Monika Detering , Horst-Dieter Radke Endstation Heißen

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Inhaltsangabe zu „Endstation Heißen“ von Monika Detering

Mülheim 1953. Es geht langsam aufwärts, und Kriminalinspektor Alfred Poggel kann sich den ersten Urlaub am Lago Maggiore leisten. Was kümmern ihn da die Vergewaltigungen an der Straßenbahnhaltestelle in Heißen. Soll sich doch die Sitte darum kümmern. Zurück in Mülheim ist Schluss mit Dolce Vita: Unweit der Heißener Gnadenkirche werden zwei junge Frauen missbraucht und erwürgt. Allzu schnell lässt der neue Staatsanwalt Dr. Heinermann einen Verdächtigen verhaften. Die Volksseele kocht, und als die Polizei Werner Hasenfuß laufen lassen muss, weil er zweifelsfreie Alibis hat, droht ein Lynchmord. In alten Akten aus der Nazizeit entdeckt Poggel erste Hinweise auf den Täter. Aber ohne die Hilfe seiner Zimmerwirtin Anna Puff und den persönlichen Einsatz seiner ungeliebten Mitarbeiterin Rosemarie Stankowski hätte der Inspektor keine Chance, ihn zu überführen.

ganz ok für zwischendurch! etwas schleppende Ermittlungen..

— capitolinstrumentsx
capitolinstrumentsx

Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Leider war es streckenweise nicht sehr spannend, was an stockenden Ermittlungen liegen dürfte

— Sick
Sick

Ein besonderer historischer Krimi mit einem sympathischen Ermittlerteam von einem sympathischen Autorenteam.

— Floh
Floh

Solider Krimi mit viel Zeitgeschichte und Lokalkolorit

— Igelmanu66
Igelmanu66

Nachkriegszeit im Pott: weitgehend authentisch dargestellte Krimireihe mit einigen Macken & sehr abruptem Ende. Humorvoll und lesenswert!

— TochterAlice
TochterAlice

Ein Hauch von Nostalgie und lebendige Nachkriegsgeschichte im Krimi gut verpackt

— Antek
Antek

Wieder etwas von Alfred Poggel und Anna Puff. Ein unterhaltsamer Krimi aus dem Ruhrgebiet.

— Horst_Berger
Horst_Berger

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  • Themen
  • Nervenaufreibend - aber nicht zwingend auf die gute Art

    Endstation Heißen
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    Mühlheim 1953. Alfred Poggel kann endlich seinen redlich verdienten Urlaub machen - wen wundert es da, dass er sich nicht mit den U-Bahn Misshandlungen an einigen Frauen auseinandersetzen möchte. Ist sowieso nicht seine Sache, er ist schließlich bei der Mordkommission - da soll sich mal schön die Sitte darum kümmern. Als allerdings die erste Frau erwürgt aufgefunden wird hat er keine andere Wahl mehr, als sich darum zu kümmern..  Ein Krimi mit historischem Hintergrund - das sind eigentlich zwei Dinge, die mich absolut ansprechen. Leider musste ich mich allein über unseren Protagonisten so sehr aufregen, dass ich mich nicht wirklich auf die Geschichte einlassen konnte. An allen Ecken und Enden legt er Wert darauf zu betonen, dass er sich nie hat gleichschalten lassen, niemals einer von den Braunen gewesen ist und wie sehr er diese Sippe doch verachtet - lobenswert, und auch ein Pluspunkt - sein Frauenbild deckt sich aber leider zu sehr mit diesen Idealen. Mir ist durchaus bewusst, dass Frauen im Berufsleben damals kritisch betrachtet wurden, von einem Mann der sich aber betont liberal gibt - nein! Das hat mich einige Nerven gekostet. Und ich hatte mich eigentlich nie für besonders emanzipiert gehalten. Auch die Krimihandlung war mir zu träge und zu vorhersehbar. Ab etwa der Hälfte des Buches war mir klar, dass nur eine Person als Täter in Frage kommt. Gespannt war ich dann noch auf die Motive, aber auch die haben mich leider enttäuscht. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, letztendlich wurde mir da einfach ein wenig zu tief in die Klischeekiste gegriffen. Dann noch ein offener Cliffhanger am Ende - das mag ich bei (eigentlich) abgeschlossenen Krimis einfach nicht. Die zwei Sternchen gibt es für die authentische Darstellung der damaligen Zeit und für eine überaus gelungene Randfigur, nämlich Poggels Hauswirtin Anna Puff. Die ist nämlich genau so entzückend, wie ihr Name es vermuten lässt und hat mir an mehr als einer Stelle ein schmunzeln in's Gesicht gezaubert. Das Buch hätte für mich wohl einfach etwas mehr Puff und etwas weniger Poggel gebraucht.. 

