Der Sommer des Raben

von Monika Detering 
4,5 Sterne bei12 Bewertungen
Der Sommer des Raben
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Suse33s avatar

Wunderbare Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.

SabineGiesens avatar

Eine sehr unterhaltsame Geschichte, die durch den Stil und die Sprache der Autorin besticht

Alle 12 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Sommer des Raben"

Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlt sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Um sich von vermeintlicher Schuld zu befreien, will sie ihm posthum einen großen Wunsch erfüllen und die Rabenmarionette Havran finden. In Prag erzählt ihr der Puppenbauer Pavel, dass diese Figur aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Spejbl & Hurvínek stammen soll. Eine verhängnisvolle Affäre auf Hiddensee lässt Siri erneut nachforschen. Die Spuren des Raben führen bis in die 1930er Jahre und dramatische Umstände ziehen sie in die Ereignisse einer düsteren Vergangenheit hinein.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958131170
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:200 Seiten
Verlag:edition oberkassel
Erscheinungsdatum:14.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Jozavor 4 Monaten
    Außergewöhnlich und fesselnd

    Ein außergewöhnliches Buch mit vielen unvorhersehbaren Ereignissen. Die Emotionen wurden gut herausgearbeitet. Die Charaktere waren durchdacht und der Charakter des zwielichtigen Magnus wurde anschaulich dargestellt.

    Siri ist von Beruf Agentin für Puppenexponate. Ihr Lebensgefährte Felix ist aufgrund eines Unfalls verstorben und Siri gibt sich die Schuld an seinem Tod. Felix war bis dahin auf der Suche nach einer ungewöhnlichen Marionette, hier einem Raben (Havran) und Siri setzt sich das Ziel diese Marionette zu finden. Es wird zu ihrer wichtigsten Aufgabe. Dafür nimmt sie sich eine Auszeit und lässt zumindest zeitweise ihre neue Liebe und ihre Freundschaften hinter sich. Einerseits um die Marionette zu finden, andererseits aber auch um etwas Abstand zu bekommen und ihr Leben neu ordnen zu können.
    Dort trifft sie auf den listigen Magnus, der ihr Liebesleben wieder etwas auf den Kopf stellt.

    Die Geschichte hat mich von Anfang an mitgenommen. Der lockere Schreibstil führt dazu, dass man das Buch weglesen kann. Auch das Ende war für mich nicht absehbar und hat mir gut gefallen. Das Extra an Humor wurde gut eingearbeitet. Mir hat das Buch sehr gefallen und kann es somit nur weiterempfehlen. Man konnte sogar eine Moral erkennen. Man kann erst etwas neues beginnen, wenn man mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat. 

    Kommentare: 1
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    Suse33s avatar
    Suse33vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderbare Geschichte, die mich sehr zum Nachdenken gebracht hat.
    Eine große Suche...


    Die Geschichte handelt von Siri. Sie ist Expertin für Puppenexponate und besonders eine Rabenmarionette , die ihrem verstorbenen Freund Felix, sehr wichtig war, lässt sie nicht mehr los. Sie begibt sich auf eine außergewöhnliche Suche... nicht nur nach Havran, sondern auch nach sich selbst.


    Das Cover des Buches hat durch das kräftige Rot eindeutig Signalwirkung und fällt auf. Der Rabe, der das Titelbild ziert, zeigt, dass er im Mittelpunkt der Geschichte steht.


    Der Schreibstil von Monika Detering hat mich sehr begeistert. Sie hat die Gabe mit Worten fantastische Bilder zu malen und enorme Emotionen zu übermitteln. Ich habe mit Begeisterung jedes Wort verschlungen.


    Die Charaktere des Buches waren mir nicht alle sympathisch, aber so ist das wahre Leben. Ihre Protagonisten haben Ecken und Kanten, was mir sehr gut gefallen hat. Überrascht hat mich das Ende der Story. Es war toll die einzelnen Zusammenhänge erst am Schluss zu entdecken  und somit blieb die Spannung das ganze Buch über erhalten.


    Ein tolles Buch, welches ich gerne weiterempfehle.

