Monika Held Melodie für einen schönen Mann

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Inhaltsangabe zu „Melodie für einen schönen Mann“ von Monika Held

Jenny, eine Journalistin mit Grundsätzen und Berufsethos, plant eine Reportage über die erfolgreiche Asylanwältin Dr. Rebecca Buss. Auf dem Weg zu ihrem ersten Treffen wird Jenny Zeugin eines tragischen Unfalls: Ein kleines Mädchen, das mit ihrem Roller die Straße überquert, wird von einem Auto angefahren und stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus. Auf der Beerdigung des Kindes lernt Jenny Eduardo de Sastre kennen und verliebt sich Hals über Kopf in den attraktiven Fremden. Eduardo kommt aus Guatemala und hofft auf politisches Asyl in Deutschland. Die Kontakte sind schnell geknüpft und schon kurze Zeit später kümmert sich Rebecca Buss um Eduardos Gesuch. Dankbar für diese glückliche Fügung stürzt sich Jenny in eine aufregende und leidenschaftliche Beziehung mit dem geheimnisvollen Südamerikaner. Und zunächst scheint alles perfekt. Eduardo ist ein vollendeter Liebhaber, versteht sich blendend mit Jennys Sohn Olli und gleicht überhaupt dem Mann, mit dem sich Jenny vorstellen kann, den Rest ihres Lebens zu verbringen.§Doch die glückliche Liebesidylle währt nur kurz. Jenny stolpert über Ungereimtheiten in Eduardos Vergangenheit und ist verwirrt über sein Schweigen bezüglich bestimmter Vorfälle in der Heimat. Außerdem ist da noch der undurchsichtige Kroll, Dr. Diethelm Kroll, der ehemals im Dienst der guatemaltekischen Regierung stand und Eduardo zu einem Posten bei der Landespolizei verholfen hatte. Noch heute scheint er Eduardos Gefährte zu sein, obwohl dieser doch längst die Seiten gewechselt und kurz vor seiner Flucht für die Guerillas gekämpft hatte. Die quälenden Fragen werden immer lauter. Wer ist dieser Mann? Hat er Jenny belogen und benutzt, um ein gefährliches Geheimnis zu hüten oder ist er der, der er vorgibt zu sein?§Für Jenny beginnt eine emotionale Gratwanderung. Auf der einen Seite steht die Journalistin, die sich immer der Wahrheit verpflichtet fühlte und nun einen furchtbaren Verdacht hegt. Auf der anderen Seite steht die Frau, die in dem attraktiven und leidenschaftlichen Eduardo genau das findet, wonach sie sich immer gesehnt hat. Doch letztlich beginnt Jenny zu recherchieren, und was sie herausfindet, stellt sie vor eine der schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens.

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  • Liebe und Misstrauen – das passt nicht zusammen

