Monika Buttler

 4 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Die Schwarze Witwe von Wien, Dunkelzeit und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Monika Buttler

Monika Buttler, Journalistin und Magistra der Literaturwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Publikationen: Sachbücher, sechs Kriminalromane, rund 40 Kurzkrimis, Autobiografie. Hörspiel mit Lilo Wanders und Marc Bator. Drei Herausgeberschaften. Nominiert u.a. für den „International Short Story Competition“-Preis. Erster Preis im Literaturwettbewerb „Dorstener Lesezeichen“.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Monika Buttler

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches Dunkelzeit (ISBN: 9783839232682)

Dunkelzeit

 (5)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Die Schwarze Witwe von Wien (ISBN: 9783839223031)

Die Schwarze Witwe von Wien

 (5)
Erschienen am 08.08.2018
Cover des Buches Herzraub (ISBN: 9783839231456)

Herzraub

 (4)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Abendfrieden (ISBN: 9783839232101)

Abendfrieden

 (4)
Erschienen am 13.08.2009
Cover des Buches Einsam, weiblich, tot (ISBN: 9783942822510)

Einsam, weiblich, tot

 (2)
Erschienen am 03.12.2013
Cover des Buches Bei Lesung Mord (ISBN: 9783942822718)

Bei Lesung Mord

 (2)
Erschienen am 23.09.2013
Cover des Buches Tee mit Schuss (ISBN: 9783934927896)

Tee mit Schuss

 (1)
Erschienen am 01.09.2007
Cover des Buches Mord unter dem Halbmond (ISBN: 9783898415293)

Mord unter dem Halbmond

 (1)
Erschienen am 01.06.2010

Neue Rezensionen zu Monika Buttler

Neu

Rezension zu "Die Schwarze Witwe von Wien" von Monika Buttler

Elfriede B. - eine mehrfache Mörderin
Bellis-Perennisvor 7 Monaten

Das vorliegende Buch „Die Schwarze Witwe von Wien: Die Morde der Elfriede Blauensteiner“ erzählt die wahre Geschichte der Elfriede Blauensteiner. Die Österreicherin wird von der Presse mit einer Schwarzen Witwe verglichen, da diese Spinnenart das Männchen nach der Trauung bzw. dem Geschlechtsakt einfach auffrisst.  

Es handelt sich hierbei nicht um eine Biografie der mehrfachen Mörderin, sondern ein Krimi aus der Reihe „True Crime“ des Gmeiner-Verlags. 

Es gibt so etwas wie eine Rahmenhandlung in der der fiktive Journalist Felix Moser sich ausgiebig mit der Mörderin beschäftigt. 

Geschickt wird der Leser mit dem Schicksal der Elfriede Blauensteiner bekannt gemacht, die so gar kein Unrechtsbewusstsein entwickelt hat. So soll sie, Jahrgang 1931, eine schwere Kindheit, mit Hunger, Gewalt, Krankheit, Kriegserlebnissen, einem Nazi als Stiefvater und einer völlig untauglichen Frau als Mutter gehabt haben. Doch, bei allem Respekt, wie viele andere Kinder hatten ähnliche traumatische Erlebnisse in der Kindheit und sind nicht zu Mördern geworden? 

Autorin Monika Buttler hat zahlreiche Quellen zusammengetragen, darunter Blauensteiners Autobiografie, die natürlich mit gebotener Vorsicht zu lesen ist, sieht sie sich doch ausschließlich als Opfer. Das Quellenverzeichnis ist im Anhang nachzulesen.  

Das Ergebnis ist dieses Buch, das schnörkellos den Lebensweg der Elfriede Blauensteiner nachzeichnet. Obwohl in der Vergangenheit viel über die Morde berichtet worden ist, kann sich der Leser einer gewissen Faszination, einer bestimmten Ungläubigkeit, nicht entziehen. Die Mörderin ist echt? Nicht dem Gehirn eines Buchautors entsprungen? Manchmal habe ich mich dabei ertappt, den Kopf zu schütteln, ob so einer manipulativen Persönlichkeit. 