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    Martinchens avatar
    Martinchenvor 7 Monaten
    Der Sommer des Raben

    "Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlt sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Um sich von vermeintlicher Schuld zu befreien, will sie ihm posthum einen großen Wunsch erfüllen und die Rabenmarionette Havran finden. In Prag erzählt ihr der Puppenbauer Pavel, dass diese Figur aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Spejbl & Hurvínek stammen soll. Eine verhängnisvolle Affäre auf Hiddensee lässt Siri erneut nachforschen. Die Spuren des Raben führen bis in die 1930er Jahre und dramatische Umstände ziehen sie in die Ereignisse einer düsteren Vergangenheit hinein." - soweit der Klappentext.

     

    Monika Detering wollte Schiffsjunge, Malerin oder Schriftstellerin werden. Sie arbeitete viele Jahre als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland (z.B. Washington, Philadelphia und New York). Durch lange Aufenthalte an der Nordsee wurde das Meer ihr Sehnsuchtsort. Sie war als freie Journalistin tätig und entschied sich später für das belletristische Schreiben. Detering ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern und den 42erAutoren . (Quelle: amazon).

     

    Das Cover zeigt, passend zum Titel, eine Raben-Marionette auf rotem Grund, na ja, nicht ganz, der Rabe sieht sehr echt aus, wird jedoch an Fäden geführt. Sehr schlicht, sehr schön.

     

    Monika Detering schreibt einen gut lesbaren Stil. Ihre Protagonisten werden lebendig beschrieben. Dieser Roman beginnt mit dem Tod von Felix und Siris Trauer. Diese lässt sich sehr gut nachvollziehen. Auch die Beschreibungen von Hiddensee und Prag haben mir sehr gut gefallen. Unvorhergesehene Wendungen erhöhen die Spannung.

     

    Fazit:  ein spannender Roman mit viel Wissenswertem über die Prager Puppenspieler

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    SabineGiesens avatar
    SabineGiesenvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Eine sehr unterhaltsame Geschichte, die durch den Stil und die Sprache der Autorin besticht
    Eine sehr unterhaltsame Geschichte, die durch den Stil und die Sprache der Autorin besticht

    Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlts sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Deshalb will sie ihm posthum einen vermeintlichen Wunsch erfüllen: die Rabenmarionette Havran finden.

    Auf der Suche nach dem Raben erwarten Siri mysteriöse Hinweise und unerwartete Ereignisse.

    Die Autorin versteht es meisterhaft Siris Trauer zu beschreiben ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Man erhält einen Einblick in die Arbeit einer Agentin für Puppenexponate und geschickt in die Geschichte eingebundene Informationen zu den Puppen. Jeder, der das Buch gelesen hat, wird Prag vermutlich in einem anderen – geheimnisvollem – Licht sehen, wenn man dies nicht bereits aus eigener Erfahrung so erlebt hat.

    Ich mag die Sprache und den Stil der Autorin. Der Sommer des Raben ist eine unterhaltsame Geschichte, die mit einigen Erkenntnissen aufwartet und dennoch nicht lehrhaft daherkommt. Die Autorin versteht es, skurrile Figuren geschickt in die Story einzuflechten.  

    Alles in allem ein Buch, das ich empfehlen kann.

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    heinokos avatar
    heinokovor 8 Monaten
    Ein Buch wie Bitterschokolade

    Ein Buch wie Bitterschokolade

     

    Es fällt mir schwer, diesem kleinen großen Roman gerecht zu werden.

    Da gibt es eine klare Handlung: Felix stirbt durch einen unglücklichen Unfall und Siri, seine Lebensgefährtin, erlebt die dunkelste Zeit ihres Lebens. Sie flieht in ohnmächtiges Verharren, lässt andere bestimmen, gewährt dem inneren Stillstand und aufblitzenden Erinnerungsbildern sehr viel Raum. Schließlich nimmt sie, von Beruf Agentin für Puppenexponate, die von Felix begonnene Suche nach der Raben-Marionette Havran aus der weltberühmten tschechischen Werkstatt Spejbl & Hurvinek wieder auf, und mit dieser geradezu besessenen Suche beginnt sich auch ihr inneres Leben wieder in Bewegung zu setzen.

