Monica Sabolo Die goldenen Tage

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Inhaltsangabe zu „Die goldenen Tage“ von Monica Sabolo

Crans-Montana in den 1960ern. Jahr für Jahr treffen sich in dem mondänen Urlaubsort drei betörende junge Frauen: Chris, Charlie und Claudia. Ein paar Jungen sind den sirenenhaften Erscheinungen hoffnungslos verfallen. Dazu verdammt, die »drei Cs« aus der Ferne – auf der Skipiste, am Pool, im Nachtclub – zu beobachten, bedeuten für die Jungen bereits die unscheinbarsten Gesten die Welt. Und dann gibt es da auch noch ihre unbezwingbaren Konkurrenten: »die Italiener«. Die Jahre verstreichen, es werden exzentrische Feste gefeiert, Ehen geschlossen, und noch immer streben Chris, Charlie, Claudia und ihre ehemaligen Verehrer nach dem vielleicht Unerreichbaren: Leichtigkeit, Liebe, Wahrhaftigkeit. Die goldenen Tage erzählt vom Aufstieg und Fall einer jeunesse dorée, von ihren unschuldigen ersten Verliebtheiten und späteren abgründigen Obsessionen. Eine atemberaubende Gratwanderung zwischen Unbeschwertheit, Glamour und Tragik – und eine Lektüre, die Sehnsüchte heraufbeschwört, die man längst für vergessen hielt.

Leicht verstörende Lektüre einer Jet-Set-Ferien-Region. Nach außen golden, nach innen tiefste Einsamkeit. Brutale 70er/80er-Jahre.

— Marapaya

Stimmungsvoll und atmosphärisch, Freude und Tragik im mondänen Crans-Montana

— literate_wanderlust

Dieses Buch konnte mich leider so garnicht überzeugen

— Ann-Mary

Oberflächliche Menschen, die mit Geld um sich werfen, so in etwa könnte man das Buch skizzieren. Dennoch ganz interessant zu lesen.

— fredhel

Stimmungsvoll, mit leisen Untertönen, kurzweilig und lesenswert.

— Orisha

Die Charaktere sind zu oberflächlich und die Story um die reichen Jugendlichen teilweise wirr und sehr Klischeebehaftet. Schade!

— Loooora

Die Geschichte ist gut zu lesen, aber die Protagonisten waren zu oberflächlich, daher nur 4 Sterne!

— Pagina86

Eine Mädchenclique, die von allen bewundert wird und deren Mitglieder nicht finden, was sie suchen.

— jenvo82

Der Flop des Jahres!

— Himmelfarb

Eine besondere Atmosphäre

— genihaku

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  • Goldene Einsamkeit

    Die goldenen Tage

    Marapaya

    12. March 2017 um 13:51

    Unbeschwert und leichtfüßig kommt das Buch daher – rein optisch gesehen. Und besonders viele Seiten hat es auch nicht. Verspricht also eine leichte Lektüre auf den ersten Blick. Doch die gut 200 Seiten von Monica Sabolo haben es in sich. Zwei Wochen liegt das Buch schon ausgelesen auf meinem Tisch und ich drücke mich vor dem Schreiben eines Leseeindrucks, weil ich mich immer noch recht verstört fühle von diesen jungen, reichen und so merkwürdig einsamen wie lebensmüden Menschen. Hauptschauplatz ist Crans-Montana, ein Skigebiet in der Schweiz, welches auch im Sommer beliebt ist bei den Reichen und Schönen. Italiener, Franzosen und Deutsche mit der nötigen dicken Brieftasche bevölkern zur Ferienzeit die Region und konsumieren nur die edelsten Gaben. Es ist die Zeit Ende der 60er, der Zweite Weltkrieg ist über 20 Jahre her und dennoch in den Familien als Leer- und Tabustelle zu spüren. Die heranwachsende Generation leidet unter dem Trauma ihrer Eltern ohne es so recht zu bemerken. Oberflächlich geht es den jungen Menschen bestens. Sie müssen sich um nichts Gedanken machen. Es ist Geld in Hülle und Fülle vorhanden. Sie gehen aus und amüsieren sich. Doch zu echten Kontakten und tiefgehender Kommunikation sind sowohl die hübschen, begehrten Mädchen sowie die coolen, verknallten Jungs nicht fähig. Sie lassen sich alle vom Schein und der eigenen Phantasie blenden und scheinen bis ins Erwachsenenleben auf der Suche nach etwas Bestimmten zu sein, ohne zu wissen wonach genau. Monica Sabolo bedient sich verschiedener Perspektiven in wechselnder Erzählform. Mal ist es ein Erzähler der aus Sicht der Jungen die Wirkung der drei „Cs“ beschreibt. Claudia, Chris und Charlie schienen plötzlich wie auf dem Nichts aufgetaucht, zu hübschen Mädchen erblüht und werden nun zum Gegenstand feuchter Jungsträume. Umgekehrt lässt sie die Mädchen einzeln erzählen, wie diese jeweils die Welt wahrnehmen. Und mittendrin Franco, der weder reich noch berühmt als Sohn des Lebensmittellieferanten dennoch Zugang zu allen Familien findet und sich einer seltsamen Beliebtheit erfreut. Die Siebziger Jahre vergehen, die Achtziger halten Einzug und verstreichen – es ist wie ein Streifzug nur durch die goldenen Tage eines jeden Jahres, die sich am Ende alle erschreckend gleichen und immer inhaltsleerer werden. Sabolo deutet nur an, was in den Familien tatsächlich vor sich geht. Die schillernde Außenwahrnehmung weicht einer Kälte, Gleichgültigkeit und sexuellen Rohheit, die mich verstört. Mädchen werden zu Opfern von Übergriffen junger Typen und lassen es mit sich geschehen, weil sie nicht recht wissen, was eigentlich vor sich geht. Sie stehen allein und ohne Worte, reduziert auf ihre reine Weiblichkeit und können sich auch untereinander nicht verständigen. Die Eltern sind mit dem eigenen Trauma beschäftigt, betäuben sich mit Macht und Reichtum, lenken sich ab mit Golf und Shopping. Ihre Kinder verkümmern, wachsen zu gefühlskalten Rich Kids heran, die den eigenen Nachwuchs nach dem Vorbild ihrer eigenen Kindheit erziehen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich den Roman als Blick in den Zerrspiegel der Klischees zu den armen Reichen lesen soll, oder als Trauma einer Generation, die heute unsere Eltern und Großeltern sind. Es ist so fern meiner eigenen Lebensrealität, dass ich mich immer nur wiederholen kann, wie sehr mich der Text in seiner Gesamtheit verstört. Es will mir nicht in den Kopf, dass diese Romanfiguren kein Gespür für sich selbst entwickeln konnten und hilflos eine Leere in ihrem Leben kompensieren, auf eine Art und Weise, die ihnen so nur aufgrund ihres Reichtums möglich ist. Diese Art von Leben wünsche ich niemanden.

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  • Ein atmosphärisches Portrait der mondänen Gesellschaft der 1960er-Jahre

    Die goldenen Tage

    literate_wanderlust

    27. January 2017 um 09:45

    Die goldenen Tage von Monica Sabolo Die 1960er-Jahre sind ein Jahrzehnt, das mich immer irgendwie magisch anzieht. Die Musik, die Mode, Kultserien wie „Mit Schirm, Charme und Melone“, Midcentury Design und Geschichten über die mondänen Partys des Jetsets – und genau darum geht es auch in Die goldenen Tage von Monica Sabolo. Als ich den Klappentext dieses Buches las, war es gleich um mich geschehen! Über die Autorin. Monica Sabolo wurde 1971 in Mailand geboren und lebt heute als Schriftstellerin und Journalistin in Paris. Ihr autobiographischer Roman Das hat alles nichts mit mir zu tun wurde mit dem Prix de Flore ausgezeichnet. Der Erfolg dieses Buches war Anlass, ihren Job als Chefredakteurin der Zeitschrift Grazia zu kündigen und sich ganz dem Schreiben von Drehbüchern zu widmen. Über das Buch. Das schweizerische Crans-Montana in den 1960er-Jahren. Jedes hält sommers wie winters der mondäne Jetset in dem Gebirgsort Einzug und mit ihm die drei Cs: Chris, Charlie und Claudia. Regelmäßig treffen sich die drei Freundinnen in Crans, man sieht sie im Nachtclub, auf der Piste, am Pool oder im Tennisclub – aus der Ferne werden die betörenden und unnahbaren jungen Frauen beneidet, begehrt und heimlich beobachtet. Das Buch begleitet die drei Cs auf ihrem Weg von Teenagern zu erwachsenen Frauen, durch Höhen und Tiefen, beim Siegen und beim Scheitern, und dabei stets auf der Suche nach Liebe, Leichtigkeit und einem erfüllten Leben. Wir lernen die drei Cs zunächst durch die Augen der „Jungs“ kennen, einer Gruppe Jugendlicher, die sich im Dunstkreis von Chris, Claudia und Charlie bewegen, ihnen aber nie näher kommen und sie daher aus der Ferne beobachten und bewundern. Wir erfahren, wie die drei Cs sich in Crans-Montana bewegen und im mondänen Trubel ihre tiefen Spuren hinterlassen, oft in Form von gebrochenen Herzen, nicht erwiderter Zuneigung und stiller Bewunderung. Auch erfahren wir, dass die drei Cs sich, sehr zum Leidwesen der „Jungs“, gerne in Begleitung der „Italiener“ zeigen. Im weiteren Verlauf des Buches wechselt die Erzählperspektive: Als Claudia, Charlie und Chris älter werden und schließlich zu nicht weniger betörenden Frauen heranwachsen, wird das Buch aus der persönlichen Perspektive der drei Cs erzählt. Und so wird deutlich, dass im Leben des Jeunesse Dorée, zwischen Geld, Champagner und extravaganten Partys nicht alles Gold ist, was glänzt und der güldene Schein oft trügt. Oft sind es eine Leere und ein ewiges, oft erfolgloses Suchen nach wahrer Erfüllung und echter Liebe, die in den Leben der drei Cs den Takt vorgibt. Ich habe Die goldenen Tage von Monica Sabolo in nicht einmal zwei Tagen gelesen. Kaum hatte ich das Buch aufgeschlagen, war ich auch schon in der Handlung gefangen. Monica Sabolo ist gelungen, ein unglaublich fesselndes und faszinierendes Portrait der mondänen Gesellschaft der 1960er-Jahre zu schaffen. Dabei werden die Charaktere auf den Pisten von Crans-Montana, im Tennisclub und auf extravaganten Partys so lebendig, dass man sich nur noch in seinen Eames Lounge Chair fallen lassen möchte, um nach einem Martini zu verlangen, während der Pfau im Garten seine Räder schlägt.

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  • man hätte mehr daraus machen können.

    Die goldenen Tage

    Loooora

    25. January 2017 um 23:17

    Endlich meine Rezension, besser spät als nie. Ich habe es auch ehrlich gesagt immer vor mir her geschoben, da ich nie genau wusste, wie ich diese Rezension anfangen und wie ich es in Worte fassen soll, wie das Buch für mich war. Inhaltlich geht es in dem Buch um gut betuchte Jugendliche in Crans-Montana, einem Ort in der Schweiz, in den 60er Jahren. Im Mittelpunkt stehen 3 Mädels, die die "3 C's" genannt werden und um eine Gruppe von jungen Männern, die von den Mädels hingerissen sind. Jeder von Ihnen hätte gerne was mit Ihnen, aber keiner von denen kommt so recht an die drei rein. Es wird im groben vom Alltag erzählt und was in dem Leben der "3 C's" passiert. Natürlich erleben sie schöne Momente, aber auch Trauer und Schmerz, bekommen Kinder, verschwinden, kommen zurück und als krönender Abschluss, stirbt auch eine von Ihnen. Die Geschichte um diese reichen Jugendlichen wird teilweise übertrieben dramatisch dargestellt.Für mich war es schwierig irgendwie einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen, weil sie alle einfach viel zu oberflächlich dargestellt wurden. Man konnte sich nicht richtig auf die Protagonisten einstellen und teilweise wurden dadurch auch Handlungen (z.B. als die Jungs einen Drohbrief an die Mädels verschickten) für mich einfach nur zu einem Lächerlichen Streich, wo ich mich gefragt habe, was das denn eigentlich soll. Und das zog sich immer so weiter. Es wurde zwar versucht, dass man mit Mitleid mit den Charakteren bekommt, leider ging es einfach nur nach hinten los und ich dachte mir immer "ja, ja.. die reichen jungen Leute haben schon ein schweres Leben" /ironie off. Außerdem fand ich die Story teilweise wirr. Einerseits ging es um die Jungen Herren, dann um den Jungen aus dem Supermarkt und und halt im die 3 C's. Manchmal hatte ich das Gefühl, als gäbe es, wie aber eigentlich dargestellt wurde, keine richtige Verbindung zwischen den Personen. Ich war am Ende mehr erleichtert, als ich es durch hatte, weil ich zunächst sehr enttäuscht war, als ich den vielversprechenden Klappentext gelesen habe. Man hätte so viel mehr auf der Story rausholen können, was leider nicht geglückt ist. Zum anderen war es sprachlich nicht ganz so mein Fall. Ich hab mir leider viel mehr versprochen.2 Sterne gibt es für die Idee der Story, für das schöne Cover und weil es einen Versuch wert war. Leider war letztendlich nicht mehr Ding. Schade! 

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  • Die goldenen Tage konnte ich leider nicht finden

    Die goldenen Tage

    Ann-Mary

    10. January 2017 um 21:09

    Im schweizerischen Crans-Montana, Skiort und Feriendomizil der Schönen und Reichen, treffen in den 1960er Jahren 3 Mädchen aufeinander und schließen Freundschaft. Chris, Charly und Claudia, kurz die 3 C`s, haben neben der Herkunft aus gutem Hause eines gemeinsam, jede einzelne von ihnen ist bildhübsch und gemeinsam verdrehen sie während ihrer Ferienaufenthalte so einigen jungen Männern den Kopf. Während die Männer Nachforschungen an- und den Mädchen nachstellen bleibt dies scheinbar von Claudia, Chris und Charly unbemerkt. Ihre Welt während der Ferien sind die Partys, der Alkohol und das Skifahren. Cover: Hübsches, wenn auch altertümliches Cover Schreibstil: Gewöhnungsbedürftig, nicht ganz einfach zu lesen Inhalt: Gleich zu Anfang möchte ich sagen dass dieses Buch ganz anders ist als das was ich erwartet hatte. Wer hier, wie ich annimmt hinter dem Titel verberge sich nette Unterhaltungsliteratur, wird leider enttäuscht. Die Geschichte startet aus der Sicht der Jungs, die reichen Sprösslinge haben von Anfang an ein Auge auf Claudia, Charly und Chris geworfen. Durch diese erfahren wir mehr über das Aussehen und die Familien die hinter ein jeder der dreien steckt. Hier blieben mir vor allem zwei Dinge im Gedächtnis, zum einen kam ich durch die Vielzahl unterschiedlicher Namen durcheinander, zum anderen konnte ich mir trotz Beschreibung kein rechtes Bild von den dreien machen. Sowohl die Personen an sich als auch deren Auftreten und Verhalten wirkten auf mich fremd und wenig verständlich. Als dann die Geschichte im weiterem Verlauf aus der Perspektive einer der C`s erzählt wurde hoffte ich darauf dass die Personen für mich greifbar und ihr Verhalten plausibel wurden, doch leider blieb dies aus. Durch die große Distanz die ich zu den Protagonisten hatte konnte ich dann zur Mitte und Ende des Buches hin auch keinen Anteil am Schicksal der Mädchen nehmen. Zwar kam die bedrückende Stimmung, die Unzufriedenheit die jede von Ihnen verspürte bei mir an, jedoch rief das bei mir keinerlei Gefühlsregung hervor. Für mich war dieses Buch eher eine Aneinanderreihung von Geschehnissen, die mal mehr, mal weniger dramatisch vor sich hin plätscherten. Alles in allem war dieses Buch leider so garnicht mein Fall, daher vergebe ich 2 von 5 Sternen.

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  • Atmosphärisch aber leider zu oberflächlich

    Die goldenen Tage

    HarIequin

    14. December 2016 um 12:54

    „Zu der Zeit in Crans-Montana war jeder von uns verliebt. In alle drei gleichzeitig oder erst in die eine und dann in die andere, oder auch nur in die eine“ Eine Gruppe Jungs und die unerreichbaren drei C’s – Claudia, Chris und Charlie. Was als jugendliche Schwärmerei in den 60ern beginnt, soll die Jungs noch 30 Jahre später beschäftigen. Aus verschiedenen Blickwinkeln zeigt Monica Sabolo diese Geschichte. Angefangen bei den Jungs (die ich nur als kollektiv wahrgenommen habe), die die drei Mädchen geradezu glorifizieren, zeigen die späteren Abschnitte und Perspektiven, das nichts so war, wie es ihnen vorkam. Es wird öfter zwischen verschiedenen Zeitebenen gesprungen und war so mit den verschiedenen Blickwinkeln für mich durchgehend interessant zu lesen. Nachdem ich eher negative Bewertungen zu dem Roman im Vorfeld gelesen habe, war ich umso positiver überrascht, wie sehr ich „Die goldenen Tage“ mochte. Die Sprache kam mir häufig schwülstig vor und obwohl ich sonst kein grosser Fan davon bin, konnte es mich hier überzeugen. Die nostalgische und verträumte Atmosphäre macht den Roman für mich definitiv aus, die Handlung und Charaktere bleiben leider im Verglich etwas zu flach. Ein paar zu viele Klischees und oberflächliche Beschreibungen – man hätte noch ein wenig mehr rausholen können. So bleibt der Roman zwar schnell zu lesen, aber auch kurzweilig. Was davon hängen bleibt, muss ich erst noch herausfinden. Trotzdem bin ich froh „Die goldenen Tage“ gelesen zu haben. Der Roman hat mich überraschend schnell in seinen Bann gezogen und trotz der kleinen Kritik, hat er mir sehr gut gefallen. Dem Kommentar von France Inter auf der Rückseite, dass der Roman an Sofia Coppolas Filme erinnere, kann ich übrigens nur zustimmen. Ich hatte die ganze Zeit „The Virgin Suicides“ im Kopf (sowohl als Film, als auch Eugenides Romanvorlage).

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  • Geld ist nicht alles im Leben

    Die goldenen Tage

    fredhel

    10. December 2016 um 12:22

    Dieser Roman "Die goldenen Tage" von Monica Sabolo beginnt in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Reichen und Schönen aus Italien und Frankreich verbringen im schweizerischen Crans-Montana ihre Familienurlaube, nicht ohne gehortetes Schwarzgeld in Geheimverstecken über die Grenze zu schmuggeln. Der Focus der Autorin richtet sich zunächst auf eine Gruppe männlicher Jugendlicher, die gleichermaßen kollektiv wie sprachlos schüchtern aus der Ferne die drei schönsten Mädchen (Claudia, Chris und Charlie)  anhimmeln. Heute würde man das Trio als It-Girls bezeichnen: Mädchen, deren Lebensziel im Schönsein und Partymachen besteht. Im weiteren Verlauf ändert sich mit den Zeitabschnitten auch jeweils die Erzählperspektive. So kommen zum Beispiel auch die jungen Frauen selbst zu Wort. Gemeinsam ist allen der unstillbare Lebenshunger, aber kein Geld der Welt kann die Verzweiflung stillen, die jede hinter ihrer schönen Fassade verbirgt. Am Ende des Buches denkt man nur: Welche Verschwendung an kostbarer Lebenszeit und auch an Geld! Alle gehen eigentlich daran zu Grunde, dass ihr Leben keinen Sinn hat. Der Roman beinhaltet wenig Handlung, er ist mehr ein Sittengemälde der Hautevolee in der zweiten Hälfte der 20. Jahrhunderts.Mir hat die Atmosphäre sehr gut gefallen, aber ich musste zwischendurch immer ein paar Tage Pause einlegen, weil es sonst doch etwas langweilig geworden wäre.

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  • Die goldenen Tage.

    Die goldenen Tage

    Wedma

    05. December 2016 um 16:30

    Die Goldenen Tage von Monica Sabolo ist eher ein literarisches Werk als ein reiner Unterhaltungsroman. „Atmosphärisch dicht“, wie es auf dem Buchrücken steht, kommt schon hin. Er lässt die Bilder der vergangenen Zeiten aus den 1960-gern bis in die 1990-ger im beliebten Urlaubsort samt seinen illustren Urlaubern und ihren mitunter fragwürdigen Beschäftigungen vorm inneren Auge ablaufen. Klappentext fasst den Roman wie folgt zusammen: „Crans-Montana in den 1960ern. Jahr für Jahr treffen sich in dem mondänen Urlaubsort drei betörende junge Frauen: Chris, Charlie und Claudia. Ein paar Jungen sind den sirenenhaften Erscheinungen hoffnungslos verfallen. Dazu verdammt, die »drei Cs« aus der Ferne – auf der Skipiste, am Pool, im Nachtclub – zu beobachten, bedeuten für die Jungen bereits die unscheinbarsten Gesten die Welt. Und dann gibt es da auch noch ihre unbezwingbaren Konkurrenten: »die Italiener«. Die Jahre verstreichen, es werden exzentrische Feste gefeiert, Ehen geschlossen, und noch immer streben Chris, Charlie, Claudia und ihre ehemaligen Verehrer nach dem vielleicht Unerreichbaren: Leichtigkeit, Liebe, Wahrhaftigkeit. Die goldenen Tage erzählt vom Aufstieg und Fall einer jeunesse dorée, von ihren unschuldigen ersten Verliebtheiten und späteren abgründigen Obsessionen. Eine atemberaubende Gratwanderung zwischen Unbeschwertheit, Glamour und Tragik…“ Besonders am Anfang musste ich oft an die Anfangsstrophen der berühmten Lensky Arie aus der Oper von P.I. Tschaikowsky Eugen Onegin (1878) denken. Lensky steht eines grauen Morgens kurz vorm Duell, blickt auf sein noch junges Leben eines verwöhnten Landadeligen zurück, ahnend, dass da nicht mehr viel kommen kann und singt:„Wohin, wohin, wohin seid ihr entschwunden, meines Frühlings die goldenen Tage.“  Der Versenroman Eugen Onegin wurde im Jahr 1833 veröffentlicht, falls sich jemand über den Ausdruck wundert. Um gerade diese goldenen Tage geht es in diesem Roman von M. Sabolo. Man ist jung, reich und schön, und beschäftigt sich in der ersten Linie damit, das Leben zu leben, was hier konkret heißt: Parties feiern, den drei Cs nachstellen, sie aus der Ferne bewundern, sich sexuellen Fantasien hingeben, in späteren Jahren Drogen besorgen und herausbekommen, wer von wem und wann entjungfert wurde, und von wem Claudia schwanger geworden ist. Diese rein körperlich Ebene ist den Figuren des Romans von zentraler Bedeutung, als ob das Leben nur aus reiner Physis besteht und sich nur auf dieser Ebene abspielt. Die schöne Fassade wird bis zum Ende aufrechterhalten. Was sich dahinter verbirgt, mal ist die Rede von aufgeregten Eltern, die ihr Geld und wertvolle Gemälde unauffällig zur Sicherheit über die Grenze in die Schweiz bringen; mal wird vom verdeckten Drogenhandel erzählt; auch sonst all das, was nicht in die Öffentlichkeit gehört, bleibt weitestgehend im Hintergrund, wie kleine Puzzlesteinchen, die Besonderheiten der damaligen Zeit, der Weltanschauung, die entsprechendes Verhalten fordern. Es wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt: Anfang sind es die Jungs, die Bewunderer der drei Cs, die mit ihren Eltern in Crans Montana urlauben, dann erzählt Charlotte, eine von drei Cs, wie sie diese Zeit erlebt hat, dann kommt Chris, die nächste von drei Cs, dann wieder die Jungs, aber schon etliche Jahre später, als sie ihre eigenen Familien hatten und trotzdem noch die drei Cs vergötterten, und Valentina, Claudias Tochter, die als 23-Jährige die ehem. Freundinnen ihrer vor Jahren verunglückten Mutter Claudia besuchen kommt. Diese unterschiedlichen Blickwinkel bereichern die Geschichte, lassen tiefer in die Figuren blicken und erfahren, dass diese von vielen bewunderte Freundschaft auch eher oberflächlicher Natur war, die Lebensunlust und Melancholie breiten sich mehr und mehr aus. Oft wirkten auf mich die unterschiedlichen Perspektiven aber recht irritierend, denn die Erzählung in dritter Person, bei allen Erzählern, schafft solch eine Distanz zu den Figuren, die eine Annährung fast unmöglich macht. Auch wurde gerne in der erzählten Zeit gesprungen, z.B. vom älteren Franco und seinem späteren Tod erzählt, wobei man woher noch weit in den Jahren davor war und nachher in einer anderen Perspektive wieder in viel früherer Zeit ansetzte. Die Sprache ist eher gewöhnungsbedürftig. Sie versucht, und es gelingt ihr manchmal, bildhaft, gar poetisch zu wirken. Es gibt paar nette fremde Gedichte auf Italienisch, deren deutsche Übersetzung hinten aufgeführt ist. Stellenweise ist der Ausdruck aber recht überdreht. Bei einigen Metaphern und Vergleichen musste ich ein Auge zudrücken und denken, besser, wenn ich sie dort nicht gesehen hätte. „Wir barsten wie ein Haufen flimmernder Atome in Stücke und zerfielen zu Staub, wie jene, deren Geist im Raum schwebte.“ S. 175. Fazit: Insg. blieb der Roman hinter den Erwartungen zurück. Den letzten Halbsatz des KTs: „ …eine Lektüre, die Sehnsüchte heraufbeschwört, die man längst für vergessen hielt.“, kann ich nicht nachvollziehen. Wer mal was ganz anderes lesen will, denn der Roman ist schon eigenartig und kaum mit einem anderen vergleichbar, kann hier zugreifen. Drei Sterne erscheinen mir hier angemessen.

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    • 3
  • Die heile Welt von Crans Montana

    Die goldenen Tage

    Orisha

    28. November 2016 um 22:57

    Ein Ort im französisch-italienischen Teil der Schweiz. Rückzugsort der Reichen und Schönen. Unter ihnen, die drei C's: Claudia, Charlotte 'Charlie' und Christine 'Chris'. Angehimmelt und bewundert, verfolgt man aus der sicheren Entfernung jede ihrer Bewegungen. Die Jungs sind verrückt nach Ihnen. Und die drei Mädchen? Sie kriegen selbiges nur am Rande mit, leben sie doch in ihrer ganz eigenen Welt. Sabolos Roman ist stimmungsvoll, 'atmosphärisch' heißt es auf der Rückseite des Buches. Und genau das ist es auch. Sabolo entführt uns in die 1960er Jahre: alles ist gut, der Krieg vorbei und (beinah) vergessen, man amüsiert sich und genießt das Leben. Alles könnte schön sein. Doch hinter der Fassade brodelt es. Denn die Parties nehmen kein Ende, man wird erwachsen, doch die Party muss weiter gehen, die Fassade aufrecht erhalten werden. Über verschiedenen Perspektiven: Christines, Charlottes, Valentinas (Claudias Tochter), Francos und die Jungs, stöbert Sabolo Claudias Leben nach. Folgt ihr - immer durch die Augen anderer - bis in die 1990er Jahre. Fassaden bröckeln, die Parties verebben, Skandale treten an den Tag. Und zu Tage tritt: eine Generation, die ihren Eltern nicht traut (denn was im Krieg war, fragt man nicht). Eine Generation, die verstockt ist, gefühlskarg, emotionslos - die nichts wagt und ihren Platz im Leben nicht findet. Fazit: Stimmungsvoll, mit leisen Untertönen, kurzweilig und lesenswert.

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  • Die goldenen Tag - nur 4 Sterne

    Die goldenen Tage

    Pagina86

    26. November 2016 um 15:17

    Der erste Satz Zu der Zeit in Crans-Montana war jeder von uns verliebt. Meine Meinung Ich habe den Roman bei einer Buchverlosung gewonnen. Leider konnte mich die Geschichte um die drei Cs nicht ganz überzeugen. Der Schreibstil ist anspruchsvoll und liest sich doch sehr gut. Monica Sabolo´s Roman ist eine Erzählung mit wenigen Dialoge. Die Jungs und die drei Cs kommen zu Wort und berichten aus ihren nicht immer unbeschwerten reichem und schönem Leben. Ihr Dasein im Urlaubsort Crans-Montana ist exzentrisch, melancholisch und die Partynächte sind lang. Die Lebensweise ist mehr ein Schein als Sein. Leider konnte ich die Jungs und drei jungen Damen (Chris, Claudia und Charlie)  nicht so gut kennenlernen. da sie zu oberflächlich und zu seltsam waren. Den Roman kann man lesen, aber er bleibt zu meinem Bedauern nicht lange im Kopf. Fazit anspruchsvoll, melancholisch, exzentrisch & tragisch

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    • 4
  • Keine goldene Jugend

    Die goldenen Tage

    jenvo82

    22. November 2016 um 10:41

    „Sie hatten ihre Geheimnisse voreinander, und so bildete sich eine Art Blase zwischen ihnen, die ein Serum voller Bitterkeit und Reue enthielt und bei all der Energie, die sie umgab, langsam aufzuplatzen drohte.“ Inhalt Crans-Montana in den unbeschwerten 60-iger Jahren, in denen alles möglich scheint und die Welt für die Jugend geradezu offensteht. Dort finden sich drei Mädchen zu einer Clique zusammen, die von sämtlichen jungen Männern aus der Ferne bewundert wird und zu einer verheißungsvollen Zukunft gehört. Jeder träumt sich an die Seite einer dieser Schönheiten und versucht auf eigene Art und Weise das andere Geschlecht zu beeindrucken. Doch Charlie, Chris und Claudia (kurz die drei C´s) zeigen keinerlei Interesse an ihren Verehrern. Ihre Jugend spielt sich zwischen mondänen Partys, wilden Exzessen und einer schier unüberbrückbaren inneren Einsamkeit ab. Wie ein Eisberg bleiben sie als Einheit bestehen, obwohl das Leben jeder Einzelnen längst in viele kleine Splitter zerbrochen ist. Meinung Dieser Roman aus der Feder der französischen Autorin Monica Sabolo, reiht sich so gar nicht in die typisch französische Leichtigkeit, den Charme und die hoffnungsfrohe Schreibweise vieler Landsleute ein. Hier findet man eher Melancholie gepaart mit Bitterkeit und einer fast depressiven Langzeitstimmung, die selbst die gewählte Ausdrucksweise nicht schmälern konnte. Während des Lesens habe ich mich gefragt, wie es zur Wahl des Buchtitels kam, denn der suggeriert das komplette Gegenteil vom Inhalt. Nach goldenem Glanz, erinnerungswürdigen Sehnsüchten und einer unbeschwerten Jugend sucht man bei den Mädchen aus Crans-Montana vergebens. Die Autorin wählt verschiedene Erzählperspektiven, die sowohl die Bewunderer zu Wort kommen lässt, als auch die Bewunderten. Seltsamerweise sorgt diese Vielfalt an Eindrücken hier nicht für das allgemeine Leserverständnis. Denn alle Charaktere, wie genau sie auch beschrieben werden, bleiben seltsam blass und agieren nicht nur oberflächlich, sondern mitunter absolut unbegreiflich. Wie kann es sein, dass keiner dieser jungen Leute im später Leben einen Lichtblick hat, wie kann eine von Begehren und sexuellen Verheißungen geprägte Jugend, derart im Sande verlaufen? Leider konnte ich keine dieser Fragen beantworten. Hin und wieder nimmt die Erzählung Tempo auf, nur um sich sogleich wieder an Banalitäten festzubeißen und so schockiert mich hier weder der Drogenmissbrauch, noch die Lieblosigkeit der Protagonisten, noch ein tragischer Unglücksfall, der alle Hoffnungen zerstört. Ganz besonders schade fand ich die erzeugte Melancholie, die hier viel zu früh in Verzweiflung und Lebensunlust umschlägt und jeglichen Hoffnungsschimmer begräbt. Kaum zu glauben, dass der Prozess des Erwachsenwerdens derart traurig und pessimistisch ausfällt und sowohl mit den familiären Hintergründen (fehlende Liebe des Elternhauses) als auch den Verheißungen der Zeit, keinen Fortschritt bringt. Fazit Ich vergebe 2,5 Lesesterne (aufgerundet 3) für einen zeitgenössischen Roman, der meine Erwartungen nur bedingt erfüllen konnte. Einer der wenigen Pluspunkte ist die Schilderung einer Jugendbewegung, die im Glanz von Geld, Ansehen, Schönheit und Bewunderung nichts findet, was ihr bleibt, weil all ihre Werte erschreckend vergänglich sind. So setzt die Autorin für mich den Akzent auf ein Umdenken, auf die Betonung der Innerlichkeit, die bleibt, selbst wenn der Glanz des Äußeren vergeht.  

