Monika Feth Die blauen und die grauen Tage

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Inhaltsangabe zu „Die blauen und die grauen Tage“ von Monika Feth

Ein einfühlsames Buch über die Kunst, das Glück im richtigen Augenblick zu ergreifen. Voller Ungeduld hat Evi auf den Tag gewartet, an dem ihre geliebte Oma ins Haus der Familie einzieht. Vera, Evis Schwester, ist weniger begeistert. Als Oma schließlich da ist, wird sie sofort zum guten Geist des Hauses. Doch dann kommt zum ersten Mal das, was Oma später "die grauen Tage" nennt: die Aussetzer, nach denen sie sich an nichts mehr erinnern kann, Evi soll in einem Tagebuch festhalten, welche die grauen und welche die blauen, guten Tage sind. Als das Wort "Altersheim" fällt, spitzen sich die Ereignisse zu.

NIcht nur für Erwachsene sondern auch für Jugendliche geeignet.

— Lisa_Linstedt
Lisa_Linstedt

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  • Schwieriges Thema gut und einfach verarbeitet

    Die blauen und die grauen Tage
    Lisa_Linstedt

    Lisa_Linstedt

    12. May 2017 um 11:06

    Sehr einfacher Schreibstil. Aus der sicht eines kleinen Mädchen geschrieben die ihrer Oma helfen will.
    Es geht um das Thema alters demenz was von beiden Seiten beleuchtet und gut mit Gefühlen veranschaulicht wird und man beide Seiten so besser verstehen kann.
    Eine sehr bewegende Geschichte die auch zum Nachdenken anregt.
    Kann ich sehr empfehlen. Man versteht dann einiges besser.

  • Gute Annäherung an das Thema Demenz

    Die blauen und die grauen Tage
    PaperPrincess

    PaperPrincess

    13. December 2014 um 17:28

    Sie fuhr mit der Hand über das matt glänzende Holz der alten Kommode, zog die Schublade des Nähtischs auf und schob sie wieder zu. Die Haut ihrer Hand war wie aus Pergament und mit Altersflecken bedeckt. Zum Inhalt: Evi freut sich riesig, denn ihre Großmutter wird bei ihnen einziehen. Ihre Schwester ist total dagegen und meint eine demenzkranke Frau gehöre richtig betreut. Doch die kleinen Aussetzer, von denen die Familie spricht, können gar nicht so schlimm sein, denkt sich Evi. Meine Meinung: Die blauen und die grauen Tage ist ein sehr wichtiges Buch, denn es bietet jüngeren Lesern einen guten Einstieg in das Thema Demenz. Demenz ist ein schwieriges Thema und hier wird das ganze passend aufbereitet. Mit ein bisschen Humor aufgelockert und mit Charakteren versehen, mit denen man sich identifizieren kann. Die Sache mit dem Büchlein, in das die guten Tage (blau) und die schlechten Tage (grau) eingetragen werden, hat mir sehr gefallen. Das gab dem Ganzen so eine Art roten Faden, an dem man sich entlaggeschlängelt hat. Die verschieden Persönlichkeiten, mit ihren entgegengesetzten Meinungen, wurden gut gewählt. So bekommt man die Situation sozusagen von allen Seiten beleuchtet. Man hat also nicht das Gefühl, dass die Autorin einem ihre Meinung aufzwängen will. Und obwohl ich Evi, ihre Schwester und die Oma sympathisch fand, blieb da die ganze Zeit über eine ziemliche Distanz. Vielleicht ist das aber auch der bessere Weg, das Thema anzugehen, als Emotionen zu provozieren. Im laufe der Geschichte, ädert sich Evis Einstellung ein bisschen. Man liest über ihre Verzweiflung, als sie merkt, wie schlimm es um ihre Oma steht. Sie kämpft darum, sie vor dem Heim zu bewahren und spielt einige Vorfälle herunter. Als dann aber tatsächlich andere in Gefahr geraten, sieht sie ein, dass sich etwas ändern muss. Ihre Idee am Ende finde ich super. Ein kreativer Kompromiss, der der Geschichte zu einem guten Ausgang verhilft. Jetzt nochmal zu einem Minuspunkt. Die Erstausgabe ist von '97 und das merkt man dem Ganzen leider etwas an (beispielsweise bei Namen und auch dem Stil). Mich persönlich hat es nur ein wenig gestört, aber ich glaube, dass das viele Jugendliche abschrecken könnte. Nichtsdestotrotz ist das Thema natürlich nicht veraltet und immer noch sehr aktuell. Da gefällt mir die neue Aufmachung mit Titel und Cover ziemlich gut. Das geht auf jeden Fall in die richtige Richtung, dem ganzen einen „neuen/ modernen Anstrich” zu verpassen, um Leser darauf aufmerksam zu machen. Fazit: Die blauen und die grauen Tage ist definitiv keine Geschichte für zwischendurch. Aber wenn man Kindern/ Jugendlichen Demenz etwas näher bringen möchte oder sich selbst für dieses Thema interessiert, sollte man zu diesem Buch greifen. 3,5 Sterne