    Mir war beim Lesen dieses Buches meistens kalt. Die beschriebene Trauer fiel mich an wie eine plötzliche Erkältung. Und Siri’s ergebenes Stillhalten ließ auch mich erlahmen. Die sehr detailgenau erzählte Welt der Marionetten war einerseits faszinierend, andererseits blieben die Puppen und Marionetten und Raben im gesamten Buch leblos. Ursprung und Besitz, ja – aber an keiner Stelle des Buches wurden sie zum Leben erweckt, nahm sich ein Puppenspieler ihrer an und hauchte ihnen Persönlichkeit ein. Und so fühlte ich mich auch beim Lesen: An den Fäden der Autorin hängend, ihrer erzählten Geschichte folgend, aber ohne eigenes Leben. Hingerissen von ihrem intensiven, feinsinnigen Schreibstil, in dem sich eine nüchterne, fast abgehackte Schreibweise mit Stellen von lyrischer Schönheit abwechselt. Übrig bleibt mir vom Buch der Geschmack von Bitterschokolade – süß und bitter gleichermaßen.

     

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    JuergenEdelmayers avatar
    JuergenEdelmayervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ungewöhnlich und faszinierend. Ein schönes Buch!
    Für Freunde außergewöhnlicher Geschichten

    Der Verlag Edition Oberkassel stellte mir freundlicherweise ein Leseexemplar von Monika Deterings Roman: „Der Sommer des Raben“ zur Verfügung. Hier mein Urteil dazu.

     

    Zur Handlung

    Siri Nilsdotter lebt in Berlin und handelt mit Marionetten. In Prag stoßen sie und ihr Lebensgefährte Felix auf die Spur des Raben Havran, einer Marionette von nahezu legendärem Ruf. Als Felix verunfallt und stirbt, sieht Siri es als ihre Aufgabe an, Havran aufzuspüren. Mit der Zeit wird die Suche für Siri zu einer regelrechten Obsession. Eine mehrmonatige Auszeit auf Hiddensee möchte Siri nutzen, um wieder zu sich zu finden und ihr Leben in den Griff zu bekommen. Doch auch auf der Insel stößt sie immer wieder auf Hinweise, die auf irgendeine Weise mit Havran und Siris verstorbenen Lebensgefährten Felix in Verbindung stehen.

     

    Mein Eindruck

    Monika Detering erzeugt in ihrem Roman eine traumartige Atmosphäre. Einbildung und Ungewissheit bestimmen häufig Siris Wahrnehmung, und einige der Bekanntschaften, die sie schließt, legen ein seltsames Benehmen an den Tag. Beim Lesen dieses Buches fühlte ich mich an Gustav Meyrinks: „Der Golem“ oder auch an „Nachts unter der Steinernen Brücke“ von Leo Perutz erinnert. Monika Deterings Sprache spiegelt diese mitunter verstörende Atmosphäre adäquat wider. So gerät „Der Sommer des Raben“ zu einer phantasievollen Reise mit pittoresken Gestalten und einer Geschichte, die auf den ersten Blick voller Umwege und undurchsichtiger Verwicklungen zu sein scheint, aber dennoch konsequent ihrer Auflösung entgegenstrebt.

     

    Fazit

    „Der Sommer des Raben“ ist all jenen zu empfehlen, die Freude an schöner, ausdrucksvoller Sprache haben und ungewöhnliche Geschichten lieben. Ein Buch, auf das man sich als Leser einlassen muss, um in die Geschichte hineinzufinden. Wem das gelingt, der dürfte es kaum bereuen.

    Gewissermaßen als Bonus findet sich im Anhang des Buches zusätzlich das Gedicht: „Der Rabe“ von Edgar Allan Poe. In diesem Zusammenhang meine Empfehlung an alle, die glauben, der Dichter habe seine Werke ausschließlich im Opiumrausch verfasst: Lest seinen Aufsatz: „Die Philosophie der Komposition“. Die Lektüre dürfte ziemlich ernüchternd wirken, geht doch daraus hervor, dass „Der Rabe“ über eine ausgeklügelte mathematische Struktur verfügt.

