Monika Dahlhoff Eine Handvoll Leben

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Inhaltsangabe zu „Eine Handvoll Leben“ von Monika Dahlhoff

Im Winter 1944 wird die kleine Monika von russischen Soldaten verschleppt. Zusammen mit anderen Kindern wird sie in einem abgelegenen Gulag völlig sich selbst überlassen. Durch ständigen Hunger, beißende Kälte und fehlende Fürsorge verwahrlost sie immer mehr. Als das Mädchen nach Jahren befreit wird, bleibt ihr ein normales Leben versagt. In einer Pflegefamilie versucht man der traumatisierten Monika mit Strenge und Gewalt beizukommen, doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und hofft noch immer auf ein Wiedersehen mit ihrer Mutter.

Eines der wenigen Werke neuer deutscher Literatur, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe! Mein Lesehighlight des Jahres 2015!

— Izabelle_Jardin
Izabelle_Jardin

Erschütternd --- Monika hatte keine Zeit KInd zu sein. Diese Jahre wurden ihr gestohlen. Fürsorge und Liebe --- Fehlanzeige.

— makama
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    Eine Handvoll Leben
    Izabelle_Jardin

    Izabelle_Jardin

    Eines der wenigen Werke neuer deutscher Literatur, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe! Die Sogwirkung, die das Unfassbare, sprachlos machende Schicksal der Autorin ausübt, ist ungeheuer mächtig. Ein Kind, das jedes Urvertrauen verloren hat, nur noch beherrscht wird vom Kampf ums Überleben, daneben doch immer wieder das winzige Aufblitzen von empathischen Figuren, die doch nie obsiegen können, macht betroffen, wütend, mitleidig, zornig. Es berührt auf höchst sensible, sensibel MACHENDE  Weise, dieses persönliche Schicksal, das für unendlich viele Schicksale in menschenverachtenden Kriegen, in jedwedem Land, unter welchem Regime auch immer, steht. Es erneuert das Bewusstmachen dessen, was nie vergessen werden darf! Allergrößte Hochachtung für die Autorin!!!

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    Eine Handvoll Leben
    makama

    makama

    Die kleine Monika wäschst zunächst behütet trotz Krieg und Luftangriffen in Königsberg auf. Dann fällt der Vater im Krieg und der kleine Bruder wird behindert geboren. Als Königsberg brennt, bringt die Mutter ihre KInder zu den Großeltern aufs Gut und versucht sich nach Westen durchzuschlagen. Monikas Glück bei den Großeltern währt nicht lange.... Die Russen überfallen sie, verschleppen die Kinder und ermorden die Erwachsenen.... Der kleine Bruder überlebt den Transport ins Lager nicht. Das Leben im Lager ist grausam . Die Kinder leben in Baracken, ganz allein ---- es gibt keine Betten, keine Toilette, nur Stroh... Sie hungern, denn Essen gibt nur wenig..... Viele Kinder sterben --- nicht nur an Hunger und Krankheiten ... Vergewaltigungen und Mord gehören zur Tagesordnung...... Wie kann eine zarte Kinderseele da überleben. Trotzdem gibt es unter den Kindern sowas wie Hilfsbereitschaft und Solidarität. Nach vier langen Jahren werden die überlebenden, unterernährten und kranken Kinder in ein Kinderheim nach Ostdeutschland gebracht. Die kleine Monika kommt zunächst ins Krankenhaus, weil ihre Verletzungen zu schwer sind. Hier und im Heim lernt sie nach langer Zeit wieder etwas Liebe und Fürsorge kennen. Doch ihr Glück währt nicht lange. Eine Pflegefamilie nimmt sie auf. Besonders der sehr strenge Vater hat Probleme das traumatisierte Kind zu verstehen. Monika hamstert, stielt und auch die Mahlzeiten gestalten sich schwierig. Sie wird immer wieder brutal geschlagen.... Die neue Mutter, der Bruder und andere Hofbewohner versuchen sie zu verstehen. Auch diese Zeit geht vorbei.... Die echte Mutter wird gefunden und Monika hat wieder ein Zuhause, wenn auch kein glückliches... Sie ist mittlerweile 15 Jahre alt und kein Kind mehr. Für ihre Familie ist sie eher eine zusätzliche Arbeitskraft als Tochter .... doch Monika hilft gern. Ihre Eltern, besonders der Pflegevater sind dem Alkohol nicht abgeneigt und nach kurzer Zeit fängt Toni (der neue Vater) an sie zu missbrauchen. Wieder lebt Monika in der Hölle...... und die Mutter merkt nichts ( oder will nichts merken) Monika, kaum erwachsen zieht die Konsequenz und verlässt eines Nachts ihre Familie, um auf eigenen Füssen zu stehen.... Hier endet die tragische Geschichte von der Kindheit. Ein trauriges aufrüttelndes und sprachlos machendes Buch. Von mir gibt es volle 5 Sterne

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