    Melodie für einen schönen Mann

    Federfee

    14. May 2017 um 16:14

    Wann hat die Geschichte mit Eduardo begonnen? fragt sich Jenny, eine 34-jährige freie Journalistin, die in Untersuchungshaft sitzt und nun viel Zeit zum Nachdenken hat. Sie fragt sich selbst, wie das passieren konnte und der Leser erst recht. Nach und nach erschließt sich die ganze Tragik des Geschehens, das Unausweichliche.Jennys Vater hat ihr beigebracht, dass SIE der Kapitän ist, dass SIE das Steuer in der Hand hat. "Wenn der Kurs nicht mehr passt, dreh ab, geh auf neuen Kurs." (16) Davon merkt man zuerst nicht viel, denn mit 25 wurde sie schwanger von einem, der sich "… für ein versehentlich gezeugtes Lebewesen nicht zuständig fühlt." Sie bekommt ihr Kind dennoch, weil ihr Vater, der alte Kapitän, den Jungen aufziehen will.Ihr Verhältnis zu Männern misst sie daran, ob sie sich ihn mit ihrem Sohn auf den Schultern vorstellen kann, glaubt aber nicht, so jemanden jemals zu finden. Doch dann tritt Eduardo in ihr Leben, ein schöner Mann aus Guatemala, mit deutschen Wurzeln, der hier Asyl beantragt. Jenny grübelt im Gefängnis darüber nach, welches die Episode war, mit der alles angefangen hat. Die Idee, von einer Asylanwältin ein Porträt anzufertigen? Der zufällig miterlebte Unfall mit Todesfolge? Die Beerdigung, an der sie teilnahm und wo sie Eduardo zum ersten Mal sah? Das Hilfsangebot an den Vater des verstorbenen Mädchens? Die Hilfe, die in Anspruch genommen wird und sie letztlich mit Eduardo zusammenbringt, der sich auch mit Sohn Olli und Jennys Vater gut versteht.Sie verleben schöne Tage in Venedig, die ihnen ein Gönner spendiert, Kroll, Psychologe und Kunstkenner. Jenny als Journalistin ist es gewöhnt, neugierig zu sein, Zwischentöne zu erkennen. So schleichen sich leise, leise in die so perfekt scheinende Beziehung Fragen ein. Was hat dieser Kroll mit Eduardo zu tun? Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, aber Jenny zögert: "Wer addiert in der Liebe Unstimmigkeiten wie ein Buchhalter?" (159).Und als das Misstrauen einmal Einzug gehalten hat, ist dies der Anfang vom Ende: "Liebe und Misstrauen … das geht nicht." (273) Hätte Jenny nicht weiter nachforschen sollen? "An nicht gestellten Fragen kann man auch ersticken." (263) Die Suche nach der Wahrheit ist zu verstehen, reißt aber alles mit sich weg und zerstört eine große Liebe.Dennoch ist dieses Buch keine kitschige Liebesgeschichte, zu sehr ist diese in andere Bereiche eingebunden: das Problem mit Asylsuchenden, die neuere Geschichte Guatemalas, die Frage, was die Wahrheit ist und wen man weshalb verurteilen soll, die Frage nach Tätern und Opfern. Die Anwältin sagt nicht umsonst: "Von hier aus lässt sich leicht richten. … Kennst du Hunger? …" (296) Es ist eben nicht alles schwarz-weiß, weder die Taten der Menschen noch diese selbst.Dies alles ist in einer poetischen bildreichen Sprache erzählt. Wer Zitate nachlesen möchte, schaue bitte in die Chronikhttps://www.lovelybooks.de/bibliothek/Federfee/lesestatus/1455860331/Zu guter Letzt, um Missverständnisse zu vermeiden: Monika Held ist nicht zu verwechseln mit einer Autorin ähnlichen Namens, die seichte Bücher schreibt. Von Monika Held kenn ich schon zwei andere lesenswerte Bücher: 'Trümmergöre' und 'Der Schrecken verliert sich vor Ort':https://www.lovelybooks.de/autor/Monika-Held/Der-Schrecken-verliert-sich-vor-Ort-1016570864-w/rezension/1316661357/

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  • Rezension zu "Melodie für einen schönen Mann" von Monika Held

    Melodie für einen schönen Mann

    Ira

    13. April 2011 um 22:48

    Unglaublicher Roman!!!....Jenny, eine junge Jornalistin, lernt durch einen Zufall einen schönen Mann aus Guatemala kennen, der in Deutschland als Asylant sesshaft sein will. Sie führt ihn mit ihr bekannter Asylanwältin Rebecca Buss zusammen, die dem Guatemaler Eduardo beim Anspruch aufs Asylrecht beistehen kann. Jenny verliebt sich in attraktiven Eduardo mit dunkelblauen, fast schwarzen Augen...Bald spürt Jenny,dass in der Geschichte, die Eduardo preisgibt, um das Asylrecht zu bekommen, etwas nicht so gut stimmt, und sie versucht hinter die Wahrheit zu kommen... Der Roman beginnt unerwartet: Jenny sitzt im U-Haft, man fragt sich sofort: was hat sie angestellt, was hat sie dazu geführt?..Warum?...Dem Leser wird Seite für Seite das verständlich. Mit einer unglaublichen Innigkeit beschreibt Monika Held das seelische Misstrauen ihrer Heldin. Das Buch enthält schreckliche Details aus der Geschichte von Guatemala, von der Regie, die dort Ende des 20. Jht's herrschte, von den anwendenden Methoden beim Bürgerkrieg, von Angriffen auf Landsleute.. Es ist ein Roman, der rührt und beeinflusst, über den man nicht schweigen kann..........

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