     




    Diese Rezension gibt es auch auf meinem Blog: http://autoreninfo.over-blog.de/2018/01/buchbesprechung-der-sommer-des-raben-von-monika-detering.html

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    ManuelaBes avatar
    ManuelaBevor 9 Monaten
    Gefühlvoll

    Der Sommer des Raben aus der Feder der Autorin Monika Detering hat mich in die mir eher unbekannte Welt der Marionetten geführt. Siri gibt sich die Schuld am Tod ihres Lebensgefährten Felix und begibt sich zwecks Überwindung dieser Schuldgefühle auf die Suche nach einer Rabenmarionette von der Felix wie besessen schien, seitdem er sie auf einem Foto gesehen hatte. Bei der Suche steuert Siri unterschiedlichste Stationen an und lernt auch neue Menschen kennen und sie lässt sich auf eine verhängnisvolle Affäre ein. Die Suche endet dramatisch und bringt Siri in eine gefährliche Lage.


    Der Schreibstil der Autorin war für mich an etlichen Stellen etwas langatmig zu lesen, gerade wenn es um die Gefühlswelt von Siri ging. Wer ein Buch mit schneller Handlung mag, dem würde ich dieses Buch nicht empfehlen, wer dagegen gerne tief in menschliche Gefühle und Gedanken eintaucht wird den Schreibstil lieben. Die Geschichte selber hat mir gut gefallen, es hätte nur gerne an einigen Stellen straffer zugehen können. Die Charaktere werden stimmig angelegt und ich konnte der Handlung gut folgen. Ein Buch eher für stille Momente und nichts was ich nebenbei gelesen habe.

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor 9 Monaten
    Kurzmeinung: ungewöhnlicher Erzählstil mit starken Sogeffekt
    Auf der Suche nach der verschwundenen Marionette


    Siris Partner Felix stirbt nach einem Unfall, an dem sie sich die Schuld gibt. Sie versinkt in Trauer. Mit Mühe bringt sie die Beerdigung hinter sich. Lässt zu, dass Felix Eltern, die sie bisher nicht kannte, die Organisation des Begräbnisses an sich reißen, sich in ihr Haus einquartieren. Im letzten gemeinsame Urlaub, den Siri mit Felix verbracht hat, waren  sie in Prag . Dort haben sie bei einen Marionettenmacher das Foto einer Raben-Marionette gesehen. Leider wurde sie dem Tschechen Pavel gestohlen.  Felix ist daraufhin geradezu besessen von der Puppe. Er will sie unbedingt haben. Siri glaubt nun, diese Marionette für Felix, posthum finden zu müssen. Sie vergräbt sich völlig in diese Suche, vernachlässigt ihre Arbeit, ihre Freunde. Um Abstand zu gewinnen, beschließt sie für 6 Monate nach Hiddensee zu ziehen. Dort lernt sie den zwielichtigen Magnus kennen und beginnt eine Affäre mit ihm. Magnus scheint sich ebenfalls für den Raben zu interessieren. War ihre Bekanntschaft kein Zufall ? Siri ist sich sicher, Antworten auf ihre Fragen findet sie nur in Prag. Entschlossen fährt sie dorthin und gerät in große Gefahr.
    Der Schreibstil der Autorin ist gewöhnungsbedürftig. Sie lässt ihre Gedanken treiben. Dadurch wird die Handlung sprunghaft und erfordert vom Leser eine gewisse Beweglichkeit. Wer sich darauf einlässt, wird dieses Buch lieben. Ich hatte das Gefühl in einem Boot zu sitzen, das sich immer schneller auf den Abgrund zu bewegt. Beeindruckend  intensiv schildert die Autor die Trauer und das Gefühl der Verlassenheit von Siri. Dabei hatte ich immer wieder  ein starkes Gefühl der Bedrohung. Besonders unheimlich fand ich Felix Eltern. Deren Verhalten war in meinen Augen mehr als sonderbar. Das Ende hat mir gut gefallen, auch wenn es für mich etwas knapp ausfiel und einiges der Phantasie des Lesers überlassen bleibt .

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    efellvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Die Suche nach einem Schatz - eine Marionttenpuppe
    Die Welt der Marionetten

