Monika Detering Herzfrauen

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Inhaltsangabe zu „Herzfrauen“ von Monika Detering

In unmittelbarer Nähe des Bielefelder »Wahlfamilienhauses« stürzt ein junger Mann, der Pharmazievertreter Till Matthusch, aus dem Fenster. Kurze Zeit später häufen sich Vergiftungen unter den Bewohnern dieses Wohnprojekts. Hauptkommissar Viktor Weinbrenner, der ebenfalls hier lebt, glaubt nicht an einen Zufall. Er beginnt zu ermitteln – genauso wie seine Mitbewohnerin Sybille Gott. Die Journalistin wittert in einem Artikel über Schenkkreise, den »Herzfrauen«, ihre große Chance. Plötzlich ergeben die mysteriösen Ereignisse im »Wahlfamilienhaus« einen Sinn. Viele Ungereimtheiten verdichten sich zu einem unheilvollen Bild. Und alle Spuren führen zu den Herzfrauen.

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    Herzfrauen

    Igelmanu66

    01. March 2014 um 16:14

    Ich bediene mich heute mal des Klappentextes. „In unmittelbarer Nähe des Bielefelder „Wahlfamilienhauses“ stürzt ein junger Mann, der Pharmazievertreter Till Matthusch, aus dem Fenster. Kurze Zeit später häufen sich Vergiftungen unter den Bewohnern dieses Wohnprojekts. Hauptkommissar Viktor Weinbrenner, der ebenfalls hier lebt, glaubt nicht an einen Zufall. Er beginnt zu ermitteln – genauso wie seine Mitbewohnerin Sybille Gott. Die Journalistin wittert in einem Artikel über Schenkkreise, den „Herzfrauen“, ihre große Chance. Plötzlich ergeben die mysteriösen Ereignisse im „Wahlfamilienhaus“ einen Sinn. Viele Ungereimtheiten verdichten sich zu einem unheilvollen Bild. Und alle Spuren führen zu den Herzfrauen.“ Puh, endlich geschafft. Ich habe jetzt eine geschlagene Woche für 270 Seiten gebraucht. Ich musste auch jeden Tag, wenn ich mich dransetzte, wieder ein ganzes Stück zurückblättern, weil mir die letzten gelesenen Seiten nicht mehr präsent waren. Spannend fand ich diesen Krimi leider an keiner einzigen Stelle. Der aus dem Fenster gestürzte Mann ist nicht sofort tot, sondern hat noch über viele Seiten Gelegenheit, zu halluzinieren. Ich erspare euch Zitate daraus – mir wurde es wirklich zu viel und ich konnte den Verdacht nicht loswerden, dass die Autorin selbst etwas neben sich stand. Die sich häufenden Vergiftungen geschehen erst im späteren Verlauf des Buches. Bis dahin habe ich mich nur gewundert, denn ich finde es zwar ganz toll, wenn jemand in seinem Beruf engagiert ist und ihm seine Mitmenschen nicht egal sind, aber dass ein Polizist und eine Ärztin nicht mehr zur Ruhe kommen, dass sie nicht aufhören können zu grübeln und zu ermitteln, wieso ein Mann aus dem Fenster stürzte – tut mir leid, aber das glaube ich nicht. Zumal eigentlich von Anfang an klar ist, dass sich niemand sonst in seiner Wohnung befand. Eine weitere große Rolle nimmt die Beschäftigung mit diesem Schenkkreis ein. Die Skrupellosigkeit der „Ober-Herzfrau“ war für mich das Interessanteste in dem Buch. Trotzdem war für mich nicht nachvollziehbar, dass sie als so schwer traumatisiert dargestellt wurde, dass sie sogar über Leichen geht, weil ihr Vater, als sie ein junges Mädchen war, wegen Betrugs verhaftet wurde. Indem ich das hier erzähle, produziere ich übrigens keinen Spoiler, denn das "furchtbare Erlebnis" wird im Prolog geschildert. Der Kommissar sowie sämtliche anderen Charaktere blieben für mich absolut farblos. Und wieso der Mann nun aus dem Fenster sprang, ist mir am Ende übrigens immer noch nicht klar gewesen. Ich vergebe 2 Punkte, weil ich die Idee, das Verbrechen im Umfeld eines solchen Schenkkreises anzusiedeln, ganz interessant fand und weil auf den letzten Seiten Rezepte abgedruckt sind, die die Bewohner des Wahlfamilienhauses im Handlungsverlauf kochen. Und außerdem, weil noch die beiden folgenden Fälle von Viktor Weinbrenner auf meinem SuB liegen und ich mir ein bisschen Hoffnung erhalten möchte.

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  • Rezension zu "Herzfrauen" von Monika Detering

    Herzfrauen

    secretdanny

    04. October 2007 um 12:37

    Tatort Bielefeld: In der Nähe des Wahlfamilienhauses wird der verunglückte Pharmareferent Till Matthusch reglos im Gebüsch aufgefunden. War der Sturz von dem Balkon ein Selbstmordversuch? Oder sind es andere Hintergründe, die im engen Verbund mit einem vorsätzlichen Tötungsdelikt stehen? Schnell wittert der einsam-depressive Hauptkommissar Viktor Weinbrenner nach eingehenden Ermittlungen einen dicken Braten, dessen delikate Beilagen sich ihm erst nach und nach zu einem Rezept erschließen. Im Krankenhaus diagnostizieren die Ärzte neben zahlreichen Brüchen vor allem aber etwas, das schon bald für eine Massenhysterie in Bielefeld sorgen wird. Matthusch leidet an einer gefährlichen Pilzerkrankung, die im Mittelalter bereits zahlreiche Massenvergiftungen ganzer Dörfer und Städte zur Folge hatte. Ein Pilz, der auch lange Zeit als Rohstoff für die Herstellung der LSD-Droge genutzt wurde. Durch die Symptome des „Mutterkorns“, müssen die Ärzte tagtäglich zusehen, wie ihrem Patienten auf der Intensivstation allmählich die Gliedmaßen wegfaulen. Zur gleichen Zeit macht sich Weinbrenners Mitbewohnerin Sybille Gott an ihre journalistische Arbeit. Die Herzfrauen, eine Gruppe mit kultähnlichen Inszenierungen, treibt in Bielefelder Landen ihr Unwesen in Form von mysteriösen Schenkungsritualen. Ein betrügerisches, kapitalistisches Glücksspiel, das nicht nur Freundschaft und Geborgenheit heuchelt, sondern vielmehr ohnehin naive Existenzen an den Rand des Ruins treibt. »Wir geben, wir helfen einander, wir sind Frauen, die zusammenhalten. Die Früchte unserer Geschenke sind für alle in unserem Zirkel da. Und das ist weder verboten, noch illegal, das haben uns sogar Anwälte bestätigt.« Auch die Röggelis verkaufende Sonja hat sich der dubiosen Institution angeschlossen, um ihre kleines Teegeschäft mit dem Backwarenvertrieb vor der Insolvenz retten zu können. Wenn ihre Rechnung aufgeht, ist sie schon bald die nächste, die mit einem kleinen Vermögen nach Hause spaziert und ihre Schulden begleichen kann. Doch wenn tatsächlich etwas aufgeht, dann ist es nicht die Rechnung der Herzfrauen, sondern vielmehr das verseuchte Getreide daheim in der „schwarzen“ Backstube, von der das Finanzamt keinen blassen Existenzschimmer hat. Nach und nach verdichten sich Weinbrenners als auch Sybilles Nachforschungen zu einem kriminellen Konstrukt, in dem die Herzfrauen im Hintergrund die Fäden ziehen. Nicht nur die Veröffentlichung des Zeitungsartikels über das gewissenlose Schneeballsystem des pseudonymen Schenkungszirkels und die Panik vor einer Mittelalterseuche zur Weihnachtszeit erregen öffentliches Interesse in Bielefeld. Vielmehr ist es das plötzliche Versterben des Patienten Matthusch, der sich bereits auf dem Wege der Besserung befunden hat. Wenn es eines gibt, wovor die Herzfrauen nicht zurückschrecken, dann ist es die Erhaltung von Ehre, Ruf und System. Ein Zusammenspiel, das auch vor Mord nicht zurückschreckt. Als plötzlich auch Weinbrenners Mitbewohner mit den Symptomen des Mutterkorns ins Krankenhaus eingeliefert werden, zieht das ganze Geschehen plötzlich ungeahnte Auswirkungen nach sich… Doch wer glaubt, dass dieser Fall schnell ad acta gelegt werden kann, hat sich geschnitten. Nach und nach treten weitere Erkenntnisse ans Licht und lassen einen Nebel lichten, der im Verborgenen den Weg der Herzfrauen verschleiert hat und ihre Wege offenbart, die plötzlich alle zusammenführen und erschreckendes zutage fördern. Ein Krimi, der nicht nur reichhaltig recherchiert, kompliziert verpackt und geschickt mit den Verknüpfungen ganzer Personengruppen verziert wurde, sondern vor allem ein Thema aufgreift, das lange Zeit im Fokus des öffentlichen Interesses gestanden hat. Monika Detering hatte es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit alles andere als einfach, die komplizierten Hintergründe der vermeintlich helfenden Institution darzustellen und dem Leser verständlich nahe zu bringen. Ein Punkt, an dem die Autorin jedoch nicht gescheitert ist. Facettenreich geschrieben und mit witzigen Charakteren wie der, an eine fülligere Else Kling denkende „Augenzeugin“ namens Frau Bode, die ein ständiges „Jesses Maria“ von sich gibt, geben der kriminalistischen Lektüre einen besonderen Schliff. Auch wenn hier und da die Vielzahl der unterschiedlichen Charaktere und ihre Beziehung zueinander für ein wenig Leseverwirrung sorgen, so ist vor allem die Gabe, die verstrickte Story bis zum Schluss spannend zu gestalten, die diesen Punkt wieder wettmacht. Zu guter Letzt zaubert die Bielefelder Autorin noch einen besonderen Schmankerl aus dem Hut, der für eine kurze Zeit für die gewünschte Konsternation sorgt, sodass dem Leser nichts anderes übrig bleibt, als das eben Gelesene noch einmal in sich aufzunehmen, um es zu verdauen. Stilistisch gelingt es Detering, den Leser gemeinsam mit der verzwickten und bis zum Schluss clever verpackten Geschichte bei der Stange zu halten. Unglaublich sind vor allem die Naivität als auch die Bereitschaft unwissender Frauen, ihr hart erspartes oder mühsam verdientes Geld sprichwörtlich aus dem Fenster zu werfen. Eine Tatsache mit realem Hintergrund, was zudem ein gesundes Maß an Schockierung hervorruft. Kein Wunder also, dass sich die Oberherzfrau Katharina schnell mit der Beute aus dem Staub machen will… Ein spannender, geheimnisvoller und temporeicher Krimi. Monika Detering versteht es, alle Fäden zusammenlaufen zu lassen und schafft es gekonnt, den Leser bis zur letzten Seite hinters Licht zu führen. Ein gieriges System, ein reeller Bezug. Ein Krimi, der bist zur letzten Seite ein Eigenleben entwickelt und erst zum Schluss preisgibt, was der Leser ohnehin nicht vermutet hätte. © by Daniel Biester | Literaturreport.com

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