Monika Czernin

 3.5 Sterne bei 37 Bewertungen

Lebenslauf von Monika Czernin

Monika Czernin, 1965 in Klagenfurt geboren, studierte Politikwissenschaften und Philosophie in Wien. Die international renommierte Filmemacherin und Autorin (u. a. »Gebrauchsanweisung für Wien«, »Ich habe zu kurz gelebt. Die Geschichte der Nora Gräfin Kinsky«) konzentriert sich auf zentrale Figuren und Wendepunkte der europäischen Geschichte. Ihr letztes Buch »Anna Sacher und ihr Hotel« stand wochenlang auf der Bestsellerliste.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Der Kaiser reist inkognito

Erscheint am 08.03.2021 als Hardcover bei Penguin.

Alle Bücher von Monika Czernin

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Cover des Buches Gebrauchsanweisung für Wien (ISBN: 9783492276795)

Gebrauchsanweisung für Wien

 (18)
Erschienen am 01.09.2016
Cover des Buches Anna Sacher und ihr Hotel (ISBN: 9783641232849)

Anna Sacher und ihr Hotel

 (11)
Erschienen am 25.12.2017
Cover des Buches Picassos Friseur (ISBN: 9783462029802)

Picassos Friseur

 (3)
Erschienen am 01.03.2001
Cover des Buches Duino, Rilke und die Duineser Elegien (ISBN: 9783423411455)

Duino, Rilke und die Duineser Elegien

 (2)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches Ich habe zu kurz gelebt (ISBN: 9783548607009)

Ich habe zu kurz gelebt

 (1)
Erschienen am 01.01.2007
Cover des Buches Duino, Rilke und die Duineser Elegien (ISBN: 9783854983637)

Duino, Rilke und die Duineser Elegien

 (1)
Erschienen am 01.07.2004
Cover des Buches Lisa, Prinzessin über Nacht (ISBN: 9783446237841)

Lisa, Prinzessin über Nacht

 (1)
Erschienen am 26.09.2011
Cover des Buches Ich habe zu kurz gelebt (ISBN: 9783905881509)

Ich habe zu kurz gelebt

 (0)
Erschienen am 16.08.2016

Neue Rezensionen zu Monika Czernin

Neu

Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Wien" von Monika Czernin

Eher ein Sachbuch statt Gebrauchsanweisung
Duffyvor einem Jahr

Die Serie „Gebrauchsanweisung für ...“ vom Piper-Verlag verfolgt ein interessantes und sehr unterhaltsames Konzept. Hier werden Städte oder Regionen vorgestellt, aber nicht in der üblichen Reiseführer-mit-ausführlicher-Hintergrund-Version, sondern wirklich im Sinne einer Gebrauchsanweisung, wie man den Menschen dort begegnet, die natürlich mit anderen Traditionen aufgewachsen sind und daraus den Lebensstil pflegen, der gemeinhin als „regionaler Charakter“ bezeichnet wird. Dass der natürlich auch eine Menge „Schrullen“ enthalten kann, macht die Betrachtungsweise sehr amüsant und die Herkunft dieser eingebrannten Besonderheiten sind oft interessante Geschichten. Deshalb kommen in dieser Piper-Reihe auch immer Autoren zu Wort, die Belletristiker sind und das Material eben in diesem Stil schreiben, dass man bei einer Reise ins Zielgebiet auf diese Besonderheiten achten kann.


Monika Czernin ist ebenfalls eine etablierte Autorin und Wien-Kennerin mit der Zutat, die so ein Buch braucht: Der Liebe zum Objekt. Doch leider kommt die Betrachtung der Wiener Mentalität, die man heute auch immer noch überall findet, obwohl sich Wien wie kaum eine Stadt in den letzten zwanzig Jahren verändert hat, etwas zu kurz. Natürlich liest man einiges, was den Wiener als solchen auszeichnet, aber im Prinzip macht die Autorin das, was man eigentlich nicht sucht: Einen Spaziergang durch Wien mit ausführlichen Informationen nebst Geschichte ihrer Stationen, dann einen sehr ausführlichen Abriss der Wiener Geschichte in Kunst, Politik und Stadtentwicklung. Das liest sich eben so wie ein Sachbuch. Viel Informationen, viele Daten. Die Betrachtung der typisch wienerischen Merkmale werden zu kurz abgehandelt, teilweise in schmalen Kapiteln, nüchtern und ohne großen Unterhaltungswert, der diese Reihe eigentlich auszeichnet.


