Die Chronik der Dämonenfürsten

von Monika Grasl 
4,6 Sterne bei11 Bewertungen
Die Chronik der Dämonenfürsten
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Dämonen mit Sympathie-Bonus

eulenmamas avatar

von dämonen und menschen. wer ist gut,wer ist böse ?! dämonisch gute fantasy, anders mit suchtfaktor

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Inhaltsangabe zu "Die Chronik der Dämonenfürsten"

Man schreibt das Jahr 3500. Die freien Menschen leben verborgen im Untergrund. Die Großfürsten der Hölle halten die Städte besetzt und einen Teil der Menschheit als Sklaven.
Da erhebt sich ein Mann namens Salomo und krönt sich zum König. Er will der Herrschaft der Großfürsten ein Ende setzen.
Wird das Leben unter Salomo aber tatsächlich besser sein?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946381297
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:308 Seiten
Verlag:Shadodex - Verlag der Schatten
Erscheinungsdatum:11.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Lyianes avatar
    Lyianevor 3 Monaten
    leider zu viele Figuren und eine andere Dämonendarstellung als erwartet

    Der zweite Teil der Chroniken der Dämonenfürsten spielt sehr lange nach den Geschehnissen des ersten Bandes. Die Erde wird nun von den Dämonen beherrscht und die Menschen leben entweder als Sklaven oder im Untergrund. Hier zeigen sich also nun die Auswirkungen der Ereignisse am Ende von Die Engel des Todes.

    Da ich bis jetzt so gut wie keine Bücher mit Dämonen gelesen habe, war ich sehr gespannt, wie sich diese Fantasywesen zu erkennen geben. Und da gab es gleich eine Überraschung für mich: Denn abgesehen von zum Teil skurrilen Erscheinungen haben sich die Dämonen in ihren Handlungen und Gefühlen nicht von den Menschen unterschieden. Es gibt gute und böse, grausame und friedfertige. Ich hätte mir da mehr Unterscheidung gewünscht. Auch wenn ich verstehen kann, dass genau dies die Absicht der Autorin dahinter ist, nämlich, dass man nicht sofort erkennt, wer nun zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Denn das Schubladendenken funktioniert nicht immer, sondern Personen sind sehr viel vielschichtiger und nicht so leicht einzuschätzen.

    Die gesamte Handlung wird aus der Perspektive von vielen Figuren erzählt – Dämonen wie Menschen. Deswegen ist es mir eher schwergefallen, alle Namen immer den richtigen Charakteren zuzuordnen. Ein Fokus auf weniger Protagonisten wäre hier besser gewesen. Durch die Fülle hat mir nämlich auch der Bezug gefehlt. Es gab natürlich Figuren, mit denen ich mitgelitten, die ich gehasst oder die ich auch etwas ins Herz geschlossen habe, aber ich war einfach überfordert, was bei mir den Lesegenuss ziemlich geschmälert hat. Die zum Teil außergewöhnlichen Namen haben es mir nicht leichter gemacht, obwohl sie natürlich gut zu den Dämonen passten.

    Monika Grasls Schreibstil war schon wie im ersten Band zwar einfach, aber trotzdem spannend. Ich habe natürlich beim Lesen Vermutungen angestellt, mit einigen Wendungen konnte mich die Autorin dennoch überraschen – vor allem mit Anmerkungen am Ende des Buches, die schon Hinweise zum dritten Band, der noch dieses Jahr erscheinen soll, geben.

    Fazit:
    Monika Grasl erzählt in Die Herrschaft der Dämonenfürsten eine wirklich interessante und neuartige Geschichte. Es gibt wohl wenige Bücher, die auf diese besondere Art mit Sympathien und Antipathien der Protagonisten spielen und aufzeigen, dass man sich nicht von Vorurteilen und ersten Eindrücken täuschen lassen soll.
    Trotzdem war ich mit der großen Anzahl an Figuren einfach überfordert und habe mir bei den Dämonen etwas gänzlich anderes erwartet, weswegen ich dem Buch nur 3 Katzen geben kann.

