Bittere Liebe an der Ruhr

Bittere Liebe an der Ruhr
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Joan9114s avatar

Sehr gelungener vierter Teil - voll Lokalkolorit, Zeitgeschichte und Spannung. Absolut zu empfehlen!

andreas_kriminalinskis avatar

Ruhrpottkrimi der 1950-er Jahre – authentisch, spannend und mit witzigem Lokalkolorit garniert

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Inhaltsangabe zu "Bittere Liebe an der Ruhr"

Eine Leiche in den Ruhrauen gibt Rätsel auf. Scheinbar gibt es eine Verbindung zu einem Literaturverein in Mülheim-Saarn. Eine Gruppe Halbstarker wird Kommissar Poggel beinahe zum Verhängnis. Glücklicherweise wird der von einem Prominenten herausgeboxt. Anna Puff ermittelt auf ihre ganz eigene Weise und gerät dadurch in tödliche Gefahr.
Die 1950er Jahre im Ruhrgebiet bieten die Kulisse für dramatische Ereignisse im Umfeld der Literatur.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958131088
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:250 Seiten
Verlag:edition oberkassel
Erscheinungsdatum:14.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    ManuelaBes avatar
    ManuelaBevor einem Jahr
    Gute Unterhaltung

    Bittere Liebe an der Ruhr ist ein Lokalkrimi aus dem Ruhrgebiet aus der Feder der Autoren Monika Detering und Horst Dieter Radke. Die Autoren lassen ihre Geschichte in Mülheim an der Ruhr im Jahr 1957 spielen und dort müssen sich die Ermittler rund um Kommissar Poggel um eine Wasserleiche kümmern, die in der Ruhr gefunden wurde. Der Leichenfinder ist der eigens für Tieraufnahmen aus Cuxhaven angereiste Fotojournalist Heiko Harms. Aber nicht nur Poggel ermittelt, auch seine Vermieterin Anna Puff mischt wieder mit, zumal die Spur zu einem Literaturkreis führt, in dem sie Mitglied ist.


    Den Autoren ist es gut gelungen den Geist der Zeit einzufangen und sie lassen ihre Charaktere mit Charme und Pfiffigkeit agieren. Die Geschichte ist nicht so spektakulär wie ein atemberaubender Thriller, bleibt aber auf jeder Seite spannend, da der Leser mit genommen wird auf die Suche nach dem Täter und die Wahrheit erhellt sich erst recht spät. Der Schreibstil ist frisch und gut lesbar. Der Dialekt der Region wird gezielt und gut eingesetzt und nimmt nicht überhand. Mir hat der krimi gut gefallen und ich würde gerne mehr von den Autoren lesen.

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    gaby2707s avatar
    gaby2707vor einem Jahr
    Auch 1957 wurde gemordet

    Juni 1957. Heiko Harms, Fotojournalist extra aus Cuxhafen angereist um in dem Naturschutzgebiet am Rhein Vogelaufnahmen zu machen stolpert im wahrsten Sinne des Wortes über eine Leiche im Wasser. Kriminalkommissar Alfred Poggel und seine Mitarbeiter Jürgen Schnittger und Rosemarie Stankowski haben alle Hände voll zu tun um den Mörder ausfindig zu machen. Aber auch Poggels Vermieterin und selbsternannte Ermittlerin aus Leidenschaft Anna Puff will unbedingt wieder bei der Aufklärung helfen um ihrem neuen Freund und Untermieter Boris Nikitisch Pawlenko aus Odessa zu imponieren.

    Dies ist wieder einer der ruhigen und leisen Krimis, die ich so mag. Ohne großes Blutvergießen bin ich von dem Auffinden der Leiche bis zur endgültigen Aufklärung in den Gedanken und Taten der Ermittler mit dabei. Die ein oder andere Anekdote hat mich sogar schmunzeln lassen.

    Was diesen Krimi so charmant macht ist zum einen der Ruhrpottdialekt, den Anna Puff in Vollendung beherrscht. Und wie sich Kriminalinski ausdrückt und dem ich total zustimme: "Der Krimi is ja getz kwasi inne Vergangenheit am spielen. Abba dat machen die beiden Autoren total töffte." Nochmal mit Schreibmaschine, Telefonzelle, Nierentischchen, Metigel und Plattenspieler konfrontiert zu werden, war für mich, die ich genau zu dieser Zeit geboren wurde, ein einziger Genuss.

    Die Autoren haben es sehr gut verstanden mich mit ihrem Erzählstil direkt in die Geschichte bzw. Anna Küche, ihr Schlafzimmer, oder das Büro der Kommissare hineinzuziehen. Die Personen mit ihren Ecken und Kanten haben mir allesamt gut gefallen. Sie sind detailreich und gut vorstellbar beschrieben. Besonders Anna hat sich mit ihrem Dialekt und ihrer manchmal etwas einfachen Denkweise schnell zu meinem Liebling gemausert. Es hat mir auch gefallen, dass ich etwas Privates von Poggel lesen durfte. Genau so dosiert, dass es den eigentlichen Fall nicht gestört hat.

    Der Kriminalfall selbst ist gut durchdacht, interessant und es hat doch bis zum Schluss gedauert, bis auch ich den Täter ausgemacht hatte.

    Wer einen bierernsten, knallharten Krimi lesen will, der ist hier verkehrt. Wer sich aber von den Kommissaren und Anna Puff in die 50er Jahre entführen lassen und bei einem interessanten Fall dabei sein will, der ist hier genau richtig.

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    andreas_kriminalinskis avatar
    andreas_kriminalinskivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ruhrpottkrimi der 1950-er Jahre – authentisch, spannend und mit witzigem Lokalkolorit garniert
    Astreiner Ruhrpottkrimi, hömma!