Es ist nichts verkehrt, was die Autorin macht, nur passt es nicht in diese Reihe. Es ist auch nicht wirklich ein Sachbuch, aber eines ist es ganz bestimmt nicht: Eine Gebrauchsanweisung. Dazu fehlt es an der Vitalität und dem Humor.


Wer ein lockeres Buch über die wichtigsten Wiener Epochen und über die sehenswürdigen Orte der Stadt lesen will, der ist hier ganz gut aufgehoben. Wer sich allerdings mehr mit den Eigenarten des Wiener Lebens beschäftigen möchte, dem seien Bücher von „Ur-Wienern“ empfohlen, die sich mehr mit den Absurditäten dieser schönen und erlebnisreichen Stadt beschäftigen.

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Rezension zu "Anna Sacher und ihr Hotel" von Monika Czernin

Anna Sacher und ihr Hotel
MarySophievor 2 Jahren

Handlung:

Viele Menschen stolpern in ihrem Leben irgendwann einmal über den Namen Anna Sacher. Was bringen sie damit in Verbindung? Das Sacher-Hotel oder die berühmte Sacher-Torte? Wer war die legendäre Frau eigentlich, welche das Sacher-Hotel zu Zeit der Jahrhundertwende geleitet hat? Die Autorin Monika Czernin ist dieser Frage auf die Spur gegengangen und entstanden ist diese Biographie von Anna Sacher, welche nicht nur ein Bild der Frau zeichnet, sondern einen Gesamteindruck über die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert gibt.

Meinung:
Das Cover finde ich richtig hübsch. Es sieht nostalgisch aus, verströmt Energie und Fröhlichkeit und gibt auch ein realistisches Bild auf das Wien des 19. / 20. Jahrhunderts. Ich finde es harmonisch und ansprechend, ein wirklich gelungenes Gesamtbild.

Ich habe genau einen Kritikpunkt an dem Cover. Nähmlich, dass es keine Erwähnung gibt, dass es sich hierbei um keinen Roman handelt, sondern um eine Biographie. Ich finde, dass das auch aus dem Klapptext nicht deutlich hervorgeht und sich wie die Beschreibung eines Romans anhört. Auch ich hatte mich anfangs davon irreführen lassen und habe erst nach einigem recherchieren herausgefunden, dass es sich bei dem Buch um eine Biographie handelt.

Hätte ich das Buch in Erwartung eines Romans in einer Buchhandlung gekauft, wäre ich anschließend enttäuscht gewesen, weil meine Annahme sich nicht erfüllt hat. Bei dem Klapptext besteht für mich also eindeutig noch Luft nach oben, um genau auzusagen, um was für ein Buch es sich handelt.


Der Roman ist in Kapitel unterteilt, welche alle am Anfang genannt wurden und bei denen schnell deutlich wurde, dass es sich um bekannte Persönlichkeiten handelt, die das Sacher besuchen und dabei mit Anna Sacher in Kontakt kommen. Dies war nur teilweise so, ich hatte häufig das Gefühl, dass Anna Sacher zu kurz kommt und es sich zu sehr um die Politik und die Gesellschaft handelt, anstatt um die bekannte Chefin des Sacher Hotels.


Nachdem ich die Einleitung gelesen hatte, war ich sehr begeistert davon und habe mich richtig auf den weiteren Inhalt gefreut. Sie hat wunderbar auf den Inhalt hingeleitet, war interessant gestaltet und ganz auf Eduard und seine Frau Anna Sacher ausgelegt. Hier fand ich die Anzahl der Informationen auch noch leicht verarbeitbar.

Leider kamen für mich teilweise zu viele Daten, Personen und Geschehnisse vor, manchmal musste ich aufpassen, die Fülle an Informationen aufzunehmen. Hier hätte es mir gut gefallen, wenn es am Anfang eine Art Glossar gegeben hätte, mit kurzen, wichtigen Details zu jeder Person, auf welches man jederzeit zurückgreifen kann, wenn man überlegt, was welche Person für eine Rolle spielt.

Letztendlich kann ich sagen, dass mir besonders die Abschnitte mit Anna Sacher gefallen haben, diese waren anschaulich und gut dargestellt, der restliche Inhalt, in dem es um andere Charaktere oder Weltgeschehen geht, fand ich zu groß und einnehmend, ich habe mich bei vielen Kapiteln schwer getan, sie zu lesen und nicht einfach zu überspringen.

Positiv finde ich die sehr ausführliche Auflistung der genutzten Quellen, sodass man sich bei Bedarf sofort weiter Lektüre zu dem Thema und den Personen suchen kann. Ebenso fand ich das Nachwort gelungen, es hat noch einmal gezeigt, wie viel Mühe und Recherche die Autorin auf sich genommen hat, um das Buch zu erstellen.



