Monica Sabolo Das hat alles nichts mit mir zu tun

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Inhaltsangabe zu „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ von Monica Sabolo

Eines Tages sitzt ihr ein neuer Kollege gegenüber. Vollendet lässig und mit einer feuerroten Vespa vor der Tür. Nach einigen weinseligen Abenden, einem Trip nach Cannes und Hunderten SMS ist es um Monica geschehen: große Gefühle! Doch als völlig unerwartet eine Andere hinter ihm auf dem Roller sitzt, steht sie im Regen.
Fest entschlossen, der Sache – sich, ihm, dem Beziehungsscheitern – auf den Grund zu gehen, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Spurensuche, durchforstet Pariser Gassen nach dem roten Roller, ihren Posteingang nach Zeichen, die elterlichen Fotoalben nach ihrer Vorgeschichte, sie konsultiert halbseidene Wahrsager und tote Schriftsteller. Und ganz plötzlich ist Monica dem Rätsel der Liebe auf der Spur.

Eine Aufarbeitung der innovativen Art: Wie man mithilfe von Erinnerungsstücken sein bisheriges Liebesleben aufmischt.

— steffchen3010

Ein sehr persönliches Buch, das anders ist als alles, was man kennt

— Rolchen

Ein gutes und interessantes Buch, dessen Ende etwas schnell kam und das ich nicht so ganz verstanden habe.

— Kleines91

Melancholische, unterhaltsame und ehrliche Analyse einer Beziehung und deren Ende und der Ursachen des eigenen Verhaltens in Liebesdingen.

— Wortwelten

Außergewöhnlich, aber "schwer zu fassen". Ein sehr persönlicher Einblick in das Seelenleben der Autorin.

— Isador

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  • Leserunde zu "Das hat alles nichts mit mir zu tun" von Monica Sabolo

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Suhrkamp Verlag

    Liebst du noch oder lebst du schon? Mit ihrem Buch Das hat alles nichts mit mir zu tun hat die französische Autorin Monica Sabolo das perfekte Gegenmittel bei Liebeskummer vorgelegt: Ihre autobiografische Liebesinventur ist eine Materialsammlung aus Fotos, E-Mails, SMS und vielem mehr, eine Sammlung, die klug und komisch die Geschichte einer Beziehung erzählt. Wer also Lust auf einen Liebesgeschichte der etwas anderen Art hat, ist in dieser Leserunde goldrichtig. Und das Beste: Die Autorin ist selbst mit dabei! Zum Buch: Eines Tages sitzt ihr ein neuer Kollege gegenüber. Vollendet lässig und mit einer feuerroten Vespa vor der Tür. Nach einigen weinseligen Abenden, einem Trip nach Cannes und Hunderten SMS ist es um Monica geschehen: große Gefühle! Doch als völlig unerwartet eine Andere hinter ihm auf dem Roller sitzt, steht sie im Regen. Fest entschlossen, der Sache – sich, ihm, dem Beziehungsscheitern – auf den Grund zu gehen, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Spurensuche, durchforstet Pariser Gassen nach dem roten Roller, ihren Posteingang nach Zeichen, die elterlichen Fotoalben nach ihrer Vorgeschichte, sie konsultiert halbseidene Wahrsager und tote Schriftsteller. Und ganz plötzlich ist Monica dem Rätsel der Liebe auf der Spur. Hier geht’s zur Leseprobe » »Ein Buch, das man nicht aus der Hand legen kann, das einen erst zum Lachen und dann zum Weinen bringt – niemand hat Sie jemals so liebevoll gefoltert!« Frédéric Beigbeder Als kleinen Vorgeschmack könnt Ihr Euch hier schon einmal durch unsere Animation klicken: Über die Autorin: Monica Sabolo, geboren 1971 in Mailand, ist Journalistin und Schriftstellerin. Für ihren autobiographischen Roman Das hat alles nichts mit mir zu tun erhielt sie den Prix de Flore. Kurz darauf kündigte sie ihren Job als Chefredakteurin der Zeitschrift Grazia, um Drehbücher zu schreiben. Sabolo lebt in Paris. *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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  • Rezension zu: Das hat alles nichts mit mir zu tun von Monica Sabolo