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    • 2
    Sick

    Sick

    24. September 2014 um 20:20
  • Mülheim

    Endstation Heißen
    Luc

    Luc

    Mühlheim 1953. Als Alfred Poggel aus seinem italienischen Urlaubsdomizil zurück nach Mühlheim fährt erlebt er eine böse Überraschung. Zwei junge Frauen werden Opfer eines grausamen Mörders. Übereilt lässt der neue Staatsanwalt einen Verdächtigen verhaften, der vor dem Lynchmob in Sicherheit gebracht werden muss. Alfreds zupackende Zimmerwirtin Anna Puff hilft aus und übernimmt, ganz wie es ihre burschikose Art ist, einen Teil der Ermittlungsarbeiten mit dem Charme einer Ruhrgebietsschnauze. Dabei hat Alfred Poggel schon genug damit zu tun, die innovativen Ermittlungsbemühungen seiner Mitarbeiterin Rosemarie Stankowski ad absurdum zu führen. Frauen. Poggel findet sie anziehend, aber im Arbeitsleben überfordert. Trägt Poggel am Ende dasselbe frauenverachtende Gedankengut in sich, wie der Mörder?   Das Autorenduo Horst Dieter Radke und Monika Detering haben mit „Endstation Heissen“ einen echten Pageturner geschrieben. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, habe mich köstlich über Anna Puffs Ruhrgebietsdeutsch amüsiert und war ziemlich baff von der exzellenten Figurenzeichnung, die wirkliche Menschen zum Vorscheinen bringt mit all ihren absonderlichen Denk- und Handlungsweisen. Der Krieg hat die Menschen zu dem gemacht, was sie 1953 sind. Das kommt ungeheuer authentisch rüber und macht dem Genre Regionalkrimi alle Ehre.  

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    • 2
  • Zwei Ermordete, ein Verdächtiger festgenommen

    Endstation Heißen
    capitolinstrumentsx

    capitolinstrumentsx

    Zum Inhalt: Herr Poggel kommt grade aus dem Urlaub wieder, da passiert schon ein Mord: Zwei Frauen werden erst erwürgt, dann getötet. Schnell ist jemand festgenommen, doch ist Werner Hasenfuß wirklich der Verbrecher? Interessanter, historischer Roman, dem aber dennoch das gewisse etwas fehlt. Meine Meinung: Zwischendurch waren die Ermittlungen hier ziemlich schleppend und oft wurde auf andere, unbedeutendere Dinge abgelenkt. So wurde leider viel Potenzial einer tollen Krimigeschichte verschenkt. Allerdings fand ich Frau Puff besonders sympatisch.  Besonders authentisch fand ich den passenden Dialekt von Anna Puff, der mich einige Male echt zum Schmunzeln brachte. Dennoch muss ich sagen, dass mich Frau Puff anfangs doch ziemlich genervt hat, weil sie alles kommentieren musste und ihr Mund wirklich nie stillbleiben kann, was aber wiederum sehr identifizierend ist. :-) Doch nach einer Zeit schließt man Frau Puff und ihre wirklich offene Art richtig ins Herz, besonders als sie Hilfe bei den Ermittlungen bietet! Allerdings habe ich bis hier noch gar nicht richtig den eigentlichen Aspekt, den Krimi renzensiert, was wohl daran liegen könnte, dass dieser viel zu kurz gehalten ist, da viele andere Dinge in den Vordergrund rücken, wie z.B. der Frauenhass von Herr Poggel, sein Verhältnis zu Thekla oder auch Frau Puff selbst. Natürlich braucht ein Krimi auch Charakterstärke, doch hier waren es mir zu viele verschiedene Aspekte, die von dem eigentlichen Krimi ablenkten. Da hätte mir die liebe Frau Puff als Ablenkung völlig gereicht, sodass ich mir echt mehr von ihr gewünscht habe! Eine richtige Sympathieträgerin! Weiterhin ist Herr Poggel wohl eher das Gegenteil. Er ist meistens mies gelaunt und verächtlich gegenüber Frauen, was jedoch passend zu der damaligen Zeit war. Besonders auf seine Kollegin Rosemarie hat Herr Poggel es abgesehen und diskriminiert sie beinahe dauernd. Doch bald muss Herr Poggel einsehen, dass auch Frauen mehr als nützlich sein können... Alles in allem ein Roman mit vielen, liebenswerten Charakteren, aber eine weniger spannende Geschichte. Die 3 Sterne, die ich vergebe, sind beinahe ausschließlich den Charakteren zu verdanken, da ich mich mit der Krimihandlung nicht wirklich anfreunden konnte, sodass es mich sogar kaum interessierte, wer nun der Mörder war. Habe mir leider mehr erhofft und kann keine eindeutige Empfehlung geben.

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    • 2
  • Leserunde zu "Endstation Heißen" von Monika Detering

    Endstation Heißen
    katja78

    katja78

    Alfred Poggel & Anna Puff ermitteln wieder! Habt ihr Lust bei einem neuen Fall der Beiden mitzulesen? Wir stellen euch den neuen Band von Monika Detering und Horst-Dieter Radke vor und laden zur Leserunde ein! Mülheim 1953. Es geht langsam aufwärts, und Kriminalinspektor Alfred Poggel kann sich den ersten Urlaub am Lago Maggiore leisten. Was kümmern ihn da die Vergewaltigungen an der Straßenbahnhaltestelle in Heißen. Soll sich doch die Sitte darum kümmern. Zurück in Mülheim ist Schluss mit Dolce Vita: Unweit der Heißener Gnadenkirche werden zwei junge Frauen missbraucht und erwürgt. Allzu schnell lässt der neue Staatsanwalt Dr. Heinermann einen Verdächtigen verhaften. Die Volksseele kocht, und als die Polizei Werner Hasenfuß laufen lassen muss, weil er zweifelsfreie Alibis hat, droht ein Lynchmord. In alten Akten aus der Nazizeit entdeckt Poggel erste Hinweise auf den Täter. Aber ohne die Hilfe seiner Zimmerwirtin Anna Puff und den persönlichen Einsatz seiner ungeliebten Mitarbeiterin Rosemarie Stankowski hätte der Inspektor keine Chance, ihn zu überführen. Leseprobe PDF Die Autoren Foto: Birgit-Cathrin-Duval Monika Detering veröffentlicht seit vielen Jahren Krimis und Romane. In etlichen Anthologien ist sie mit Kurzgeschichten vertreten. Für die auf neun Bände angelegte Reihe »Puff & Poggel« kehrt sie zu ihren familiären Wurzeln in Mülheim zurück Mehr unter: http://www.monika-detering.de Horst-Dieter Radke, Autor zahlreicher Fach- und Sachbücher und Mitherausgeber des Autorenkalenders, hat sich mit Kurzkrimis und Erzählungen einen Namen gemacht und lässt Erinnerungen an seine Jugend im Ruhrgebiet einfließen. Gemeinsam mit Monika Detering engagiert er sich bei den »42er-Autoren e.V.«. Mehr unter: http://www.hd-radke.de Die Autoren werden die Leserunde begleiten! Wir vergeben für die Leserunde nun 15 Rezensionsexemplare. Wir würden gerne wissen, auf was ihr bei einem guten Krimi wert legt? Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und erwarten gespannt eure Leseeindrücke! Viel Glück! Eure Katja von Ka-Sas Buchfinder *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