Fazit:

Ich hatte mir viel mehr von dem Roman erwartet und gehofft, ein gutes Bild auf die bekannte Anna Sacher zu erhaschen und auch Details über das Emperium der Sacher zu erhalten. Dies wurde nicht so umgesetzt, wie gedacht und hat mich enttäuscht. Ich konnte mich mit der gewählten Art der Erzählung nicht anfreunden und fühlte mich an mehreren Stellen nicht gut unterhalten. Auch über die Person der Anna Sacher waren mir zu wenige Details und Kenntnisse. Leider hat mich die Biographie ziemlich entäuscht.


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Rezension zu "Anna Sacher und ihr Hotel" von Monika Czernin

Wien, du Stadt meiner Träume
Lesenodernichtvor 3 Jahren

Eine Mäzenin, ein großer Koch, ein Haus, ein Kronprinz und vielerlei Intrigen, Geschichten, Gemauschel und Getuschel - das Sacher Hotel in der Wiener Innenstadt!

Das Buch habe ich von einer Freundin geliehen, die es mir sehr ans Herz legte. Ich selbst, die in Wien geboren ist und sich stets für das Wien des 19. Jahrhunderts interessierte, stellte recht hohe Erwartungen an das Buch. Da ich bereits einiges an Vorwissen besaß befürchtete ich auch, dass mich das Buch nicht sonderlich fesseln würde.

Das Werk ist sehr belletristisch gehalten. Es beschreibt die Entstehungsgeschichte des Hotel Sacher, wie Edurard Sacher es durch kulinarisches Können sowohl zu einem erfolgreichen Restaurant gemacht hat und begann das Hotel als solches auszubauen und wie Anna Sacher es durch Geschick zum Place-to-be des Fin de siècle machte. Hierbei wechseln sich real-historische mit fiktiven Anteilen ab.

Die einzelnen Kapitel sind angelehnt an eine Biografie an Jahreszahlen geknüpft und folgen, abgesehen vom ersten Kapitel, einer aufsteigenden Reihenfolge.

Das erste Kapitel beschreibt das Jahr 1892. Es dient als Einstieg ins Thema und beschäftigt sich mit dem Wechsel der Anna Sacher von der Hotelliersgattin zur eigenverantwortlichen Hottelierin und Pionierin der weiblichen Emanzipation.

Jedes Kapitel widmet sich einem Jahr sowie einer besonderen (berühmten) Persönlichkeit die als Gast oder auch anderweitig in Verbindung zum Hotel Sacher stand. Hier seien Kaiserin Elisabeth, Kronprinz Rudolf, Gustav Klimt und Arthur Schnitzler exemplarisch genannt. Hierbei wird aber historisches Vorwissen zur österreichischen Geschichte vorausgesetzt. Themen und Persönlichkeiten und deren Zusammenhänge werden teilweise nur angerissen. Die wichtigsten Personen sind allerdings im Anhang nochmal aufgeführt. Für den nicht in österreichischer Geschichte vorgebildeten Leser, wäre zu empfehlen das Personenverzeichnis vor der Lektüre zu lesen. Jemand wie ich, die das Inhaltsverzeichnis einfach überblättert, findet es nämlich erst am Ende ;)

Die Kapitel sind so aufgebaut, dass sich beschreibende Passagen, die über die aktuellen Geschehenisse der Zeit informieren, mit belletristischen Passagen, die einen Einblick in das alltägliche Sacher, in die Gedankenwelt von Anna und Eduard Sacher und in den Umgang mit dem Zeitgeschehen gewähren, abwechseln. Durch diese Wechsel ist die Lektüre leichtgängig und die einzelnen Kapitel wirken lebendig. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass es mehr Verweise gegeben hätte, um klarer zu verstehen welche Aussagen historisch korrekt sind und welche der schöpferischen Freiheit der Autorin angehörten. Die Autorin gibt zwar klar an, dass es keine Korrespondenzen oder ähnliches von Anna Sacher gibt, Verweise wären aber im Sinne von Vergleichen schön gewesen.

Fazit: Ein gut zu lesendes Buch! Es hat eigene abgeschlossene Kapitel, die es erlauben, das Buch auch mal länger zur Seite zur legen und auch dann wieder leicht Anschluss zu finden. Für einen Kenner der Stadt und der Geschichte ein hübscher Anlass um auch mal die Orte des Geschehens aufzusuchen und einen ganz anderen Stadtspaziergang zu machen.

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