Monika Jaedig Silbernes Band

(11)

Lovelybooks Bewertung

  • 8 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(5)
(5)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Silbernes Band“ von Monika Jaedig

Island ist kein Ort für Unsterbliche. Zu viele feuerspeiende Berge. Zu wenige Sterbliche, die man aussaugen kann. Kaum Wälder, die Schutz vor beissenden Sonnenstrahlen bieten. Und viel zu weit weg von den pulsierenden Metropolen Europas. Aber der perfekte Ort für ein Halbwesen? Heiðar Kristínarson, der smarte Lehrer für Isländisch und Geschichte, hat die windige Insel im Nordatlantik nie für längere Zeit verlassen, nennt sich deshalb scherzhaft einen “Daheimhocker”. Seine unsterbliche Seite hält er meist unter Verschluss und lebt ein beinahe normales Leben. Bis er auf Rúna trifft, die Eine, die er am meisten begehrt. Sie weckt das schlafende Raubtier – und als Heiðar am selben Tag auch noch seinen Vater Fionn kennenlernt, öffnet sich die Tür in die geheimnisvolle Welt der Unsterblichen.

Eine erfischend andere Vampirgeschichte ... und in ISLAND!!!

— literatuerchen

Berührende Geschichte über Unsterbliche, die mit Island und seinen Sagas verwoben wurde ...

— Marny

Vampire mal anders! Die Idee eines halbsterblichen Protagonisten frischt die Story super auf.

— BettinaBellmont

Eine schöne Story , die mich nach Island zieht... dort muss es atemberaubend schön sein!

— Gwynny

Es war mir einfach mal zu flach, zu wenig Action, zu wenig Spannung und die Romantik: bei mir hat es nicht gekribbelt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Wunderbar herzlich

    Silbernes Band

    literatuerchen

    05. September 2015 um 19:06

    Island als Heimat für Vampire? Oh... Unsterbliche, denn so nennen sie sich in diesem Buch. Heidar (Ich kann das isländische d (th) nicht tippen) erfährt an seinem 18. Geburtstag von seiner Mutter, dass sein Vater ein Vampir ist. Was ihm einiges erklärt. So unkonventionell und überraschend das Buch im Prolog beginnt, so frisch und fein-humorig nimmt die Autorin den Faden etwas später wieder auf. Heidar arbeitet inzwischen als Lehrer und trifft in einer Buchhandlung seine große Liebe. Was das für ihn an Komplikationen mit sich bringt, zumal er kurze Zeit später auch seinen Vater kennen lernt - davon handelt dieser Roman. Wit Charme und in einem wunderbar leichten, doch niemals oberflächlichen Stil wird bereichtet, welche Hindernisse Heidar durch seinen "Halbvampirstatus" zu meistern hat. Wie sich das auf seine große Liebe Runa auswirkt, die mehr und mehr erkennt, auf was sie sich da eingelassen hat und dann ist da noch Fionn, Heidars Vater, der als Unsterblicher seine ganz eigenen Moralischen und gesellschaftlichen Vorstellungen hat. Und dann ist da Island, die unkomplizierte Art der Isländer, die Natur, die Landschaft. All das wird zusammen in einem wunderbaren Teppich verwoben, über dessen Betrachtung man beim Lesen ins Träumen gerät, mitfiebert und hofft, das alles gut gehen möge. Erst recht, nachdem die Gesellschaft der Unsterblichen in Aktion tritt ... Ein absoluter Lesegenuss, der auch Vampirskeptiker überzeugt. Monika Jaedigs Vampire besitzen ihren eigenen Charakter und ziemlich interessante Eigenschaften. Nicht nur, dass sie hervorragend Auto fahren.