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  • Bitte alle aussteigen!

    Endstation Heißen
    Sick

    Sick

    05. July 2014 um 18:03

    Alfred Poggel hat es im Moment nicht leicht. Der Krieg ist erst seit sechs Jahren vorbei, was die Polizeiarbeit nicht eben einfacher macht. Gerade erst wurde ein neuer Staatsanwalt eingesetzt, immerhin kein Brauner. Und zu allem Überfluss soll er auch noch seine Vermieterin Anna Puff in ihrem neuen Käfer an den Lago Maggiore kutschieren, weil sie ihren Führerschein noch nicht hat. Erholsamer Urlaub sieht anders aus bei fünfzigtausend Wörtern am Tag. Bei Poggels Rückkehr steht auch schon ein neuer Fall auf der Tagesordnung: Eine junge Frau wurde auf dem nächtlichen Nachhauseweg vergewaltigt und ermordet. Schnell bildet sich ein wütender Mob, der einen Verdächtigen auf dem Silbertablett präsentiert. Aber bei den Ermittlungen stößt Poggel immer wieder auf blinde Enden...   "Endstation Heißen" führt den Leser ins Mülheim von 1951. Alfred Poggel hat bei der Polizei schnell Karriere gemacht, weil er sich seinerzeit von den Nazis distanziert hatte und der deutsche Staat dringend vertrauenswürdige Mitarbeiter braucht. Trotzdem hat er sich einige erzkonservative Ansichten beibehalten, was mir persönlich irgendwann mehr als sauer aufgestoßen ist. Ständig krittelt er an seiner jungen Kollegin Rosemarie Stankowski herum, lässt sie Protokolle abtippen und würde sie am liebsten zu Hause in der Küche wissen. Das war sicher damals die Einstellung vieler Männer, allerdings ist mir das etwas zu oft thematisiert worden. Zum Glück gibt es aber noch Menschen, die da anders denken und das auch zum Ausdruck bringen. Dabei ist Alfred Poggel alles andere als ein Frauenhasser, wohnt er doch bei seiner Vermieterin Anna Puff und unterhält eine Affäre mit der Prostituierten Thekla, die er sehr gut behandelt. Anna hat mich am Anfang ziemlich genervt, weil sie ständig ihre Schnauze offen hatte und zu allem ihren Senf dazu geben musste. Mit der Zeit konnte ich mich aber mit ihr anfreunden, weil sie einfach ein offener Mensch mit einem großen Herzen und ehrlicher Haut ist. Obwohl sie mit Alfred ein rein geschäftliches Verhältnis hat, steht sie ihm mit Rat und Tat zur Seite. Das weiß er zu schätzen und revanchiert sich auch dafür. Der Fall ist hauptsächlich als normale Polizeiarbeit aufgebaut. Recherche und Befragungen gehen Hand in Hand, auch wenn Alfred schnell frustriert feststellen muss, dass es leider nicht so einfach ist wie anfangs angenommen. Zwischendrin erhascht der Leser aber auch einen Einblick in das Innere des Täters, was die Ermittlungen für ihn interessanter macht. Leider wurde das aber nicht konsequent genug durchgezogen, denn diese Einblicke werden mit der Zeit weniger und zum Schluss gibt es nicht einmal eine Befragung mit dem "Warum". Hier hätten ein paar Seiten mehr ganz gut getan, auch wenn krimibewanderte Leser sich das "Warum" selbst denken können. Der Schreibstil ist flüssig und gut leserlich. Ab und zu werden Sätze im örtlichen Dialekt widergegeben, was dem Ganzen noch mehr Authentizität verleiht. Die Beschreibungen der damaligen Lebensumstände sind detailliert, aber nicht zu ausschweifend dargestellt, so dass man sich gut in diese Zeit hineinversetzen kann.   Insgesamt hat mir das Buch recht gut gefallen. Leider war es streckenweise nicht sehr spannend, was den stockenden Ermittlungen geschuldet sein dürfte. Trotzdem werde ich Alfred Poggel wohl noch einmal begleiten. Seinen ersten Fall kann man in "Blütenreine Weste" nachlesen.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    kubine

