Monika Dahlhoff

 4.3 Sterne bei 12 Bewertungen

Alle Bücher von Monika Dahlhoff

Eine Handvoll Leben

Eine Handvoll Leben

 (10)
Erschienen am 14.03.2013
Warum ließ ich es zu?

Warum ließ ich es zu?

 (0)
Erschienen am 17.05.2016
Mi Vida sin Infancia

Mi Vida sin Infancia

 (0)
Erschienen am 02.01.2017

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Rezension zu "Eine Handvoll Leben" von Monika Dahlhoff

unglaublich, bewegend, aufwühlend, verstörend - unbedingte Leseempfehlung
Petra54vor 5 Monaten

Der Untertitel lautet: „Meine Kindheit im Gulag“ und beschreibt genau das, was eigentlich kein Mensch ertragen kann – schon gar nicht ein Kind. Selbst ich als Leser bin von dieser leider wahren Geschichte derart geschockt, dass ich erst nach der Rettung der kleinen Monika weinen konnte.

Monika muss mit nur vier Jahren zusehen, wie ihre Großeltern von russischen Soldaten erschossen werden und sie samt ihres Bruders, der noch ein Säugling war, auf einen LKW zu anderen Kindern GEWORFEN und in einen russischen Gulag verschleppt wird. Viele Kinder überleben diese Reise nicht, auch nicht der kleine Bruder. In den Baracken friert, hungert, verwahrlost, hungert, verdreckt und hungert Monika entsetzlich und sieht sich grauenhafter Gewalt ausgesetzt.

Vier Jahre später darf sie mit den wenigen Über“lebenden“ zurück nach Deutschland. Doch damit ist ihr Martyrium noch lange nicht ausgestanden.

Besonders erwähnen möchte ich den hervorragenden Schreibstil, der sich nicht nur leicht und flüssig liest, sondern sofort komplett in die Geschichte eintauchen lässt. Ich sah keine Buchstaben, sondern sofort die Bilder wie in einem Film.

Ich wuchs in der DDR auf, wo ausnahmslos Gutes über die russischen Befreier gelehrt wurde. Die Wahrheit über Vertreibungen, Verschleppungen, Zwangsadoptionen und vieles mehr erfuhr ich erst, als ich 1981 diesen totalitären Staat verlassen konnte.

Das Buch empfehle ich all jenen, die willens und in der Lage sind, solch eine grauenhaft wahre Geschichte zu lesen.

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Rezension zu "Eine Handvoll Leben" von Monika Dahlhoff

Wie viel kann eine Seele ertragen?
Izabelle_Jardinvor 3 Jahren

Eines der wenigen Werke neuer deutscher Literatur, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe! Die Sogwirkung, die das Unfassbare, sprachlos machende Schicksal der Autorin ausübt, ist ungeheuer mächtig. Ein Kind, das jedes Urvertrauen verloren hat, nur noch beherrscht wird vom Kampf ums Überleben, daneben doch immer wieder das winzige Aufblitzen von empathischen Figuren, die doch nie obsiegen können, macht betroffen, wütend, mitleidig, zornig. Es berührt auf höchst sensible, sensibel MACHENDE  Weise, dieses persönliche Schicksal, das für unendlich viele Schicksale in menschenverachtenden Kriegen, in jedwedem Land, unter welchem Regime auch immer, steht. Es erneuert das Bewusstmachen dessen, was nie vergessen werden darf! Allergrößte Hochachtung für die Autorin!!!

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Rezension zu "Eine Handvoll Leben" von Monika Dahlhoff

Gestohlene KIndhei
makamavor 5 Jahren

Die kleine Monika wäschst zunächst behütet trotz Krieg und Luftangriffen in Königsberg auf.
Dann fällt der Vater im Krieg und der kleine Bruder wird behindert geboren.
Als Königsberg brennt, bringt die Mutter ihre KInder zu den Großeltern aufs Gut und versucht sich nach Westen durchzuschlagen.
Monikas Glück bei den Großeltern währt nicht lange....
Die Russen überfallen sie, verschleppen die Kinder und ermorden die Erwachsenen....
Der kleine Bruder überlebt den Transport ins Lager nicht.
Das Leben im Lager ist grausam .
Die Kinder leben in Baracken, ganz allein ---- es gibt keine Betten, keine Toilette, nur Stroh...
Sie hungern, denn Essen gibt nur wenig.....
Viele Kinder sterben --- nicht nur an Hunger und Krankheiten ...
Vergewaltigungen und Mord gehören zur Tagesordnung......
Wie kann eine zarte Kinderseele da überleben.
Trotzdem gibt es unter den Kindern sowas wie Hilfsbereitschaft und Solidarität.
Nach vier langen Jahren werden die überlebenden, unterernährten und kranken Kinder in ein Kinderheim nach Ostdeutschland gebracht.
Die kleine Monika kommt zunächst ins Krankenhaus, weil ihre Verletzungen zu schwer sind.
Hier und im Heim lernt sie nach langer Zeit wieder etwas Liebe und Fürsorge kennen.
Doch ihr Glück währt nicht lange.
Eine Pflegefamilie nimmt sie auf.
Besonders der sehr strenge Vater hat Probleme das traumatisierte Kind zu verstehen.
Monika hamstert, stielt und auch die Mahlzeiten gestalten sich schwierig.
Sie wird immer wieder brutal geschlagen....
Die neue  Mutter, der Bruder und andere Hofbewohner versuchen sie zu verstehen.
Auch diese Zeit geht vorbei....
Die echte Mutter wird gefunden und Monika hat wieder ein Zuhause, wenn auch kein glückliches...
Sie ist mittlerweile 15 Jahre alt und kein Kind mehr. Für ihre Familie ist sie eher eine zusätzliche Arbeitskraft als Tochter .... doch Monika hilft gern.
Ihre Eltern, besonders der Pflegevater sind dem Alkohol nicht abgeneigt und nach kurzer Zeit fängt Toni (der neue Vater) an sie zu missbrauchen.
Wieder lebt Monika in der Hölle...... und die Mutter merkt nichts ( oder will nichts merken)
Monika, kaum erwachsen zieht die Konsequenz und verlässt eines Nachts  ihre Familie, um auf eigenen Füssen zu stehen....
Hier endet die tragische Geschichte von der Kindheit.
Ein trauriges aufrüttelndes und sprachlos machendes Buch.
Von mir gibt es volle 5 Sterne


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