Monika Czernin

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Gebrauchsanweisung für Wien

Gebrauchsanweisung für Wien

 (15)
Erschienen am 01.09.2016
Anna Sacher und ihr Hotel

Anna Sacher und ihr Hotel

 (11)
Erschienen am 22.08.2016
Picassos Friseur

Picassos Friseur

 (3)
Erschienen am 01.03.2001
Ich habe zu kurz gelebt

Ich habe zu kurz gelebt

 (1)
Erschienen am 01.01.2007
Lisa, Prinzessin über Nacht

Lisa, Prinzessin über Nacht

 (1)
Erschienen am 26.09.2011
Duino, Rilke und die Duineser Elegien

Duino, Rilke und die Duineser Elegien

 (1)
Erschienen am 01.07.2004
Marie von Miller

Marie von Miller

 (0)
Erschienen am 01.10.2013
Ich habe zu kurz gelebt

Ich habe zu kurz gelebt

 (0)
Erschienen am 16.08.2016

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Rezension zu "Anna Sacher und ihr Hotel" von Monika Czernin

Anna Sacher und ihr Hotel
MarySophievor 3 Monaten

Handlung:

Viele Menschen stolpern in ihrem Leben irgendwann einmal über den Namen Anna Sacher. Was bringen sie damit in Verbindung? Das Sacher-Hotel oder die berühmte Sacher-Torte? Wer war die legendäre Frau eigentlich, welche das Sacher-Hotel zu Zeit der Jahrhundertwende geleitet hat? Die Autorin Monika Czernin ist dieser Frage auf die Spur gegengangen und entstanden ist diese Biographie von Anna Sacher, welche nicht nur ein Bild der Frau zeichnet, sondern einen Gesamteindruck über die gesellschaftlichen und politischen Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert gibt.

Meinung:
Das Cover finde ich richtig hübsch. Es sieht nostalgisch aus, verströmt Energie und Fröhlichkeit und gibt auch ein realistisches Bild auf das Wien des 19. / 20. Jahrhunderts. Ich finde es harmonisch und ansprechend, ein wirklich gelungenes Gesamtbild.

Ich habe genau einen Kritikpunkt an dem Cover. Nähmlich, dass es keine Erwähnung gibt, dass es sich hierbei um keinen Roman handelt, sondern um eine Biographie. Ich finde, dass das auch aus dem Klapptext nicht deutlich hervorgeht und sich wie die Beschreibung eines Romans anhört. Auch ich hatte mich anfangs davon irreführen lassen und habe erst nach einigem recherchieren herausgefunden, dass es sich bei dem Buch um eine Biographie handelt.

Hätte ich das Buch in Erwartung eines Romans in einer Buchhandlung gekauft, wäre ich anschließend enttäuscht gewesen, weil meine Annahme sich nicht erfüllt hat. Bei dem Klapptext besteht für mich also eindeutig noch Luft nach oben, um genau auzusagen, um was für ein Buch es sich handelt.


Der Roman ist in Kapitel unterteilt, welche alle am Anfang genannt wurden und bei denen schnell deutlich wurde, dass es sich um bekannte Persönlichkeiten handelt, die das Sacher besuchen und dabei mit Anna Sacher in Kontakt kommen. Dies war nur teilweise so, ich hatte häufig das Gefühl, dass Anna Sacher zu kurz kommt und es sich zu sehr um die Politik und die Gesellschaft handelt, anstatt um die bekannte Chefin des Sacher Hotels.


Nachdem ich die Einleitung gelesen hatte, war ich sehr begeistert davon und habe mich richtig auf den weiteren Inhalt gefreut. Sie hat wunderbar auf den Inhalt hingeleitet, war interessant gestaltet und ganz auf Eduard und seine Frau Anna Sacher ausgelegt. Hier fand ich die Anzahl der Informationen auch noch leicht verarbeitbar.

Leider kamen für mich teilweise zu viele Daten, Personen und Geschehnisse vor, manchmal musste ich aufpassen, die Fülle an Informationen aufzunehmen. Hier hätte es mir gut gefallen, wenn es am Anfang eine Art Glossar gegeben hätte, mit kurzen, wichtigen Details zu jeder Person, auf welches man jederzeit zurückgreifen kann, wenn man überlegt, was welche Person für eine Rolle spielt.

Letztendlich kann ich sagen, dass mir besonders die Abschnitte mit Anna Sacher gefallen haben, diese waren anschaulich und gut dargestellt, der restliche Inhalt, in dem es um andere Charaktere oder Weltgeschehen geht, fand ich zu groß und einnehmend, ich habe mich bei vielen Kapiteln schwer getan, sie zu lesen und nicht einfach zu überspringen.

Positiv finde ich die sehr ausführliche Auflistung der genutzten Quellen, sodass man sich bei Bedarf sofort weiter Lektüre zu dem Thema und den Personen suchen kann. Ebenso fand ich das Nachwort gelungen, es hat noch einmal gezeigt, wie viel Mühe und Recherche die Autorin auf sich genommen hat, um das Buch zu erstellen.



Fazit:

Ich hatte mir viel mehr von dem Roman erwartet und gehofft, ein gutes Bild auf die bekannte Anna Sacher zu erhaschen und auch Details über das Emperium der Sacher zu erhalten. Dies wurde nicht so umgesetzt, wie gedacht und hat mich enttäuscht. Ich konnte mich mit der gewählten Art der Erzählung nicht anfreunden und fühlte mich an mehreren Stellen nicht gut unterhalten. Auch über die Person der Anna Sacher waren mir zu wenige Details und Kenntnisse. Leider hat mich die Biographie ziemlich entäuscht.


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Rezension zu "Anna Sacher und ihr Hotel" von Monika Czernin

Wien, du Stadt meiner Träume
Lesenodernichtvor einem Jahr

Eine Mäzenin, ein großer Koch, ein Haus, ein Kronprinz und vielerlei Intrigen, Geschichten, Gemauschel und Getuschel - das Sacher Hotel in der Wiener Innenstadt!

Das Buch habe ich von einer Freundin geliehen, die es mir sehr ans Herz legte. Ich selbst, die in Wien geboren ist und sich stets für das Wien des 19. Jahrhunderts interessierte, stellte recht hohe Erwartungen an das Buch. Da ich bereits einiges an Vorwissen besaß befürchtete ich auch, dass mich das Buch nicht sonderlich fesseln würde.

Das Werk ist sehr belletristisch gehalten. Es beschreibt die Entstehungsgeschichte des Hotel Sacher, wie Edurard Sacher es durch kulinarisches Können sowohl zu einem erfolgreichen Restaurant gemacht hat und begann das Hotel als solches auszubauen und wie Anna Sacher es durch Geschick zum Place-to-be des Fin de siècle machte. Hierbei wechseln sich real-historische mit fiktiven Anteilen ab.

Die einzelnen Kapitel sind angelehnt an eine Biografie an Jahreszahlen geknüpft und folgen, abgesehen vom ersten Kapitel, einer aufsteigenden Reihenfolge.

Das erste Kapitel beschreibt das Jahr 1892. Es dient als Einstieg ins Thema und beschäftigt sich mit dem Wechsel der Anna Sacher von der Hotelliersgattin zur eigenverantwortlichen Hottelierin und Pionierin der weiblichen Emanzipation.

Jedes Kapitel widmet sich einem Jahr sowie einer besonderen (berühmten) Persönlichkeit die als Gast oder auch anderweitig in Verbindung zum Hotel Sacher stand. Hier seien Kaiserin Elisabeth, Kronprinz Rudolf, Gustav Klimt und Arthur Schnitzler exemplarisch genannt. Hierbei wird aber historisches Vorwissen zur österreichischen Geschichte vorausgesetzt. Themen und Persönlichkeiten und deren Zusammenhänge werden teilweise nur angerissen. Die wichtigsten Personen sind allerdings im Anhang nochmal aufgeführt. Für den nicht in österreichischer Geschichte vorgebildeten Leser, wäre zu empfehlen das Personenverzeichnis vor der Lektüre zu lesen. Jemand wie ich, die das Inhaltsverzeichnis einfach überblättert, findet es nämlich erst am Ende ;)

Die Kapitel sind so aufgebaut, dass sich beschreibende Passagen, die über die aktuellen Geschehenisse der Zeit informieren, mit belletristischen Passagen, die einen Einblick in das alltägliche Sacher, in die Gedankenwelt von Anna und Eduard Sacher und in den Umgang mit dem Zeitgeschehen gewähren, abwechseln. Durch diese Wechsel ist die Lektüre leichtgängig und die einzelnen Kapitel wirken lebendig. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass es mehr Verweise gegeben hätte, um klarer zu verstehen welche Aussagen historisch korrekt sind und welche der schöpferischen Freiheit der Autorin angehörten. Die Autorin gibt zwar klar an, dass es keine Korrespondenzen oder ähnliches von Anna Sacher gibt, Verweise wären aber im Sinne von Vergleichen schön gewesen.

Fazit: Ein gut zu lesendes Buch! Es hat eigene abgeschlossene Kapitel, die es erlauben, das Buch auch mal länger zur Seite zur legen und auch dann wieder leicht Anschluss zu finden. Für einen Kenner der Stadt und der Geschichte ein hübscher Anlass um auch mal die Orte des Geschehens aufzusuchen und einen ganz anderen Stadtspaziergang zu machen.