    kubine

    01. July 2014 um 17:17
  • Rezension zu "Endstation Heißen" von Monika Detering und Horst-Dieter Radke

    Endstation Heißen
    dorli

    dorli

    22. June 2014 um 17:51

    Mülheim 1953. Kaum ist Alfred Poggel vom Urlaub am Lago Maggiore mit Zimmerwirtin Anna Puff zurück, holt ihn der Alltag schon wieder ein. Im Stadtteil Heißen wurden zwei junge Frauen ermordet. Schnell ist ein Verdächtiger festgenommen – doch ist Werner Hasenfuß wirklich der Mörder? In diesem historischen Krimi sind Monika Detering und Horst-Dieter Radke die Beschreibungen von Ort und Zeit ausgezeichnet gelungen - ruckzuck war ich nicht nur mittendrin im Geschehen, sondern wurde auch direkt ins Mülheim der 1950er Jahre katapultiert. Die Stadt wird von den Autoren prima in Szene gesetzt und besonders Anna Puffs Dialekt unterstreicht den Schauplatz Ruhrgebiet. Ganz hervorragend dargestellt und absolut der Zeit entsprechend: Alfred Poggels Frauenbild. Das bekommt besonders seine Kollegin Rosemarie Stankowski deutlich zu spüren. Man kann sich ganz herrlich über Alfreds aus heutiger Sicht rückständige Einstellung aufregen, doch in der Nachkriegszeit war das eben eine fast allgemeingültige Meinung: Frauen haben im Beruf nichts zu suchen, sondern gehören an den Herd, oder sollten sich „im Beruf mit angemessenen Frauentätigkeiten begnügen“. Aber Alfred wird im Verlauf der Handlung kräftig angestupst und dazu genötigt, über seine Ansichten nachzudenken. Die Ermittlungen in den Mordfällen gestalten sich als schwierig. Die Spurensicherung war damals noch nicht so ausgereift wie heutzutage, man musste sich auf Verhöre und das Fragenstellen konzentrieren, Augen und Ohren offenhalten, clever kombinieren und manchmal eben auch den Täter mit einer nicht ganz ungefährlichen Aktion herausfordern. Anna muss nicht nur bei der Aufklärung der Morde behilflich sein und für die Polizei „spinksen gehen“, sie bekommt es mit einem Angriff auf ihr Portemonnaie zu tun: Sie wird erpresst! Der Schreck ist groß und die ansonsten so toughe Anna wirkt in dieser Situation verständlicherweise etwas hilflos, doch mit Alfreds Hilfe findet sich auch hier eine Lösung. Diese kleine Nebenhandlung fügt sich prima in das Gesamtgeschehen ein und rundet den Krimi sehr gut ab. „Endstation Heißen“ hat mir ein paar spannende Lesestunden beschert – ein unterhaltsamer Ausflug in das Jahr 1953.

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  • Authentisch und spannend

    Endstation Heißen
    Sabo07

    Sabo07

    Kommissar Poggel ermittelt. Als er mit seiner Hauswirtin Anna Puff aus dem Urlaub zurück kommt, wartet ein neuer Fall auf ihn. Eine junge Frau wurde erwürgt und vergewaltigt. Schon bald ist ein Täter gefunden und eingesperrt, doch als er im Gefängnis sitzt stirbt die zweite Frau. Das Polizisten-Team Poggel, Frollein Stankowski und Schnittger machen sich auf die Suche nach dem wahren Täter und dabei bekommen sie tatkräftige Unterstützung von Frau Puff. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr authentisch geschrieben, alles ist eher subtil und zugeknöpft, aber keineswegs langweilig. Der Mordfall steht hier natürlich im Vordergrund und zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch, immerhin haben wir es mit einem Kriminalroman zu tun. Aber auch die Beziehungen zwischen den Charakteren sind keine reine Nebensache. Sie sind klar ausgearbeitet und passen wunderbar ins Zeitgeschehen. Z.B. Poggels Einstellung zu arbeitenden Frauen, für die heutige Zeit untragbar, aber damals mit den Kriegsnachwehen noch im Nacken war das eben so. Auch gut gefallen hat mir, dass man selber denken muss. Nicht alles wird einem vorgesetzt, einiges steht zwischen den Zeilen und manchmal auch nur da als Andeutung. Der Schreibstil war sehr passend zum Buch. Es ist geschrieben, wie man damals gesprochen hat (zumindest, wie ich es auch aus Filmen aus der Zeit kenne, bin ja kein Zeitzeuge^^) und auch die Mundart der Gegend fließt mit ein. Trotzdem ist alles gut verständlich und lässt sich leicht und flüssig lesen.  Mein Fazit, das Buch ist etwas für jeden Krimifan und ich habe einen neuen Lieblingsermittler auf meiner Liste.

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    • 2
    monde

    monde

    20. June 2014 um 10:16
  • Authentisch und spannend

    Endstation Heißen
    Sabo07

    Sabo07

    20. June 2014 um 07:12

    Kommissar Poggel ermittelt. Als er mit seiner Hauswirtin Anna Puff aus dem Urlaub zurück kommt, wartet ein neuer Fall auf ihn. Eine junge Frau wurde erwürgt und vergewaltigt. Schon bald ist ein Täter gefunden und eingesperrt, doch als er im Gefängnis sitzt stirbt die zweite Frau. Das Polizisten-Team Poggel, Frollein Stankowski und Schnittger machen sich auf die Suche nach dem wahren Täter und dabei bekommen sie tatkräftige Unterstützung von Frau Puff. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist sehr authentisch geschrieben, alles ist eher subtil und zugeknöpft, aber keineswegs langweilig. Der Mordfall steht hier natürlich im Vordergrund und zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch, immerhin haben wir es mit einem Kriminalroman zu tun. Aber auch die Beziehungen zwischen den Charakteren sind keine reine Nebensache. Sie sind klar ausgearbeitet und passen wunderbar ins Zeitgeschehen. Z.B. Poggels Einstellung zu arbeitenden Frauen, für die heutige Zeit untragbar, aber damals mit den Kriegsnachwehen noch im Nacken war das eben so. Auch gut gefallen hat mir, dass man selber denken muss. Nicht alles wird einem vorgesetzt, einiges steht zwischen den Zeilen und manchmal auch nur da als Andeutung. Der Schreibstil war sehr passend zum Buch. Es ist geschrieben, wie man damals gesprochen hat (zumindest, wie ich es auch aus Filmen aus der Zeit kenne, bin ja kein Zeitzeuge^^) und auch die Mundart der Gegend fließt mit ein. Trotzdem ist alles gut verständlich und lässt sich leicht und flüssig lesen.  Mein Fazit, das Buch ist etwas für jeden Krimifan und ich habe einen neuen Lieblingsermittler auf meiner Liste.