    Nä, wat schön, ich durfte vorab lesen, hömma – ein Krimi ausse guten alten Zeit und dann noch aus meine Geburtsstadt Mülheim anne wunderschönen Ruhr! Da wirsse verrückt wennse dat liest, hömma.

    Abba schön der Reihe nach. Also, da wird ne Leiche gefunden innen Altarm vonne Ruhr. Da fänkt die Ka… tastrophe mit an. Wir schreiben dat Jahr Neunzehnhundertsiebenundfuffzich. Son Vogelkundler vonne Nordsee is inne Saarner Ruhrauen auffe Suche nach son schönes Bildmotiv, weisse, wora sich später noch mit bewerben kann bei die Magazine. Jedenfalls kuckt der ganz schön blöd ausse Wäsche wie dem die aufgedunsene Leiche durch sein Objektiv am schwimmen is. Scheiße, denkt der, nix is mit lecka Frühstücksbrötchen, getz muss ich wohl die Bullen rufen. Dat tut der dann auch und kommen tut Alfred Poggel, der Herr Kommissar, mit sein Kollegen und Untergebenen Jürgen Schnittker. Und kommen tut auch die Ermittlung, nämmich in Bewegung. Weisse Bescheid. Der Poggel is nämmich ein gewieften, hömma, der kricht ganz schnell raus, dat dat ein Zusammenhang gibbt zwischen den Toten und son vornehmen Literaturclub. Und wie der Kommissar am ermitteln anfängt, stößt er auf seine Vermieterin, die Frau Puff. Geiler Name, der schockt, wa. Kannse getz auch nix für, is abba ne ganz Liebe, ehrlich. Übrigens, dat war früha so, dat so Frauen Zimmerse in ihre Wohnung untervermietet haben. Die mussten ja auch kucken, wo se blieben. So vonne Kohle her gesehen, vastehsse. Echt stark, hömma, weisse eigentlich, watte inne Fuffziger Jahre für ne Briefmarke gelatzt hast? Für son ollen Brief. Zwanzich Pfennige! Tja, dat waren noch Zeiten, wa! A prospros Zeiten: Der Krimi is ja getz kwasi inne Vergangenheit am spielen. Abba dat machen die beiden Autoren total töffte, hömma. Die haun da Annekdötkens raus, da bisse baff. Wat die alles wissen, wie´s damals so war. Astrein, hömma. Kommse dir echt vor wie kurz na´m Kriech. Lokalkolorit nennt dat die Hautewolaute. Ich nenn dat Ruhrpottscharm, abba vom allerfeinsten.

    So, abba zurück zu unsern Mordfall. Also, sagen wa ma so: der Poggel geht da aus von, dat dat sich um Mord handelt. Et stellt sich nämmich heraus, dat dat Opfa vergiftet worden is. Und seine Vermieterin, die Frau Puff, die kocht noch ihr eigenes Süppchen, so „ermittlungstechnisch“, wennde vastehs wat ich meine. Und dat dat dem Poggel nich gefällt kannse dir ja wohl denken. Und kurze Zeit späta is die Kacke auch am dampfen: Frau Puff is in Gefahr und Poggel noch weit wech. Abba mehr verrat ich nich, musse schon selbst lesen, wennse wissen willst, wie dat ausgeht. Ich sach ma so: Vadächtige hammse genuch und die Leiche bleibt tot.

    Also, mir als gebürtiger Ruhrpottler is dat Herz aufgegangen, bei den Krimi. Dat Flair von früha hammse ganz töffte rüber gebracht nache heutigen Zeit. Auch so vonne historischen Begebenheiten her. Hach, getz schwaller ich schon so wie die Stukadierten, t´schuldigung! Aber et is so, hömma. Auch die Figuren, vor allem Puff&Poggel, sind exzellent gezeichnet. Ja, is gut, „gezeichnet“ – widda son Fachbegriff, ich weiß. Die Puff hat da son Krösken am laufen und der Poggel hätte gerne auch eins. Klasse, wie dat beschrieben is, hömma. Kommse dir vor als stehse dabei. Nur unsichtbar. Ich glaube, die Szene, wo et bei der Puff am kribbeln is und wo se mit ihrn Lowwer am … na, du weiß wat ich meine, ich glaube, die Szenen hat die Detering geschrieben. Und beije Ermittlungen undsoweita hatse den Radke wieder mit sein lassen. Der Radke hat dafür dat mit dem Schmeling schreiben dürfen – Max Schmeling, den Boxer, kennse doch, oder? Hatte ich ganich erwähnt mit den Schmeling? Ja kuck, hasse noch wat worauf de dich freuen kanns!

    So, tun wa ma Butter bei die Fische, wat gebn wa den Autorenduett für ne Punktzahl? Ich würd sagen, die volle, hömma! Ein suuuper Krimi vor – pass auf, getz kommt widda wat gestelztes – vor atemberaubender Ruhrpott-Kulisse! Leckomio, wa! Ein Muss für Puff&Poggel-Fans, ein Muss für Menschen, die wie wir ausm Pott dat Herz am rechten Fleck tragen und ein Muss für schwatt-gelbe wie blau-weiße, wennse vastehs wat ich meine.

    Also, weiße Bescheid: geh nach dein Buchladen und hol dir dat Dingen! Glück auf!

    Kommentare: 3
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    Joan9114s avatar
    Joan9114vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr gelungener vierter Teil - voll Lokalkolorit, Zeitgeschichte und Spannung. Absolut zu empfehlen!
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    EditionOberkassel_Verlags avatar
    EditionOberkassel_Verlagvor einem Jahr
    mondes avatar
    mondevor einem Jahr

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