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Rezension zu "Gebrauchsanweisung für Wien" von Monika Czernin

Ein Buch aus 2008 mit alter Rechtschreibung? Auch der Inhalt war bereits ähnlich veraltet.
mysticcatvor 2 Jahren

Inhaltsangabe:
Eine Melange trinken, wo Reinhold Schneider »Winter in Wien« verfasste; sich im Dreivierteltakt um die eigene Achse drehen, wo die bessere Gesellschaft rauschende Bälle feiert; oder sich die Nacht um die Ohren schlagen, wo die besten DJs den Ton angeben: Das ist Wien, Weltstadt mit imperialer Vergangenheit und trendiger Gegenwart. Monika Czernin weiß, was den Wiener heute umtreibt, warum Oberkellner respektierte Persönlichkeiten und Obdachlose standesbewusst sind. Sie führt durch enge Gassen mit Kopfsteinpflaster und an den Donaukanal, mit Sigmund Freud um die Ringstraße und mit E-Rollern durch die brandneue Aspern-City, Leuchtturmprojekt der Wiener Stadtentwicklung. Sie kennt das jüdische wie das »rote« Wien und erklärt, was den »Schmäh« ausmacht, warum man »Sackerl« und nicht Plastiktüte sagen sollte und wieso Wien derzeit mehr denn je einen Besuch wert ist.

Meine Meinung:
Am verwundertsten war ich, dass ein Buch aus dem Jahr 2008 in alter Rechtschreibung veröffentlicht wird. Auch, wenn im Buch steht, dass das Copyright im Jahr 2003 liegt - für mich ist das ein absolutes No-Go! Neu veröffentlichte Bücher müssen der aktuellen Rechtschreibung entsprechen.

Auch die Autorin des Buches ist für mich wenig hilfreich, scheint sie sich doch als Kärtnerin, die jetzt in München lebt, nur während ihrer Studienzeit und ein paar Jahre danach in Wien in sehr elitären Kreisen bewegt haben. Mit ihren Anektoten kann ich mir in meiner Heimatstadt wenig anfangen, wenn ich das Buch lese, habe nicht mal ich "Wiener Feeling", wie soll das dann bei Menschen entstehen, die noch gar nie da waren?

Das Wien (bis auf wenige modernere Viertel), das hier im Buch dargestellt wird, gab es schon in meiner Jugend in den späten 1990ern und frühen 2000ern nicht mehr - zumindest nicht in den "kleinbürgerlichen Kreisen" in denen ich mich zu bewegen schien und scheine.
Wenn das Cafe Schwarzenberg,z.B., als Touristenfalle bezeichnet wird, scheint sich die Autorin nicht wienerisch genug verhalten zu haben. Neben dem Cafe Ritter und dem Landtmann gibt es dort die höflichsten Kellner, der Service ist erstklassig und typisch Wienerisch, eben auf der gehobenen Seite.
Sehr gerne war ich bis vor ein paar Jahren auch in Cafes rund um den Westbahnhof unterwegs, wo die Einrichtung und das Publikum bodenständiger waren. Nachdem ich allerdings vor fünf Jahren aufgehört habe zu rauchen, stören mich die Raucherbereiche in Cafes und ich gehe dort nur noch in Ausnahmefällen hin und bevorzuge Nichtraucherlokale - wo sich die meisten Traditionskaffeehäuser dagegen entschieden haben. Da muss ich wohl auf das gesetzlich verordnete Rauchverbot warten.

Die historischen Daten waren mir in diesem Buch zu viel und haben die Handlung ersetzt statt ergänzt. Die Stätten werden lieblos und nüchern beschrieben, die wenigen Wiener Ausdrücke, die vorkommen, wirken aufgesetzt und Oberlehrermäßig.

Wo geht man abens hin? Theater und Oper finden sich hier: nur was ist mit der Wiener Musicalgeschichte? Wiener Produktionen haben es schließlich bis nach London und New York und Tokio geschafft und finden in diesem Buch nicht mal eine Erwähnung. Anscheined nicht schick genug.

Was ist mit dem aktuellen Wiener Nachtleben? Wo feiert man die ganze Nacht, nachdem Ende der 1990er die Gasometer nicht mehr für seltene(!!!) Raves herhalten? Auch das bleibt in diesem Buch offen.

Wohin mit Kindern? Wie gehen die Wiener mit ihren Alten und Jungen um? Auch dazu nichts im Buch zu finden.


Fazit: Bei mir fällt dieses Buch komplett durch.

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