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  • Lokal, nostalgisch und bemerkenswert!

    Endstation Heißen
    Floh

    Floh

    Das Autorenduo Detering und Radke begibt sich mit seinem neuen Krimi in vergangene Jahre und taucht mit den Ermittlerpaar Poggel und Puff in "Endstation Heissen" in nostalgische Zeiten und Gefilde. Hier geht es weitaus um mehr als nur Mord. Hier tun sich böse und erschreckende Abgründe auf, Pannen, Neid, Gier, Machthunger und verstörter Fanatismus...Das Duo übertrifft sich mit diesem Buch in Sachen Recherche, Lokalkolorit, Herzblut und schreiberisches Geschick und Tiefe wieder einmal selbst. Inhalt: "Mülheim 1953. Es geht langsam aufwärts, und Kriminalinspektor Alfred Poggel kann sich den ersten Urlaub am Lago Maggiore leisten. Was kümmern ihn da die Vergewaltigungen an der Straßenbahnhaltestelle in Heißen. Soll sich doch die Sitte darum kümmern. Zurück in Mülheim ist Schluss mit Dolce Vita: Unweit der Heißener Gnadenkirche werden zwei junge Frauen missbraucht und erwürgt. Allzu schnell lässt der neue Staatsanwalt Dr. Heinermann einen Verdächtigen verhaften. Die Volksseele kocht, und als die Polizei Werner Hasenfuß laufen lassen muss, weil er zweifelsfreie Alibis hat, droht ein Lynchmord. In alten Akten aus der Nazizeit entdeckt Poggel erste Hinweise auf den Täter. Aber ohne die Hilfe seiner Zimmerwirtin Anna Puff und den persönlichen Einsatz seiner ungeliebten Mitarbeiterin Rosemarie Stankowski hätte der Inspektor keine Chance, ihn zu überführen." Schreibstil: Der Schreibstil des Autorenteams Monika Detering und Hans Dieter Radke hat Wiedererkennungswert. Hier spürt man die Ortsverbundenheit, die Liebe zum Detail, die Einheit mit den Ermittlern und das Zusammengewachsensein in Sachen Schreiben und Fühlen der Ermittler Poggel und Puff. Keiner geht so nahe in die Thematik und legt das Offensichtliche so nahe, dass es nicht gesehen wird...Detering und Radke bieten rückblickende Recherche, koppelt Erkenntnissen und Handlungen so stimmig aneinander, vermischt Historik und Verschwörung, sodass der Leser an Gut und Böse zweifelt. In diesem historischen Krimi behandeln die Autoren die Thematik des nazistischen Fanatismus, sie provozieren, erregen, erschüttern, geben aber dennoch die Schönheit des Schwelgens in Erinnerungen nicht auf. Hier findet man teils längst vergessene Aspekte der Zeit vor knapp 60 Jahren. Charaktere: Bei der Auswahl der Charaktere haben sich die beiden Autoren auf eine ganz spezielle Mischung geeinigt. Wir begegnen hier alten Bekannten aus bisherigen Krimis um Alfred Poggel und Anna Puff, und aber auch viele neue überraschende Charaktere aus Politik, Regierung, Verbündungen und Alltag und Ermittlungen. Die beiden Hauptprotagonisten Anna und Alfred dringen tief in narzistische Abgründe vor und ringen hier mit Leben und Tod. Keiner hätte diese Rolle besser verkörpern können als diese beiden dargestellten Charaktere, einfach filmreif! Hinzu kommen die wunderbaren Dialoge mit Lokalcharakter. Sehr schön und liebevoll integriert. Auch die Auswahl an Viezeprotagonisten und die schmückenden Nebendarsteller sind in diesem Buch besonders abwechslungsreich gelungen. In diesem Buch gibt es eine Menge Sympathieträger. Manche davon nehmen im Verlauf der Handlung eine ganz andere Seite ein, diese gekonnten und raffinierten Wendungen zeugen von großem Talent und Geschick des Autorernduo. Hier ist "Schubladendenken" sicherlich nicht angebracht, denn hier erlebt der Leser einige Überraschungen. Die Darstellung der handelnden Personen ist authentisch und personifiziert geschildert. So bekommt der Leser die Möglichkeit Handlungen zu verstehen und sich zu identifizieren.  Schauplätze: Auch hier glänzen die Autoren und nehmen den Leser mit ins damalige Mülheim. Die Schauplätze und Kulissen zeugen von intensivsten Details. Die einzelnen Schauplätze sind so vielfältig wie die Charaktere in diesem spannenden Buch. Bizarre Orte, tiefe Abgründe, Kriminaltechnik von Einst,  politischer Status, Tatorte, aber auch die gute biedere Gemütlichkeit und Geborgenheit einer heilen Welt kommen nicht zu kurz. Die Autoren bieten dem Leser einen Blick in die Welt von Fremdenhass und Rachegefühl , geschundenen Seelen und Fanatismus. Diese schildern sie authentisch, ohne zu übertreiben und geschmacklos zu wirken. Gewürzt werden die Handlungsorte mit einer Brise Lokalkolorit, Vergangenheit, Nostalgie und bitterer Wahrheit. Meinung: Gerade wenn der Buchinhalt noch nachwirkt, und man das Buch mit einem zufriedenen Gefühl zuklappt, dann hat das Autorenteam mehr erreicht als einfach nur ein spannenden Krimi abzuliefern. Fasziniert bin ich davon, wie es den beiden Autoren immer wieder gelingt, die unzähligen und einzelnen Handlungsstränge des Geschehens zu einem einzigen dicken Ende zu verweben. Besonders angetan hat es mir, dass das Offensichtliche fast auf einem goldenen Tablett serviert wurde, man es als Leser aber immer wieder beiseite geschoben hat. Großes Talent, grandioses Werk. Das Buch schwächelt in keinem einzigen Moment und ich als Leserin war immer gespannt darauf, was mich als nächstes erwartet und verblüffen wird. Auch wenn die Spannung nicht auf Hochniveau war, so war man doch immer in Anspannung auf die nächsten Ereignisse und Ermittlungsschritte. Man wird unweigerlich zu Poggel und Puff! Die beiden Autoren: "Monika Detering, geboren in Bielefeld, mag ihre familiären Wurzeln in Mülheim-Ruhr und hielt sich oft auf den ostfriesischen Inseln auf. Nach vielen Jahren als Puppenkünstlerin mit Ausstellungen im In-und Ausland wie New York, Washington und Philadelphia war sie als freie Journalistin tätig. Heute schreibt und veröffentlicht sie Belletristik. Seit 2010 Zusammenarbeit mit Horst-Dieter Radke (Lauda-Königshofen) und seit 2009 diverse Projekte mit Silke Porath (Balingen) und Jutta Mülich †(Lunestedt)" "Horst Dieter Radke, Jahrgang 1953, geboren in Hamm/Westf., seit 1982 im Taubertal. Freiberuflich tätig als Autor, Lektor, Fachjournalist und Projektleiter. Schwerpunkte bei Fach- und Sachliteratur sind Informatik (Datenbanken, Office-Anwendungen), Wirtschaft (Rechnungswesen), Musik. Belletristische Texte entstehen für Kinder und Jugendliche (Märchen, Fantasy), Kurzgeschichten und Erzählungen in verschiedenen Genres (u.a. SF, Fantasy, Krimi, Historische Erzählungen) dazu Romane (auch im Team mit anderen Autoren)." Cover / Buch: Das Cover passt hervorragend in das Verlagsprogramm und wirkt optisch im Buchregal ganz besonders. Rot, düster und mit Fadenkreuz. Das gefällt mir sehr gut. Ein Blick auf den Ort in bedrohlichem Ton Das Cover ist die letzte Rundung zum rundum gelungenen Buch. Fazit: Da mir dieser historische Krimi durchweg mehr als sehr gut gefallen hat und ich das Buch guten Gewissens weiter empfehlen kann, vergebe ich gerne 5 Sterne! Nostalgisch, lokal und sympathisch. 