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    Melillavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dämonen mit Sympathie-Bonus
    Klasse Dark Fantasy, die zum Denken anregt

    Wie auch schon im Band 1 entführte mich der Roman tief in eine Welt, die wir als Kinder im Religionsunterricht noch als "Hölle" bezeichneten. Doch dann geschieht das Unfassbare: einige der dunklen Dämonen hinterlassen Spuren von Sympathie beim Lesen und ... sie sind den Menschen so verdammt ähnlich!
    Ein Roman, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Ich habe es genossen in die Welt der Dämonenfürsten eintauchen zu dürfen. Allein die klangvollen Namen, wie Bael, Seere oder Decarabia beflügelten meine Fantasie. Ich habe das Buch in drei Tagen ausgelesen, weil ich es nicht weglegen konnte. Wie ich dem Epilog entnehmen konnte, wird es einen Band 3 geben, auf den ich mich sehr freue.
    Melilla

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    Zsadistas avatar
    Zsadistavor 4 Jahren
    Rezension zu "Die Herrschaft der Dämonenfürsten"

    Es ist das Jahr 3500 und die Dämonenfürsten herrschen jetzt seit über 1000 Jahre über die Menschheit. Die Menschen haben sich soweit in den Untergrund zurück gezogen und kommen nur noch selten an die Oberfläche. Doch dann taucht ein Mann namens Salomo Kaine auf. Dieser will sich selbst zum König krönen und die Menschen zum Widerstand aufrufen und anführen. Was auf den ersten Blick vielleicht als ein Neuanfang für die Menschheit erscheint, ist auf dem zweiten Blick nicht mehr so rosig, wie erhofft. Wer in der Geschichte ist dämonischer … Salomo oder die Dämonen? Denn Salomo ist alles andere, als der strahlende Retter.

    Ja, was soll ich sagen, kurz und bündig, mir hat die Geschichte super gefallen. Die Autorin hat den Protagonisten Wendungen gegeben, die nicht absehbar waren. Vorsicht! Spoiler!! Aber … die Dämonen waren mir teilweise sympathischer als die Menschen. Wobei man natürlich zuerst bei den Menschen mitfiebert, ob sie es schaffen, sich aus der Unterdrückung zu befreien. Ist der Mensch automatisch immer Gut und alle anderen immer Böse? Aber genau das mag ich an guten Büchern. „Die Herrschaft der Dämonenfürsten“ ist nicht die normale Fantasy Story und gerade deswegen hat es mir so gut gefallen.

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    Shunyas avatar
    Shunyavor 4 Jahren
    Wer sind die Guten und wer die Bösen?

    Die Welt der Menschen wird von den Großfürsten der Dämonen regiert, nur wenige konnten sich im Untergrund vor ihrer grauenvollen Herrschaft retten und finden auch dort keine Ruhe. Der Mann Salomo will sich selbst als Nachfahre König Salomons zum König krönen und die Menschen aus dem Untergrund zum Widerstand aufrufen. Dabei gerät nach und nach alles außer Kontrolle, bis ein Krieg unvermeidbar zu sein scheint.

    Ein Widerstand mag ja im ersten Moment plausibel klingen, aber die Autorin hat es geschickt eingefädelt, dass man als Leser in einen Konflikt gerät, denn normalerweise sollte man ja für die Menschen sein, doch in diesem Fall ist die Lage etwas anders. Erzählt wird aus Perspektiven diverser Figuren aus den Reihen der Menschen und der Dämonen, was die ganze Sache noch unterhaltsamer macht. Die Welt der Großfürsten wirkt schlimm, aber da man alles eher am Rande mitbekommt, fällt das beim Lesen nicht weiter ins Gewicht. Man ist nur zu Teilen schockiert was dort wirklich passiert. Ganz im Gegenteil zum Untergrund. Hier ist es ein starker Kontrast, denn die Menschen sind selbst dort nicht wirklich frei und müssen täglich ihr Leben riskieren was man hautnah miterlebt.

    Salomo, eine der wichtigsten Figuren, wirkte am Anfang also die ersten Seiten sympathisch auf mich, was sich kurz darauf auf einen Schlag geändert hat. Die Autorin hat aus ihm einen Mann erschaffen, der weder zum König taugt noch nett gegenüber seinen Mitmenschen ist und sein Handeln lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Von einer Führungsperson erwartet man etwas anderes. Im Gegensatz zu Salomo ist der Dämonenfürst Bael schon umgänglicher, auch wenn seine Erscheinung ein wenig skurril anmutet, wirkt er nicht wirklich furchteinflößend. Es gibt noch viel mehr Charaktere, darunter auch eine Liebesgeschichte zwischen einer Menschensklavin und einem Dämonenprinzen. Leider muss man sich dann doch recht schnell von einigen interessanten Figuren verabschieden.

    Außer einigen Schlägereien und Morden geschieht am Anfang der Geschichte doch recht wenig, natürlich gibt es innerhalb des Widerstands einige Aufstände was die Stimmung noch bedrückender macht, mal abgesehen davon, dass man selbst außerhalb des Untergrunds aus bestimmten Gründen nicht lange überlebt.

    Das Ende hat mir mit der großen Schlacht sehr gut gefallen und war spannend. Es gibt ein überraschendes Ende und auch so im Allgemeinen konnte mich die Geschichte super unterhalten. Es ist mal etwas anderes, knallhart und erbarmungslos. Der Autorin ist es gelungen eine interessante Idee prima umzusetzen. Für ein Debüt lohnt es sich allemal in das Buch hineinzulesen. Die Geschichte ist nicht sehr lang, so dass man sie innerhalb weniger Tage durchlesen kann und dank dem angenehmen Schreibstil der Autorin verfliegt die Zeit beim Lesen wie im Flug.

    Wer Fantasy mag und gerne mal etwas anderes als den üblichen Einheitsbrei lesen möchte, sollte sich auf jeden Fall zu dieser Geschichte verführen lassen. Der Konflikt zwischen den Menschen und Dämonen lässt den Leser jedes Mal zweifeln, wer hier eigentlich die Guten und die Bösen sind. Ein gelungenes Debütwerk, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

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    Tatsus avatar
    Tatsuvor 4 Jahren
    Die Herrschaft der Dämonenfürsten


    Das etwas andere Buch

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    Monika Grasls nimmt uns in ihrem Debütroman „Die Herrschaft der Dämonenfürsten“ mit in das Jahr 3500 nach Christus, wenn die Dämonen der Unterwelt die Erde, wie wir sie kennen, erobert haben und die wenigen überlebenden Menschen als Sklaven gehalten werden oder im Untergrund ums nackte Überleben kämpfen. Und unter diesen Menschen befindet sich auch Salomo, der als Nachfahre des biblischen Königs davon überzeugt ist, dass er die Menschheit in eine erfolgreiche Schlacht gegen die Dämonen führen und König der Menschen wird.
     
    In ferner Zukunft haben die Dämonen die Herrschaft über alles Leben auf dem Planeten an sich gerissen und reagieren die Erde nach ihren Vorstellungen. Schauplatz von Grasls Werk sind Teile des heutigen Europas, das in verschiedene Fürstentümer eingeteilt ist. Hier regiert jeder Dämonenfürst so, wie er es für richtig hält. Die als Sklaven gehaltenen Menschen werden von einigen wie Dreck behandelt, andere versuchen wenigstens ansatzweise Respekt und Achtung den Menschen gegenüber an den Tag zu legen.
    Unser Protagonist Salomo gehörte einst zu den misshandelten Sklaven und schaffte es, einen Großteil seiner Leidensgenossen zu mobilisieren und mit Ihnen der Sklaverei zu entkommen. Seitdem leben verschiedene Gruppen im Untergrund und versuchen zu überleben. Alte U-Bahn-Schächte und Waggons dienen als Wohn- und Schlafplätze, das Essen muss mühsam an der gefährlichen Oberfläche gejagt und gesammelt werden. Wenige versuchen sich als Händler und Vermittler zwischen den Menschen und Dämonen, was aber insbesondere von Salomos Leuten nicht gerne gesehen wird.
    Nach einigen Jahren in der „Freiheit“ spitzt sich die Lage zu und Salomo beschließt, dass es nun endlich an der Zeit ist, die Dämonen wieder von der Oberfläche zu vertreiben und in die Hölle zu verbannen.
    Hier setzt nun die eigentliche Handlung des Werkes ein. Wir verfolgen eine Vielzahl von Charakteren, sowohl auf Seite der Menschen als auch auf Seite der Dämonen, und erleben so nach und nach den Aufstieg Salomos zum selbsternannten König der Menschen und die entsprechenden Reaktionen der übrigen Überlebenden und der betroffenen Dämonen. Konfliktpotenzial ist bei dieser Ausgangslage natürlich reichlich vorhanden, sowohl zwischen Mensch und Dämonen, als aber auch im Untergrund oder innerhalb der Fürstentümer.
    Wird Salomo ein zweites Mal in der Lage sein, Anhänger zu mobilisieren und eine erfolgreiche Schlacht gegen die Dämonen zu schlagen? Fügen sich alle im Untergrund lebenden Menschen seinen Plänen? Wie reagieren die Dämonen auf die Gerüchte über den König der Menschen? Gibt es den einen oder anderen Charakter, der nicht ganz das ist, was er vorgibt zu sein? Und kann ein Leben unter einem selbsternannten Herrscher überhaupt besser sein?
     
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    Frau Grasl hat als Ausgangslage ein schönes Setting gewählt. In der düsteren Zukunft spielt die Handlung im uns bekannten Europa, Hauptschauplätze sind Breslau und Wien, London und Paris spielen durch Erwähnungen auch ihre Rolle. Dies macht die fantastische Geschichte für mich um einiges greifbarer, denn klassische neue Welten im Highfantasy-Bereich schrecken mich zumeist eher ab.
    Die Zukunftsvision hat mir sehr gut gefallen. Ich habe schon einige Dystopien und Endzeitroma gelesen, ein solches Konstrukt war für dennoch neu und erfrischend. Gerade, da die Handlung auch in der fernen Zukunft spielt, heißt, dass sich neue Lebensumstände bereits eingestellt haben und keine neue Zivilisation in dem Sinne zu bilden ist, fand ich gut. Der Leser wird die direkt in die neue Welt geworfen, erfährt aber schnell die Hintergründe und den strukturellen Aufbau.
     
     
    Dadurch, dass die Story in einem so „späten“ Entwicklungsprozess ansetzt, haben die Charaktere bereits Erfahrungen gesammelt und sind entsprechend mit den Lebensbedingungen vertraut und abgehärtet.
    So wurde daher unser fünfundvierzig jähriger Protagonist Salomo bereits durch seine Vergangenheit geprägt. Er lebte lange Zeit als Sklave, sodass sich in ihm ein unglaublicher Hass auf die Dämonen geschürt hat. Er ist besessen davon, die Dämonen wieder in die Hölle zu verbannen und für sein Vorhaben geht er im wahrsten Sinne des Wortes über (menschliche) Leichen.
    Salomo ist wirklich ein Protagonist der anderen Sorte. Im Regelfall ist der Hauptcharakter ein Sympathieträger, sodass man mit ihm mitfiebert und auf ein gutes Ende für ihn hofft. Salomo hingegen ist ein größenwahnsinniger Irrer, der einen aussichtslosen Krieg führen will und alle anderen Menschen, die sich ihm in den Weg stellen, kurzerhand tötet.
    Frau Grasl gelingt es wirklich, ihre Charaktere lebendig zu machen! Gerade an Salomo merkte ich dies mehr als deutlich. Ich habe ihn gehasst, ich konnte ihn nicht ausstehen und diese unglaubliche Antipartie hat leider auch dazu geführt, dass ich seine Kapitel wirklich ungerne gelesen habe. Seine kranke Natur und sein aggressives Verhalten waren für mich wirklich ekelhaft und ich war immer froh, wenn sein Kapitel zu Ende war.
    Also wie gesagt, ein großes Lob für diese Charakterentwicklung und diese Lebendigkeit! Bei einem sympathischen Protagonisten wäre es für mich jedoch einfacher, das Buch zu lesen. Vielleicht als kleine Anregung für ein weiteres Werk, denn eine solche Fähigkeit muss einfach weitergeführt werden.
    Durch meine Antipartie möchte ich aber auch wirklich niemanden abschrecken! Da ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gelesen habe, muss ich dazu sagen, dass die anderen Leser Salomo auch nicht mochten, aber seine Kapitel durchaus ohne Probleme lesen konnten. Viele haben das Buch auch wirklich verschlungen und das heißt doch immer was!
     
     
    Neben Salomo ist das Buch mit vielen weiteren Charakteren gespickt, die alle auf ihre Art etwas Besonderes sind und ganz viele unterschiedliche Eigenschaften mit sich bringen. Hier finden sich auch eine Vielzahl sympathischer Personen, deren Handlungen und Entscheidungen ich entgegengefiebert habe und die mir durchaus auch den ein oder andere traurigen Moment beschert haben.
     
     
    Neben den Menschen gibt es natürlich auch eine Reihe Dämonen, die eingehender charakterisiert und beleuchtet werden. Ich habe versucht, die einzelnen Charaktere gedanklich den oben erwähnten Orten zuzuordnen, um sie im Kopf zu behalten, muss aber leider zugeben, dass ich durch die gewöhnungsbedürftigen Namen teilweise doch etwas durcheinander gekommen bin. Grundsätzlich wurde dadurch mein Textverständnis aber nicht beeinträchtigt.
    Interessant an diesem Buch ist auch einfach, dass neben dem etwas anderen Protagonisten, auch die vermeidlichen Antagonisten etwas anders sind. Blutrünstige Dämonen, „wie man sie so kennt“, findet man hier nur vereinzelnd. Vielmehr bestechen die Dämonen durch ihre „Menschlichkeit“, durch überlegtes Handeln und einer großen und respektvollen Gemeinschaft.
    Die einzelnen Strukturen und Zusammenhänge innerhalb und zwischen den einzelnen Fürstentümern und die Besonderheit der eher ungewöhnlichen Art der Gestaltwandlung haben mich zwischenzeitlich stutzen lassen, den Lesefluss aber nicht großartig beeinflusst.
     
     
    Die Geschichte an sich ist wirklich interessant.
    Düsteres Setting, zwei verfeindete Parteien und Konflikte innerhalb der beiden Seiten machen das Buch spannend. Temporeich geht es los und die Spannung hält sich wirklich bis zum Schluss. An einigen Stellen ging es mir leider etwas zu schnell und einfach, dennoch empfinde ich das Gesamtkonzept als durchaus gelungen.

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    Lobenswert möchte ich auch an dieser Stelle noch erwähnen, dass Frau Grasl sich bei der bereits oben erwähnten Leserunde sehr um ihre Leser bemüht hat. Es hat ein reger Austausch stattgefunden, sodass man noch mehr über Hintergründe oder Bedeutungen von bestimmten Gegebenheiten erfahren hat. Ebenso konnte man merken, dass Frau Grasl wirklich im Thema steckt was Salomo und die Dämonen angeht. Mir war bis dato z.B. nur das „Salomonische Urteil“ aus der Bibel bekannt, nun habe ich aber auch herausgefunden, dass es eine apokryphe Schrift gibt, die ihn als Herrscher über die Dämonen ausweist, was natürlich der ganzen Geschichte in „Die Herrschaft der Dämonenfürsten“ einen weiteren Reiz gibt.
    Einen Dank dafür!
     
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    Zusammenfassend kann ich durchaus von einem gelungenen Debüt sprechen. Ein toller Schreibstil der Charaktere lebendig werden lässt und ein interessanter Plot. An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir mehr Ausführlichkeit gewünscht, dennoch hat es mir insgesamt gut gefallen; und mit einem sympathischen Protagonisten steht einem nächsten Werk doch nichts im Wege ;)

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    Binsches avatar
    Binschevor 4 Jahren
    Dämonisch gut

    Es ist das Jahr 3500. Die Dämonen haben die Herrschaft übernommen. Nur noch wenige freie Menschen sind übrig und diese müssen sich im Untergrund verstecken.
    Doch Salomon will sich dies nicht bieten lassen und ernennt sich selbst zum König. Ob er die "Freien" auf seine Seite ziehen kann um die Dämonen zu bezwingen?

    Mit dem Buch "Die Herrschaft der Dämonenfürsten" hat die Autorin Monika Grasl eine sehr spannende, mitreißende Geschichte geschrieben, die ganz und gar anders verlief als ich mir vorstellte. Frau Grasl schaffte es mich mit ihren Ideen zu überraschen. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen.
    Interessant finde ich, dass die Protagonisten sich Kapitelweise abwechseln. So erkundet man immer wieder verschiedene Standorte mit verschiedenen Personen. Dies macht das Buch besonders abwechslungsreich.
    Da noch einige Fragen unbeantwortet blieben, hoffe ich noch auf eine Fortsetzung dieser Geschichte.

    Ich freu mich schon auf weitere Werke von Frau Grasl, ich denke wir werden noch einiges von ihr hören.

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    Ramiras avatar
    Ramiravor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Andersartig, besonders, sehr gelungen.
    Dämonen? Schon wieder? Ja, aber garantiert anders als Du denkst.....

    Ich lese viel und vor allem viel Fantasy. Dieses Buch sollte anders sein, so wurde es angepriesen. Ja, klar -gähn, wie die 1000 anderen. Das Rad kann niemand neu erfinden. Oder vielleicht doch?
    Von Seite zu Seite erhöhte sich meine Aufmerksamkeit und ich geriet ins Staunen. Der Autorin ist es gelungen. Es ist ihr gelungen mir ein Kopfkino  zu bescheren, ihre Welt lebendig werden zu lassen. Ich fieberte mit meinen Lieblingsfiguren mit. Ich litt, kämpfte und freute mich mit ihnen. Ich trauerte um die Toten. Und ich spürte wie der Groll auf den Bösewicht wuchs. Am Ende hasste ich ihn fast. Wie unglaublich ist es, eine Buchfigur zu hassen? Wie gut schreibt jemand, dem das gelingt, zu vermitteln? Ich bin von der Autorin begeistert. Sie schreibt flüssig, spannend und hat Potential. Sie hat Einfälle. Ihr Buch hebt sich vom sonstigen Einheitsbrei ab.  Ich mag ihre Art zu schreiben.
    Ich glaube das besondere ist, das ihre Dämonen so besonders sind. Sie sind alle verschieden, sowohl optisch, als auch vom Charakter. Sie sind vielschichtig, wie es Menschen sind. Es gibt "bessere" und "wenig gute" unter ihnen.  Dreiköpfige (super, wie der Katzenkopf das Gewölle rausbringt), Engelsgleiche und schlecht riechende.  Das ist interessant.
    Und vor allem ist die Story irgendwie beharrlich, fast drängend. Die Autorin erzählt eher milde, ohne blutrünstige, grausame Action, aber trotzdem so, das man nicht aufhören will zu lesen. Ich mußte unbedingt wissen wie es weiter geht und endet. Das Ende läßt einen befriedigt zurück. Naja, zum Teil. Eigentlich gibt es noch Fragen und eigentlich möchte ich gerne einen zweiten Teil lesen. Die Geschichte ist in sich zwar geschlossen, aber manches fühlt sich "unfertig" an.
    Irgendwie sehe ich immer noch die verhärmte Bevölkerung, den Schmutz, den Hunger und das Blut.ich sehe es und rieche es. Es ist ähnlich wie mit dem Buch: das Parfum. Da konnte ich den alten Fisch und den Dreck  der Straßen ebenfalls riechen.
    Was ich mir gewünscht hätte, wäre, das die Welt noch einen Hauch ausführlicher beschrieben wird.

    Spoiler:
    Das Feld für Nahrung ist einen Tag entfernt. Wie schaffen die Menschen aus dem Untergrund da unbeobachten hin zu kommen, zu säen, zu ernten und alles unbehelligt in den Untergrund zu schaffen. Die Jäger müssen mit dem Hirsch auch nach Hause gelangen. Und kein Dämonen-Späher sieht je die Eingänge?
    Was hat es mit dem Hund auf sich? Das fühlt sich unfertig an.
    Und es geht mir ähnlich wie bei Harry Potter, für meinen Geschmack sterben zu viele gute....!
    Spoiler ende.

    Dafür sind die Charaktere wirklich sehr gut ausgearbeitet.  
    ich bin sehr froh, das Buch gewonnen zu haben und es im Rahmen einer Leserunde erhalten zu haben. Ich bin sicher, wir werden von Frau Grasl noch hören.... (oder besser lesen). Das hoffe ich zumindest!
    4,5 Sterne von 5

    Kommentare: 6
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    Nefertari35s avatar
    Nefertari35vor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Dies ist eine etwas andere Dämonengeschichte - wirklich lesenswert :)
    Die Herrschaft der Dämonenfürsten von Monika Grasl

    Kurze Inhaltsangabe:
    Man schreibt das Jahr 3500. Die freien Menschen leben verborgen im Untergrund. Die Großfürsten der Hölle halten die Städte besetzt und einen Teil der Menschheit als Sklaven. Da erhebt sich ein Mann namens Salomo und krönt sich zum König. Er will der Herrschaft der Großfürsten ein Ende setzen. Doch stellt sich die Frage, welches Leben das bessere für die Menschen ist. Eines unter den Dämonenfürsten oder das unter Salomo?
    (Quelle: Klappentext "Die Herrschaft der Dämonenfürsten" von Monika Grasl)
    Schreibstil:
    Monika Grasl hat einen für dieses Genre ganz eigenen Schreibstil. Man erwartet großes Tempo, blutrünstige Szenen und einiges mehr. Die Autorin schreibt aber eher gemäßigt, in einer Erzählform, die den Leser beständig beim Buch bleiben läßt. Es kommt auf keiner Seite Langeweile auf, man ist immer beschäftigt, vor allem da es mehrere Erzählstränge gibt, die aber so unabhängig voneinander geschrieben sind, das sie sich nicht gegenseitig in die Quere kommen und doch unabdingbar zuammengehören. Die Dämonen sind anders, ja anders, als man sie sich vorstellt. Hier jetzt mehr zu beschreiben, würde dem Buch zu weit vorgreifen. Auch die Menschen agieren nicht so, wie man jetzt meinen würde, aber das soll der geneigte Leser selber herausfinden. ;)
    Eigene Meinung:
    Einfach großartig! Als es hieß, hier werden dich die Dämonen überraschen, glaubte ich das nicht so recht. Ich habe schon soooviel Fantasy gelesen, auch über Dämonen, da dachte ich wirklich, das es nicht mehr soviel Neues geben wird. Tja, aber Monica Grasl hat mich überrascht. Ihre Dämonen sind wirklich anders und ich konnte das Buch wirklich nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte immerzu wissen, wie es weitergeht und habe in dieser Geschichte auch eine sehr große Antipathie zu einer der Figuren entwickelt, andersherum aber auch eine große Zuneigung zu zwei anderen. Die Geschehnisse spielen in Europa, nun ja im zukünftigen Europa oder wie man es sich nach über 1000 Jahren Dämonenherrschaft eben vorstellt. Da es ein authentischer Spielort ist, macht es die Story noch interessanter. Mir hat die Mischung aus Dystopie, Fantasy und ein bißchen Liebe sehr gut gefallen und ich würde mich freuen, wenn da noch ein weiterer Teil kommen würde. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und empfehle das Buch allen Fantasy- und Dämonenfreunden! Ich gebe dämonische 5 Sterne!

    Kommentare: 2
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    eulenmamas avatar
    eulenmamavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: von dämonen und menschen. wer ist gut,wer ist böse ?! dämonisch gute fantasy, anders mit suchtfaktor
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    Sophie-R-Nikolays avatar
    Sophie-R-Nikolayvor 4 Jahren

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Ein Hallo an alle Leser/innen!

    Hiermit möchte ich euch einladen, unsere kommende Neuerscheinung noch vor dem Start zu lesen.

    Worum geht es?

    Man schreibt das Jahr 3500. Die freien Menschen leben verborgen im Untergrund. Die Großfürsten der Hölle halten die Städte besetzt und einen Teil der Menschheit als Sklaven. Da erhebt sich ein Mann namens Salomo und krönt sich zum König. Er will der Herrschaft der Großfürsten ein Ende setzen. Doch stellt sich die Frage, welches Leben das bessere für die Menschen ist. Eines unter den Dämonenfürsten oder das unter Salomo?

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    Für die Leserunde stehen 10 E-Books zur Verfügung. Gibt es mehr als 10 Lesewillige, entscheidet das Los.

    Die Veröffentlichung des E-Books erfolgt am 15.07. und das Taschenbuch folgt aus organisatorischen Gründen zum 01.08.2014

    Ich würde mich freuen, wenn sich viele an der Runde beteiligen und dieses außergewöhnliche Buch mitlesen. Denn so ungewöhnlich thematisiert werden Dämonen selten ;-)

    Und wer Fragen an die Autorin hat ... kein Problem, sie ist auch hier.

    Edit: Wer gerne ins Buch reinschnuppern möchte, kann das auf dem Blog tun: http://fantastic-shades-verlag.blogspot.de/2014/06/vorschau-die-herrschaft-der.html
    Zur Leserunde
    Monika_Grasls avatar
    Monika_Grasl

    So ihr wisst es vermutlich ohnehin längst. Falls jedoch nicht der LESERPREIS 2014 wird wieder bei Lovelybooks vergeben. Ich und auch die Dämonenfürsten würden sich sehr darüber freuen, wenn ihr einen Blick auf die List werft und ja falls "Die Herrschaft der Dämonenfürsten" noch nicht aufscheint nominiert sie doch.

     

    Zum Thema
    Monika_Grasls avatar

    Ich freu mich riesig hier mitteilen zu dürfen, dass Die Herrschaft der Dämonenfürsten bei Lovelybooks auf Platz 59 der deutschsprachigen Debüts 2014 eingestiegen ist. Und bei den besten Fantasy Neuerscheinungen auf Platz 170. Wenn das mal kein gutes Omen für die Dämonen ist. :)

    Votet kräftig mit und hinterlasst damit einen bleibenden Eindruck bei allen Dämonenliebhabern. :)

     

    Zum Thema

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