    Mehr
  • Monika Jaedig - Silbernes Band

    Silbernes Band

    Marny

    28. June 2015 um 10:39

    Island, 1996: An seinem 18. Geburtstag erfährt Heiðar, dass sein Vater ein Vampir ist. Als seine Mutter dieses Geheimnis lüftet, versteht er endlich, warum er so anders ist als andere Menschen. Heiðar findet Wege, mit seinem Blutdurst und seiner Unrast umzugehen, aber er hat niemanden, mit dem er über seine unsterbliche Seite sprechen kann. Jahre später begegnet er in einer Buchhandlung Rúna und fühlt zum ersten Mal wie ein Unsterblicher – sie ist die Eine, die er am meisten begehrt. Aufgewühlt flieht Heiðar ins Krankenhaus, um seine todkranke Mutter Kristín zu besuchen und erfährt dort von einem geheimnisvollen Besucher … Normalerweise mache ich um Vampirgeschichten ja einen Bogen, aber manchmal ist meine Neugier einfach stärker. Bei diesem Buch konnte ich der Kombination aus Unsterblichen und Island nicht widerstehen, außerdem gefiel mir der stimmungsvolle Schreibstil. Die Atmosphäre hat mich beeindruckt, weil sie sich für mich so besonders anfühlt – dicht, intensiv, voller Bilder und Gefühle. Es steckt so viel Island in dem Roman! Wunderbare Naturbeschreibungen, die mich zum Träumen bringen. Das Flair der Straßen und Cafés. Musiker und Schriftsteller. Eingeflochtene Erzählungen im isländischen Sagastil, die ein wichtiger Bestandteil der Geschichte sind und beispielsweise von Rúnas Vorfahren Bjálfi Grímsson berichten, der angeblich ein Abendwolf war und nach seinem gewaltsamen Tod wiedergekehrt sein soll. Mir hat Heiðars Unsicherheit gefallen, als es darum ging, Rúna möglichst schonend beizubringen, was er ist. Seine große Angst, sie zu verlieren. Seine Liebe und Verletzlichkeit. Wie seine unsterbliche Seite erwacht, als er die Eine erkennt. Emotional und auch romantisch, aber für mich niemals kitschig. Es geht aber auch um Heiðars Beziehung zu seinem Vater Fionn, den er erst jetzt kennenlernt. Um die Geschichte seiner Eltern. Um die Welt der Unsterblichen, in die Heiðar nun die ersten Schritte unternimmt, begleitet von seinem Vater. Auch wenn es in dem Roman viele spannende Figuren gibt, ist es doch Fionn, der mich am schlimmsten “erwischt” hat. Er ist gefährlich, aber hat für mich eine ganz besondere Ausstrahlung und ist seinen Lieben gegenüber sehr fürsorglich. Und dann wäre da noch die Tragik … Ruhige und actionreiche Szenen wechseln sich ab, so dass genug Zeit für die Beziehungen und Hintergründe der einzelnen Figuren bleibt. Und auch wenn die Jagd-Kapitel etwas blutiger waren, haben sie mir gut gefallen, weil sie zu den Unsterblichen gehören und in Heiðars Fall auch gezeigt haben, was er dabei empfindet bzw. darüber denkt. Ich fand es auch angenehm, dass man sich als Leser an das Blut nach und nach gewöhnen konnte und nicht zu Beginn davon erschlagen wurde. “Silbernes Band” war für mich eine sehr berührende und mitreißende Lektüre, die eine intensive und lang anhaltende Wirkung auf mich hat. Eine faszinierende Mischung, der man anmerkt, wie sehr die Autorin Island liebt. Tragisch, romantisch, geheimnisvoll. Mit ein paar Szenen, bei denen ich Rotz und Wasser geheult habe … Ich freue mich schon auf das Lesen der nächsten Bände und bin gespannt, wie es weitergeht!

    Mehr
  • Vampire und Island als tolle Kombo

    Silbernes Band

    BettinaBellmont

    01. March 2015 um 17:38

    Inhalt: Heiðar ist anders. Schneller, stärker und gierig – nach Blut. Doch erst als ihm seine Mutter zum 18. Geburtstag seine Herkunft offenbart, wird ihm klar, was er tatsächlich ist. Ein Halbvampir. Und als würde da jemand besonders viel Spass daran haben, ihn zu quälen – die Autorin beispielsweise – trifft er bald darauf auf die Frau, die er mehr begehrt als jede andere zuvor. Rúna, die bildhübsche Buchhändlerin, riecht nicht nur unglaublich gut, sie scheint auch überhaupt kein Interesse an ihm zu haben. Doch je mehr Heiðar versucht, sich ihr anzunähern, desto stärker wird seine vampirische Seite. Und dann taucht auch noch Fionn auf,  Heiðars unsterblicher Vater. Erzählweise: Monika Jaedigs Vampirsage rund um die sympathischen Blutsauger – eh … Entschuldigung! Unsterblichen – bedient sich zwar einigen typischen Genrestrukturen der vampirischen Romantasy, bricht diese aber gekonnt und mit einem Augenzwinkern, indem sie nicht konsequent aus der Sicht der begehrten Unschuldigen Rúna  erzählt, sondern vor allem auch die Sicht von Literatur- und Geschichtslehrer (und Halbvampir) Heiðar beleuchtet. Doch gerade der manchmal doch recht deutliche auktoriale Erzählstil und die innerhalb einer Szene mehrmals wechselnde Figurenperspektive hat es mir auf den ersten Seiten etwas schwer gemacht. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber sehr gut daran. Figuren und anderes: Die Wahl des Handlungsortes  Island hat etwas Spannend- Exotisches. Neben isländischen Namen und Orten habe ich jetzt vor allem eines gelernt: Die Isländer haben wohl einiges mit Schweizern gemein. Dazu kommen sehr schöne Szenen in der isländischen Natur, erfrischende Märchenelemente und Reitszenen, bei denen man die Versiertheit der Autorin im Umgang mit Pferden spürt. Der erste Band der Saga Das Silberne Band – übrigens toll, wie die Autorin den titelgebenden Namen in die Geschichte einbaut! – wird in Rezensionen häufiger für sein erzählerisches (Un-)Tempo bemängelt. Die Handlung komme, so lässt sich auf Amazon lesen, nach den ersten Geschehnissen zwischen Rúna und Heiðar nicht mehr richtig voran, da werde –  zugespitzt  gesagt – nur noch geschlafen, gegessen und geduscht. Das mag sein – und wenn man all die Ausflüge, Ferien und Wohnungsbesichtigungen mitreinzählt, fühlt man sich als Leser teilweise in einen Reise- oder Einrichtungskatalog versetzt – aber gerade diese Detailgenauigkeit und die Gemächlichkeit der Erzählweise hat – wie ich vermute – zu diesem Sog der Geschichte beigetragen, der mich nicht mehr losgelassen hat. Ich wollte Teil davon sein. Ich wollte weiterlesen. Wollte wissen, wie es Rúna und Heiðar ergehen wird. Anfangs war ich noch etwas skeptisch, was die Figuren anging. Sie sind nicht besonders übertrieben gezeichnet, vielleicht – so fürchtete ich anfangs – sogar etwas blass, doch selbst nach einer Woche nach der Lektüre, sind sie mir mit all ihren Facetten im Gedächtnis geblieben, so als wären sie alte Bekannte, die ich zwar schon lange nicht mehr gesehen habe, aber von früher sehr gut kenne.  Gegen Ende kommt die Handlung dann übrigens doch noch in Fahrt … vielleicht sogar etwas zu spät, denn der Bösewicht war schon überfällig. Sprache: Die Sprache ist sehr bildhaft und um keine metaphorischen Vergleiche verlegen. Monika Jaedig schreibt für eine  Debütautorin überraschend versiert und traut sich, einiges auszuprobieren. Dabei entwickelt sich ihr Erzähltempo im Verlaufe der Geschichte immer flüssiger, was mich sehr auf die Entwicklung in den weiteren Bänden hoffen lässt. Viele Elemente der Handlung werden allerdings in Dialogen ausgehandelt – schwierig. Manchmal hätte ich mir etwas mehr show und weniger tell gewünscht. Aber mit uralten Vampiren als Figuren auszukommen und ihnen das Wort verbieten zu wollen – das ist nicht einfach :) Fazit: In seiner Kreativität erfrischend anderer Vampirroman, der sein eigenes Erzähltempo besitzt und vielleicht gerade deshalb, aber sicherlich aufgrund der sympathischen Figuren einen regelrechten Lese-Sog auslöst.

    Mehr
  • Unsterblich in Island - von Liebe, Vertrauen und dem Leben als Halbwesen

    Silbernes Band

    Gwynny

    11. January 2015 um 21:34

    FAKTEN Das Buch Silbernes Band von Monika Jaedig ist erstmals am 25.04.2013 als eBook unter neobooks Self-Publishing erschienen. Hierbei handelt es sich um den Auftaktband. INHALT Er ist schneller, besitzt schärfere Sinne und hat einen Durst, der ihn in die Wälder Islands treibt. Und doch ist Heiðar kein vollkommener Unsterblicher. Das menschliche Erbe seiner Mutter verleiht ihm Züge, die es ihm ermöglichen, so normal wie möglich unter den Sterblichen zu leben. Als er jedoch die Bekanntschaft mit Rúna macht, gerät seine Welt aus den Fugen. Weshalb begehrt er Ihr Blut so sehr? Kann er es wagen sich ihr zu nähern, ohne den sicheren Tod für sie zu bedeuten? Schicksal oder nicht, der gleiche Tag beschert ihm das Kennenlernen mit seinem Vater Fionn und zeigt ihm Einblick in die Welt seiner unsterblichen Seite. Doch die bringt auch neue Gefahren mit sich, zudem fällt es Heiðar nicht leicht mit den Gepflogenheiten und Eigenarten seines Vaters zurecht zu kommen. Und wie wird das Begehren nach Rúna sich auswirken? Kann er seinen Durst zügeln und den anderen Gefühlen Platz machen, die ihm seit ihrer ersten Begegnung das Herz rasen lassen? SCHREIBSTIL/ FORM Das Buch wird aus der Erzähler-Perspektive heraus geschildert, was den Transport der Emotionen aller Charaktere an den Leser sehr begünstigt. Man ist leichter in der Lage sich in die einzelnen Personen hinein zu versetzen. Monika Jaedig hat eine schöne Schreibweise, man kann sehr zügig und flüssig durchlesen. Auch an Humor hat es nicht gefehlt, ich musste doch häufiger schmunzeln oder gar lachen, was mir den ein oder anderen irritierten Blick meines Mannes eingebracht hat :) Was die Autorin sehr gut beherrscht, ist die Beschreibung der Umgebung, mich zieht es auf einmal sehr nach Island. Ich würde dort so gern einmal Wandern gehen! So bezaubernde Bilder der Natur dort hatte ich vor Augen, ich konnte mich da ganz treiben lassen, einfach herrlich. Die Spannungskurve war in Ordnung, zum Ende hin sogar sehr gut. Mir hätte nur zwischendurch ein wenig mehr Nervenkitzel gefallen, zumal es sich ja um Unsterbliche handelt, da müsste ja viel Potenzial vorhanden sein. Ich kann mir jedoch auch vorstellen, dass diese Ruhe von der Autorin gewünscht war, es muss ja nicht jedes Buch zum Action-Thriller werden ;) CHARAKTERE Heiðar Ein Mann, wie man ihn sich wünscht – bis auf das Erbe seines Vaters vielleicht. Er ist jedenfalls ein toller Charakter, ehrlich, treu und verständnisvoll. Mir wäre das vielleicht schon zu viel, aber für diese Geschichte ist er perfekt. Auch habe ich sehr mit ihm gelitten, wenn man seinen Hintergrund betrachtet, es ist eigentlich fast ein Wunder, dass er nicht total verbittert ist. Rúna Ihren Schneid hätte ich gern, das kann ich Euch sagen. Diese Frau hat Mut und ist darum auch ein wenig größenwahnsinnig ;) Ich weiß nicht, ob ich an ihrer Stelle in der Lage gewesen wäre, so zu reagieren. Und trotzdem ist sie emotional und verletzlich, sehr schön ausgearbeitet. Fionn Er ist ein faszinierender Mann mit Charisma. Allerdings ist er auch sehr gefährlich. Wer hier mit einer Art Schmuse-Vampir-Daddy rechnet, der irrt gewaltig. Denn hinter der stets lächelnden Fassade verbirgt sich jemand, der es durchaus versteht grausam und kalt zu sein. Die Charaktere sind eigentlich alle gut ausgearbeitet und gekonnt eingesetzt. Man kann sich in sie hineinversetzen und ihre Gefühle werden beim Lesen klar dargelegt. Meinen liebsten Charakter werdet Ihr jedoch erst gegen Ende des Buchs kennen lernen ;) MEIN FAZIT Ein wunderschönes Buch über Unsterblichkeit, Liebe, Vertrauen - und wie man lernt, damit zurecht zu kommen. Noch dazu die tolle Landschaft, in der sich das alles abspielt. Monika Jaedig hat hier ein kurzweiliges Lesevergnügen geschaffen, von dem ich die Fortsetzung gerne lesen möchte! Wer auf Romantic-Fantasy steht, der kommt hier auf seine Kosten! Ich kann das Buch guten Gewissens weiter empfehlen. MEINE BEWERTUNG Hier gibt es 4 von 5 Sternchen Rezension vom 11.01.2015 

    Mehr
  • Island-Fans, aufgepasst!