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Kleines91

    11. January 2015 um 11:26

    Klappentext: Eines Tages sitzt ihr ein neuer Kollege gegenüber. Vollendet lässig und mit einer feuerroten Vespa vor der Tür. Nach einigen weinseligen Abenden, einem Trip nach Cannes und Hunderten SMS ist es um Monica geschehen: große Gefühle! Doch als völlig unerwartet eine Andere hinter ihm auf dem Roller sitzt, steht sie im Regen. Fest entschlossen, der Sache – sich, ihm, dem Beziehungsscheitern – auf den Grund zu gehen, begibt sie sich auf eine abenteuerliche Spurensuche, durchforstet Pariser Gassen nach dem roten Roller, ihren Posteingang nach Zeichen, die elterlichen Fotoalben nach ihrer Vorgeschichte, sie konsultiert halbseidene Wahrsager und tote Schriftsteller. Und ganz plötzlich ist Monica dem Rätsel der Liebe auf der Spur. Meine Meinung: Leider bin ich in das Buch nicht richtig hinein gekommen und hab es auch nicht so recht verstanden. Biografie?Roman?Erinnerungsbuch? Schwierig zu sagen. Ein Problem für mich war auch, dass es keinen wirklichen Fließtext gab.  Aber ich denke mal, da es um Liebeskummer und die Bewältigung, das Aufarbeiten von eben jenem geht, kann man schon so ein bisschen verstehen, um was es ging ohne das Buch direkt zu verstehen. Ich muss aber sagen, dass mir das Buchformat so weit gut gefallen hat. Es lag gut in der Hand und der Kartoneinband war auch mal etwas neues. Es sah auf jeden Fall gut aus. Aber gekauft hätte ich es mir vermutlich nicht. 

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  • Eine Liebesinventur auf ungewöhnliche Weise

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    lesebiene27

    Das Buch ist wie der Untertitel schon sagt eine Liebesinventur, in der Monica Sabolo ihre Erfahrungen mit der Liebe aufarbeitet. Schon von Beginn an hat sie Schwierigkeiten an die richtigen Jungs und Männer zu geraten und leidet seither sehr darunter. Dies verarbeitet sie in diesem Buch nun mit Hilfe von Fotos, Emails, SMS, Tagebucheinträgen, usw. Das Buch ist ziemlich unkonventionell und kein typischer Liebesroman, da er autobiografisch ist und mehr Auszüge aus einem Leben betrachtet als eine Geschichte zu erzählen. Der Schreibstil ist daher auch ungewöhnlich und ich habe an manchen Stellen ein paar Schwierigkeiten gehabt. Dennoch lässt sich der Text flüssig lesen und man kommt auch anhand der anschaulichen Fotos in dem Buch sehr schnell voran und bekommt einen schönen Einblick in das Leben der MS. Daher kann man das Buch als wirklich originell bezeichnen. Um mehr über das heutige Leben von MS zu erfahren, wäre dieses Buch fehl am Platz. Man könnte es vielmehr als einen Auszug betrachten, der erklärt, wer sie heute ist und warum sie vor allem so ist, wie sie ist. Das Buch ist untergliedert in drei Abschnitte. Im ersten wird von ihrer Verliebtheit erzählt, im zweiten Abschnitt von ihrer Kindheit und im dritten von ihrem heutigen Leben und was aus ihrer Liebe zu XX geworden ist. Allerdings beinhaltet dieses Buch kein solches Ende, wie man es in einem Liebesroman erwarten würde sondern hat viel mehr eine Art Open End wie es in einer Biografie der Fall ist. Ich finde es spannend mehr von MS und ihrer Liebe zum anderen Geschlecht zu erfahren, so wie die Liebe ihrer Eltern, aber dennoch hätte ich mir ein bisschen mehr Geschichte und Inhalt gewünscht und eine klare Linie. So ist das Buch zwar unkonventionell und neuartig geschrieben, aber der Leser kann keine richtige Verbindung zu MS aufbauen, weil sie irgendwie fremd bleibt. Dazu kommt, dass die Erzählungen ein bisschen durcheinander sind, sodass ich es zwar spannend fand, die Fotos u.a. zu sehen, aber mir manchmal keinen Reim darauf machen konnte. Alles in allem bekommt „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ 3 von 5 Sternen.

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    • 2

    parden

    12. November 2014 um 08:18
  • Sehr ehrliche und persönliche Analyse des eigenen Beziehungsverhaltens

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Wortwelten

    Es ist klein, handlich und ungewöhnlich schwer, dieses Büchlein, die Seiten verpackt in dickem, unverklebtem Karton mit geprägten Buchstaben, die aussehen wie ausgemalt. Eine Liebesinventur, so lautet der Untertitel. Doch was soll das nun wieder sein? Zunächst einmal: Am besten beginnt man dieses Buch ohne Erwartungen. Denn wenn man, beispielsweise, damit rechnet, einen Liebesroman zu lesen, wird man unweigerlich enttäuscht. Schon der Begriff „Roman“ schrammt wohl irgendwie an dem vorbei, was der Text, oder besser: die Texte, beinhaltet. Das merkt man bereits nach den ersten paar Seiten, auf denen man E-Mails der Protagonistin MS an eine Freundin liest und kurze Absätze, die wie stichpunktartige Auszüge aus einem Tagebuch wirken. Dazu sieht man sich die Skizze eines Büroraumes an und Fotos von Feuerzeugen. Wenn man auf diesen ersten Seiten bereits denkt: Was soll das denn jetzt?, hat man im Prinzip schon gegen dieses Buch verloren, denn es liefert einem keine Geschichte. Zumindest keine ausformulierte. Was es uns liefert, sind Bruchstücke aus dem Beginn und dem Ende einer Beziehung, Bruchstücke aus dem Leben der Protagonistin, die sehr viel mit der Frage zusammenhängen, wie sehr einen die Eltern und Kindheitserlebnisse prägen, vor allem, was das eigene Beziehungsverhalten anbelangt. Manche Bruchstücke wirken nahezu naiv, zum Beispiel, wenn MS einen Brief an einen toten Autor schreibt in der Hoffnung, dadurch den Mann, den sie liebt, besser verstehen zu können. Naiv und auch humorvoll. Andere Passagen bergen philosophische Aspekte, wieder andere decken MS' Kindheit auf, eine Kindheit, die einige Risse und Schatten enthält. Anfangs erscheint das Leben wie ein großes Fest, aber ehe man sich's versieht, erlischt es in einem lautlosen Todeskampf. (S. 71) Alles in allem hatte ich den Eindruck, ein collageartiges Tagebuch zu lesen, das nicht nur die Auseinandersetzung mit einer gescheiterten Beziehung beinhaltet, sondern vielmehr eine grundlegende Analyse des eigenen Verhaltens in Bezug auf Beziehungen, eine Erforschung der Ursachen und Folgen, der eigenen Schwächen. Dadurch wirkt es sehr persönlich und die Abkürzung MS als Bezeichnung für die Protagonistin besteht auch nicht zufällig aus den Initialen der Autorin. Die unterschiedlichen Textsorten deuten immer nur an, sie sind Puzzleteile, die sich der Leser selbst zu einer Geschichte zusammenlegen muss. Dadurch bleibt er aber auch immer außen vor und eine gewisse Distanz zwischen ihm und dem Inhalt des Buches gewahrt, und an manchen Stellen hätte dem Buch ein bisschen mehr Tiefe gut getan. Dennoch: Leichte Unterhaltung für zwischendurch ist es definitiv nicht, sondern vielmehr eine sehr persönliche, aber auch sehr ungewöhnliche Auseinandersetzung mit dem Thema Liebe und Beziehungsverhalten.

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    • 2

    JDaizy

    11. November 2014 um 19:38
  • Man liebt es oder hasst es

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es, und mit diesem Gedanken schien Monica Sabolo zu spielen, als sie dieses kleine Buch erschuf. „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ ist anders als all die Bücher, die ich bisher gelesen habe und will sich nicht eindeutig zuordnen lassen. Ist es eine Liebesgeschichte? Ein Drama? Eine Bestandsaufnahme des Lebens? Vielleicht. Protagonistin MS hat sich in ihren Kollegen XX verguckt, doch anfängliche Versuche, eine tiefgehende Beziehung zu ihm aufzubauen, scheitern und schließlich wird er mit einer anderen gesehen, auf seiner roten Vespa.  Was hat MS falsch gemacht? Und warum hat das Scheitern ihrer Beziehung, die noch gar nicht richtig begonnen hatte, nichts mit XX zu tun? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen wälzt sich der Leser durch Wörterbucheinträge, E-Mails, Tagebuchnotizen, Skizzen, Tabellen und jede Menge Fotos, die Alltägliches ablichten und trotzdem mehr verraten, als es ausschweifende Erklärungen je könnten. Ein Hauch von Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ trifft auf Günter Eichs „Inventur“ und schafft ein kurzes, aber imposantes Werk, das von der Aussagekraft des vermeintlich Banalen, Alltäglichen lebt. Ich hatte etwas vollkommen anderes erwartet und wurde dennoch überwältigt von der einnehmenden Kraft dieses Buches. Ich glaube, man liebt es oder hasst es- mich jedenfalls hat es überzeugt.

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    • 2

    BrittaRoeder

    24. October 2014 um 20:59
  • optisch ungewöhnlich und toll, für mich in der Geschichte zu wirr.

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Buchraettin

    Also so schwer zu schreiben fiel mir noch keine Rezension zu einem Buch. Warum? Naja, einerseits würde ich diesem Buch vom Aufbau, der reinen Optik 5 Sterne geben. Da sind wie in einer Art Lebenssammlung, Tagebucheinträge, SMS Gespräche, MMS, Foto, Kindheitserinnerungen, private Briefe enthalten. Diese Gestaltung des Buches war wirklich originell und außergewöhnlich. Die eigentliche Geschichte von Monica. Das war so das Problem, ich hatte irgendwie keinen Zugang dazu gefunden. Das Buch unterteilt sich in 3 Abschnitte. Es beginnt mit einer Verliebtheit von Monica, dann liest man über Monicas Kindheit und im dritten Abschnitt eher wie das Leben von Monica sich entwickelt. Die Geschichte ähnelt einer Art Schnitzeljagd. Ich glaube, dieses Buch muss man mehrmals lesen um einen Zugang zu Monica zu gelangen, das ist mir leider bisher nicht ganz gelungen. Sehr gefallen hat mir diese absolut originelle Darstellungsweise des Buches. Ich hatte im Lauf des Buches auch ein Bild von Monica, aber ich glaube mir persönlich fehlte der Erzählstrang. Es war mir einfach zu konfus, zu abgehakt, zu wirr. Ich glaube, das muss man mögen, solch einen ungewöhnlichen Stil.

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    • 2
  • Eine ungewöhnliche Liebesinventur

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Mrs. Dalloway

    18. October 2014 um 20:42

    Monica hat Liebeskummer. Sie hat was mit ihrem Kollegen angefangen, was ja, wie jeder wissen sollte, ein absolutes No Go ist, und wurde dann von ihm verlassen. Doch auch lange Zeit später trauert sie ihm noch hinterher und versucht über ihn hinweg zu kommen und das Ganze zu verarbeiten. Und genau darum geht es in dem Buch. Mein Fazit: Das Gesamtkonzept des Buches gefällt mir sehr gut. Es hat einen stabilen Pappdeckel, so dass man es auch mal in der Handtasche mitnehmen kann, ohne dass es einen größeren Schaden davon trägt. Der eigentliche Text an sich ist recht kurz, so dass man schnell durch ist mit dem Buch. Das Besondere sind die vielen Bilder und Mails/Short Messages. Monica hat nämlich eine kleine Liebesinventur gemacht, wie der Titel dem aufmerksamen Leser schon verraten hat. In diesem Buch wird alles gesammelt was mit der kurzen Affäre zu tun hat. Wie gesagt gefällt mir das Konzept ganz gut, doch Monica bleibt blass und wird zu keinem Sympathieträger. Weder das, noch wird sie richtig unsympathisch - sie ist einfach zu unsichtbar. Ich hätte mir hier mehr Tiefe gewünscht, aber so kann ich mit der guten Frau leider nicht allzu viel anfangen. Dennoch gibt es von mir 4 von 5 Sternen. Wer mutig ist, traut sich auch an dieses Buch heran. Vielleicht gefällt es ja.

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  • Außergewöhnlich

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    sophieste

    18. October 2014 um 16:33

    Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Im ersten erfährt man etwas über die Vergangenheit von Monica. Im zweitem geht es um Monicas Kindheit und im Letztem eher um die Entwicklung ihres Lebens. Für das Aussehen und die kreative Gestaltung würde ich sofort 5 Sterne geben. Auch für die Idee mit den vielen SMS Gesprächen, den Fotos, den Kindheitserinnerungen und den Tagebucheinträgen. Leider kam ich nicht so richtig in die Geschichte rein. Ich habe leider nicht richtig mit Monica mitgefühlt. Man muss das Buch auf jeden Fall zwei mal oder sogar mehrmals lesen. Was aber nicht so schlimm ist, da es nur ca. 150 Seiten hat und wegen den vielen Bildern etc. wirklich schnell zu lesen ist. Ich denke, da das Buch so außergewöhnlich ist, ist es nicht für jeden etwas.

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  • Seelenstriptease

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    steffchen3010

    17. October 2014 um 18:40

    Monica hat einen neuen Kollegen. XX ist gutaussehend, erfolgreich und vorallem von der Sorte unverbindlich. Auf den ersten Blick erscheint er Monica als idealer Partner. Während sich die ersten Annäherungsversuche auf das Füßeln unter dem gemeinsamen Schreibtisch und gemeinsame ‘Freaks & Geeks’ TV-Abende beschränkt, sitzt sie bereits wenige Trips auf seiner feuerroten Vespa und einer spärlichen Anzahl heißer Nächte später vor einer gescheiterten Beziehung. Monica kann sich die unglückliche Entwicklung nicht erklären und will das Ende der XX-Ära nicht einfach so akzeptieren.  Mit Feuereifer geht sie dem unglücklichen Beziehungsverlauf auf den Grund. In zahlreichen Sms mit XX, bei Wahrsagern und im Austausch mit toten Schriftstellern sucht sie nach einer einleuchtenden Erklärung für das Beziehungsende. Auch etlige weinselige Abende später ist sie nicht klüger als zuvor, weshalb sie beginnt, in ihrer Kindheit und den frühen Beziehungsgeschichten ihrer Mutter nach einer Erklärung für ihr Scheitern zu suchen. Irgendwie muss sich die Sache ja erklären lassen. Zu Monicas Bedauern steht XX der ganzen Sache ziemlich entspannt gegenüber, schließlich ist er sich sicher: “das alles nichts mit mir zu tun”. Und einen neuen Sozius für die gemeinsamen Trips auf seiner knallroten Vespa hat er schließlich längst gefunden… „In der Fantasie sind die Dinge viel bezaubernder als in der Wirklichkeit.“ Zitat, Seite 106  Monica Sabolo offenbart uns in ihrem Buch ein kunterbuntes Sammelsurium von Erinnerungsstücken. Es sind Überbleibsel aus Liebesbeziehungen, Auszüge aus Tagebüchern, Zeilen aus Sms und Emails, Fotos, wilde Notizen und Erzählungen von Begegnungen aus dem Leben der Autorin selbst. Der Roman, der nicht ohne Grund den Zusatz ‘Liebesinventur’ trägt, begegnet dem Leser als ein sehr buntes, innovatives und experimentierfreudiges Werk. Die Autorin selbst bezeichnet es als eine Art Seelenstriptease. Allerdings bleiben die autobiographischen Zeilen der Autorin leider nur bedingt tiefgründig und sind einer wirklichen Offenbarung ihrer Seele noch weit entfernt. Durch die Abschnitte „Von der Blindheit“, „Die Vorgeschichte“ und „Vom Absturz“ ordnet die Autorin ihre Erinnerungsstücke bewusst bestimmten Episoden ihres Lebens zu und ermöglicht dem Leser so, die Entwicklung des Ganzen besser zu verstehen. Die anfängliche Fehleinschätzung von Monica hinsichtlich rosaroter Brille bzw. einer akuten Liebesblindheit, nahm ich im Verlauf der Geschichte zurück, weil mir eigentlich schnell klar wurde, dass ihr Verhalten nicht dem Verhalten einer normalen unglücklich Verliebten gleichzusetzen ist und viel mehr dahinter steckt als man anfangs vermutet. “Diesen ersten Teil widmen wir dem Wunder der Liebesblindheit. Wir werden sehen, wie diese Krankheit schonungslos über den Menschen hereinbricht, während er, arglos noch und selbstsicher, durchs Leben geht. Aus wissenschaftlicher Warte ist es wichtig, wenn nicht sogar ergreifend, die Vorboten der Katastrophe zu enthüllen, jene Fingerzeige, die aufleuchten wie mit flammenden Buchstaben verfasste Warnungen und die jeder Liebende in den Wind schlägt, während er unschuldig lächelt wie ein Kind, das an den Opferstein geführt wird.” Zitat, Seite 9 Die Geschichte zwischen Monica und XX scheint dabei nur ein kleiner Teil von Sabolos Erfahrungen zu sein. Die gescheiterte Beziehung zu ihrem Kollegen erscheint mir vielmehr als der nötige Anstoß zu der Verarbeitung viel größerer Probleme aus ihrer Vergangenheit, nämlich der Aufarbeitung ihres insgesamt unglücklichen Liebeslebens und ihrer Beziehung zu den Partnern ihrer Mutter. Die unglücklichen Erfahrungen, das ruhelose Wesen und der strauchelnde Lebensweg der Mutter hat offensichtlich so manche Wunde bei der Tochter hinterlassen und Monicas Persönlichkeit sehr geprägt. Auch wenn die Autorin sehr viel Einblick in ihr Privatleben gibt und den Leser an intimen Gedanken teilhaben lässt, bleibt die viel interessantere Offenbarung für den Leser im Verborgenen. Sabolo, die im Umgang mit Männern scheinbar nicht viel Positives erfahren konnte und zudem Opfer eines Missbrauch wurde, kratzt lediglich an der Oberfläche eines für sie sehr prägenden und schmerzhaften Erlebnisses. Der Leser kann lediglich erahnen, welchen Schaden dieses Erlebnis im Gefühlskarussel der Autorin hinterlassen hat. Wirklich greifbar wird es für den Leser leider nicht. Sabolo schlarwenzelt für meinen Geschmack viel zu sehr, wenn auch auf geschickte Art und Weise, um das tiefgründigere und interessantere Thema herum, indem sie ihre schlechten Erfahrungen mit Überspitzheit und Humor durch den Kakao zieht. Offensichtlich ist jedoch, dass das Schreiben dieses Buches für Sabolo eine Art Befreiungsakt war. Ein Vorgang, durch den die Autorin sich scheinbar ihre Trauer, Wut und Enttäuschung von der Seele schreiben konnte und diese Gefühle dem Leser während dem Leser auch nicht verborgen bleiben. “Wie eine Luftblase, die sachte, ganz sachte, vom Meeresgrund aufsteigt, brachen sich plötzlich Bilder einer lange verdrängten Routine Bahn. Mit einem Plopp so sanft und still wie der Tod erschien in der Dunkelheit vor ihren Augen auf einmal ein hell leuchtendes Aquarium, Fische glitten zwischen den Algen hin und her und die Hand von Yves S. unter ihr Nachthemd.” Zitat, Seite 132 Das Ende ist derart abrupt, dass es mich unbefriedigt zurücklässt, weshalb mir selbst die Illusion auf ein seeliges Ende genommen wurde.

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  • Eine durchweg außergewöhnliche Liebesinventur, auf die man sich einlassen können muss!

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    JDaizy

     „Monica dachte, diesmal sei alles perfekt: die Vespa-Fahrten durch das sommerliche Paris, die Abende beim Japaner, die gemeinsamen Barnächte und der erste Kuss in Cannes. Doch eines Tages sitzt eine andere hinter ihm auf dem Roller. Was hatte Monica bloß übersehen?“ Beim nächsten Mann wird alles anders. Dieses Mal ist es der Richtige. Da ist sich Monica sicher. Doch ihre anfängliche Euphorie wird schnell von der Realität ausgebremst. Warum empfindet er nicht genauso wie sie? Oder kommunizieren sie einfach aneinander vorbei? Obwohl schnell klar wird, dass es kein Happy End für beide geben kann, lässt Monica nicht locker. Sie macht sich auf die Suche nach dem Grund für sein Verhalten, für ihr Verhalten und für ihren (vielleicht bald) gescheiterten Beziehungsversuch. Wer denkt, dass er Monica im klassischen Romanstil bei ihrer Spurensuche begleiten kann, der irrt gewaltig. „Das hat alles nicht mit mir zu tun“ ist kein klassischer Taschenbuchroman. Die Autorin Monica Sabolo lässt uns bei ihrer autobiographischen Liebesinventur tief in ihr Innerstes blicken. Und ihre Spurensuche macht auch vor ihrem Email-Posteingang, ihrem SMS-Speicher und ihren Fotoalben nicht halt. In den drei Abschnitten: „Von der Blindheit“, „Die Vorgeschichte“ und „Vom Absturz“ hat man das Gefühl, man schaut Monica heimlich beim Schreiben ihres Tagebuchs (das ein oder andere Mal peinlich berührt) über die Schulter. Man findet Bilder, Zeichnungen, SMS-Verläufe, Briefe, Erinnerungsstücke, Fotos und Tabellen. Was man am Anfang noch belächelt und als „Liebesblindheit“ und „rosarote Brille“ abtut (denn Monica ist eine gestandene Frau, kein Teenager mehr), wird irgendwann zur traurigen Gewissheit. Auch hier hat die Vergangenheit ihre Finger im Spiel. Warum ticken wir so, wie wir ticken und warum können wir manchmal, obwohl vom Kopf her alles klar zu schein scheint, nicht heraus aus unserer Haut? „In der Fantasie sind die Dinge viel bezaubernder als in der Wirklichkeit.“ Auch von seinem äußeren Erscheinungsbild ist das Buch anders als seine „Brüder oder Schwestern“. Etwas kleiner als das Taschenbuchformat, mit einem festen, unverklebten Karton-Einband ist es schon optisch etwas ganz Besonderes. Die Seiten glatt, mit einer angenehmen Schriftgröße, in den Farben schwarz – weiß – orange, aufgelockert und ergänzt mit vielen Abbildungen, Artikeln, Zeichnungen und Fotos. Auch das Cover ist eher schlicht und passt perfekt zum unverklebten Einband, perfekt als Schutz für das liebevolle und detailverliebte Innenleben. Ich will nicht zuviel verraten. Aber mit „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ hat Monica Sabolo etwas ganz Besonderes geschaffen, was sicher die Gemüter spalten wird. Entweder man mag es oder man mag es nicht. Veränderungen verwirren die Menschen. Und genau DAS passiert hier: Was passiert, wenn man plötzlich statt eines klassischen Romans ein experimentelles (Tage-)Buch in den Händen hält, das aus der Rolle fällt?! Ein Buch, ohne eine in sich abgeschlossene Geschichte, bei der man alles selbst aus Bruchstücken und Puzzleteilen zusammensetzen muss. Eine Geschichte, für die man sich öffnen, bei der man zwischen den Zeilen lesen muss. Fazit: Ein außergewöhnliches, autobiographisches Buch über eine gescheiterte Liebe und der verzweifelten Spurensuche nach dem „WARUM“ … mit liebevollen Details und Erinnerungen, die man sich aber selbst zu einem Ganzen zusammenbasteln muss. Ob es gelingt? Versuchen sie es!  

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    • 3

    JDaizy

    17. October 2014 um 12:07
    wandablue schreibt Mit so einer schönen Rezension kriege ich es vllt sogar an die Frau! Vllt setzte ich einen link dazu? (Murmel).

    Mach das :).

  • Eine Beziehung - zerlegt in ihre Einzelteile

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    DieTina2012

    13. October 2014 um 11:20

    Monica Sabolo macht eine Liebesinventur. Die Beziehung mit dem Arbeitskollegen XX hat nicht funktioniert - woran kann es gelegen haben? Das Buch ist in drei Abschnitte unterteilt. Das erste beschäftigt sich mit der Liebesblindheit, das zweite mit Monicas Vorgeschichte und das dritte behandelt den "Absturz". "Das hat alles nichts mit mir zu tun" ist ein außergewöhnliches Buch. Es besteht nicht aus einer zusammenhängenden Geschichte, sondern aus vielen Bruchstücken, die man als Leser erst zusammen bringen muss. Es gibt Fotos, Briefe, SMS..., aus denen sich die Geschichte der Beziehung von MS und XX zusammensetzt. Nicht immer ist es leicht zu verstehen, viel steht zwischen den Zeilen. Mich hat das Buch berührt, denn MS hat es nicht leicht mit den Männern. Sie sieht nicht, was falsch läuft, daher macht sie diese Inventur. Auch ihre Vorgeschichte ist traurig und hat mich mitgenommen. Schon als Kind hat ihr das Selbstbewusstsein gefehlt, was sicherlich für eine gute Beziehung nötig wäre. Das Buch ist nichts für zwischendurch, keine leichte Kost. Jeder Witz hat auch etwas Trauriges. Für mich war es mehr ein Einblick in die Psyche von MS, ein Versuch, zu verstehen, was sie erlebt hat und was für ein Mensch sie geworden ist, als dass es eine Liebesgeschichte/ ein Ratgeber für Liebeskummer etc. wäre. Es hat mich zum Nachdenken angeregt über Beziehungen und Ehrlichkeit bzw. Spielchen gerade am Anfang einer Beziehung. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen!

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  • Eine außergewöhnliche Liebesinventur

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Larischen

    12. October 2014 um 18:52

    Monica verliebt sich Hals über Kopf in denen neuen Kollegen auf seiner roten Vespa. Doch die Liebe bleibt einseitig und sie wird am Ende bitter enttäuscht. In „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ arbeitet Monica Sabolo die Geschichte der kurzen (und einseitigen?) Liebe zwischen M.S. und XX auf. Sie greift dabei zurück auf viele kleine Bruchstücken wie Briefe, SMS oder Fotos. In drei Abschnitten wird dem Leser versucht diese Liebesinventur nahe zu bringen. Während sich der erste und letzte Abschnitt mit der aktuellen Liebesgeschichte befassen verweist der zweite Abschnitt dazu auf Monicas Kindheit. Es war interessant in den vielen kleinen Zeugnissen zu stöbern und zu versuchen, sich ein eigenes Bild von der Situation zu machen, doch kam man sich als Leser zeitweise wie ein überneugieriger Schnüffler vor, der zu tief in das Privatleben anderer Menschen eindringt. Leider war auch die Darstellung zu oberflächlich und wohl auch einseitig um sich ein Bild von der Situation zu machen und so blieben bei mir viele Fragen offen. Ich hatte zum Beispiel niemals das Gefühl, dass XX ihre Gefühle auch nur ansatzweise erwidert hat und M.S. sich einfach viel zu sehr in diese „Beziehung“ rein gesteigert hat. Einige Erinnerungsstücke fand ich sogar völlig überzogen und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass man sich unter solchen Umständen distanziert. Monica Sabolo hat in diesem teilweise autobiographischen Buch dem Leser einen sehr tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt geliefert. Leider kam bei mir die außergewöhnliche Mischung nicht wirklich an. Meine Bewertung liegt eher an dem Mut der Autorin, sich dem Leser in dieser Form zu öffnen, und der sehr besonderen und liebevollen Gestaltung des Buches.

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  • Einfach anders

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Rolchen

    12. October 2014 um 09:15

    Dieses Buch gehört nicht zu denen, bei denen man schon nach der ersten Seite ahnt, wie es ausgeht. Nicht einmal der Schreibstil ist so, wie man das erwartet. Im Gegenteil. Diese Buch ist anders, eine Zusammentragung von Erwignissen, Bruchstücken, Erinnerungen. Das macht es teilweise schwierig, der Geschichte zu folgen. Vieles muss man sich selbst zusammenreimen und zwischen den Zeilen lesen. Ich mag Bücher mit außergewöhnlichem Schreibstil, die einen überraschen, aber hier habe ich den roten Faden nicht gefunden. Zu durcheinander sind zwischendurch die Erinnerungen. Alles ist aufgelockert mit Fotos, die für mich jedoch nichts erklären. Man erfährt schon ein wenig von der traurigen Geschichte von Monica, die sich hir scheinbar selbst als MS bezeichnet, aber vieles wird nur angedeutet und man muss sich selbst seinen Teil denken. Ich für mich kann sagen, dass sie mir irgendwie leid tut, wie sie so auf der Suche nach Liebe durchs Leben zieht und sich verzweifelt an den Mann mit der roten Vespa klammert, mit dem sie in meinen Augen doch eigentlich gar keine richtige Beziehung hatte. Aber alles in allem hat mich das Buch leider nicht erreicht.

