Monika Buttler Mord unter dem Halbmond

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Inhaltsangabe zu „Mord unter dem Halbmond“ von Monika Buttler

Mord in St. Georg. Der Tod der jungen Türkin Ayla Özdemir gibt dem Hamburger Kriminalhauptkommissar Werner Danzik Rätsel auf. Handelt es sich um einen der berüchtigten „Ehrenmorde“? Steckt Aylas Familie dahinter, die den westlichen Lebensstil ihrer Tochter nicht ertragen konnte? War es ihr eigener Ehemann oder gar ihr deutscher Liebhaber? Während pikante Details aus dem Privatleben der Toten ans Licht kommen, hegt Danzik bald einen weiteren Verdacht. Sind fundamentalistische Islamisten für den Mord verantwortlich? In Hamburg schwelt schon seit langem ein Konflikt zwischen muslimischen und christlichen Extremisten. Die radikale Gruppe „Rettet das Abendland“, die anti-islamistische Kampagnen durchführt, gerät dabei mehr und mehr ins Visier der Ermittler. Zusätzlich sieht sich Danzik einer privaten Zerreißprobe ausgesetzt, als seine Freundin, die Journalistin Laura Flemming, sich nicht nur beruflich für den charismatisch-verführerischen Antonio Geerken zu interessieren beginnt, den führenden Kopf von „Rettet das Abendland“. Hin und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und Eifersucht, taucht Danzik immer weiter in eine ihm fremde Welt ein. Da erschüttert ein spektakulärer Entführungsfall die Medien ...

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  • Rezension zu "Mord unter dem Halbmond" von Monika Buttler

    Mord unter dem Halbmond
    Susanne-Henke

    Susanne-Henke

    28. July 2010 um 12:46

    Krimi der Extraklasse – unbedingt lesen Mord im Hamburger Rotlichtviertel St. Georg. Die Tote trägt das Mantelkleid einer Muslima, darunter Ledermini und Stiefel, in ihrer Handtasche ein Kreuz. Kommissar Danziks Kollege Tügel denkt sofort an Ehrenmord, doch die Liste der Verdächtigen ist lang und facettenreich: vom Noch-Ehemann über den Liebhaber, Familie, Chefin, Terrorzelle bis zur Pfarrersfrau. Danziks Ermittlungen sind vor allem ein Kampf gegen Klischees. Die der anderen und die eigenen. Er trifft auf pauschalierende Gutmenschen ("Berechenbar werden Orientalen nie sein. Aber sie sind so liebenswürdig"), ultraorthodoxe Konvertiten, rigide Abschiebepraxis, ertappt sich selbst dabei, dass er gar nicht auf die Idee kommt, der seit 40 Jahren in Hamburg lebende iranische Teppichkaufmann könne die deutsche Staatsangehörigkeit haben, und seine Freundin Laura tritt nach dem Besuch der Vernissage ihrer Freundin spontan einem christlichen Fundamentalistenclub bei. Ist ihr ursprüngliches Motiv die Auflage des Senators, die Bilder der Ausstellung "Nacktheit zwischen Natur und Kultur" an den markanten Stellen mit Balken zu überkleben, ist ihr Bleiben eher dem Charisma des Oberfundis zu verdanken. Dass sie dabei mehr riskiert, als ihre Beziehung, erkennt sie zu spät. Spannung ist garantiert bei Monika Buttler. Ihr prägnanter Stil macht die Lektüre zu einem echten Genuss. Jeder Satz, jedes Wort ein Treffer. Knapp, klar und präzise entlarvt sie nicht nur den Täter, sondern auch die Tatsache, dass die Gefahr für unsere Demokratie weniger von der vemeintlichen äußeren Bedrohung ausgeht, als von dem Verlust der Fähigkeit hinzusehen, wahrzunehmen, zu differenzieren, nachzufragen, statt reflexartig ein Etikett aufzukleben und es bei Bedarf ebenso reflexartig zu überkleben. Ein hochspannender Krimi und ein Plädoyer für die Nuancen zwischen "Gottes heiliger Pfeil" und "Rettet das Abendland".

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