    Silbernes Band

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. September 2014 um 15:14

    Monika Jaedig verlegt die Handlung ihres Romans "Silbernes Band" nach Island. Nun bin ich, was Island betrifft, so gar nicht bewandert. Ich weiß, dass es dort einen Vulkan mit einem unaussprechlichen Namen gibt, der gelegentlich den europäischen Flugverkehr lahmlegt, es dort überhaupt viele vulkanische Aktivitäten gibt und die Hauptstadt Reykjavik heißt. Island liegt irgendwo im Nordatlantik und in meiner Vorstellung ist es nicht gerade dicht besiedelt. Ansonsten gibt es dort sehr viel unberührte Natur, das Klima stelle ich mir kalt und unwirtlich vor. Wenn ich an Island denke, wünsche ich mich mindestens an einen Strand in der Karibik. Was hat das aber nun mit dem Roman von Monika Jaedig zu tun? Ich kann wohl die Darstellungen von Natur und Leben dort nicht richtig würdigen und bin von Anfang an über die isländischen Namen gestolpert. Bei Figurennamen konnte ich erst anhand der Pronomen erkennen, ob es sich um ein Männlein oder ein Weiblein handelt. Aber das liegt eben an meiner eigenen Unwissenheit. Der Kern der Geschichte ist schnell benannt. Heidar erfährt an seinem 18. Geburtstag von seiner halbunsterblichen Abstammung: sein Vater Fionn ist ein Vampir. Die eigentliche Erzählung beginnt damit, dass Heidar am Totenbett seiner Mutter mehr über seine Herkunft erfährt. Er lernt Fionn, der seiner ehemaligen Gefährtin sozusagen die letzte Ehre erweist, kennen. Gleichzeitig verliebt er sich geradezu unsterblich in die Buchverkäuferin Rúna. Es gilt, diese für sich zu gewinnen und mit dem unsterblichen Erbe vertraut zu machen, dessen Ausmaß auch Heidar selbst erst mit der neu gewonnenen Nähe zu seinem Vater langsam abschätzen kann. "Silbernes Band" ist der erste Teil einer Reihe, der sich vor allem der Liebe zwischen Heidar und Rúna widmet, die durch Heidars vampirisches Erbe immer wieder mehr oder weniger auf die Probe gestellt wird. Gleichzeitig werden (wahrscheinlich) verschiedene Grundsteine für spätere Konflikte gelegt, die im ersten Band keine wirkliche Rolle spielen, da die wachsende Liebe zwischen Heidar und Rúna im Mittelpunkt stehen soll sowie auch die Einführung in die Welt der Unsterblichen. Der Schwiegervater riecht nach Hund, die unsterbliche Welt erfährt von dem Halbwesen Heidar, die Jagdaktivitäten von Heidar bleiben nicht unentdeckt, usw. Die Annäherung und das Zusammenfinden der beiden Protagonisten könnte für meine Empfindung durchaus mehr Drama vertragen. Sich anbahnende Konflikte lösen sich für mich einfach zu schnell und unspektakulär auf. Es gibt nichts, was nicht bei einem Essen oder einem Kaffee geregelt werden könnte. Insgesamt wird sehr viel Alltag geschildert, dem die Spannung etwas fehlt. Vielleicht liegt es aber auch einfach daran, dass dies der bewährte isländische Umgang mit Konflikten ist. Die Autorin will hier nicht nur eine Vampirgeschichte schreiben, sie will auch ein Bild der isländischen Gesellschaft zeichnen. Die Beziehung zwischen Heidar und Fionn lässt sich nicht ganz leicht beschreiben. Fionn erweckt einen sehr rationalen und zuweilen kühlen Eindruck, übernimmt jedoch die Verantwortung für das junge Paar. Auf Heidars Seite ist eine gewisse Distanz gegenüber dem Vampir in Fionn spürbar, da er dessen Nähe zu seiner Geliebten nur schwer erträgt. Es kommt immer wieder zu Auseinandersetzungen darüber, wie nahe Fionn Rúna kommen darf. Irgendwie hätte ich mir wohl eine stärkere Aufarbeitung der Vater-Sohn-Beziehung gewünscht, die gerade in dieser Konstellation ja einigen Zündstoff böte. Am Ende des Romans kommt es jedoch zu einem recht plötzlichen und fast unerwarteten Showdown, der dann doch noch etwas Action in die Sache bringt. Monika Jaedigs Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. "Silbernes Band" ist ein Roman, den man auch mal in kurzen Verschnaufpausen im Alltag zur Hand nehmen kann, um abzuschalten. Gerade die geschilderte Nähe zur Natur wirkt wunderbar als Ausstieg aus dem Trubel der Welt. Island- und Pferdefans können damit wahrscheinlich noch sehr viel mehr anfangen als ich. Denn mir fehlte beim Lesen einfach die Kenntnis der isländischen Kultur. Insgesamt also ein guter Roman, wenngleich ich mir auch etwas mehr Aufregung gewünscht hätte.

    Mehr
  • Toller Roman mit Gefühl, Vampir und Island <3

    Silbernes Band

    Kitty411

    03. September 2014 um 19:56

    Zum Buch:  „Silbernes Band“ von Monika Jaedig ist ein Romantasybuch, das am 13.08.2014 erschienen ist. Zu beziehen z.B. hier: http://www.amazon.de/Silbernes-Band-Monika-Jaedig-ebook/dp/B00C1VA0RY/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1396423865&sr=1-1&keywords=silbernes+band  Klappentext: An seinem 18. Geburtstag erfährt Heiðar Kristínarson, dass sein Vater ein Vampir ist. Nach qualvollen Jugendjahren findet er endlich einen Weg, mit seinem Blutdurst und seiner Unrast umzugehen, doch die unsterbliche Hälfte seiner Persönlichkeit bleibt unvollständig. Jahre später, an einem trüben Oktobertag, wendet sich Heiðars Leben. In einer Buchhandlung trifft er auf Rúna, die Eine, die er am meisten begehrt. Nachdem er bisher bloß flüchtige Affären hatte, fühlt er zum ersten Mal wie ein Unsterblicher. Getrieben von Blutdurst und Begierde flieht er ins Krankenhaus, um seine todkranke Mutter Kristín zu besuchen. Dort erfährt er von einem geheimnisvollen Fremden. Die Story: Als Heidar 18 wird, offenbart ihm seine Mutter, dass sein Vater ein Vampir ist. Dies erklärt hm einige Dinge aus seinem Leben und hilft ihm, besser mit seinem Wesen klarzukommen. Doch noch immer fühlt er sich unvollständig. Als er lange danach auf Runa trifft, beginnt er, starke Gefühle zu entwickeln, und zugleich trifft er nach einem Besuch am Krankenbett seiner Mutter einen mysteriösen Fremden, der sich als sein Vater entpuppt. Nun hat Heidar die Chance, endlich die innere Ruhelosigkeit zu besiegen, und durch seinen Vater Fionn und Runa ändert sich sein Leben mehr und mehr…  Schreibstil, Perspektiven, Aufbau: Die Story ist in der dritten Form verfasst und in kurze, mit Titeln überschriebene Kapitel unterteilt. Covergestaltung: Das Cover ist in violett gehalten und zeigt ein Herz mit einem Stück Schleier davor. Darunter stehen der Titel des Buches sowie der Autorenname. Zum Autor: Monika Jaedig lebt mit Familie und zwei Islandpferden in der Ostschweiz. Die tollen Pferde aus dem hohen Norden legten den Grundstein für ihre Liebe zu Island. Monika hat die raue Vulkaninsel mehrmals bereist, lernt Isländisch und interessiert sich für die Geschichte und Kultur Islands. Noch weiter zurück gehen ihre Liebe zu Büchern und die Faszination für Vampire, aber erst 2010 kam das Schreiben dazu, als Monika an ihrem Erstling Silbernes Band zu arbeiten begann. Seit Mai 2014 ist Monika Jaedig für das Bundesamt für magische Wesen tätig. (Quelle: http://www.vampir-fionn.ch/Vampir_Fionn/Fionns_Schopferin.html)  Meine Meinung: Dieser Roman hat mir gut gefallen. Durch den flüssigen Schreibstil lässt sich die Geschichte hervorragend lesen, und ich konnte mich gut in das Geschehen hineinversetzen. Die Charaktere sind sehr sympathisch, und es macht wirklich Spaß, sie zu begleiten. Der Inhalt ist eine gelungene Mischung aus Romance und Fantasy, und lädt teilweise zum Träumen ein. Auffällig ist, dass die Autorin sich nicht von den oft üblichen Klischees leiten lässt, sondern ihren Figuren eigene Charaktereigenschaften und Angewohnheiten mitgegeben hat, die sie um so liebenswerter erscheinen lassen. Zusätzlich zu der romantischen Seite beinhaltet der Roman auch viel Witz und Humor, sowie ein wenig Verrat und Intrige, dadurch wird die Lektüre zu einem angenehmen und unterhaltsamen Erlebnis, das ich gerne weiterempfehle. Am Ende gibt es noch einen Anhang mit Erklärungen zu isländischen Sagen und zu Namen, Orten und Aussprache. Von mir gibt es 5 Sterne.

