Monika Jetter Mein Kriegsvater

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Inhaltsangabe zu „Mein Kriegsvater“ von Monika Jetter

Eine spannende Zeitreise und ein erschütternder Bericht über die Abgründe zwischen zwei Generationen: Monika Jetters in den neunziger Jahren beginnende Spurensuche, die sie an Orte ihrer Kindheit in der Nachkriegszeit und zu Lebensstationen ihres Vaters in den dreißiger und vierziger Jahren führt.§§Ihr ständiger Kopfschmerz macht sie auf etwas aufmerksam, das sie jahrzehntelang verdrängt hat: ihre Erlebnisse als kleines Mädchen im Nachkriegsberlin, Jahre, in denen sie ihrem Vater ausgeliefert war, einem körperlich und seelisch verwundeten Heimkehrer, zutiefst erschüttert über den Niedergang des Nationalsozialismus. Er versuchte, ihr die "deutschen Tugenden" einzubläuen, was dazu führte, dass sie sich enttäuscht in sich zurückzog. Beruflich erfolgreich holt sie jedoch Mitte der neunziger Jahre ihre Kindheit ein und sie begreift, dass sie sich mit ihr konfrontieren muss - und das heißt vor allem: mit dem Vater. Doch mit ihm kann sie nicht mehr sprechen: die Eltern sind tot. Also macht sie sich auf eigene Faust auf die Suche nach ihren Wurzeln. Ihr Buch ist der Versuch einer Versöhnung, der nur im Ansatz gelingen kann. Verstehen bedeutet nicht verzeihen. Aber der "Kopfschmerz" hat sich aufgelöst, und wo Monika Jetter früher immer nur "der Vater" denken konnte, sagt sie heute: "mein Vater".

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  • Rezension zu "Mein Kriegsvater" von Monika Jetter

    Mein Kriegsvater
    chipsy

    chipsy

    19. September 2011 um 21:28

    Ein Buch, das weniger eine Biographie ist als eine Aufarbeitung der Vergangenheit, die sich aber vor allem in der Gegenwart abspielt. Die Autorin hatte in ihrer Kindheit sehr große Konflikte mit ihrem Vater, der vor und während des zweiten Weltkrieges bei der NSDAP aktiv war und die strengen Regeln, die er als Soldat zu befolgen hatte, nach dem Krieg auf seine Tochter anwandte, die ihm zu viel widersprach. Diese Behandlung war für die Autorin sehr erniedrigend, aber erst Jahrzehnte später hat sie gemerkt, dass sie die Erlebnisse aufarbeiten muss, um mit ihnen abschließen zu können. Dies tut sie auch im Rahmen von Recherchen über das Leben ihres Vaters und Reisen zu seinen "Wirkungsstätten". Ich halte das Buch für sehr wertvoll, da es sich zum einen über die Vergangenheitsbewältigung der Deutschen dreht und zum anderen um das abstraktere Thema des Verzeihens, das mich persönlich sehr interessiert. Wann ist man bereit, jemandem zu verzeihen? Gibt es Dinge, die man nicht verzeihen kann? Ist das Verzeihenkönnen nicht ein Zeichen von großer Stärke? Zu diesen Fragen gibt das Buch auf jeden Fall Anhaltspunkte und macht Mut. Auf jeden Fall lesenswert!

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