesley College und Geochemie am MIT. Danach arbeitete sie in diversen anderen Berufen, ehe sie zur Schriftstellerei fand.

Die Brücke ist ein schwimmendes Gebilde, das Äthiopien und Indien miteinander verbindet. Und es der Ort, den die junge Meena durchreisen muss. Sie flieht aus ihrer Heimat Indien und will an ihrem Ziel nach dem Mörder ihrer Eltern suchen.

Mariana hingegen ist eine ehemalige Sklavin, die eines Tages sich bei fahrenden Händlern versteckt. Es folgt eine Reise quer durch Afrika, in der das junge Mädchen langsam heranwächst. Doch an ihrem Zielort wird nicht alles in Ordnung sein, wie sie schnell feststellen muss.

Wer in "Die Brücke" eine Erwähnung von Europa oder Amerika erwartet, der wird vermutlich enttäuscht sein. Die beiden Kontinente tauchen, wenn überhaupt, nur am Rande auf. Stattdessen liegt der Fokus des Debütromans einzig und allein auf Indien und Äthiopien. Erklärt wird dies damit, dass die einstigen Supermächte ihre Bedeutung verloren haben. Eine wagemutige Aussage, die eben durch diese marginalisierte Darstellung untermauert wird.

Interessant ist aber auch die titelgebende Brücke. Es ist eine interessante Idee, die dahinter steckt. Und man merkt hier an, dass die Autorin sich mit den entsprechenden Naturwissenschaften auskennt. Gleichzeitig hat sie aber auch die technischen Elemente sehr gut recherchiert und eingebaut. Man könnte fast meinen, dass dieses Gebilde auch heute existieren könnte.

Rest lesen unter:
http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/23552/die_bruecke

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lizzie123s avatar

Rezension zu "Die Brücke" von Monica Byrne

Anfang total verwirrend, Ende genial
lizzie123vor 3 Jahren

Der Klappentext passte meiner Meinung nach nicht so gut zur wirklichen Handlung; der englische ist auf jeden Fall treffender. Sogar das Cover vom originalen Buch ist besser gestaltet; ich weiß nicht, warum sie es nicht einfach so gelassen haben.
Denn bei der „Brücke“ handelt es sich um den auf dem Ozean zwischen Indien und Äthiopien schwimmenden Trail, der aus einzelnen Schuppen besteht und der Energieerzeugung dient. Man kann darauf laufen, was jedoch mühsam, gefährlich und zusätzlich auch verboten ist.  Er entspricht nicht der Abbildung auf dem Cover, was mich zu Anfang etwas verwirrt hat.
Zum Inhalt: Das Buch spielt etwa in den 2060er-Jahren, also der nicht allzu weit entfernten Zukunft und nun sind Asien und Afrika die neuen Supermächte, während Europa und Nordamerika beinahe vollkommen von der Bildfläche verschwunden sind. Diese Idee fand ich sehr interessant.
Das Buch ist abwechselnd aus zwei Perspektiven geschrieben. Diese beiden Hauptpersonen, beides Frauen, kennen sich nicht, haben allerdings ein miteinander verbundenes Schicksal, inwiefern wird erst am Ende aufgelöst.  Die eine Hauptperson, Meena, überquert den fast 4000 Kilometer langen Trail von Indien aus. Die andere Hauptperson heißt Mariama und ist schon ziemlich alt. Im größten Teil der Geschichte wird jedoch von ihrer Kindheit erzählt, in der sie quer durch Afrika fliehen musste und später von ihrer Zeit als Studentin und als sie noch älter war. In den ersten drei Viertel des Buches ist überhaupt nicht klar, dass sie sich auch vom Trail befindet, von Äthiopien aus.

Der Anfang des Buches hat mir überhaupt nicht gefallen, da es um sehr viele indische und afrikanische Feste/Volksstämme/Tempel/… ging, die ich nicht kannte und auch nicht erklärt wurden. Nicht nur diese Wörter, sondern auch so ziemlich die komplette Handlung war recht verwirrend. Spannung war auch noch nicht wirklich da und den Schreibstil mochte ich auch nicht besonders. Deshalb hab ich das Buch dann doch wieder weggelegt.

Jetzt habe ich nach ungefähr einem Monat einen neuen Versuch gestartet und festgestellt, dass nach ca. einem Drittel das Buch doch noch ganz gut wird. Es gibt immer noch Stellen, die recht langatmig sind, aber das Lesen fällt leichter, da man sich an das Vokabular gewöhnt und nun auch Spannung aufkommt. Das Ende fand ich jedoch total genial und hätte alleine fünf Sterne verdient.

Mein Fazit: Ich fand es recht schwierig dieses Buch zu beurteilen, da mir die Grundideen alle gefallen haben, die Umsetzung jedoch an manchen Stellen gar nicht. Das Ende fand ich aber super. Das Buch ist auf jeden Fall keine leichte Lektüre, aber ich denke es lohnt sich es zu lesen. Durch den ersten Teil muss man sich allerdings durchkämpfen. Es ist definitiv kein Buch, das man mal so eben zwischendurch lesen kann.

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nickypaulas avatar

Rezension zu "Die Brücke" von Monica Byrne

Auf keinen Fall leichte Lektüre! Aber ein tolles Debüt der Autorin und ein absolut lesenswertes Buch
nickypaulavor 3 Jahren

Um es mir einfacher zu machen (ich finde es wirklich schwer, zu dem Buch eine abschließende Meinung abzugeben), beginne ich am Besten mal mit der Inhaltsbeschreibung meiner neuesten Errungenschaft =).
Das Buch von Monica Byrne spielt im Jahre 2068. Vorhergesehenes ist eingetreten: Europa versinkt in Bedeutungslosigkeit und die Weltmächte Afrika und Indien spielen sich gegenseitig den Wirtschaftsball zu. In dieser politisch schwierigen Lage (die beiden Nationen sind nicht unbedingt verbrüdert) beginnen zwei Frauen ein neues Leben. Mariama läuft als kleines Mädchen von zu Hause weg, als sie ihre Mutter verliert und Meena glaubt von Meuchelmördern verfolgt zu werden und flieht. Beide landen auf dem „Trail“ einer instabilen Pontonbrücke, deren Betreten eigentlich verboten ist. Denn sie verbindet nicht nur Indien und Äthiopien über das Meer, sondern ist eigentlich zur Energiegewinnung gemacht. Die illegale Reise über den „Trail“ wird zu einem ziemlich tiefgehenden Selbstfindungtrip für beide Frauen und so ist das Buch auch geschrieben. Es schönt nichts und handelt von Gewalt, sozialer Ungerechtigkeit und Vergewaltigung. Außerdem gibt es eine Schiffsladung an unsittlichem Vokabular – wer so etwas also nicht verträgt, für den ist das Buch wohl eher nichts. Auch abseits des Vokabulars liest sich das Buch stets mit bedrückter Stimmung. Irgendwie ist es schwermütig… Dafür aber auch sehr spannend. Man ahnt beim Lesen, dass die Protagonistinnen etwas verbindet und ich hatte den Drang, ganz schnell weiter zu lesen, um ihr Leben bis zu diesem Punkt verfolgen zu können. Es ist unheimlich großartig, wie immer mehr Details aufgedeckt werden und bis zum Schluss muss man richtig mitdenken! Mitleiden mit den Mädels ist hier auch auf jeden Fall Programm – ich habe mir auch noch einige Zeit nach dem Lesen Gedanken darüber gemacht, wie das Leben in 50 Jahren wohl aussehen wird… Nach Monica Byrne wohl alles andere als rosig.
Mein Fazit: Auf keinen Fall leichte Lektüre! Aber ein tolles Debüt der Autorin und ein absolut lesenswertes Buch für alle, die Lust haben begleitet von einem Hauch der indischen Philosophie auf eine Entdeckungsreise ins Ich zu gehen und sich auf eine Zukunftsvision der besonderen Art einzulassen.
Eure Lisa von  Nickypaulas Bücherwelt



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