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    • 2
    Arun

    Arun

    14. June 2014 um 10:02
  • Mülheim 1953

    Endstation Heißen
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    12. June 2014 um 18:41

    Mülheim 1953 – Kommissar Alfred Poggel fährt mit seiner Vermieterin Anna Puff an den Lago Maggiore. Kaum ist er vom Urlaub zurück muss er sich mit einem Fall beschäftigen, bei dem eine junge Frau vergewaltigt und ermordet wurde. Ein Täter ist schnell gefunden, aber während der in Untersuchungshaft ist, gibt es einen weiteren Fall. Die Menschen ängstigen sich und würden am liebsten den Verdächtigen lynchen, allen voran ein alter Nazi. Daher ist für Poggel Eile geboten, er muss schnellstens den Täter überführen. Weil er aber mit seinen Ermittlungen nicht recht weiterkommt, muss Frau Puff als Hilfsermittlerin mit ran. Dagegen hat Poggel mit seiner forschen Mitarbeiterin Rosemarie Stankowski ein Problem, weil er nämlich der Meinung ist, dass Frauen an den Herd gehören. Die Geschichte spielt in den 50er Jahren und man erlebt Ermittlungen, die nicht durch unsere heutigen technischen Hilfsmittel und Analysen gelöst werden, sondern durch Menschenkenntnis und Geschick bei Verhören. Es ist die Zeit in der die Etagentoilette und die Zinkwanne noch normal waren und der Brezelkäfer eher die Ausnahme. Auch der Schreibstil gibt die damalige Zeit gut wieder. Der Arbeiter im Ruhrgebiet spricht nämlich nicht hochdeutsch, sondern Ruhrdeutsch. Das ist für alle, die nicht aus der Gegend stammen nicht so einfach zu lesen und zu „übersetzen“.  Lokalkolorit gibt es als zuhauf. Poggel ist in seinem Denken festgefahren, für ihn gehören Frau an den Herd oder höchstens noch in einen Frauenberuf aber nicht zur Polizei. Er muss erst von seinem Vorgesetzen dazu gebracht werden, das nochmal zu überdenken. Frau Puff hat ein lockeres Mundwerk und das Herz auf dem rechten Fleck. Ein Wunder, dass Poggel und Puff miteinander können. Dieser Krimi lebt nicht von der Spannung, sondern eher von dem Drumherum. Es hat Spaß gemacht ihn zu lesen. Das Cover perfekt zum Buch. Der Krimi war sehr unterhaltend.