    Mehr
  • Ein tolles Buch für Fantasy Fans

    Silbernes Band

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. May 2014 um 19:04

    Kurzbeschreibung An seinem 18. Geburtstag erfährt Heiðar Kristínarson, dass sein Vater ein Vampir ist. Nach qualvollen Jugendjahren findet er endlich einen Weg, mit seinem Blutdurst und seiner Unrast umzugehen, doch die unsterbliche Hälfte seiner Persönlichkeit bleibt unvollständig. Jahre später, an einem trüben Oktobertag, wendet sich Heiðars Leben. In einer Buchhandlung trifft er auf Rúna, die Eine, die er am meisten begehrt. Nachdem er bisher bloß flüchtige Affären hatte, fühlt er zum ersten Mal wie ein Unsterblicher. Getrieben von Blutdurst und Begierde flieht er ins Krankenhaus, um seine todkranke Mutter Kristín zu besuchen. Dort erfährt er von einem geheimnisvollen Fremden.   Das Buch hat mir gut gefallen und war spannend zu lesen. Die Verwebung der isländischen Saga-Welt mit der Vampir-Welt ist originell. Island-Fans, aber auch nicht-Island Fans kommen auf ihre Kosten. Kann das Buch nur weiter empfehlen.

    Mehr
  • Romantasy pur

    Silbernes Band

    Chiawen

    26. March 2014 um 12:31

    „Silbernes Band“ ist der erste Roman von Monika Jeading der sich um Fionn und Heidar dreht. Heidar lebt mit seiner Mutter allein und weiß gar nichts von seinem Vater. An seinem 18. Geburtstag erzählt ihm seine Mutter, dass sein Vater ein Vampir ist. Da wird Heidar klar warum er so stark ist und das Verlangen nach Blut hat. Als seine Mutter im sterben liegt, treten Fionn und Runa in sein Leben. Heidar ist es gewohnt der Schnellste, Stärkste etc. zu sein. Er kann sich auf seine Kräfte und Fähigkeiten als Vampir verlassen und lebt damit auch recht normal. Er ist Lehrer, hat seine Freunde und seine Frauenbekanntschaften, an denen er aber nicht seine Blutlust stillt. Erst als er Runa kennen lernt, merkt er, dass die unsterbliche Seite stärker wird und er ein neues Gleichgewicht finden muss. Auch die Beziehung zu seinem Vater baut er langsam auf und lässt sich helfen, die Sache mit Runa anzugehen. Hier ist es mal nicht so, dass sie die Frau sofort in den Vampir verliebt, sondern Heidar sich in Runa. Er muss um sie werben und mit dem ganzen Gefühlschaos klar kommen. Es geht vielmehr um die Beziehung zwischen Heidar und Runa, als um blutrünstige, aktionreiche Vampirabenteuer.  Zum Schluss gibt es allerdings ein sehr spannendes und packendes Ereignis. An die isländischen Worte muss man sich erst einmal gewöhnen, doch danach konnte man richtig in den Flair erleben. Was manchmal nicht so gepasst hatte, waren die Kapitel, in denen noch mal explizit auf die Opfer der Vampire eingegangen wird. Sicher muss dieser Aspekt auch betont werden, doch haben die beiden oder Runa in den Medien meist davon erfahren. Deswegen hätten die Kapitel ruhig entfallen können. Vorgestellt habe ich es schon in meinem Adventskalender und jetzt habe ich es auch gelesen. Auch wenn ich anfangsüber die isländischen Wörter gestolpert bin, geben sie doch das gewisse etwas. Die Geschichte ist schön geschrieben hätte nur etwas mehr Spannung haben können. Ich verteile 4 von 5 Wölfen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks