Monika Held

 4.4 Sterne bei 81 Bewertungen
Autor von Der Schrecken verliert sich vor Ort, Sommerkind und weiteren Büchern.

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Sommerkind

Neu erschienen am 19.11.2018 als Hörbuch bei Diwan Hörbuchverlag.

Helden im Darm

Neu erschienen am 13.11.2018 als Hardcover bei Heldverlag.

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Der Schrecken verliert sich vor Ort

Der Schrecken verliert sich vor Ort

 (38)
Erschienen am 26.01.2018
Sommerkind

Sommerkind

 (32)
Erschienen am 24.04.2017
Trümmergöre

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 (8)
Erschienen am 15.08.2014
Melodie für einen schönen Mann

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 (3)
Erschienen am 01.02.2007
Augenbilder

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 (0)
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Tatort Gifte im Körper

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Erschienen am 26.08.2016
Helden im Darm

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Erschienen am 13.11.2018
Was Frauen wissen wollen

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 (0)
Erschienen am 01.11.2015

Neue Rezensionen zu Monika Held

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renees avatar

Rezension zu "Der Schrecken verliert sich vor Ort" von Monika Held

Wie lebt man mit seinen Traumata ...
reneevor 2 Monaten

Der Protagonist dieses Buches von Monika Held, Heiner Rosseck, hat Auschwitz erfahren müssen, weil er ein Kommunist ist und hat überlebt. Er sagt beim Auschwitz-Prozess gegen seine Peiniger aus und lernt dabei Lena kennen; sie empfinden eine gewisse Anziehung, Neugier und verlieben sich schließlich. Beide erforschen den Anderen. Er ist Österreicher und sie eine Deutsche. Eine aus dem Volk der Täter. Diese simple Tatsache ist für Heiner nicht ganz so einfach. Und neben diesem geistert noch vieles mehr in dem Kopf von Heiner herum. Er versucht damit zu leben, sich seinen Traumata zu stellen und beginnt sich durch die Anwesenheit von Lena und seiner Gefühle für sie zu verändern. Und auch in ihr geschehen Neuerungen, auch Lena versucht zu begreifen, warum Heiner empfindet, was er empfindet und denkt, was er denkt. Dieses ganze Miteinander hat die Autorin für meine Begriffe in eine gute Form gebracht. Ihre Charaktere sind nachvollziehbar gezeichnet und die Empfindungen beider Personen perfekt geschildert. Dabei ist diese Geschichte nicht von Emotionen überfrachtet, vielleicht gerade weil das Grundthema ja kaum in Worte fassbar ist. Gerade deshalb hat sich bei mir eine große Nähe zu beiden Hauptcharakteren eingestellt. Als besonders gelungen empfand ich, dass das Hauptaugenmerk auf der Zeit nach Auschwitz liegt. Wie lebt man nach und mit solchen Erlebnissen? Was für Auswirkungen haben solche Traumata auf Menschen? Natürlich wird auch in Rückblicken über Geschehnisse in Auschwitz berichtet. Und immer, wenn ich so etwas lese, höre und sehe, frage ich mich wie man so etwas anderen Menschen antun kann. Aber Menschen sind Menschen sind Menschen! Der zweite gelungene Teil in diesem Buch war dann eine Reise nach Polen mit einem Blick auf das Geschehen um die Solidarnosc und der Besuch verschiedener Freunde und Überlebender von Auschwitz; und ihre Arten mit dem Erlebten umzugehen.

Insgesamt ein für mich sehr gutes Buch mit dem Vermerk:  Unbedingt Lesen!!!

"Was geschehen ist, ist geschehen, ausgeübt von einem Kulturvolk. Und das es geschehen ist, bedeutet, dass es wieder geschehen kann. Menschen, und zwar kultivierte, kluge Menschen, sind zu Taten fähig, die wir ihnen nicht zugetraut haben. Und wo es irgendein Anzeichen, einen Hauch davon wieder geben könnte, müssen wir eingreifen. Unsere gottverdammte Pflicht nach Auschwitz ist, das niemals zu vergessen. Es bleibt ein ewiges Thema. Ich glaube nicht, dass wir aufhören sollten, uns damit zu beschäftigen."
(Auszug aus dem Nachwort von Margarete Mitscherlich aus diesem Buch)

Kommentare: 7
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Sturmherzs avatar

Rezension zu "Der Schrecken verliert sich vor Ort" von Monika Held

Schau Lena, ...
Sturmherzvor 7 Monaten

Heiner, Überleber des Konzentrationslager Auschwitz soll als Zeuge vor Gericht gegen seine einstigen Peiniger aussagen. Vor Gericht hält er sich gut, er weiss, Zeuge sein, das ist seine Aufgabe und dafür hat er versucht zu überleben. In einer Pause des Prozesses bricht er zusammen, es ist zuviel, alles! Da begegnet ihm Lena, eine junge Frau die vor Gericht als Übersetzerin tätig ist. Sie hilft dem aufgelösten Heiner in diesem schweren Moment. Es knüpft sich ein Band das die beiden verbindet, Lena wird fortan seine Gefährtin. 

Nach und nach erzählt Heiner seine Lebensgeschichte. Für in gibt es ein "davor", ein "dort" und ein "danach". Auschwitz jedoch wir ihn nie mehr loslassen, das Grauen und die Pein die er dort erlebt hat, prägt ihn fürs gesamte Leben. Oftmals kommt Lena an ihre Grenzen, Heiner hat einen fixen Tagesablauf, eine bestimmte Art einzuschlafen und zudem begleitet ihn immer ein Glas mit einem sehr speziellen Inhalt. Er nennt dieses Glas seine Grabbeilage...

Ich wusste auf was mich einlasse als ich das Buch zu lesen begann, trotzdem hat es mich aufs extremste mitgenommen, mich bis in meine Träume verfolgt. Nicht zuletzt weil die Autorin Heiner alles sehr genau erklären lässt. Jede Grausamkeit, den gesamten, unglaublichen und schier unfassbaren Alltag im KZ Auschwitz. Aber auch Momente der Freude, mit Kameraden die sein Leid teilen. 
Wahrlich, keine leichte Kost, aufwühlend, traurig, schier unglaublich das Menschen zu solchen Taten fähig sind, jedoch ein Buch das gelesen werden soll und muss.

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TanteGhosts avatar

Rezension zu "Trümmergöre" von Monika Held

Ein Kinderschicksal, welches ich nicht wirklich komplett verstanden zu haben glaube
TanteGhostvor einem Jahr

Eine richtig gute Story, die nicht wirklich gut verpackt war...

Inhalt:
Ein kleines Mädchen wird in der Nachkriegszeit von ihrem Vater zur Oma gebracht. Der Vater arbeitet für das auswärtige Amt und muss beruflich auf Reisen gehen. Er glänzt nun jahrelang durch Abwesenheit und lässt lediglich durch Postkarten von sich hören.
Das Mädchen wächst jedoch in eine Welt hinein, die weder Vater noch Großmutter für sie vorgesehen haben. Sie wäscht auf dem Platz ihres Onkels Autokennzeichen, lernt kennen was Autos ausmacht. Sie verkehrt in nicht gerade salonfähigen Personenkreisen und wird zur so genannten Göre.
Sie begreift aber auch nie, warum Großmutter und Onkel nicht miteinander reden. Die beiden wohnen in der selben Wohnung und sehen sich doch nie.
Als der Vater zurück kommt, holt er seine Tochter erneut in eine ganz neue Welt. Sie soll plötzlich die wohl erzogene und fleißige geben....
Jula funktioniert nur noch. Sie will es ihren alten Freunden recht machen, aber auch ihrem Vater gefallen...
Eine ziemlich verwirrende Geschichte im Nachkriegsdeutschland.

Der erste Satz:
"Die Reise in die Zeit beginnt mit einer Kartoffel, einem scharfen Messer und der Zeitung von gestern. Ich schäle die Kartoffel wie meine Großmutter."

Der letzte Satz:
"Großmutter würde sagen: Das kommt vom Krieg. Oder: Dafür haben wir kein Lexikon."

Fazit:
Zunächst einmal bin ich nur schwer bis gar nicht in die Story rein gekommen. Da war anfangs lediglich ein totales Durcheinander von Gegenwart und Vergangenheit. Es hat bis mindestens zur Hälfte des Buches gedauert, bis ich daraus schlau geworden bin, welche Story genau hier erzählt wird. Und bis da hin habe ich mich dann logischerweise schon nur noch durch gequält, weil ich angelesene Bücher nicht mag.
Im Nachhinein betrachtet habe ich mit dem Buch eigentlich lediglich meine Lebenszeit vergeudet... Klar, es hatte schon seinen Reiz in die Seele eines Menschen zu blicken, der durch seine Kindheit traumatisiert scheint, aber die Umsetzung war meiner Meinung nach einfach nur grottig. So viel Durcheinander, so viele Wiederholungen von ganzen Textpassagen, die in dem Moment wohl Gedankensplitter darstellen sollten. - Mies, und langweilig.
Das Kopfkino hat mir bei der Lektüre fast komplett gefehlt. Ab und zu habe ich mal ein paar Bilder vor mir gesehen. Seltsamerweise aber immer nur dann, wenn sich die Autorin in seitenlangen Beschreibungen ergangen hat. Das waren die Passagen, in denen ich zum einen verstanden habe, was hier eigentlich erzählt werden soll, und zum anderen waren das gegebene Tatsachen. Mit den restlichen verschrobenen Einzelheiten konnte ich mal gar nichts anfangen.
Ich will das Buch jetzt auf keinen Fall in Grund und Boden reden. Es mag sicher für einige Leute seinen Reiz haben, aber ich bin mit der Psyche der handelnden Personen sicherlich einfach nicht klar gekommen. Die hatten durch den Krieg wohl jeder so seinen Klatsch weg, soviel glaube ich mitgeschnitten zu haben, aber das Lesen hat so eben nicht wirklich Spaß gemacht. Vielleicht, wenn man das Thema anders umgesetzt hätte....

Schade um den Stoff. Den besser verpackt, hätte das eine richtig geile Story werden können. Oder ich war einfach zu doof, das zu verstehen, was die Autorin hier von mir wollte... man weiß es nicht....

(Auszüge des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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