Monika Helfer

 4 Sterne bei 132 Bewertungen
Autorin von Die Bagage, Rosie und der Urgroßvater und weiteren Büchern.
Autorenbild von Monika Helfer (©Stefan Kresser)

Lebenslauf von Monika Helfer

Monika Helfer, 1947 in Au / Bregenzerwald geboren, lebt als Schriftstellerin mit ihrer Familie in Vorarlberg. Sie hat Romane, Erzählungen und Kinderbücher veröffentlicht. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Michael Köhlmeier veröffentlichte sie 2010 »Rosie und der Urgroßvater«. Für ihre Arbeiten wurde sie unter anderem mit dem Robert-Musil-Stipendium (1996) und dem Österreichischen Würdigungspreis für Literatur (1997) ausgezeichnet. Bei ars vivendi wirkt sie als Autorin an der Sechs Sterne-Reihe mit, 2015 erschien der erste Band zum Thema Reisen. Mit "Schau mich an, wenn ich mit dir rede!" ist sie 2017 für den Deutschen Buchpreis nominiert.

Alle Bücher von Monika Helfer

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Cover des Buches Die Bagage (ISBN: 9783446265622)

Die Bagage

 (108)
Erschienen am 01.02.2020
Cover des Buches Rosie und der Urgroßvater (ISBN: 9783423625562)

Rosie und der Urgroßvater

 (4)
Erschienen am 01.05.2013
Cover des Buches Bevor ich schlafen kann (ISBN: 9783552061422)

Bevor ich schlafen kann

 (4)
Erschienen am 26.07.2010
Cover des Buches Schau mich an, wenn ich mit dir rede! (ISBN: 9783990270943)

Schau mich an, wenn ich mit dir rede!

 (3)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Oskar und Lilli (ISBN: 9783552061682)

Oskar und Lilli

 (2)
Erschienen am 25.07.2011
Cover des Buches Zwei Frauen warten auf eine Gelegenheit (ISBN: 9783552062405)

Zwei Frauen warten auf eine Gelegenheit

 (2)
Erschienen am 24.02.2014
Cover des Buches Die Welt der Unordnung (ISBN: 9783990270738)

Die Welt der Unordnung

 (1)
Erschienen am 26.08.2015
Cover des Buches Wenn der Bräutigam kommt (ISBN: 9783492229616)

Wenn der Bräutigam kommt

 (1)
Erschienen am 01.01.2000

Neue Rezensionen zu Monika Helfer

Neu

Rezension zu "Die Bagage" von Monika Helfer

Eine Enttäuschung
GAIAvor 13 Tagen

Die Erwartungen waren vor dieser Lektüre sehr hoch. Das Buch wurde Anfang des Jahres von der Kritik hoch gelobt und bereits als DER Top-Roman des Jahres 2020 bejubelt. Monika Helfer erzählt in disem autofiktionalen Roman von ihrer Großmutter in der Zeit des ersten Weltkrieges. Einen weiteren Teil des Romans machen Einschübe Helfers zu ihren eigenen Eindrück von Familienmitgliedern und Erläuterungen, wie sie nun zu dem Wissen über ihre Großmutter, die sie nie persönlich kennengelernt hat, gekommen ist.

Diese Meta-Erzählebene hat mich am meisten am Roman gestört. Wahrscheinlich lieben das die Kritiker, ich empfand diese als unpassend und anstrengend. Wie die Autorin nacherzählt, was ihr z.B. die Tante erzählt hat und das nachdem sie die Begebenheit bereits im eigentlich Erzählstrang von ~1914 schon geschildert hatte, wirkt auf mich einfach obsolet. Ich bin während des Lesens von diesem dünnen 150 Seiten-Büchlein mehrfach eingeschlafen. Die Figuren kommen mir nur im Erzählstrang des Ersten Weltkrieges nahe. In den Meta-Einschüben habe ich keinen Informationsgewinn. Auch konnte mich die Sprache der Autorin überhaupt nicht überzeugen. Zugegeben, mir gefällt selten der Rhythmus der österreichischen Sprache. Viele Autoren schaffen es jedoch nach eine kurzen Eingewöhnungszeit, dass ich doch im Text ankomme. Dies ist hier leider nicht geschehen. Das Schicksal der Familie lässt mich eigentlich nicht kalt, wird aber durch den Stil der Autorin sehr auf Distanz gehalten.

Insgesamt konnte mich dieser Roman also nicht überzeugen. Vielleicht waren meine Erwartungen auch viel zu Hoch und ich hätte mich nicht zu sehr von den Pressestimmen anheizen lassen sollen. Schade, denn aus der Geschichte an sich, hätte ein mitreißender Roman werden können.

Kommentare: 2
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Rezension zu "Die Bagage" von Monika Helfer

Intensiv
solveigvor einem Monat

Kurz, aber intensiv: so zeigt sich für mich Monika Helfers Roman „Die Bagage“.

Auf den Spuren ihrer Großeltern Maria und Josef Moosbrugger versucht sie dem Geheimnis um die Geburt ihrer eigenen Mutter Margarethe näher zu kommen, die während des Ersten Weltkrieges als fünftes Kind in dem ärmlichen Haus am Ende eines kleinen Bergdorfes zur Welt kam. Kann Josef, der zu jenerZeit als Soldat eingezogen aber einige Male auf Heimaturlaub war, tatsächlich der Vater sein? Im Dorf wird viel gemunkelt, aus Bosheit oder vielleicht Neid auf die „schöne Maria“ oder Josefs „Geschäftchen“, mit denen er die Familie über Wasser hält. Auch der Pfarrer mischt sich ein. Josef selbst ist verunsichert; er akzeptiert die kleine Grete nicht, so lange er lebt.

Aus Erzählungen der überlebenden Geschwister ihrer Mutter gestaltet Monika Helfer ein Bild der armen Großfamilie im Bergdorf, von den anderen Bewohnern abfällig „Bagage“ genannt, und schmückt es mit ihrer Vorstellung von Maria und ihrer Lebenssituation aus. Wie lebte es sich in einem Dorf zu Beginn des 20. Jahrhunderts, unter den wachsamen Augen der Mitbewohner und den selbstgerechten Urteilen der Kirche? Die Autorin wertet nicht, doch zwischen den Zeilen steckt eine Menge Kritik. Gerade durch ihre schlichte, stark verkürzte Sprache erreicht sie Authentizität und eine hohe Intensität. Immer wieder nutzt sie Zeitsprünge in die Gegenwart und stellt damit die Verbindung zwischen ihr und ihren Großeltern her. Sie reflektiert über Familiengemeinsamkeiten und  –zusammengehörigkeit; denn schließlich wirken (unverarbeitete) Erlebnisse weiter fort, oft über Generationen hinaus.

Mein Fazit: ein ruhiger, aber intensiv nachwirkender Roman.

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Rezension zu "Die Bagage" von Monika Helfer

Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte
dominonavor einem Monat

Das Büchlein ist vom Umfang her überschaubar und ich bin verhältnismäßig schwer reingekommen, weil der Stil recht gewöhnungsbedürftig ist und auch die zeitlichen Sprünge haben bei mir eine Weile gebraucht, aber es hat sich gelohnt, weil die beschriebene Bagage aufgrund von Schicksalsschlägen und charakterlichen Eigenarten im Gedächtnis bleibt. Dorfleben ist eben so eine Sache und wenn man erstmal verschrien ist, hat man es schwer. 

Ich war innerhalb eines Tages durch und konnte ab der Mitte alle Figuren greifen und sehen und es hat sich gelohnt. 

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Einstieg ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts.

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