Monika Held Trümmergöre

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Inhaltsangabe zu „Trümmergöre“ von Monika Held

Jula ist ein kleines Mädchen in der Hamburger Nachkriegszeit. Für sie sind Trümmer und halbe Häuser normal. Sie spielt "Der Russe kommt", "Wir bauen ein KZ" oder "Opa hat sein Bein verloren". Am liebsten ist sie auf dem Platz, wo ihr Onkel Gebrauchtwagen verkauft, ihre Schularbeiten macht sie in der Kneipe auf der Reeperbahn. Als sie zwölf wird, holt sie ihr Vater - der im diplomatischen Dienst und deshalb abwesend war -, um aus der "versauten Göre" eine höhere Tochter zu machen. Und Jula beginnt ein perfektes Doppelleben zwischen Alstervilla und Ganovenkiez.

Ein warmherziger, vielschichtiger Roman über eine Kindheit während der Nachkriegszeit - voller Abenteuer und Heldentaten!

— DieBuchkolumnistin

Eine richtig gute Story, die nicht wirklich gut verpackt war...

— TanteGhost

Das Buch erzählt wie stark die Vergangenheit doch die Gegenwart beeinflussen kann.

— Sommermaedchen23

Nicht schlecht, aber auch nicht sehr gut - ich schwanke etwas. Irgendwie habe ich mir doch etwas anderes vorgestellt...

— QueenSize

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  • Ein Kinderschicksal, welches ich nicht wirklich komplett verstanden zu haben glaube

    Trümmergöre

    TanteGhost

    02. November 2017 um 18:15

    Eine richtig gute Story, die nicht wirklich gut verpackt war...Inhalt:Ein kleines Mädchen wird in der Nachkriegszeit von ihrem Vater zur Oma gebracht. Der Vater arbeitet für das auswärtige Amt und muss beruflich auf Reisen gehen. Er glänzt nun jahrelang durch Abwesenheit und lässt lediglich durch Postkarten von sich hören. Das Mädchen wächst jedoch in eine Welt hinein, die weder Vater noch Großmutter für sie vorgesehen haben. Sie wäscht auf dem Platz ihres Onkels Autokennzeichen, lernt kennen was Autos ausmacht. Sie verkehrt in nicht gerade salonfähigen Personenkreisen und wird zur so genannten Göre. Sie begreift aber auch nie, warum Großmutter und Onkel nicht miteinander reden. Die beiden wohnen in der selben Wohnung und sehen sich doch nie. Als der Vater zurück kommt, holt er seine Tochter erneut in eine ganz neue Welt. Sie soll plötzlich die wohl erzogene und fleißige geben.... Jula funktioniert nur noch. Sie will es ihren alten Freunden recht machen, aber auch ihrem Vater gefallen... Eine ziemlich verwirrende Geschichte im Nachkriegsdeutschland.Der erste Satz:"Die Reise in die Zeit beginnt mit einer Kartoffel, einem scharfen Messer und der Zeitung von gestern. Ich schäle die Kartoffel wie meine Großmutter."Der letzte Satz:"Großmutter würde sagen: Das kommt vom Krieg. Oder: Dafür haben wir kein Lexikon."Fazit:Zunächst einmal bin ich nur schwer bis gar nicht in die Story rein gekommen. Da war anfangs lediglich ein totales Durcheinander von Gegenwart und Vergangenheit. Es hat bis mindestens zur Hälfte des Buches gedauert, bis ich daraus schlau geworden bin, welche Story genau hier erzählt wird. Und bis da hin habe ich mich dann logischerweise schon nur noch durch gequält, weil ich angelesene Bücher nicht mag.Im Nachhinein betrachtet habe ich mit dem Buch eigentlich lediglich meine Lebenszeit vergeudet... Klar, es hatte schon seinen Reiz in die Seele eines Menschen zu blicken, der durch seine Kindheit traumatisiert scheint, aber die Umsetzung war meiner Meinung nach einfach nur grottig. So viel Durcheinander, so viele Wiederholungen von ganzen Textpassagen, die in dem Moment wohl Gedankensplitter darstellen sollten. - Mies, und langweilig.Das Kopfkino hat mir bei der Lektüre fast komplett gefehlt. Ab und zu habe ich mal ein paar Bilder vor mir gesehen. Seltsamerweise aber immer nur dann, wenn sich die Autorin in seitenlangen Beschreibungen ergangen hat. Das waren die Passagen, in denen ich zum einen verstanden habe, was hier eigentlich erzählt werden soll, und zum anderen waren das gegebene Tatsachen. Mit den restlichen verschrobenen Einzelheiten konnte ich mal gar nichts anfangen.Ich will das Buch jetzt auf keinen Fall in Grund und Boden reden. Es mag sicher für einige Leute seinen Reiz haben, aber ich bin mit der Psyche der handelnden Personen sicherlich einfach nicht klar gekommen. Die hatten durch den Krieg wohl jeder so seinen Klatsch weg, soviel glaube ich mitgeschnitten zu haben, aber das Lesen hat so eben nicht wirklich Spaß gemacht. Vielleicht, wenn man das Thema anders umgesetzt hätte....Schade um den Stoff. Den besser verpackt, hätte das eine richtig geile Story werden können. Oder ich war einfach zu doof, das zu verstehen, was die Autorin hier von mir wollte... man weiß es nicht....(Auszüge des Textes sind auch auf meiner Website und in meinem Blog zu finden.)

