Monika Bittl Die Expedition

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Inhaltsangabe zu „Die Expedition“ von Monika Bittl

München 1903. Ludmilla Walter, Ehefrau eines angesehenen Geschäfsmannes, wagt sich aus einer Laune heraus in eine Schwabinger Künstlerkneipe. Dort berichtet sie nach einigen Gläsern Likör einer jungen Frau von einem vollkommen verrückten Traum: einer Alpenüberquerung, im Winter. Henny, die junge Frau, ist begeistert von der Idee und überredet schließlich neben Ludmilla noch drei weitere Frauen zu einer Unternehmung, deren Tragweite keine der fünf wirklich einschätzen kann. "Das Buch ist Geschichte hautnah und unglaublich gut erzählt. Anrührend und aufrüttelnd." WDR4

Tolle Geschichte, farbig und packend erzählt. ich kann es nur jedem empfehlen!

— AutorinMonaFrick

5 Frauen brechen 1903 zu einem riesigen Abenteuer auf- sie versuchen die Alpen im Winter nur mit Hunden + Schlitten zu überqueren..TOPP !!!

— orchidee25

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  • spannend und unterhaltsam

    Die Expedition

    AutorinMonaFrick

    01. March 2016 um 21:31

    spannend und unterhaltsam erzählt die Autorin von einer ungewöhnlichen Expedition zu einer Zeit, in der Frauen nur gewisse Rollen im Haushalt und in der Familie zugestanden wurden. Jede der Frauen hat ihren ganz eigenen Stil. Sei es das forsche, aber ungebildete Hausmädchen Rosa, sei es die intelligente aber geistig gefährdete Gräfin Adele, die freche Henny, oder Emily, der englische Engel und dann noch die Unternehmergattin. Tolle Geschichte, farbig und packend erzählt. ich kann es nur jedem empfehlen!

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  • Rezension zu "Die Expedition" von Monika Bittl

    Die Expedition

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. May 2012 um 16:20

    Eigentlich steht die Expedition als solche eher im Hintergrund des Romans und beginnt auch erst in der zweiten Hälfte des Buches. Hauptsächlich geht es um die fünf Frauen, die sich zufällig finden und doch unterschiedlicher nicht sein können. Da ist Ludmilla, die biedere, dickliche und Likörsüchtige Bürgersgattin, die die eigentliche Idee hatte. Henny, die freche, emanzipierte junge Künstlerin und Mutter einer unehelichen Tochter, sowie die adlige Adele in großen seelischen Nöten und die englische Ärztin Emily, die auf der Flucht vor der englischen Justiz ist. Und zu guter Letzt noch Rosa, Ludmillas bodenständiges Hausmädchen, die einzige mit Bergerfahrung. Jede von ihnen hat ihre Träume, Probleme und Ängste, deren Lösung sie in dieser Expedition zu finden sucht. Jede von ihnen kommt abwechselnd in ihrer eigenen, typischen Sprache zu Wort. Oft wird die gleiche Begenbenheit in unterschiedlicher Weise wiedergegeben, so dass man sich gut in alle Fünf hineinversetzen kann. Ein tolles Buch und ein kleines Stück Geschichte der Emanzipation!

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  • Rezension zu "Die Expedition" von Monika Bittl

    Die Expedition

    RNovak

    21. January 2011 um 10:52

    Grandios!
    Tolle und ganz besondere Herangehensweise durch die ständigen Perspektivenwechsel. Die Geschichte wird immer aus der Sicht der fünf Hauptcharaktere erzählt. Das wird aber nicht langweilig, sondern sehr spannend und abwechslungsreich geschafft. Die damalige Zeit und vor allem das damalige München wird sehr authentisch dargestellt. Rundum gelungen!

  • Rezension zu "Die Expedition" von Monika Bittl

    Die Expedition

    Gospelsinger

    13. November 2010 um 14:46

    München im Jahr 1903. Nicht gerade eine Zeit, in der Frauen sich selbst verwirklichen konnten. Sport treiben? Unweiblich. Studieren? Unnatürlich. Mit einer Freundin ausgehen? Unanständig. „Gesellschaftliche Konventionen verbannten die Frauen gehobener Schichten ins Haus und bestraften Ausbruchsversuche mit noch schlimmeren Inhaftierungen. Selbstmordversuche, hysterische Anfälle oder Wahnvorstellungen führten direkt ins Irrenhaus; handfestere Rebellion (…) mündeten im Kerker.“ Oft endeten die Frustrationen in der Alkoholsucht oder im „Sanatorium“. Der Widerstand gegen die Einengung und Bevormundung von Frauen ist Thema dieses Buches, das auf einer wahren Begebenheit beruht. Fünf Frauen finden sich zusammen und wagen das Ungeheuerliche: Eine Winterüberquerung der Alpen, die bisher noch nicht geschafft wurde. Sehr unterschiedlich sind diese Frauen: Ludmilla ist eine bürgerliche Ehefrau und Mutter. Ihr Mann hat sie aus dem Geschäft ihres Vaters gedrängt, das sie mit in die Ehe gebracht hat, und behandelt sie wie ein Kind. Jeden Morgen muss sie sich seine selbstverliebten Monologe anhören. Ludmilla sucht Trost im Alkohol, aber natürlich vergeblich. Ihr Hausmädchen Rosa ist die einzige der Gruppe, die sich in den Bergen auskennt. Sie kann sogar Lawinen erahnen. Rosa ist gläubig, hat aber eine sehr eigenwillige und pragmatische Auslegung der Bibel. Die Gräfin Adele ist Wissenschaftlerin und hat es als erste Frau geschafft, in München zu studieren. Sie führt mit ihrem Mann Georg eine freundschaftliche Scheinehe. Aber der Druck, als erste Frau in Deutschland zu promovieren, ist zu viel für sie und macht sie psychisch krank. Henny ist Künstlerin, allein erziehend, völlig unangepasst und ständig in Geldnöten. Schon ihre Frisur, ein Bubikopf, wird als skandalös empfunden. Und sie trägt sogar Hosen! Henny ist eine begnadete Fotografin, setzt ganz auf das neue Medium Film und filmt die Expedition. Die englische Ärztin Emily ist nach Deutschland geflüchtet. Im Gegensatz zu den anderen Frauen hat sei keine kleinen Geheimnisse, sondern trägt ein sehr großes mit sich herum. Ihr Widerstand gegen die schlechte Behandlung von Frauen ist am radikalsten. Fünf Frauen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten, mit unterschiedlichen Strategien, den gesellschaftlichen Konventionen zu begegnen, mit unterschiedlichen Motiven für die Teilnahme an der Expedition – kann das gutgehen? Werden sie in der Lage sein, gemeinsam eine extreme Situation zu meistern? Monika Bittl schildert die Ereignisse wechselnd aus der Sicht der Frauen. Jede einzelne bekommt dabei eine eigene Stimme. Die Charaktere sind so plastisch und lebendig beschrieben, dass ich mich trotz aller Unterschiede in jede einzelne dieser Frauen hineinversetzen konnte. Durch den ständigen Perspektivwechsel wird der Roman sehr lebendig. Besonders Rosa mit ihrer Tendenz, ständig vom Thema abzuschweifen und über alles Mögliche zu plappern, und mit ihrer von einem gesunden Menschenverstand gespeisten tiefen Einsicht in die gesellschaftlichen Verhältnisse, sorgt für ein echtes Lesevergnügen. Monika Bittl ist ein gut lesbarer und unterhaltsamer Roman gelungen, aus dem man auf angenehme Art mehr über die Geschlechterverhältnisse in einer gar nicht so fernen Zeit erfährt. Man sollte der Familienministerin ein Exemplar dieses Buches zukommen lassen. Vielleicht wird ihr daraus ersichtlich, wie sehr gerade sie vom Feminismus profitiert, dem sie so ablehnend gegenüber steht.

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  • Rezension zu "Die Expedition" von Monika Bittl

    Die Expedition

    Ani

    07. November 2010 um 10:00

    München, 1903 Die Welt ist im Umbruch begriffen und wandelt sich in dieser Zeit rasend schnell. Doch die Welt der Frauen betrifft das aus Männersicht nur selten. Das Wahlrecht für Frauen gibt es noch nicht und an Universitäten sind sie noch belächelte Ausnahmefälle. Haushaltsführung und Kindererziehung sind die Bereiche, die die Männer ihnen gerne zugestehen. Die Gleichberechtigung ist noch in weiter Ferne. Eine winterliche Alpenüberquerung mit Schlittenhunden, die alleine von Frauen durchgeführt wird, ist deshalb ein aufsehenerregendes Ereignis, welches von den Herren der Schöpfung jedoch belächelt und von vornherein zum Scheitern verurteilt wird. Fünf Frauen wollen sich dennoch in der Männerwelt behaupten und aus ganz unterschiedlichen Gründen ihren Traum verwirklichen. Ludmilla stammt aus gutbürgerlichem Hause und braucht sich um Geld nicht zu sorgen. Sie ist verheiratet, doch in ihrer Ehe nicht mehr glücklich. Obwohl das Geld aus Ludmillas Familie stammt, trifft ihr Ehemann alle Entscheidungen und verhält sich Ludmilla gegenüber selbstgerecht und hält ihr oft endlose Vorträge. Um diesem tristen Alltag zu entfliehen, gönnt sie sich nachts heimlich am Küchentisch das ein oder andere Glas Likör und ertränkt ihren Frust im Alkohol. Rosa ist in den Bergen aufgewachsen und kennt sich dort gut aus. Sie redet gerne und viel, hat jedoch das Herz auf dem rechten Fleck. Rosa arbeitet als Hausmädchen bei Ludmilla und tut alles für ihre gnädige Frau. Oft lässt sie am nächsten Morgen die verräterischen Spuren des nächtlichen Alkoholkonsums verschwinden, ohne dass die gnädige Frau oder deren gestrenger Ehegatte dies je bemerken. Die adelige Adele führt eine Scheinehe. Sie ist nicht nur die erste Frau an der Universität, sondern ihr Ehemann unterstützt sie dabei, auch noch ihren Doktor zu machen. Adele ist auf der einen Seite hochintelligent, doch auf der anderen nur einen Schritt vom Wahnsinn entfernt. Henny ist alleinerziehend. Sie ist Künstlerin und lebt von der Hand in den Mund. Sie trägt einen Bubikopf und ist auch sonst sehr modern eingestellt. Die fünfte im Bunde ist die Ärztin Emily. Sie ist auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit und will sich mit der Expedition noch einen Aufschub gönnen. Aus einer Alkohollaune heraus erzählt Ludmilla in einer Münchner Kneipe von ihrem Traum, eine winterliche Alpenüberquerung mit Schlittenhunden zu wagen und bringt damit den Stein ins Rollen. Obwohl die fünf Frauen sich nur flüchtig kennen und eigentlich nichts voneinander wissen, planen sie schließlich die abenteuerliche Expedition. Sie ahnen nicht, auf was sie sich da einlassen. Da jede der fünf Frauen ein Geheimnis mit auf die Reise nimmt, müssen sie sich nicht nur den eisigen Naturgewalten stellen. Meine Meinung Bereits im Vorwort erfährt man, dass dieser Roman auf einer wahren Begebenheit beruht. Die Handlung setzt einige Monate vor dem Start der Expedition ein und schildert die Hintergründe der unterschiedlichen Teilnehmerinnen. Aus den jeweiligen Perspektiven der Frauen betrachtet man die Entstehung der Idee, ihre Beweggründe zur Teilnahme, die Vorbereitungen und die Durchführung der abenteuerlichen Expedition. Der Roman ist in Kapitel unterteilt, die mit dem Jahr und dem Monat des Handlungsabschnitts überschrieben sind. Der Vorname der entsprechende Teilnehmerin gibt an, aus welcher Perspektive die Ereignisse gerade erzählt werden. Die einzelnen Charaktere könnten kaum unterschiedlicher sein. Sie alle werden jedoch detailliert und lebendig beschrieben. Man bekommt so einen genauen Eindruck von den Standesunterschieden in der Bevölkerung. Durch die Betrachtung aus den jeweiligen Perspektiven stellt man nicht nur fest, was die Frauen denken und erleben, sondern auch wie sie selbst, und ihre Handlungen, auf die anderen Teilnehmerinnen wirken. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam - sie sind schlicht und ergreifend nur "Weiber" und haben damit in der Männerwelt nicht viel zu melden. Selbst Bildungsgrad und Herkunft spielen bei dieser Einschätzung keine Rolle. Besonders lebendig wirken die Kapitel aus der Sicht von Rosa. Sie werden in der Ich-Perspektive erzählt. Sie plappert was ihr gerade in den Sinn kommt und schweift dabei nicht selten vom Thema ab. Diese Schwäche gibt sie in der Erzählung allerdings auch ungeniert zu. Doch auch die anderen Frauen und ihre unterschiedlichen Schicksale wirken glaubhaft und authentisch. Der Schreibstil, oder eher die Erzählweise der einzelnen Kapitel, passt sich der entsprechenden Protagonistin an. Rosas Dialekt, Hennys provokative oder Adeles vornehme Ausdrucksweise füllen die Handlung genauso mit Leben, wie der eher nüchterne Erzählstil der Ärztin Emily oder der, der gutbürgerlichen Ludmilla. Man fühlt einfach mit den Teilnehmerinnen und kann sich in sie hineinversetzen. Obwohl man zunächst einiges von den Teilnehmerinnen und den Vorbereitungen der Expedition erfährt, wirkt die Erzählung durchgehend interessant und keineswegs langatmig. Sobald die Expedition startet, nimmt die Handlung deutlich an Fahrt auf. Die Ereignisse spitzen sich während der abenteuerlichen Reise zu. Eine deutlich intensivere Erzählweise vermittelt die Eindrücke und Gefühle der Frauen. Es gelingt Monika Bittl nicht nur die Stimmung innerhalb des Teams weiterzugeben, sondern auch noch die Landschaften und die unterschiedlichen Wetter- und Streckenbedingungen einzufangen. Mein Fazit Buchtitel und Cover hätten mich in der Buchhandlung wahrscheinlich nicht dazu bewogen das Buch spontan in die Hand zu nehmen, da Expeditionen abseits meiner bevorzugten Leserichtung liegen. Selbst die Lektüre der Inhaltsbeschreibung konnte mich noch nicht überzeugen. Aufgrund der kurzen Zusammenfassung erwartete ich eine belanglose Expeditionsgeschichte. Die Erzählung der winterlichen Alpenüberquerung hat mich allerdings positiv überrascht und durch eine durchgehend interessante Handlung und lebendige Charaktere in ihren Bann gezogen. Ich vergebe vier von fünf Bewertungssternen und empfehle das Buch gerne weiter.

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  • Rezension zu "Die Expedition" von Monika Bittl

    Die Expedition

    serendipity3012

    31. October 2010 um 10:10

    Aufbruch und Ausbruch München 1903. Fünf sehr unterschiedliche Frauen sind auf verschiedene Art und Weise mit ihrem Leben unzufrieden. Sie kennen sich zunächst nur flüchtig, dennoch planen sie, zu einer winterlichen Expedition über die Alpen aufzubrechen, um ihren ungeliebten Leben zu entkommen. Niemand hat eine solche Expedition je gewagt, Frauen schon gar nicht und so trifft ihre Absicht auf Unverständnis und Spott. Da ist die bürgerliche Hausfrau Ludmilla, verheiratet und Mutter von zwei Töchtern. Dem langweiligen Leben und den öden Vorträgen ihres Gatten entflieht sie durch das nächtliche Trinken von Likör. Freilich ist sie sicher, den Alkoholkonsum im Griff zu haben, aber stimmt das wirklich? Ihre Magd Rosa ist oft diejenige, die den von Ludmilla hinterlassenen Likör früh am Morgen wieder versteckt, damit der Hausherr die Flasche nicht findet. Rosa ist gläubig und verpasst keinen wichtigen Gottesdienst – interpretiert ihr Leben betreffende Bibelstellen aber pragmatisch und zu ihren Gunsten. Sie ist die einzige, die sich in den Bergen auskennt und spürt, wenn Lawinengefahr besteht. Adele ist Wissenschaftlerin und Gräfin, ein Arrangement mit ihrem Ehemann Georg macht es ihr möglich, zu studieren und zu promovieren. Allerdings kämpft sie immer wieder gegen eine psychische Krankheit, sieht sterbende Vögel und glaubt, von ihnen verfolgt zu werden. Die allein erziehende Henny kümmert sich nicht um gesellschaftliche Konventionen. Sie versteht sich als Künstlerin und legt großen Wert auf ihre Freiheit, auch in Bezug auf Männer. Was andere über sie denken, ist ihr egal. Schließlich gibt es noch die Ärztin Emily, auch sie ihrer Familie entflohen. Während alle fünf Frauen etwas verbergen, als sie sich auf ihr Abenteuer in den Bergen einlassen, ist das Geheimnis Emilys wohl das schockierendste, schwerwiegendste. Obwohl die Frauen verschiedenen Ständen angehören und hier sehr unterschiedliche Persönlichkeiten zusammenkommen, machen sie sich im Dezember 1903 auf in die Berge. Klar, dass Konflikte vorprogrammiert sind? Werden die fünf ihre Aktion unter den schweren Bedingungen im Winter unversehrt durchführen und beenden können? Monika Bittl erzählt die Geschichte, der ersten Idee, Planung und Durchführung der Expedition, abwechselnd von den Protagonistinnen aus. So erfahren wir genau, nicht nur was geschieht, sondern auch, wie die fünf über die Geschehnisse und vor allem übereinander denken. Dieser Kniff lockert den Roman ungemein auf und macht ihn zu einer angenehmen Lektüre. Die Charaktere der fünf Frauen sind überzeugend gezeichnet, die Interaktionen untereinander bleiben immer glaubwürdig. Jede der Frauen wird außerdem durch eine ganz eigene Erzählsprache gekennzeichnet, die ihrem Stand und Charakter entspricht. Wie erfrischend sind doch die Ausführungen Rosas, die in einem natürlichen Bayrisch daherkommen. Immer wieder schweift sie von ihrem eigentlichen Thema ab und ärgert sich dann selbst über ihr Plappern und Ratschen. Kurzbeschreibung und Klappentext hätten auch einen kitschigen und klischeehaften Frauenroman erwarten lassen können. „Die Expedition“ ist aber mehr als das: der Ausflug in eine Zeit, in der Frauen noch lange nicht die gleichen Rechte hatten wie Männer und die Geschichte einer Gruppe von Frauen, die den Mut hat, gegen die starren Regeln der Gesellschaft und gegen die Vorherrschaft der Männer aufzubegehren. Ein unterhaltsamer und gut geschriebener Roman.

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