    eine wirklich besondere Geschichte.
    Zuerst wird man mit dem Tod des Freundes konfrontiert, mit der Trauer, den vielen Veränderungen, Problemen, die sich daraus entwickeln. Zwischendurch geistern immer wieder die Marionetten, die besondere Rabenpuppe durch die Blätter. Die Suche nach der Rabenmarionette Havran kann als die Suche nach der heilen Vergangenheit, der Verbindung mit Felix, den Wünschen, dem Sinn des Lebens... gedeutet werden..
    Die Schauplätze in Prag, aber besonderes der Winter in Hiddensee wurden sehr einfühlsam geschildert, sodass man sich alles gut vorstellen konnte. Die Text ist flüssig geschrieben, die Sprache klar und gut vorstellbar.
    Aber warum im Titel "Sommer" steht, ist mir nicht einleutend, "Winter" würde besser passen.
    Marionetten sind schon ganz besondere Puppen, weil sie mit feinen Fäden, geschickten Händen gesteuert, locker und leicht durch die Welt schweben - schon als Kind war ich vom Marionettentheater in Salzburg begeistert.
    Schön, durch diesen berührenden Roman, diese Erinnerungen aufzufrischen.

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    Wedmas avatar
    Wedmavor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wohl geübter Schreibstil, ungewöhnliche, spannende Geschichte. Habe ich sehr gern gelesen!
    Eine ungewöhnliche, gute Geschichte.

    „Der Sommer des Raben“ von Monika Detering habe ich sehr gern gelesen und empfehle den Roman auch gern weiter.

    Siri Nilsdotter, eine junge schöne Frau, sucht nach einer Marionette, einem besonderen Raben, von dem ihr verstorbener Lebensgefährte mal so beeindruckt war. Siri hat mit Marionetten beruflich zu tun, also nutzt sie all ihre Möglichkeiten, um den Raben zu finden. Auf dieser Suche trifft sie bemerkenswerte Menschen. Sie verliebt sich auch neu.

    Die Schauplätze sind schön atmosphärisch: mal ist Siri auf Hiddensee, dort passieren ihr einige spannende Dinge, mal ist sie in Prag, da der Erschaffer des Raben dort tätig sein soll, ihr Haus hat sie aber in einem Dorf in der Nähe von Berlin. Überall war ich mit Siri live dabei und habe die faszinierende Welt der Marionetten und Sammler kennengelernt.

    Allem voran fällt der wohl geübte, ausgereifte Schreibstil auf. Schon allein der hat mir viel Lesevergnügen bereitet und ließ die Seiten immer weiterblättern.

    Auch die Art, wie die Geschichte erzählt wurde, hat mir sehr zugesagt: alles kam so authentisch und ungezwungen rüber, einfach meisterhaft. Ich konnte prima in das Geschehen eintauchen. Ich mochte gern dort auch länger verweilen. Die Wendungen der Handlung konnte ich kaum voraussehen. Die Frage: Und wie ging es weiter?, trieb die Neugier bis zur letzten Seite voran.

    Fazit: Alles in allem ist es ein ungewöhnlicher Roman geworden, mit manchmal skurrilen Figuren und einigen mystischen oder gar Horrorelementen zum Schluss. Eine sehr gute Geschichte. Habe ich gern gelesen.

    Ich verbleibe auf weitere Werke der Autorin gespannt und vergebe gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

    Kommentare: 4
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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    dreamlady66s avatar
    Hi all - ich verlose hier ein Rezi-Exemplar der Edition Oberkassel, innerhalb D, greift zu.
    Eine spätere Rezi ist Pflicht. Parallel würde mich interessieren, warum gerade dieses Buch? Bitte um originelle Antworten :)
    Bis bald...
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    mondes avatar

     Liebe Lovelybooker,

    heute lädt Euch herzlich der Verlag edition oberkassel zu einer neuen Runde ein, zu dem im Dezember 2017 erschienenen Roman "Der Sommer des Raben". Einige haben hier schon dazu Rezensionen geschrieben.

    Die edition oberkassel stellt 10 Printbücher zur Verfügung. Bewerben könnt ihr euch ab sofort. Es wird eine spannende und ungewöhnliche Reise nach Hiddensee, Prag, an die Havel ...

    Hier der Klappentext:

    Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlt sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Um sich von vermeintlicher Schuld zu befreien, will sie ihm posthum einen großen Wunsch erfüllen und die Rabenmarionette Havran finden. In Prag erzählt ihr der Puppenbauer Pavel, dass diese Figur aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Spejbl & Hurvínek stammen soll. Eine verhängnisvolle Affäre auf Hiddensee lässt Siri erneut nachforschen. Die Spuren des Raben führen bis in die 1930er Jahre und dramatische Umstände ziehen sie in die Ereignisse einer düsteren Vergangenheit hinein.

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