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  • Monika Held zeichnet mit sanften Zügen und Schatten die Figuren der Vergangenheit.

    Trümmergöre

    Sommermaedchen23

    20. January 2016 um 15:45

    Jula ist eine erwachsene junge Frau, welche in Hamburg lebt und für sich und ihren Lebensgefährten eine Wohnung sucht. Durch Zufall entdeckt sie, dass die alte Wohnung ihrer Großmutter zum Verkauf steht und sie begibt sich zurück in die Vergangenheit. Doch ist es eine gute Idee mit der Zukunft in der Vergangenheit einzuziehen? Durch ein paar Buchstaben zwischen Kartoffelschalen auf der Zeitung von gestern habe ich die Wohnung wiedergefunden, in der man mich als Kind abgegeben hatte. Großmutter wird das nicht wundern. Es ist, wie es ist, wird sie sagen, es kommt, wie es kommen muss, da beißt die Maus keinen Faden ab. Seite 11 Jula ist die Tochter eines Diplomanten und gerade vier Jahre alt, als dieser sie bei ihrer Großmutter in der Wielandstraße 3 abliefert. Sie soll dort für einige Zeit bleiben, da er beruflich viel unterwegs sein muss. Jula versteht die Welt nicht mehr. Doch ihre Großmutter bemüht sich sehr um das Mädchen und dann ist da ja auch noch Onkel Hans. Onkel Hans lebt in der gleichen Wohnung wie ihre Großmutter, hat aber ansonsten nichts mit ihr zu tun. Ja er weigert sich mit ihr zu sprechen und sie begegnen sich nie. Die einzige, die Zutritt zu Onkel Hans Zimmer erhält ist Jula. Sie darf zu ihm und er gibt sich wirklich Mühe immer für Jula dazu zu sein. Jula wächst in der Nachkriegszeit in Hamburg. Jula’s Großmutter geht noch den ganzen Tag arbeiten und so werden der Platz von Onkel Hans, er verkauft gebrauchte Autos, und die Trümmer der Stadt zu ihrem Spielplatz. Onkel Hans nimmt Jula immer mit, egal wohin er geht. Dabei scheint ihm nicht wirklich bewusst, dass die Umgebung nicht kindgerecht ist. Denn mit Onkel Hans landet sie mitten im Hamburger Kiez. So macht das Mädchen Hausaufgaben entweder in einer Kneipe auf der Reeperbahn bei Schuten-Ede oder auf dem Hausboot von Ingemusch. Keiner kümmert sich darum, dass Jula ja noch ein kleines Kind ist. Zwischen Schuten-Ede, Trümmer-Otto und Ingemusch wächst Jula auf, ohne dass sie je ihrer Großmutter davon erzählt. Denn schnell lernt sie, dass man nicht alles, was man tagsüber erlebt habe, Abends erzählen müsse. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold und wer schweigt, kann nicht lügen. Wir streiften durch die Trümmer der zerbombten Stadt und sammelten Schätze: Ein verbogener Löffel ist ein Schatz, verkohlte Messer und Gabeln, verbogene Brillengestelle, auch Porzellansplitter mit Goldrand von einem geborstenen Kaffeeservice. Trümergören nannte man uns. Seite 115 Jula hat schon als kleines Kind gemerkt, dass mit Onkel Hans etwas nicht stimmt. Das Geheimnis, welches er hütet und ihn belastet ist in jeder Seite des Buches spürbar. Doch so recht versteht weder Jula noch der Leser was es ist. Doch er schafft es Jula den größten Schmerz ihres Lebens zu zufügen, es ist zwar nicht ihr erster, aber wirklich ihr größter. Erst nach und nach, wenn wir mit Jula die Vergangenheit bereisen kommen wir dem Geheimnis auf die Spur. Es dauert lange bis der Leser versteht was genau mit Onkel Hans los ist. Fazit Trümmergöre ist ein Roman, welcher zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt. Er erzählt wie stark die Vergangenheit doch die Gegenwart beeinflussen kann und diese auch belasten. Monika Held zeichnet mit sanften Zügen und Schatten die Figuren der Vergangenheit. 

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