Monika Geier Die Hex ist tot

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Inhaltsangabe zu „Die Hex ist tot“ von Monika Geier

Kein Pfefferkuchen für Bettina Boll: Eine Serie aufgestemmter Gullideckel, das ist doch wohl kein Fall für die Kriminalpolizei! Es sei denn, im darunterliegenden Kanalschacht steckt eine Leiche. Kommissarin Bettina Boll, in diesem Fall "ausgeliehen" an die Lautringer Kripo, stößt zunächst auf kollektives Mauern, dann auf merkwürdige Märchen-Motive. Sogar in ihrer Familie taucht eine Hexe auf. Und das Morden geht weiter.

Sehr gut - habe Monika Geier auf der Leipziger Buchmesse entdeckt und will jetzt einfach alles von ihr lesen.

— cherborg
cherborg

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    Die Hex ist tot
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    19. August 2016 um 14:47

    »`der Täter‘, sagte Dr. Lee mit einer Heftigkeit, die sie überraschte, `ist böse.‘«Weit entfernt von häscherischen Tatort-Absurditäten, bluttriefenden Details, bewegt sich Bettina Boll in erfrischender Realität der Polizeiarbeit. Boll, alleinerziehend, Halbtagskraft, nicht unbedingt ordentlich, eine Frau mitten im Leben. Diverse Kanaldeckel werden in der Pfalz immer wieder geöffnet. Nicht unweigerlich ein Fall für die Kripo. Kopf nach unten, mit dem Hintern nach oben, der guckte noch heraus, 130-150 kg, eine weibliche Leiche steckt kopfüber im Abwasserkanal. Bettina Boll ermittelt. Zusammen mit Kollegen hat sie die undankbare Aufgabe, sämtliche Kanaldeckel zu inspizieren, zu prüfen, ob nicht weitere Leichen versteckt sind. Gerade hatte sie ein Winzigkeit Luft in ihrem Leben, Sommerferien, die Kinder waren im Zeltlager. Gullydeckel, Befragung von Anwohnern, eine weitere Leiche wird gefunden. Bettina wird in eine Soko abkommandiert. Tante Elfriede wird ins Krankenhaus abtransportiert. Boll ist die einzige Verwandte und sie hat kein gutes Verhältnis zur Tante. Elfriede lebt allein, ein wenig verwahrlost. Nun muss ein Pflegeheim organisiert werden. Die Kinder kommen bald zurück. Der Chef macht Druck im Ermittlerteam, wie soll man alles unter einen Hut bekommen? Nessa, die Kollegin von Bettina, nicht unbedingt ihre beste Freundin, funkelt Bettina an. Denn Ackermann hat mit Nessa Schluss gemacht. Die ahnt, es bahnt sich etwas mit Bettina an. Wie reagieren die Kinder von Ackermann und Bettina auf eine Beziehung? Als wenn die Arbeit nicht genug Stress mit sich bringt, steckt Boll mit ihren privaten Gefühlen in Turbulenzen, lässt sie kaum Luft holen. Polizeiarbeit ist ein Zusammenspiel eines Teams, Puzzlearbeit, Morgenbesprechung, Leitstelle. Jeder Polizist führt einen kleinen PC oder ein Tablett dabei, gibt unverzüglich seine Informationen weiter, die Zentrale sortiert, jeder hat Einblick in den Verlauf. Kriminalkommissarin Bettina Boll begibt sich einmal mit jenem, dann mit einem anderen Kollegen auf Recherchearbeit, auch fährt sie mal allein in ihrem zugemüllten Ford Taunus zu einer Befragung. Übergewichtige, Magersüchtige, eine Diätgruppe, skurrile Typen, Hausfrauen, wer mauert, wer lügt? Die Ermittlung erscheint kompliziert. Kann Bettinas Kollege Radduz, der chaotische Computernerd, Licht ins Dunkel bringen?Essstörungen sind das Leitthema dieses Krimis. Nebenbei erfährt der Leser einiges aus der Szene. Monika Geier beschreibt unaufgeregt Polizeiarbeit, wie sie in der Realität aussieht. Unmengen von Einzelinformationen müssen zum großen Ganzen zusammengesetzt werden. Was ist wichtig, was führt in eine Sackgasse? Der Plot ist logisch und durchdacht, genaue Ermittlungsarbeit und pfiffige Kombination von Sachverhalten führen letztendlich zum Täter. Tante Elfriede, der Albtraum Bettinas Kindheit. Tina ist die Einzige, die verblieben ist. Es ist ihr Los, sich um die Tante zu kümmern, die sie in ihrem zugemülltem Haus findet. »Bettina drückte die Tür weiter auf und machte einen Schritt in den Raum. Sie versuchte, durch den Mund zu atmen, aber das half nicht viel. Der Geruch war entsetzlich und Bettina dachte, ihre Tante sei tot. ... Die Decke war voller Flecken, die Kot und Essensreste oder beides sein mochten. Bettina schluckte mehrere Male heftig und schmerzhaft ...«Eine klug aufgebaute Geschichte, die richtige Polizeiarbeit schildert und das Privatleben der Ermittler durchleuchtet, die es nie einfach haben, ihre Arbeit mit der Familie unter einen Hut zu bekommen. Bettina muss auch schon mal klarstellen, dass sie nur Teilzeit angestellt ist. Ein guter Schuss Humor würzt die Gesamtkomposition. Dieser Krimi zeigt realgetreu Menschen wie du und ich. Ein sanfter Krimi, aber garantiert nicht auf leisen Sohlen.

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  • Überzeugender Regionalkrimi

    Die Hex ist tot
    cherborg

    cherborg

    07. May 2014 um 00:10

    Dies war der erste Krimi von Monika Geier, den ich gelesen habe, und er hat mich gleich so überzeugt, dass ich all ihre Bücher verschlingen möchte. Ihre Protagonistin ist die Polizistin Bettina Boll, eine ganz normale junge Frau mit ganz normalen Problemen. Sie muss sich alleinerziehend um zwei Kinder kümmern, die Pflege ihrer Tante organisieren, lässt sich im Laufe der Geschichte auf ihren Kollegen ein, wird dafür von der Kollegin gemobbt - ach ja, und dann muss sie natürlich auch noch einen verzwickten Mordfall lösen. Das Buch ist so überzeugend geschrieben, dass man den Personen einfach gerne folgt, seit langem ein Buch, dass ich nicht mehr aus der Hand legen wollte. 

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  • Die Pfalz spannend

    Die Hex ist tot
    Bine1970

    Bine1970

    22. March 2014 um 21:15

    Monika Geier – Die Hex ist tot Klappentext Eine Serie aufgestemmter Gullideckel, das ist doch wohl kein Fall für die Kriminalpolizei! Es sei denn, im darunterliegenden Kanalschacht steckt eine Leiche. Kommissarin Bettina Boll, in diesem Fall „ ausgeliehen“ an die Lautringer Kripo, stößt zunächst auf kollektives Mauern, dann auf merkwürdige Märchen-Motive. Sogar in ihrer Familie taucht eine Hexe auf. Und das Morden geht weiter. Obwohl es schon mehrere Fälle mit Kommissarin Boll gibt, war dies das erste Buch welches ich von Monika Geier gelesen habe. Zu unrecht muss ich sagen, denn Bettina gefiel mir von Anfang an sehr gut. Sie ist meiner Meinung nach eine ganz normale junge Frau, die ihren alten klapprigen Taunus liebt und sonst wohl keinen Wert auf Schickimicki legt. Bettina Boll, eine sehr sympathische,junge Kommissarin, mit privaten als auch dienstlichen Problemen, ermittelt mit dem Kollegen Ackermann „leihweise“ bei der Lautringer Kripo; Ackermann ist mir im Nachhinein, doch eher unsympathisch, denn obwohl er Interesse an Bettina zeigt, scheint er nicht zu wissen was er will.Was auch widerum Probleme mit Kolleginnen und Vorgesetzten bringt. Die Protagonisten ansonsten waren sehr realitätsnah beschrieben und ich konnte mir von so manchem ein Bild machen, wie z.B. Nessa, der Härting, der EHK Schwartz, der junge Schröck und seine Mutter. Monika Geier versteht es ausgezeichnet ihre Leser spannend an der Nase herum zu führen und immer wieder auf falsche Fährten zu locken, bis zum Schluß wäre ich niemals darauf gekommen, wer der/die Täter/in ist und welches Motiv er/sie hat. Mehr als ein mal lag ich mit meiner Vermutung daneben. So muß ein Krimi geschrieben sein. Ich kann mit Sicherheit sagen das ich defintiv Bettina Boll-Nachholbedarf habe und die ersten Bände ebenfalls noch lesen werde. Für mich besonders schön, das der Krimi in meiner näheren Umgebung spielt. Ludwigshafen, Grünstadt und Lautringen sind Orte der Handlung. Ich muß ja doch noch lachen, wenn ich an Lautringen denke, denn mein Mann und ich lagen abends im Bett und haben bei Google Maps geguckt wo Lautringen liegt. Bei Google eingegeben kam immer wieder Kaiserslautern zum Vorschein. Ich fragte Monika Geier(Autorenbegeleitete Leserunde) ob das sein kann und siehe da. Lautringen ist Kaiserslautern! Vielen Dank das ich an der Leserunde teilnehmen durfte und vielen Dank für das Freiexemplar. Vielen Dank für den Ausflug in eine neue Pfalzkrimi- Serie

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  • Tödliche Falle Kanalschacht

    Die Hex ist tot
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    15. March 2014 um 23:57