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  • Rezension zu "Die blauen und die grauen Tage" von Monika Feth

    Die blauen und die grauen Tage
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    05. November 2014 um 16:45

    Demenz bedeutet übersetzt ohne Geist oder auch abnehmender Verstand. Ich finde, beides sind sehr zutreffende Bezeichnungen für diese degenerative Erkrankung. Und doch steckt viel mehr dahinter. Demenz verändert einfach alles für den Betroffenen. Der gewohnte Alltag, den man immer gut alleine bewältigen konnte, bringt jeden Tag neue Herausforderungen mit sich. Anfangs spürt man vielleicht nur sehr schleppend, wie das Gedächtnis nachlässt, bevor man irgendwann das Gefühl hat, alles um sich herum zu vergessen. In immer seltener werdenden Momenten der Klarheit tauchen manchmal, für ein paar Minuten, Erinnerungen an bedeutende Ereignisse und geliebte Menschen auf … Bevor sie irgendwann für immer aus dem Gedächtnis verschwinden. Die Veränderungen, die die Demenz mit sich bringt, betreffen nicht nur den Erkrankten selbst, auch wenn es zu Beginn wohl am schwierigsten für ihn ist. Je weiter diese Krankheit voranschreitet, umso mehr verlernt der Betroffene und ist bei allen Tätigkeiten auf Hilfe seiner Familie angewiesen. Wie schwierig es innerhalb einer Familie ist mit all diesen einschneidenden Veränderungen zurechtzukommen, beschreibt Monika Feth in ihrem Buch „Die blauen und die grauen Tage“ aus der Sicht eines Kindes. Endlich ist der Tag gekommen, den Evi schon sehr lange herbeigesehnt hat. Ihre geliebte Oma zieht zu ihnen ins Haus, weil sie in ihrer eigenen Wohnung nicht mehr allein zurechtkommt. Ihre Oma leidet an Demenz, einer Krankheit, die sie vieles einfach vergessen lässt. Während Evis Schwester Vera die Großmutter eher als eine Belastung sieht, ist Evi überglücklich sie jetzt immer um sich zu haben. Durch Omas Einzug ist vieles leichter geworden und sie entwickelt sich schnell zur guten Seele des Hauses … Bis sie sich eines Tages nach einem Aussetzer an nichts erinnern kann. Als Oma mit den Gedanken spielt in ein Altersheim zu ziehen, um ihre Familie nicht weiter zu belasten, beschließt Evi ein Tagebuch zu führen. Dieses Buch soll beweisen, dass die Anzahl der grauen Tage, an denen ihre Oma sehr vergesslich ist, im Gegensatz zu den blauen Tagen, an denen sie ganz Oma ist, verschwindend gering ist. Evi möchte beweisen, dass ihre Oma nicht in ein Altersheim gehört. In „Die blauen und die grauen Tage“ von Monika Feth erzählt Evi ihre bewegende Geschichte über eine grenzenlose Liebe und eine unaufhaltsame Krankheit. Sie erzählt von einem sehr liebenswerten Menschen, der ihr sehr am Herzen liegt und für den sie bis zum bitteren Ende kämpfen würde. Sie berichtet auf sehr einfühlsame weise von scheinbar unüberwindbaren Hürden, die es zu überwinden gilt. Evi schildert uns, wie schlimm es für ein Kind ist, einen geliebten Menschen in seiner Hilflosigkeit zu erleben und daran zu wachsen. Sie zeigte mir, dass wir Erwachsenen mit unserer überwiegend rationalen Denkweise, oftmals die vielen Möglichkeiten, die den Betroffenen, trotz dieser Erkrankung bleiben, einfach übersehen. Wie verpackt man eine so heimtückische Krankheit und ihre Folgen so, dass sie ein Kind verstehen kann und nicht all zu sehr verstört wird? Indem man ein Kind über die alltäglichen Probleme mit einem an Demenz erkrankten Angehörigen erzählen lässt, sich stilistisch der Zielgruppe anpasst und wissenschaftliche Abhandlungen einfach weglässt. Für ihre Geschichte hat Monika Feth sehr authentische Figuren kreiert, die ihr bei den Schwierigkeiten eine Krankheit kindgerecht zu verpacken, sehr geholfen haben. Feth hat dieses so wichtige und aufwühlende Thema mit einer Prise Humor aufgelockert, um den Leser zu sensibilisieren aber nicht zu überfordern, ohne den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Das Buch „Die blauen und die grauen Tage“ erschien erstmals 1996 und wurde sogar verfilmt. In den letzten Jahren wurden einige wissenschaftliche Erfolge und neue Erkenntnisse über die Krankheit Demenz erzielt. Wahrscheinlich beschloss die Autorin deswegen, ihr Werk für eine Neuauflage zu überarbeiten.

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  • Rezension zu "Die blauen und die grauen Tage" von Monika Feth

    Die blauen und die grauen Tage
    kathrineverdeen

    kathrineverdeen

    05. November 2014 um 11:07

    Demenz bedeutet übersetzt ohne Geist oder auch abnehmender Verstand. Ich finde, beides sind sehr zutreffende Bezeichnungen für diese degenerative Erkrankung. Und doch steckt viel mehr dahinter. Demenz verändert einfach alles für den Betroffenen. Der gewohnte Alltag, den man immer gut alleine bewältigen konnte, bringt jeden Tag neue Herausforderungen mit sich. Anfangs spürt man vielleicht nur sehr schleppend, wie das Gedächtnis nachlässt, bevor man irgendwann das Gefühl hat, alles um sich herum zu vergessen. In immer seltener werdenden Momenten der Klarheit tauchen manchmal, für ein paar Minuten, Erinnerungen an bedeutende Ereignisse und geliebte Menschen auf … Bevor sie irgendwann für immer aus dem Gedächtnis verschwinden. Die Veränderungen, die die Demenz mit sich bringt, betreffen nicht nur den Erkrankten selbst, auch wenn es zu Beginn wohl am schwierigsten für ihn ist. Je weiter diese Krankheit voranschreitet, umso mehr verlernt der Betroffene und ist bei allen Tätigkeiten auf Hilfe seiner Familie angewiesen. Wie schwierig es innerhalb einer Familie ist mit all diesen einschneidenden Veränderungen zurechtzukommen, beschreibt Monika Feth in ihrem Buch „Die blauen und die grauen Tage“ aus der Sicht eines Kindes. Endlich ist der Tag gekommen, den Evi schon sehr lange herbeigesehnt hat. Ihre geliebte Oma zieht zu ihnen ins Haus, weil sie in ihrer eigenen Wohnung nicht mehr allein zurechtkommt. Ihre Oma leidet an Demenz, einer Krankheit, die sie vieles einfach vergessen lässt. Während Evis Schwester Vera die Großmutter eher als eine Belastung sieht, ist Evi überglücklich sie jetzt immer um sich zu haben. Durch Omas Einzug ist vieles leichter geworden und sie entwickelt sich schnell zur guten Seele des Hauses … Bis sie sich eines Tages nach einem Aussetzer an nichts erinnern kann. Als Oma mit den Gedanken spielt in ein Altersheim zu ziehen, um ihre Familie nicht weiter zu belasten, beschließt Evi ein Tagebuch zu führen. Dieses Buch soll beweisen, dass die Anzahl der grauen Tage, an denen ihre Oma sehr vergesslich ist, im Gegensatz zu den blauen Tagen, an denen sie ganz Oma ist, verschwindend gering ist. Evi möchte beweisen, dass ihre Oma nicht in ein Altersheim gehört. In „Die blauen und die grauen Tage“ von Monika Feth erzählt Evi ihre bewegende Geschichte über eine grenzenlose Liebe und eine unaufhaltsame Krankheit. Sie erzählt von einem sehr liebenswerten Menschen, der ihr sehr am Herzen liegt und für den sie bis zum bitteren Ende kämpfen würde. Sie berichtet auf sehr einfühlsame weise von scheinbar unüberwindbaren Hürden, die es zu überwinden gilt. Evi schildert uns, wie schlimm es für ein Kind ist, einen geliebten Menschen in seiner Hilflosigkeit zu erleben und daran zu wachsen. Sie zeigte mir, dass wir Erwachsenen mit unserer überwiegend rationalen Denkweise, oftmals die vielen Möglichkeiten, die den Betroffenen, trotz dieser Erkrankung bleiben, einfach übersehen. Wie verpackt man eine so heimtückische Krankheit und ihre Folgen so, dass sie ein Kind verstehen kann und nicht all zu sehr verstört wird? Indem man ein Kind über die alltäglichen Probleme mit einem an Demenz erkrankten Angehörigen erzählen lässt, sich stilistisch der Zielgruppe anpasst und wissenschaftliche Abhandlungen einfach weglässt. Für ihre Geschichte hat Monika Feth sehr authentische Figuren kreiert, die ihr bei den Schwierigkeiten eine Krankheit kindgerecht zu verpacken, sehr geholfen haben. Feth hat dieses so wichtige und aufwühlende Thema mit einer Prise Humor aufgelockert, um den Leser zu sensibilisieren aber nicht zu überfordern, ohne den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Das Buch „Die blauen und die grauen Tage“ erschien erstmals 1996 und wurde sogar verfilmt. In den letzten Jahren wurden einige wissenschaftliche Erfolge und neue Erkenntnisse über die Krankheit Demenz erzielt. Wahrscheinlich beschloss die Autorin deswegen, ihr Werk für eine Neuauflage zu überarbeiten. www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • nicht nur für Jugendliche...

    Die blauen und die grauen Tage
    abuelita

    abuelita

    06. September 2014 um 13:31

    Evis Oma zieht zur Familie – da sie immer mehr verwirrt ist, scheint das die einzige Lösung zu sein. Die Eltern haben sich diese Entscheidung nicht einfach gemacht; Evis ältere Schwester ist total dagegen und nur Evi, die ihr Zimmer an die geliebte Oma abtritt, ist glücklich. Zuerst geht alles gut und die Oma übernimmt den Haushalt, das Kochen, ist immer da – Evis Eltern sind beide berufstätig. Eine idyllische Großfamilie, könnte man meinen. Aber dann ist die Oma eines Tages einfach weg….und Evi findet sie verwirrt am Hauptbahnhof wieder- wie kam sie hierher? Was wollte sie dort? Beides weiss sie nicht mehr am nächsten Tag…. und sie selbst empfindet ihre zunehmende Vergesslichkeit als sehr belastend. Evi fängt an, ein Tagebuch der „blauen“, der guten Tage und der „grauen“ verwirrten Tage zu führen. Die blauen überwiegen – also ist doch alles in bester Ordnung, meint Evi. Und der Platz im Altersheim, den die Oma selber als Ausweg möchte, doch total überflüssig. Als die Dinge eskalieren, führt Evi einen verrückten und aussichtslosen Plan durch… Die Autorin schildert eindringlich und nachvollziehbar vor allem die Gefühle der jungen Evi und der Großmutter. Dass die Familie zuerst alles verdrängt (und nicht miteinander redet und zusammen nach Lösungen sucht)  - auch das ist in dieser Form durchaus glaubhaft. Die Beteiligten werden allesamt sehr realistisch geschildert und selbst als Erwachsener fühlt man mit und möchte so gerne, dass eine tragbare Lösung gefunden wird. Diese zeichnet sich für den – erwachsenen – Leser schon länger vorher ab; dass Evi darauf erst relativ spät und zum Endes des Buches hinkommt, ist verständlich und auch der Entstehungszeit des Buches (1996) geschuldet. Auch, dass keine anderen Möglichkeiten gesucht werden; diese sind heutzutage viel präsenter und waren es damals in dieser Art und Weise noch gar nicht. Jugendliche werden hier behutsam an das Thema Demenz herangeführt und da das Buch durchaus „ans Herz“ geht und auch noch spannend ist, ist es, wie gesagt, auch für Erwachsene empfehlenswert. 

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  • "Altwerden kann ziemlich häßlich sein", sagt Oma, aber.... lest und überlegt selbst!

    Die blauen und die grauen Tage
    Leselady

    Leselady

    28. February 2014 um 10:11

    Ankunft und Einzug von Oma wird von Evi und ihrer Schwester Vera unterschiedlich akzeptiert und begrüßt. Während Evi außer sich vor Freude und Ungeduld ist, sieht Vera die neue, familiäre Mitbewohnerin und was diese Umstellung im Haus so alles mit sich bringt, eher skeptisch und distanziert. Mit ihrer Oma, die hin und wieder vergesslich und „verwirrt“ ist, unter einem Dach zu wohnen, ist Vera nicht so ganz geheuer und das bringt sie auch klar zum Ausdruck! Aber... die Familie arrangiert sich mit den Gegebenheiten und wider Erwarten verläuft der Alltag, zumindest anfangs, doch sehr harmonisch, freundlich und vor allem für die Eltern sehr entlastend, da Oma sich sehr in die Familie und die anfallenden Arbeiten, einbringt. Wie man sich beim Titel des Buches denken kann, bleibt das aber nicht durchgehend so und erste Aussetzer erschweren das harmonische Miteinander. Da Oma aber über Wochen sehr klar ist, muss sie sich unweigerlich mit Licht und Schatten ihrer Krankheit auseinandersetzen. Evi wird ihr hierbei zur engen Vertrauten. Und so macht Oma ihrer Enkelin eines Tages den Vorschlag ein Tagebuch zu führen, indem Evi die blauen und die grauen Tage in Omas Leben genau notieren soll. Evi führt dieses Tagebuch recht akribisch, überlegt, diskutiert und plant jedoch weit über diese Zeilen hinaus, denn sie will auf keinen Fall, dass Oma, trotz aller Aussetzer ins Altersheim muss. Doch das Mädchen findet wenig Gehör, ihre Gedanken vorzubringen, geschweige denn, dass sie auch umgesetzt werden. Aber es MUSS eine Lösung her und so MUSS sich die engagierte Evi irgendwie verständlich machen... Informationen zu Buch und Verlag: • Taschenbuch: 192 Seiten • Verlag: Omnibus (1. Februar 1999) • Sprache: Deutsch • ISBN-10: 3570205428 • ISBN-13: 978-3570205426 • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 12,4 x 2,5 cm Quelle: http://www.amazon.de/o/ASIN/3570205428/lovebook-21 Monika Feth © Hanno Feth über sich... Ich wurde 1951 in Hagen in Westfalen geboren, einer Stadt zwischen Ruhrgebiet und Sauerland. Mit neunzehn bin ich nach Bonn gezogen und habe dort Germanistik und Anglistik studiert. Bücher waren schon immer meine Leidenschaft, aber ich stamme aus einer Arbeiterfamilie(mein Vater war der erste, der an einem Schreibtisch arbeitete), in der Lesen als Luxus für reiche Leute galt. Deshalb habe ich mir Studienfächer ausgesucht, für die ich den ganzen Tag lesen, lesen und lesen durfte, ohne dass mich jemand fragte, ob ich nichts Vernünftiges zu tun hätte ... Nach dem Studium habe ich mein erstes Buch geschrieben, ohne jemals zuvor auch nur eine einzige Zeile verfasst zu haben. Dass es tatsächlich gedruckt wurde und in einem großen Verlag erschien, kam mir vor wie ein Wunder. Eine Zeit lang habe ich als Journalistin gearbeitet. Doch die Lust am Bücherschreiben hat mich nicht mehr losgelassen und schließlich habe ich gewagt, mich ganz darauf einzulassen. Heute lebe ich als freiberufliche Schriftstellerin in einem kleinen Dorf in der Nähe von Köln. Ich schreibe Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, arbeite für den Rundfunk und hin und wieder fürs Fernsehen. Quelle: http://www.monika-feth.de/Mo_Feth/buch_0/ubermich.htm Eindrücke / eigene Meinung: Erscheinungstermin: 1. Februar 1999... aber beileibe KEIN veraltetes Buch und erst recht KEIN veraltetes Thema, sondern ganz im Gegenteil durchweg aktuell und sehr wichtig! Die blauen und die grauen Tage von Monika Feth hatte ich immer und immer wieder in der Hand, das Thema der Geschichte zog mich aus sehr persönlichen Gründen extrem an und doch gingen ein paar Jahre ins Land, bis ich mich eingehend damit beschäftigt habe. Viel zu lange! In erster Linie ist es Kinder- und Jugendbuch und sollte natürlich auch stilistisch in dieser Perspektive gelesen und verstanden werden. Hier finden sich keine wissenschaftlichen Abhandlungen und Fachausdrücke, hier sprudelt offen und frei heraus der ganz normale Alltag - die Gedanken, Sorgen, Höhen und Tiefen im Zusammenleben mit einer Alzheimerpatientin. Es ist nicht gefühlsduselig oder sentimental, aber dennoch voll Tiefe und echtem Gefühl. Jeder einzelne Charakter ist mit viel Fingerspitzengefühl geschaffen und der Geschichte stimmig zugefügt worden. Ich hoffte und litt sehr mit Evi, aber die Geschichte brauchte ganz gewiss auch alle anderen Familienmitglieder und deren Emotionen, Gedanken und Worte. Ohne Gegenpol wäre es die Herangehensweise an die sensible Thematik unausgewogen gewesen, so aber ist aber ein stimmiges, angemessenes und objektives Gesamtbild entstanden. Figuren, die sich ergänzen und die Problematik, inkl. seiner schwierigen Lösungssuche, gekonnt widerspiegeln. Natürlich zeichnete sich Evis Lösungsweg irgendwann einmal ab. Aber diese Vorhersehbarkeit, empfand ich beim Lesen nicht schlimm. Wie gesagt, es ist ein Kinder- und Jugendbuch – ein WERTVOLLES Kinder- und Jugendbuch, das mit den Jahren nicht einen Deut an Wichtigkeit verloren hat und auch so gelesen und wahrgenommen werden sollte. Sehr empfehlenswert und deswegen 5 Sterne von mir!

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  • Behutsame Annäherung an ein ernstes Thema

    Die blauen und die grauen Tage
    MikkaG

    MikkaG

    06. June 2013 um 18:38

    Hier wird ein ernstes Thema mit viel Humor und Herz behandelt, sehr einfühlsam und packend. Man kann gar nicht anders, als mit Evi mitzufiebern, die ihre geliebte Oma so gerne vor dem Altersheim bewahren möchte, dass sie schließlich sogar etwas sehr Dummes anstellt... Doch nicht nur Evi, alle Hauptcharaktere in diesem Buch sind sympathisch und liebenswert - das macht es einfach, sich in sie einzufühlen und an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen. Im letzten Teil des Buches konnte ich die Seiten gar nicht schnell genug umblättern!

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