Monika Gehner Topless Coffee

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Inhaltsangabe zu „Topless Coffee“ von Monika Gehner

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  • Rezension zu "Topless Coffee" von Monika Gehner

    Topless Coffee
    irismaria

    irismaria

    Monika Gehner fasst in ihrem Debütroman „Topless Coffee“ ein schwieriges Thema an: Die Hauptperson Verena erwartet ihr drittes Kind. Sie ist die typische Macherin, war schon mit 18 als Au-Pair aktiv, hat dann für verschiedene Organisationen gearbeitet und sich mit Frauenrechten befasst. Sie ist mit Thomas verheiratet, die beiden haben eine Firma in der Schweiz und zwei Kinder. Bis jetzt hat Verena alles immer gut managen können. Doch umso größer ist der Schock, als der Arzt ihr eröffnet, dass ihr Kind Trisomie 21 haben wird und ihr zu einer Abtreibung rät. Verena stimmt zu, doch nach der Abtreibung ist ihr Leben nicht mehr wie vorher. Sie gerät in eine Krise und merkt, dass es nicht einfach so weiter gehen kann, wie bisher. Ich finde gut, dass in „Topless Coffee“ ein Thema angesprochen wird, über das ich so noch nicht gelesen habe. Es geht um Abtreibung und Verlust, um die Erfahrung einer Frau, die denkt, sie könne ihr Leben lenken und dann sehen muss, wie schnell alle Pläne nichtig werden. In Verenas Gedanken und Handlungen konnte ich mich oft nur schwer hinein versetzen, vor allem, dass sie denkt, alleine alles bewältigen zu können – doch es gibt sicher viele Frauen, die so denken, gerade unter den „Karrierefrauen“ wie Verena eine ist. Mein Fazit: keine leichte Lektüre, aber ein Buch, das im Kopf bleibt und mich weiter beschäftigt.

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  • Rezension zu "Topless Coffee" von Monika Gehner

    Topless Coffee
    mabuerele

    mabuerele

    14. January 2013 um 18:20

    Verena ist 38 Jahre alt. Sie ist nicht nur Hausfrau und Mutter von zwei Kindern, sondern hat mit ihrem Mann Thomas in Genf eine Firma aufgebaut. Als sie mit dem dritten Kind schwanger ist, lässt sie einen Test machen. Die Diagnose, dass das ungeborene Kind ein Down-Syndrom hat, zwingt sie zu einer Entscheidung. Wer das Buch lesen möchte, sollte wissen, dass es nicht in erster Linie um diese Entscheidung geht, sondern um deren Folgen. Die Autorin erzählt Verenas Geschichte auf zwei Ebenen. Der eine Teil spielt in der Gegenwart, der zweite sind Rückblenden in die Vergangenheit. Für mich waren diese Ausflüge in Verenas früheres Leben wichtig, da sie ein Bild davon zeigten, wie und wodurch sie zu dem Mensch wurde, der sich in der Gegenwart zeigt. Dabei hat, meiner Meinung nach, die Autorin diese Abschnitte geschickt eingebunden, denn die Geschehnisse der Gegenwart finden Parallelen in der Vergangenheit. Hier Beispiele anzuführen, würde zu viel von der Geschichte verraten. Verena ist eine selbstbewusste junge Frau, die möglichst perfekt sein will. Sie hat ihr Leben unter Kontrolle und reagiert rational. Die Diagnose ist ein Einschnitt in ihrem Leben. Unter Zeitdruck muss sie eine Entscheidung fällen, auf die sie nicht vorbereitet war. Ihr Mann ist ihr dabei keine große Hilfe. Die Autorin geht sehr sparsam mit Emotionen um. Trotzdem werden die inneren Kämpfe deutlich. Zeitdruck und der kurze, prägnante Schriftstil harmonieren miteinander. Auf wenigen Seiten wird eine Zeit beschrieben, in der Verena funktioniert, aber eigentlich innerlich tot ist. Dann kommt der Zusammenbruch. Die Autorin hat Verena in den Mittelpunkt der Handlung gestellt. Das ist ihr gutes Recht. Thomas wird nur selten erwähnt. Das geht in Ordnung, da angedeutet wird, dass beide Probleme haben, miteinander zu reden. Doch die beiden Kinder bleiben von den Veränderungen nicht unberührt. Ich hätte mir gewünscht, zu erfahren, wie sie diese Zeit erleben. Sehr gut gefallen haben mir die Gespräche mit Sophie, aber auch im Kloster. Hier werden wichtige Fragen angeschnitten und diskutiert. Manche Sätze habe ich bewusst zweimal gelesen. Andererseits stellt keiner Verenas Entscheidung infrage. Sicher wäre es in ihrer Situation auch nicht hilfreich. Trotzdem wundert es mich. Kurze Kapitel und große Schrift unterstützen den Lesefluss. Den einen oder anderen Übergang im zweiten Teil hätte ich mir ausführlicher gewünscht. Das betrifft auch Verenas Hinwendung zur Religion. An anderen Stellen gelingt es der Autorin in kurzen, treffenden Szenen, die Veränderungen deutlich zu machen. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen. Es greift ein wichtiges Thema auf, dass oft noch totgeschwiegen wird.

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