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  • historischer Krimi.

    Endstation Heißen
    Igela

    Igela

    11. June 2014 um 10:26

    Mülheim 1953: Ein Vergewaltiger und Mörder treibt sein Unwesen. Er überfällt junge Mädchen immer bei der selben Strassenbahnhaltestelle in Heissen. Schon bald ist ein Täter gefunden: Hasenfuss, der schon Kinder belästigt hat. Doch Kriminalinspektor Alfred Poggel glaubt nicht daran, dass Hasenfuss die Morde begangen hat und hilft ihm unter zu tauchen. Poggel ist aber nicht nur mit diesem Fall beschäftigt. Nach dem Urlaub mit seiner Zimmerwirtin braucht sie seine Hilfe . Da sie am Lago Maggiore nackt im Pool gebadet hat und jemand sie mit den Fotos erpressen will, muss Poggel ihr aus der Patsche helfen. Dieser Krimi spielt um 1953, was beim lesen sehr gut ersichtlich war. Gegebenheiten , wie Etagentoiletten und das zu damaliger Zeit übliche Frauenbild wurde der Zeitepoche angepasst. Auch heute übliche Methoden in der Strafverfolgung sucht man in diesem Krimi vergebens. Die Geschichte liest sich flüssig, ein wenig Mühe machte mir der Dialekt, der ab und zu auftaucht. Die Protagonisten sind gut beschrieben, der Inspektor Poggel ist eher knurrig und mit einer Einstellung gegenüber arbeitenden Frauen, das leider früher üblich war. Ganz am Schluss des Buches geschieht noch ein Mord, der nichts mit den Vergewaltigungen zu tun hat und Platz lässt für eine Fortsetzung. Mir hat dieser Krimi sehr viel Spass gemacht und hat mich bestens unterhalten. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

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  • Viel Lokalkolorit, zeitgenössisches Flair und authentische Charaktere!

    Endstation Heißen
    PMelittaM

    PMelittaM

    Mülheim 1953: An einer  Endhaltestelle der Straßenbahn werden im Stadtteil Heißen zwei Frauen vergewaltigt und ermordet. Kriminalinspektor Poggel muss nicht nur den Täter finden, bevor er wieder zuschlägt, sondern sich auch mit seiner Zimmerwirtin Anna Puff, dem neuen Staatsanwalt und einer unerwünschten Kollegin herumschlagen. Wie schon im ersten Band lebt auch dieser Roman von seinem Lokalkolorit, seinem zeitgenössischen Flair und seinen authentischen Charakteren. Dass einige Passagen aus Sicht des Täters geschrieben sind, gibt diesen Passagen etwas sehr Bedrückendes. Anna Puff erhält auch hier wieder eine eigenen (kleine) Storyline. Sie gefällt mir immer besser, sie wird lockert das Geschehen auf und zaubert einem hin und wieder ein Schmunzeln ins Gesicht. Die Autoren haben da wirklich eine gute Kombination erschaffen. Wie schon im ersten Band tritt wieder eine zeitgenössische prominente Persönlichkeit auf. Mir gefällt das wirklich gut und ich bin gespannt, wen wir in Zukunft noch treffen werden und ob diese Auftritte einmal einen bestimmten Sinn ergeben werden. Die Auflösung ist logisch, doch leider wieder etwas zu kurz abgehandelt, gerne hätte ich etwas mehr über die Hintergründe des Täters erfahren, der Grund, warum er tut, was er tut, erscheint mir nicht ganz nachvollziehbar. Der zweite Poggel-und-Puff-Fall gefällt mir noch besser als der erste. Hat man den Vorgänger (und vielleicht auch die zwischendurch erschienenen Kurzgeschichten) gelesen, trifft man alte Bekannte wieder und ist schnell im Geschehen. Ich kann diese Krimiserie wirklich empfehlen (es soll noch weitere Bände geben) und vergebe 4,5 Sterne (die ich wie immer aufrunde). Wer gerne Krimis liest, die in vergangenen Zeiten spielen und auf gute Recherche Wert legt, ist hier auf jeden Fall richtig.

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    • 3
  • Tatort Mülheim an der Ruhr, 1953

    Endstation Heißen
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    „Als Mann haben Sie ja keine Vorstellung, wie das ist, von sonnem Ferkel angegrabscht zu werden. Erst fummeln, dann kommt die Vergewaltigung … Ham wer doch genuch gehabt. Und von da ist es zum Morden auch nicht weit … Ich fühl dat, die Anna Puff hat nen sechsten Sinn, falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten.“ Mülheim an der Ruhr, 1953. Das Straßenbahnfahren ist derzeit für die Frauen der Stadt kein reines Vergnügen. Der „Straßenbahngrabscher“, wie er genannt wird, belästigt vor allem in den Abendstunden allein fahrende Frauen. Und nun gab es auch noch eine Vergewaltigung in Heißen. Das Opfer wurde „aus der Straßenbahn geworfen und übelst zugerichtet“. Trotzdem fährt Kriminalinspektor Alfred Poggel entspannt in den Urlaub. Schließlich ist der „Grabscher“ ein Fall für die Sitte und nicht für ihn. Zurück in Mülheim muss er aber leider feststellen, dass seine Zimmerwirtin Anna Puff Recht hatte, denn nun findet man in Heißen die erste ermordete Frau. Und es wird nicht die letzte bleiben… An diesem Krimi hatte ich viel Spaß! Alles, was man sich von einem historischen Regionalkrimi erhofft, konnte ich in diesem Buch finden. Die eigentliche Krimihandlung ist solide und führt über diverse Irrwege und falsche Verdächtigungen letztlich zum Täter. Alles natürlich unter – aus heutiger Zeit – erschwerten Bedingungen. Von Dingen wie „DNA-Abgleichen“ wird noch nicht mal geträumt. Die Realität findet für die Mordkommission zu einem nicht unerheblichen Teil hinter staubigen Aktenbergen statt. Und wenn man zum Außeneinsatz fahren möchte, kann man nur hoffen, dass der Dienst-Käfer oder die Dienst-Horex nicht schon besetzt sind. Sonst bleibt nämlich nur das Dienst-Fahrrad! Daneben gibt es viel Zeitgeschichte und Lokalkolorit. Die Luft ist schwarz von der allgegenwärtigen Kohle. Der Begriff „Etagentoilette“ ist vielen nur zu gut bekannt, „Mann“ geht nach der Schicht in die Kneipe wohingegen „Frau“ mit Kittelschürzenuniform den Haushalt versorgt. Überhaupt ist die Rolle der Frau ein Thema, das in diesem Buch immer wieder aufkommt. Das tausendjährige Reich ist zwar vorbei, das dazugehörige Frauenbild aber immer noch in vielen Köpfen. Selbst bei solchen Männern, die sich klar vom Nationalsozialismus distanzieren. An dieser Stelle muss auch Poggel sich schwer an die eigene Nase fassen, denn der jungen Kollegin in seiner Abteilung traut er rein gar nichts zu und schikaniert sie fortwährend. Aber alle Freunde von Poggel können beruhigt sein: Der Mann ist zum Glück lernfähig! Lokalkolorit gibt’s auch in Sachen Sprache. Während Poggel und seine Kollegen (und Kollegin) hochdeutsch sprechen, spricht der „einfache“ Bürger oder Arbeiter Ruhrdeutsch. Ich bin selbst in diesem sprachlichen Umfeld groß geworden und kann mich über das geschriebene Ruhrdeutsch köstlich amüsieren. An der ein oder anderen Stelle hab ich mich gefragt, ob ein „Nicht-Ruhri“ die Übersetzung wohl vollständig hinbekommt, aber ich denke, dass sich der Sinn doch aus dem Zusammenhang ergibt. Dies ist der zweite Fall für Alfred Poggel nach „Blütenreine Weste“. Weitere Mülheim Krimis sind geplant. Zum Verständnis ist die Kenntnis des ersten Bandes nicht unbedingt erforderlich. P.S. Allerdings kann das Ende dafür sorgen, dass man unbedingt den (hoffentlich bald erscheinenden) Folgeband lesen will ;-)

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    • 5
    parden

    parden

    09. June 2014 um 08:45
  • Lebendige Nachkriegsgeschichte im Krimi

    Endstation Heißen
    Antek

    Antek

    „Endstation Heißen“ versetzt den Leser ins Jahr 1953. Alfred Poggel, gerade aus dem ersten Urlaub am Lago Maggiore zurückgekehrt, bekommt einen Mordfall auf den Tisch. Eine junge Frau wurde in der Nähe einer Straßenbahnhaltestelle vergewaltigt und ermordet. Sehr schnell hat er den ersten Verdächtigen, den die Bewohner am liebsten schon lynchen würden, in Untersuchungshaft. Allerdings wird dann eine zweite junge Frau auf genau die gleiche Weise ermordet. Sprich der einsitzende Hasenfuß kann es auf keinen Fall gewesen sein, außerdem hat er für die erste Tat ein Alibi. Das ist aber den Anwohnern egal, einmal Mörder immer Mörder. Jetzt heißt es für Alfred Poggel schnell den wahren Täter finden. In einer Zeit ohne DNA Analyse und moderne Untersuchungsmethoden gar nicht so einfach. Da bleibt ihm wohl gar nichts anderes übrig als mit seiner ungeliebten Kollegin zusammenzuarbeiten und seine Zimmerwirtin Anna Puff zur Hilfsermittlerin zu ernennen. Sehr gut hat mir gefallen, dass der Krimi einmal zu einer anderen Zeit spielt. Die Zeit nach dem Krieg wird super gut dargestellt. Etagentoilette, Waschzuber, erste VW- Käfer, Frauen an den Herd und vieles mehr was einfach dazu gehört und heute schon fast in Vergessenheit geraten ist, kommt vor. Man wird als Leser wirklich sehr gut in diese Zeit versetzt. Ein Stück lebendige Geschichte im Krimi, die Idee gefällt mir sehr gut. Begeistert bin ich auch von Zimmerwirtin Anna Puff. Der Name bürgt nicht für käufliche Liebe, wobei es die bei einer Thekla auch gibt,  sondern für viele humorvolle Szenen. Nicht ganz so gut hat mir das Frauenbild von Poggel gefallen, damit macht er seiner Kollegin das Leben wirklich schwer. Wobei der auch noch den Kopf gewaschen bekommt und man dann auch merkt, dass er das Herz eigentlich am rechten Fleck hat. Der Fall an sich war spannend, der Täter meldet sich auch immer wieder in Einschüben zu Wort. Es gab zwar einige Verdächtige, aber für den aufmerksamen Krimileser drängt sich schon relativ bald ein konkreter Verdacht auf. Trotz allem hat mich der Krimi sehr gut unterhalten und weil mir der Hauch Nostalgie so gut gefällt bekommt „Endstation Heißen“ von mir auch noch 5 Sterne.

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