    In Lautringen gibt es eine Serie mit aufgestemmten Kanaldeckel – wie vor ein paar Jahren in Ludwigshafen, an deren Ende eine lang vermisste Leiche in einem unter dem Gullideckel liegenden Kanalschacht gefunden wurde. Als in Lautringen dann ebenfalls eine weibliche Leiche in einem der Kanalschächte steckt, wird die Ludwigshafener Kriminalbeamtin Bettina Boll und ihr Kollege Ackermann ausgeliehen. Gibt es ein Zusammenhang zwischen dem damaligen und jetzigen Kanaldeckelmörder? Wie passt der junge Mann, der damals die Leiche entdeckt hat, diesmal ins Bild – oder gar nicht? Als ob Bettina nicht schon genug mit dem neuen Fall zu tun hätte, kommen auch noch private Sorgen dazu: ihre Tante Elfriede wird völlig verwahrlost ins Krankenhaus gebracht und kann zukünftig nicht mehr alleine in ihrem Haus leben. Dazu gibt es noch persönliche Verwicklungen mit Bettinas Kollegen Ackermann, die sie eigentlich gar nicht brauchen kann. Bei diesem Buch handelt es sich zwar bereits um den sechsten Fall von Bettina Boll, aber für mich war es das erste Zusammentreffen mit ihr, welches mir so gut gefallen hat, daß ich die Vorgängerbände in jedem Fall noch lesen möchte. Für das Verständnis ist es nicht notwendig, die früheren Bücher zu kennen, vieles erschließt sich aus dem Zusammenhang. Die Autorin schafft es, einen spannende Handlung zu liefern, ohne dabei auf viel Blut oder eklige Szenen zurückgreifen zu müssen. Im Gegenteil, der Krimi selbst kommt eher ruhig daher und lebt von den zahlreichen Spuren, die die Autorin geschickt auslegt und zum Spekulieren anregen. Ich war mir bis zum Schluß nicht im Klaren darüber, wer der oder die Täter sein könnten und hatte keine Ahnung, wo das Motiv liegen könnte. Mit manchen Spekulationen lag ich zwar gar nicht so falsch, aber Monika Geier hat mich so an der Nase herumgeführt, daß ich mir nie sicher war, welche meiner Überlegungen wirklich die Richtige sein konnte. Außerdem lebt das Buch von seinen tollen Figuren, die etwas skurril, aber menschlich und normal rüberkommen und dadurch einfach nur spannend in ihrer Vielfalt sind. Bettina Boll mußte ich einfach gerne haben mit ihrem lockeren Outfit und ihren für sie typischen Cowboy-Stiefeln, die mit einem uralten und leicht vermüllten Ford Taunus unterwegs ist, bei dem immer im falschen Moment die Beifahrertür klemmt. Wegen ihrer Kinder arbeitet sie nur halbtags, was nicht so einfach ist, wenn man in einem aktuellen Mordfall ermittelt. Zugegeben, sie handelt vielleicht nicht immer ganz korrekt und ist ab und zu auch etwas chaotisch, aber ich mag sie dennoch sehr gerne. Ihr Kollege Ackermann ist nicht nur optisch eine ziemlich imposante Erscheinung, sondern ist ihr beruflich auch eine Stütze. Allerdings ergeben sich mit ihm privat einige Verwicklungen, die das Verhältnis der Beiden etwas verkomplizieren. Aber auch die Kollegen von Bettina und Ackermann sind vielschichtig und nicht nur schwarz-weiß dargestellt; die Autorin hat es dadurch geschafft, daß ich mich richtig gefreut habe, wenn neue Charaktere die Bildfläche betreten haben. Auch wenn mir nicht jede Figur sympathisch war, haben sie doch auch ihre positiven Seiten, ob nun zwischenmenschlich oder fachlich. Besonders gut gefallen hat mir der Pathologe Dr. Lee, der den leitenden Beamten Schwartz regelmäßig zur Weißglut bringt, weil er sich vor einer genauen Untersuchung seiner Leichen nicht zu irgendwelchen Mutmaßungen herablassen will; da Bettina es mit dem Doktor besonders gut kann, wird sie gerne vorausgeschickt, um ihm ein paar Infos aus der Nase zu ziehen. Ich bin in jedem Fall froh, diesen Regionalkrimi gelesen zu haben und hoffe, daß es auch zukünftig weitere Fälle für Bettina Boll geben wird.

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  • wer die leisen Töne mag ist hier richtig.....

    Die Hex ist tot
    abuelita

    abuelita

    27. December 2013 um 10:46

    Ganz leise und behutsam kommt sie angeschlichen…die Spannung in diesem Krimi. Der Leser fragt sich erstaunt, was aufgestemmte Kanaldeckel denn mit der Kripo zu tun haben…aber natürlich, wenn Leichen darunter auftauchen, dann ist auch Bettina Boll klar, dass es wohl eine Verbindung zu einem sehr alten Fall geben muss…. Alles recht undurchsichtig und verwickelt. Und keiner will so recht mit der Sprache raus; zudem gibt es zwischen Kriminalkommissarin Bettina Boll und ihren Kollegen auch noch Spannungen…. Rabenschwarzer Humor, super beschriebene Charaktere, die es auch in der Realität wohl so gibt, Menschlichkeit in all ihren Facetten – einfach ein super Buch und sehr empfehlenswert für Krimileser, die lieber, so wie ich, die „leisen Töne“ mögen….

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