Der Schreibstil ist zurückhaltend, nicht wertend und dennoch eindringlich. Monika Buttler versteht es, mit dieser Distanziertheit, die Leser zu fesseln.  

Ob Elfriede Blauensteiner in einem anderen Elternhaus eine Chance gehabt hätte? Ob der Gehirntumor, an dem sie letztlich gestorben ist, schon länger ihre Persönlichkeit verändert hat? 

Fazit: 

Der schnörkellos nachgezeichnete Lebensweg einer mehrfachen Mörderin. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

 

Kommentare: 2
7
Teilen

Rezension zu "Die Schwarze Witwe von Wien" von Monika Buttler

Wahre Verbrechen
Thomas_Lawallvor einem Jahr

Die Schwarze Witwe von Wien

von Monika Buttler


252 Seiten
© 2018 Gmeiner-Verlag GmbH
www.gmeiner-verlag.de 
ISBN 978-3-8392-2303-1


"Personen und Handlung" sind frei erfunden. Dieser Hinweis ist dann schon geeignet, etwas Verwirrung zu stiften. Das Verzeichnis der realen Figuren am Ende des Buches füllt eine komplette Seite. Lediglich vier Personen sind fiktiv. Die Taten Elfriede Blauensteiners sind ebenfalls keine Erfindung. Unvorbereitete Leserinnen und Leser müssen sich zu recht fragen: Ja wie denn nun?

Wie auch immer - der Journalist Felix Moser ist eine fiktive Figur, wird aber gebraucht, um die "True-Crime"-Story zu tragen. Monika Buttler erzählt die Geschichte der 1931 in Wien geborenen Mörderin nach deren Memoiren sowie zahlreichen Presse- und Buchpublikationen.

Hierbei versucht sie, Ursprung und Auslöser in Kindheit und Jugend der Serienmörderin aufzuspüren, die vielleicht als auslösende Momente für die  Umsetzung ihrer späteren Phantasien herangezogen werden könnten. Und tatsächlich gibt es diese in erschreckender Anzahl, angefangen bei einer scheinbar herz- und seelenfreien, völlig untauglichen Mutterfigur. Der Alltag aus "Gewalt, Krankheiten und Hunger" wurde komplettiert durch den Tod des Vaters 1933. Die 37jährige Mutter fand in einem elf Jahre jüngeren Nachbarn alsbald Ersatz. Die Kinder waren von nun an sich selbst überlassen ...

Auch Elfriedes Privatleben, nach der mühsamen Loslösung von der Mutter, verlief unter keinem guten Stern. Die Verletzungen und Demütigungen der Kindheit setzten sich unter anderen Vorzeichen fort. "Fredi", ihr Lebensgefährte und späterer Ehemann, sollte "zur Katastrophe ihres Lebens werden". Wieder wurde sie in eine "Opferrolle" gedrängt.

Wahrscheinlich ist es müßig darüber nachzudenken, inwieweit jene traumatischen Erlebnisse und Erfahrungen tatsächlich als auslösende Elemente für Serienmorde herangezogen werden können. Schließlich ist die Anzahl der Menschen, die ebensolche oder gar noch viel schlimmere Erfahrungen sammeln mussten, unüberschaubar. Im Falle der Elfriede Blauensteiner scheinen die Vorzeichen jedenfalls eine diabolische Logik entwickelt zu haben. Einst selbst Opfer, drehte sie den Spieß einfach um.

Die allgemeinen Fakten sind bekannt und nachzulesen. Monika Buttler hat sie gesammelt und sozusagen in eine logische Reihenfolge gebracht. Ohne Ecken und Kanten, ohne Ausschmückungen, Beschönigungen oder Wertungen. Was bleibt, ist eine gewisse Ratlosigkeit und Ernüchterung, selbst wenn man längst weiß, zu was Menschen in der Lage sein können. 

Einerseits werden viele Fragen beantwortet, einige jedoch nicht, was auch gar nicht die Aufgabe dieses Buches ist. Dennoch drängen sie sich geradezu auf. Was wohl aus Elfriede geworden wäre, wenn sie andere Eltern gehabt, an einem anderen Ort in einer anderen Zeit gelebt und einen anderen Mann kennengelernt hätte? Und wie hoch wohl die Dunkelziffer in Sachen "Pflegemorde" sein mag?

 

Kommentieren0
4
Teilen

Rezension zu "Die Schwarze Witwe von Wien" von Monika Buttler

Der Fall Blauensteiner – interessant und hervorragend recherchiert
Seehase1977vor 2 Jahren

Als „Schwarze Witwe“ ging Elfriede Blauensteiner in die österreichische Kriminalgeschichte ein. Die in ärmlichen und gewalttätigen Verhältnissen geborene und aufgewachsene Blauensteiner pflegt ihren Mann im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode. Ihm folgen weitere betuchte Herren, die die Witwe mittels Kontaktanzeigen ausfindig macht. Um an deren Geld zu kommen, tötet Elfriede Blauensteiner ihre Opfer mit Medikamenten…


Meine Meinung:
„Die Schwarze Witwe von Wien“ gehört zu der True Crime-Reihe aus dem Gmeiner Verlag. Die in Hamburg lebende Journalistin und Autorin Monika Buttler beleuchtet in ihrem Roman anschaulich das Leben und Morden der Elfriede Blauensteiner und beschert ihren Lesern interessante und informative Lesestunden.

Wie so oft bei der True-Crime-Reihe des Gmeiner Verlags wird man hier keinen typischen Kriminalroman finden. Es gibt sie nicht, die typischen polizeilichen Ermittlungsarbeiten, vielmehr wird der Fall aus einer anderen Perspektive in Szene gesetzt.

Erzählt wird die Geschichte von Elfriede Blauensteiner von dem fiktiven Journalisten Felix Moser, der in einem bekannten Boulevardmagazin die Story der „Schwarzen Witwe“ ganz groß rausbringen möchte. Seine Recherchearbeiten, das Lesen der Vernehmungsprotokolle und der Memoiren der Mörderin sind die Grundlage des Romans und lassen den Leser somit hautnah daran teilhaben. Dennoch hätte ich diese Rahmengeschichte für mich nicht gebraucht.

Monika Buttler gewährt interessante und erschreckende Einblicke in Blauensteiners Leben und ihre Entwicklung zur eiskalten Mörderin. Auch wenn ihre Lebensumstände schwierig waren, entschuldigen diese nicht ihre Taten, die sie bis zum Schluss mit Sätzen wie „Ich wasche meine Hände in Unschuld“ von sich wies. Elfriede Blauensteiner tötete aus Rache und Habgier und war sich kaltblütig der Leiden ihrer Opfer in jeder Sekunde bewusst.

Mein Fazit:
Der Roman „Die Schwarze Witwe von Wien“ reflektiert die Verbrechen von Elfriede Blauenstein, die mit ihren Taten in die österreichische Kriminalgeschichte einging. Die Autorin hat meiner Meinung nach hervorragende Recherchearbeit geleistet und diese journalistisch gut umgesetzt, der nüchterne Schreib- und Erzählstil hält den Leser jedoch auf Distanz zum Geschehen. Dennoch ist der Fall der „Schwarzen Witwe“ spannend zu lesen, aufschlussreich und empfehlenswert und hat mein Interesse derart geweckt, dass ich mich nach der Lektüre näher mit den Morden der Elfriede Blauenstein beschäftigt habe.

Kommentare: 1
72
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 34 Bibliotheken

auf 7 Wunschzettel

Reihen des Autors

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks