Monika Bethscheider Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung

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Inhaltsangabe zu „Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung“ von Monika Bethscheider

Die Debatte um den Kompetenzbegriff und dessen Bedeutung für Forschung und Praxis der Berufsbildung hat in den letzten Jahren eine starke Aufmerksamkeit erfahren. Kompetenzforschung soll Handlungsmöglichkeiten eröffnen, um vielfältigen Anforderungen im Bildungsbereich angemessen zu begegnen, die internationale Vergleichbarkeit beruflicher Qualifikationen sicherzustellen und auch informell erworbene Fähigkeiten und Kenntnisse zu erfassen. Dieser Sammelband gibt einen Überblick über verschiedene Facetten der Diskussion im Bereich der Kompetenzforschung allgemein sowie über aktuelle Arbeiten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Er spiegelt so die große Bandbreite an theoretischen Konzepten und Anwendungssituationen von Konzepten wider.

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  • Rezension zu "Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung" von Monika Bethscheider

    Kompetenzorientierung in der beruflichen Bildung
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    04. July 2011 um 14:07

    Aktueller Diskussionsstand zum Kompetenz Begriff innerhalb der beruflichen Bildung Ständig stattfindende Veränderungen in der Arbeitswelt, die Informationsdichte des modernen Arbeitslebens und die Auflösung stabiler Berufsverläufe führen vor allem zu einer Realität ständig erforderter, neuer Kompetenzerwerbung und, korrespondierenden hierzu, in der beruflichen Bildung zu einer ständigen Verfeinerung des Kompetenzbegriffes. Im Zuge dessen erfolgt ein breit zu beobachtender „Aufschwung des Kompetenzbegriffes“. Eine aktuelle und kritische Auseinandersetzug mit dem Kompetenzbegriff und seiner gegenwärtigen Rezeption bieten die Beiträge dieses Sammelbands. Unter anderem setzt sich Matthias Vonken kritisch mit der Übertragung des theoretischen Hintergrundes einiger Kompetenzverständnisse auseinander, ebenso erläutert er grundlegende Schwierigkeiten mit der einfachen Übertragung des Kompetenzkonzeptes nach Chomsky auf das Handeln. Im weiteren Verlauf wird eines der Kernprobleme der Arbeit mit dem Begriff deutlich. Verschiedene Bedeutungen der Begrifflichkeit stehen unscharf getrennt nebeneinander. So kann „Kompetenz“ als „Summe grundlegender Fähigkeiten“ betrachtet werden, aber auch als „individuelle Ressource“. Schon die Einstiege in das Thema machen also deutlich, das eine Schärfung des Begriffes und eine saubere Trennung der Anwendungsfelder notwendig ist, um für das Handeln der Bildung zu in sich schlüssigen Schlussfolgerungen zu gelangen. Eine Überführung in das Handeln, welches Wolfgang Wittwer im Buch zum Thema wählt. Im Blick auf den Erwerb von „Veränderungskompetenz“ wird hier zum einen ein innovatives Lehr-/Lernkonzept näher beleuchtet und der Kompetenzbegriff in Richtung einer grundlegenden Fähigkeit zur Veränderung erweitert. Insgesamt bildet das Buch auf verschiedenen Feldern die Entwicklung des Kompetenzbegriffes ab. Die Bedeutungszunahme wird dargestellt, die internationalen Entwicklungen beleuchtet, Lehr-/Lernkonzepte untersucht. Die Ergebnisse fließen ein im abschließenden Beitrag zum Kompetenzverständnis und zu Kompetenzmodellen in der beruflichen Bildung. Zentrale Aufgabenstellung zur Weiterentwicklung der Ordnungsmittel ist es hier, den Kompetenzbezug curriculär in die Aus- und Fortbildungsordnungen zu integrieren. Einige Modelle werden dabei vorgestellt und auf die Möglichkeit zur Abbildung in Ausbildungsordnungen hin überprüft. Das Buch bildet eine durchaus exemplarische Darstellung der aktuellen Diskussion und hat vor allem dort seine Stärken, wo auf Widersprüche und Unschärfen des Begriffsgebrauches hingewiesen wird. Alles in allem ein wichtiger Beitrag zu einem wichtigen Thema der Zukunft der beruflichen Bildung. Aufgrund der hohen Komplexität, die sich auch in der sprachlichen Form niederschlägt und des fokussierten Themas ist das Buch sicherlich in erster Linie für wissenschaftliche Zwecke geeignet und dient der Förderung der weiteren Diskussion in der Forschung.

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