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  • Das Tagebuch

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    Cupcakes2

    11. October 2014 um 16:43

    Der Autorin Monica Sabolo ist es gelungen, ihre Geschichte in Form eines Tagebuches zu erzählen. Bereits das Cover ist aussergewöhnlich. Es besteht aus dickem Karton und wirkt edel mit einem weissen Hintergrund und der Schrift. Beim Lesen des Buchrückens war ich der Ansicht, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt. Monica verliebt sich in einen Arbeitskollegen. Wie schon in früheren Jahren ist sie erneut unglücklich verliebt. Immer wieder verliebt sie sich in die falschen Männern. Schnell erhält man einen Einblick in den Hintergrund des Buches und erkennt, dass es sich hier nicht um eine Liebesgeschichte handelt. Das Buch ist in drei Teile aufgebaut. Es gibt viele Seiten mit Fotos von Personen, Notizen und gesammelten Gegenständen. Es wird in Tageseinträgen von der Geburt bis zur Beerdigung ihres Stiefvaters erzählt. Ob das Buch zur Verarbeitung der Geschehnissen der Autorin geschrieben wurde? Diese Frage und weitere Fragen meinerseits bleiben stehen. Vieles erfährt man über das Leben von Monica und fühlt dabei mit ihr. Doch waren die Abschnitte zu kurz, um weitere Details zu erfahren. Einige Erzählungen waren tiefsinnig und trotzdem kam keine Spannung auf. Entsprechen die Schilderungen wirklich alle den Tatsachen? Das Buch ist mit Liebe in Form eines Tagebuches mit schönen Fotografien aufgebaut und gestaltet.

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  • Man muss zwischen den Zeilen lesen ...

    Das hat alles nichts mit mir zu tun

    wandablue

    Man muss zwischen den Zeilen lesen ... Von Zeit zu Zeit mag ich experimentelles Schreiben. Das Büchlein „Das hat alles nichts mit mir zu tun“ ist ein bisschen so, eine Mischung zwischen Experiment, Verarbeitung und Tagebuch. Ist es auch eine Mischung zwischen originell und gewöhnlich? Es ist schmal und gut verarbeitet, der Buchdeckel besteht aus dicker Pappe, die Seiten haben eine ungewöhnliche Dicke. Dadurch kommt der Eindruck einer Kladde zustande, die junge Menschen oft für ihre alltägliche Beschreibungen verwenden. Und höchst alltäglich ist, was in der Kladde zu finden ist: Erinnerungen vielfältiger Art, Strandfotos, Souvenirs, Souvenirs, interessant nur für denjenigen, dem sie etwas bedeuten. Die Story findet man höchstens zwischen den Zeilen, z.B. in dieser Eintragung, betitelt mit Ein Monat im Leben der M.S.: „Büro: 150 Stunden, Zeit mit XX (ausserhalb des Büros): 35 Stunden, Glückliche Zeit mit XX: 2 Stunden, Zähneputzen 2,5 Stunden, Tränen: 4 Stunden, Sex: 1,5 Stunden.“ Angenommen die beim Geschlechtsverkehr verbrachte Zeit wäre eine Zeit der glücklichen Stunden gewesen, wäre zusätzlich in diesem Monat eine halbe Stunde Glück „mit ihm“ drin gewesen. Das sagt wohl alles über die Beziehung aus, über die der Leser nicht sehr viel mehr zu wissen bekommt. Was ist an ihm so besonders, warum ist M.S. in ihn verliebt, warum, warum, warum, warum? In einem anderen Teil geht es zurück in die Kindheit. Es gab eine durchgeknallte Mutter und zwei ebenfalls durchgeknallte Väter, d.h. einen Erzeuger und einen in echt. Jeder der prägenden Personen ist auf seine Weise ausserhalb der Norm befindlich gewesen, also verrückt. Warum, warum, warum, warum ? Dennoch kann der gewillte Leser zwischen hastig versandten SMS-Nachrichten, einigen Emails und geklauten Fetischen, die Story einer Liebe erahnen, mehr aber auch nicht, und auf den Charakter der Protagonistin schliessen, Irrtum jederzeit möglich. Jemand, der peinliche Momente schriftlich festhält und sogar veröffentlicht, eine Klammernde, eine Verlassene, eine krampfhaft nach Liebe suchende? Der letzte Teil, der etwas Aufschluß liefern könnte, endet abrupt. Fazit: Autobiographisch oder peinlich? Experimentell oder originell? Ich fands zu rudimentär und deshalb hat es mich nicht so richtig überzeugt. Genau genommen hat es mich überhaupt nicht überzeugt, aber der Idee geschuldet und weil ich Experimente von Zeit zu Zeit mag, gibt es noch drei mehr geschenkte als verliehene Punkte. Kategorie: Literatur; Suhrkamp 2014

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