Monika Bittl Freiwild

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Inhaltsangabe zu „Freiwild“ von Monika Bittl

Die junge Theres kennt als Magd nichts anderes als Arbeit, Strenge und Ungerechtigkeit. Wieso müssen sie verzichten, während andere alles haben? Als sie den Gesetzlosen Heigl trifft, sieht sie die Chance, ihren Traum von Freiheit zu leben. Von klein auf fällt Theres durch ihren Wissensdrang auf. Sie setzt durch, dass sie lesen und schreiben lernt. Harte Arbeit stört sie nicht, aber gegen Ungerechtigkeit wehrt sie sich stets. Theres will die bestehende Ordnung nicht als gottgegeben hinnehmen. Als sie Michael Heigl kennenlernt, glaubt sie die ersehnte Freiheit gefunden zu haben. Gemeinsam wildern sie und bringen die Beute den Ärmsten. Bald spricht das ganze Land über das ungleiche Paar, das von den Armen verehrt wird. Der Obrigkeit dagegen ist jedes Mittel recht, die Rebellion der beiden zu brechen.

Das interessante Leben einer gerechtigkeitsliebenden Frau wurde durch die Aneinanderreihung von Fakten ermüdend dargestellt.

— Ikopiko
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    Freiwild
    Ikopiko

    Ikopiko

    24. April 2015 um 12:13

    „Ich frage nicht mehr, warum die Welt ungerecht ist. Ich frage mich, warum ihr alle euch das gefallen lasst?“ Monika Bittl und ihre Tochter haben ein merkwürdiges Erlebnis in einem Waldstück im Bayrischen Wald. Dies nimmt die Autorin zum Anlass, ein Buch über Theres Pritzl zu schreiben. Eine Frau, die Mitte des 19. Jahrhunderts genau an diesem Ort für Freiheit und Gerechtigkeit kämpfte. Theres Pritzl ist unehelich geboren. Nach dem Tod ihrer Mutter wächst sie bei ihrem leiblichen Vater auf, ohne von der Vaterschaft zu wissen. Auch der Rest der Familie weiß nicht, dass Theres die Tochter des Familienoberhauptes ist, ahnt es jedoch. Sie sieht in dem Mädchen nur einen nutzlosen Esser und lässt sie das auch deutlich spüren. Theres jedoch verzagt nicht, sondern ist sehr wissbegierig und lernt lesen und schreiben. Dies ist für Frauen zu damaliger Zeit etwas Besonderes. Es hilft ihr, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und eine Bürotätigkeit im fernen München zu übernehmen. Ein junger Mann höheren Standes verliebt sich in sie und möchte sie heiraten. Doch Theres erwartet mehr vom Leben als das Dasein als brave Ehefrau. Sie begegnet zufällig dem Heigl und taucht mit ihm unter. Heigl ist eine Art Robin Hood. Er bestiehlt die Reichen und gibt den Armen. Theres und er leben in einer Höhle und bilden eine Familie. Die Obrigkeit setzt alles daran, das Räuberpaar zu fangen. 1854 gelingt dies, und die beiden landen vor Gericht. Monika Bittl hat mit Hilfe von gut recherchierten Fakten aus alten Dokumenten, Tagebuchaufzeichnungen und Zeitungsartikeln das Leben der Theres Pritzl nachgezeichnet. Anlass hierfür war eine plötzliche grundlose Ohnmacht der Autorin und ihrer Tochter bei einem Spaziergang im Bayrischen Wald. Monika Bittl „erschien“ Theres. Diese war ihr bis dahin unbekannt, ihre Geschichte ließ sie jedoch nicht mehr los. Für mich als Leserin ohne jeglichen Bezug zum Bayrischen Wald und dessen Geschichte war das Buch schlichtweg langweilig. Zeitungsausschnitte, Tagebuchnotizen und Zeugenaussagen reihten sich aneinander, es wurde keinerlei Spannung aufgebaut. Die Lebensgeschichte von Theres bietet Stoff für einen tollen historischen Roman. Schade, dass Frau Bittl ihre Forschungsergebnisse nicht hierfür genutzt hat.

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  • Rezension zu "Freiwild" von Monika Bittl

    Freiwild
    Spatzi79

    Spatzi79

    26. October 2012 um 12:57

    Therese Pritzl wächst als Magd auf einem Hof im Bayrischen Wald auf. Schon von kleinauf zeigt sich, dass das Mädchen sich vom anderen Gesinde unterscheidet. Sie lernt lesen und schreiben und macht sich viele Gedanken um das Leben der Menschen, die unterschiedlichen Stände und ob das alles wirklich die gottgegebene Ordnung ist und bleiben muss. Natürlich eckt sie mit dieser Einstellung bald allerortens an. Nach einem kurzen Versuch, in München Fuß zu fassen und bürgerlich zu werden, kehrt sie doch wieder in ihre Heimat zurück und begegnet dort dem schon berüchtigen Wilderer und Räuber Michael Heigl. Die beiden tun sich zusammen und bringen die ganze Gegend in Aufruhr. Das kann die Obrigkeit selbstverständlich nicht durchgehen lassen und die beiden werden bald auf beispiellose Art gejagt. Das Buch rollt die Geschichte quasi von hinten auf. Die „Res“ und der Heigl sind festgenommen worden und nun macht man ihnen den Prozess. Erst nach und nach enthüllt sich, wie es zu alldem gekommen ist. Dabei bedient sich die Autorin eines ganz besonderes Stils: Die Geschichte wird nicht durchgängig in normaler Erzählform dargestellt, sondern anhand vieler kleiner Absätze aus unterschiedlichsten Sichten erzählt. Da sind Beobachtungen des bayrisch-königlichen Gerichtsbeobachters, sowie eines französischen Journalisten,Tagebucheinträge der Res von jetzt und früher, Zeugenaussagen von allerlei Menschen, die die Res seit ihrer Kindheit gekannt haben, Briefe und vieles mehr. Anfangs war ich überrascht und hatte auf den ersten Seiten auch so ein bisschen meine Probleme damit, in diese Art der Erzählung hineinzufinden. Nachdem aber die meisten Stimmen dann etwas klarer zugeordnet werden konnten, wurde es immer leichter. Sehr spannend fand ich, wie die Autorin quasi jede Stimme für etwas Bestimmtes stehen lässt, so zum Beispiel den erwähnten Gerichtsbeobachter für die politische Einstellung in Bayern nach der deutschen Revolution 1848, den französischen Journalisten für das schon deutlich liberalere Frankreich, den alten Lehrer der Res für die Zeit der Romantik, etc. Die Geschichte der Res hat mich dann doch wirklich gefangengenommen und an vielen Stellen zum Nachdenken gebracht. Allerdings hätte ich mir ein Nachwort gewünscht, zur Klarstellung, was von der Geschichte auf realen Tatsachen beruht und was reine Fiktion der Autorin ist. Dadurch, dass ich das Buch in einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen habe, wurden viele Fragen direkt von Frau Bittl beantwortet, beim Alleinelesen wäre bei mir sicherlich die eine oder andere Sache offengeblieben.

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  • Rezension zu "Freiwild" von Monika Bittl

    Freiwild
    Sternenstaubfee

    Sternenstaubfee

    25. October 2012 um 19:58

    Im 19. Jahrhundert gab es im Bayerischen Wald ein Räuberpärchen, das beim einfachen Volk beliebt war, denn das Pärchen beraubte nur die reichen Bauern und Geistlichen. Bei dem Paar handelte es sich um Michael Heigl und Therese Pritzl, genannt „Rote Res“. In „Freiwild“ von Monika Bittl wird die Geschichte dieses Räuberpaars erzählt, allerdings nicht in Romanform, sondern in Form von Briefen, Tagebucheinträgen, Gerichtsprotokollen und Zeitungsberichten. Die Sprache wirkt etwas altertümlich, aber da diese Geschichte um 1850 herum spielt, ist die Sprache angemessen. Wahrheit und Fiktion werden ein wenig vermischt, was ich nicht schlimm finde. Allerdings hätte ich mir hier ein Nachwort gewünscht, in dem noch mal erklärt wird, was tatsächlich geschehen ist und welche Teile der Geschichte Fiktion sind. Es fällt mir ein wenig schwer, dieses Buch zu bewerten. Zunächst war ich etwas irritiert und enttäuscht, denn ich hatte einen Roman erwartet und war nicht vorbereitet auf diese Art der Berichterstattung. Aber ich konnte mich dann doch schnell einlesen und der Geschichte interessiert folgen. Als sehr erschreckend habe ich einige der damals geltenden Meinungen empfunden; besonders die Berichte des königlichen Gerichtschreibers und des Geistlichen sind ziemlich schockierend. Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich froh bin, dieses Buch gelesen zu haben. Es war interessant und informativ und hat mich nachdenklich zurückgelassen.

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  • Rezension zu "Freiwild" von Monika Bittl

    Freiwild
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. October 2012 um 21:52

    Die Rote Res und ihr Partner, der Michael Heigl, treiben im Bayerischen Wald ihr Unwesen, doch sind sie nicht auf ihren eigenen Vorteil aus, sondern geben ihre Beute den Armen, so wie einst Robin Hood. Doch erfahren wir von ihren Taten durch eine Gerichtsverhandlung, denn das Räuberpaar steht vor Gericht, und muss sich für ihre Wilderein verantworten. Die Geschichte wird uns durch Tagebucheinträge, Zeitungsberichte, Protokolle und Zeugenaussagen erzählt, was zwar anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, aber wenn man sich einmal eingelesen hat, so stockt man immer weniger, sondern ist erstaut, wie kleinkariert und engstirnig manche Leute gewesen sind, was heutzutage aber nicht viel anders ist, auch wenn zur damaligen Zeit eine Umbruchstimmung herrschte, so ist sie anscheinen nicht überall angekommen. Alles in allem ist hier Monika Bittl ein sehr interessanter historischer Roman gelungen, der einem auch heute anregend, über seine Umwelt und deren Verhalten nachzudenken.

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