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    • 7
  • Öde Jugend

    Die goldenen Tage

    Himmelfarb

    18. November 2016 um 13:28

    "'Die goldenen Tage' erzählt die Geschichte einer 'jeunesse doree' der 1960er Jahre: von drei betörenden jungen Frauen und ihrem Leben zwischen Glamour und Tragik. Und von einer Gruppe Männer, die diesen Ausnahmegeschöpfen hoffnungslos verfallen sind." Soweit, so gut. Klingt toll dieser Klappentext. Und ich habe mich wirklich auf dieses Buch gefreut! Aber nun bin ich erst einmal sprachlos... Wie ist es möglich, dass eine Autorin - Monica Sabolo - die einen höchst seriösen Eindruck macht, einen Roman schreibt, der erschreckend sexistisch, und in einer unerträglich schwülstigen Sprache abgefasst ist? Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt derartig lachhafte Metaphern in einem Roman gelesen, und wann ich mich durch dermaßen unerträgliche pubertäre Befindlichkeiten der allesamt gesichtslosen Protagonisten gekämpft habe. Ich mag Romane, in denen einer Epoche und deren Menschen gehuldigt wird, und ich erinnere mich mit großer Nostalgie der 1960er Jahre, in denen ich ein Kind war. Diese Zeit zeichnet sich rückblickend durch ihr revolutionäres Potential aus: Anti - Baby Pille, Studentenunruhen, die 68er Bewegung, der Vietnam Krieg und die Proteste dagegen, Rassenunruhen in den USA. In Monica Sabolos Roman ist von all diesen Ereignissen so gut wie nichts zu spüren. Es geht Seite um Seite nur um Brüste, sich regende Geschlechtsteile, glänzende Haare, knappe Shorts, Feiern, Rumlungern, Drogen konsumieren, Sex und verkorkste Familien. Und das alles vor dem Hintergrund der Welt reicher, gelangweilter Jugendlicher. Zudem taucht eine solche Schar eindimensionaler Charaktere, Jungen wie Mädchen, auf, daß ich gefühlt auf Seite 6 den Überblick, aber auch das Interesse an diesen Dauer - Pubertierenden verloren habe. Das Ärgste an diesem Buch aber ist die unerträglich manierierte, mit grauenvollen Metaphern vollgepackte Sprache. ( S. 50: "Sie bildeten eine vollkommene Einheit, federnd wie eine Gummiblase, und es bestand keine Hoffnung, in sie einzudringen." Oder, S. 69:" In dem Winter schneite es tagelang fast ununterbrochen, und Crans - Montana glich einer unheimlich wirkenden Insel aus Schlagsahne.") Über die Banalität mancher Sätze kann man nur den Kopf schütteln:" All die irrsinnigen Dinge, die geschahen. Mädchen verloren ihre Unschuld auf den Rückbänken von Autos und gingen danach im Morgengrauen zu Fuß nach Hause."( S. 106) Boah, ääh! Was für irrsinnige Vorkommnisse! Das alles liest sich fad und ist pure Zeitverschwendung. Ein Nichts an Geschichte in einer Sprache zum Abgewöhnen wird zu einem Roman aufgebläht. Damit ist Monica Sabolos "Die goldenen Tage" der Flop des Jahres für mich!

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    • 9
  • Unbeschwerte Jahre voller Leichtigkeit

    Die goldenen Tage

    Arietta

    16. November 2016 um 20:32

    mondänen Urlaubsort drei betörende junge Frauen: Chris, Charlie und Claudia. Ein paar Jungen sind den sirenenhaften Erscheinungen hoffnungslos verfallen. Dazu verdammt, die »drei Cs« aus der Ferne – auf der Skipiste, am Pool, im Nachtclub – zu beobachten, bedeuten für die Jungen bereits die unscheinbarsten Gesten die Welt. Und dann gibt es da auch noch ihre unbezwingbaren Konkurrenten: »die Italiener«. Die Jahre verstreichen, es werden exzentrische Feste gefeiert, Ehen geschlossen, und noch immer streben Chris, Charlie, Claudia und ihre ehemaligen Verehrer nach dem vielleicht Unerreichbaren: Leichtigkeit, Liebe, Wahrhaftigkeit. Die goldenen Tage erzählt vom Aufstieg und Fall einer jeunesse dorée, von ihren unschuldigen ersten Verliebtheiten und späteren abgründigen Obsessionen. Eine atemberaubende Gratwanderung zwischen Unbeschwertheit, Glamour und Tragik – und eine Lektüre, die Sehnsüchte heraufbeschwört, die man längst für vergessen hielt. Meine Meinung zum Inhalt und der Autorin: Sie hat den Roman in 5 Kapitel unterteilt. In die Jungs, Charlotte; Franco , Chris und Valentina, Claudias Tochter und äußerlichem Ebenbild. Sie Lässt sie dort jeden ihrer Protagonisten Persönlich zu Wort kommen und gibt ihnen Raum. Sie hat die 1960er Jahre sehr gut rüber gebracht, das Leben der Reichen und Schönen. Es erinnerte mich ein wenig an die Boheme, die auch dem Luxus und Lasterhaften frönten. Der Roman fand ich ganz gut, auch wenn er nicht ganz meinen Erwartungen und Vorstellungen Entsprach. Ich konnte mit den Figuren nicht warm werden, sie blieben für mich blass, die einzigste mit der ich warm werden konnte und die mir sympathisch war ist Valentina, Claudias Tochter. Der Dreh und Angelpunkt sind die der Cs. Claudia, Chris und Charlie, sie sind jung reich, schön und haben etwas sirenenhaftes an sich. Sie sind wie die Jungs , Patric, Eduard, Franco und Max , die die drei umschwärmen von einer Unrast getrieben. Ihre Gefühle sind zerrissen. Man konnte die Clique während der Jugend in den 60er Jahre begleiten, bis zum Erwachsen werden , Heirat und Alter. Erlebte mit ihnen die unbeschwerten Sommer am Strand die Leichtigkeit und Übermut, den Winter im Schnee in ihren Chalets. Ihre Partys, die Eifersucht der Jungs auf die Italienischen Männer, die das trio umschwärmen wie die Motten das Licht. Die Mütter der Mädchen, sind hochnäsig, arrogant, kalt, exzentrisch sie blicken von oben herab, auf die, die ihnen nicht ebenbürtig sind. Schön fand ich die Einblicke in die Seelen der Personen und den Blick hinter ihre wahren Masken. Schnell stellte man fest, ein jeder hatte sein Päckchen zu tragen, den nicht alles was Gold ist gänzt. Gut gefiel mir der Satz auf Seite 153, der sehr aussagekräftig für das Buch ist: Dabei hatten sie grandiose Jahre gehabt, Jahre in denen Männer Nebensache waren und Vergangenheit, von etwas anderem verschleiert wurde, von etwas großem schönen, Leuchtendem.

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  • Buchverlosung zu "Die goldenen Tage" von Monica Sabolo

    Die goldenen Tage

    Suhrkamp Verlag

    Achtung! Die Lektüre dieses Romans könnte Sehnsüchte wecken, die Du längst vergessen hast! Du hörst eh nicht auf solche Warnhinweise? Sehr gut. Dann gewinne in dieser Buchverlosung Monica Sabolos neuen Roman Die goldenen Tage.Worum geht’s? Im Schweizer Ferienort Crans-Montana treffen sich in den 1960ern Jahr für Jahr die »drei Cs« – Chris, Charlie und Claudia. Die drei betörenden jungen Damen haben bereits einigen Herren den Kopf verdreht und während die Jahre verstreichen und mit ihnen die Feste und Ehen, streben sie alle noch immer nach Leichtigkeit, Liebe und Wahrhaftigkeit.»Sie lächelten uns zu und zermalmten so unsere Herzen.«Die goldenen Tage erzählt vom Aufstieg und Fall einer jeunesse dorée – einer goldenen Jugend –, ihren unschuldigen ersten Verliebtheiten und späteren abgründigen Obsessionen. Euch erwartet eine atemberaubende Gratwanderung zwischen Unbeschwertheit, Glamour und Tragik.Neugierig? Hier geht’s zur Leseprobe »Wenn Ihr Lust habt, in die Welt von Crans-Montana und in die Leben der drei Cs einzutauchen, bewerbt Euch bis zum 02.11. über den »Jetzt bewerben«-Button und beantwortet uns folgende Frage:Was ist der liebste Urlaubsort Deiner Jugend?Monica Sabolo, geboren 1971 in Mailand, ist Journalistin und Schriftstellerin. Ihr erster Roman Le Roman de Lili erschien 2000. Ihr zweiter Roman Jungle wurde aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt. Alles wird gut kam 2007 heraus. Für ihren aktuellen Liebesroman Das hat alles nichts mit mir zu tun erhielt sie 2013 den Prix de Flore.

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    Wedma

    11. November 2016 um 13:20
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