Monika Küble

 3.4 Sterne bei 12 Bewertungen
Autor von In Nomine Diaboli, Das Geheimnis der Ordensfrau und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Monika Küble

In Nomine Diaboli

In Nomine Diaboli

 (7)
Erschienen am 05.08.2013
Das Geheimnis der Ordensfrau

Das Geheimnis der Ordensfrau

 (4)
Erschienen am 05.10.2016
Brennende Wahrheit

Brennende Wahrheit

 (1)
Erschienen am 05.04.2017

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HEIDIZs avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der Ordensfrau" von Monika Küble

Topp recherchiert
HEIDIZvor 10 Monaten

Wir befinden uns Anfang des Jahres 1415 un dlernen Henmann von Mülinen, den Hofmeister des Klarissenklosters zu Königsfelden kennen. Er ist auf dem Weg vom Aargau in Richtung Konstanz. Dort wird er auf den Papst, auf Kardinäle, Bischöfe und Adlige aus aller Welt treffen, in Konstanz findet nämlich das Konzil statt. Die Äbtissin hat Henmann geschickt, um für das Kloster ein Privileg zu erhalten. Der Vogt von Badan ist mit ihm unterwegs, aber es wird keine leichte Reise. Die beiden treffen auf Heinrich Gessler, einen Feind des Klosters und seiner Vorsteherin. Die beiden kommen dennoch in Konstanz an und erreichen .... nein, das verrate ich nicht, ich verrate ebenfalls nicht, was Henmann erwartet, als er zurück ist im Kloster ...

Lest, was Monika Küble und Henry Gerlach geschrieben haben.
Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen und als gebundenes Buch sehr ansprechend gebunden. Auch das Cover finde ich sehr gelungen.

Die Geschichte ist sehr gut in die wahre Historie des Konzils eingebunden, man lernt viel, es ist vie Inhalt vorhanden, sachlicher Inhalt, der allerdings sehr spannend und lebendig verpackt wurde. Mir hat die Lektüre sehr gut gefallen, ich wurde kurzweilig und erhellend unterhalten.

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Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "In Nomine Diaboli" von Monika Küble

Zusammengeschustert: Geschichte um ein Sachbuch gesponnen
Gwhynwhyfarvor 3 Jahren

Ich habe mich durch diese 770 Papierseiten hindurchgequält, die nicht Fisch, noch Fleisch sind. Ein Histo-Roman? Ein wenig. Ein Sachbuch? Ein wenig. Ein Krimi? Auf keinen Fall. 

Dieser Roman wurde vielumworben und ich war enttäuscht. Gleich nach ein paar Seiten war ich geneigt das Buch wegzulegen, da es mich sprachlich überhaupt nicht ansprach. Adjektive fast vor jedem Subjekt, Füllwörter, Schachtelsätze, Grammatikfehler, ungelenke Sätze. Die Geschichte wechselt vom Präsens ins Perfekt, so etwas darf nicht passieren. Von der Grammatik der Steigerung haben die Autoren und Korrektoren nichts gehört, denn Gesichter werden röter, es gibt den reinsten Wein … Alle Protagonisten lächeln am Fließband. Ich konnte das Wort nach ein paar Seiten nicht mehr lesen. Sprachlich holprige Sätze, die Tränen in die Augen treiben, einer nach dem anderen.
„Sie sind ebenso prächtig gekleidet wie er, mit seidenem Wams, eleganten roten und schwarzen Beinlingen und kostbaren Samtmänteln …“
„‘Ihr seid spät, Dandolo´, eröffnete der Rote missmutig das Gespräch. Dandolo lächelt malizös.“ – Und irgendwie lächeln dann alle hin und her, gefühlte zwanzig mal auf jeder Seite.
Es folgten Sätze, die mir ein Kopfschütteln abverlangten: „Als Cunrat Wolgemut zum ersten Mal die Augen aufschlug war er gestorben.“ - „Das Alter und die Strenge haben tiefe Furchen um seinen Mund gegraben.“
Oder wie mag ich dies verstehen?: „Langsam pendelt im Morgengrauen ein Leichnam hin und her, dreht sich dann und wann gemächlich um sich selbst.“ Es muss schon ein ordentlicher Wind blasen, der einen Mann ständig am Galgen hin und her bewegen lässt, aber von Wind ist nicht die Rede. Als geduldiger Mensch gab ich dem Buch eine weitere Chance. Geduld ist bei diesem Roman grundsätzlich anzuraten. Sprachlich wurde es dann besser, es lohnt sich weiterzulesen. Nur spannend wird es bis zum Ende nicht. Cunrat stohotttertt sich am Anfang durchs Buch. Eine Hauptfigur die stottert, im Lesefluss nicht auszuhalten. Glücklicherweise schafft er es, seinen Sprachfehler abzulegen. Sonst hätte ich vorher aufgehört zu lesen. Wäre besser gewesen, das von Anfang an zu lassen.

Worum geht es in diesem Roman? Genau hier habe ich ein Problem. Nimmt man die Story von fast 800 Seiten, kann man sie ziemlich kurz zusammenfassen. Im Herbst 1414 finden sich kirchliche und weltliche Machtelite zum größten kirchenpolitischen Konzil des Mittelalters in Konstanz zusammen. Drei Personen nannten sich Papst, was dem König zuwider war. Eine Lösung musste her, sich auf einen Papst zu einigen. Aus 8000 Einwohnern wurden plötzlich 80.000 in der Bodenseestadt. Die Stadt brauchte Nahrung und Servicepersonal. Bäckergeselle Cunrat Wolgemut trifft in Konstanz ein, um seinem Onkel, dem Bäckermeister Katz, während des Konzils zur Hand zu gehen. Als er das Bärbeli, die Tochter vom Katz, nicht heiraten will, wird er hinausgeworfen. Der Deutsch-Venezianer Giovanni Rossi, nimmt ihn in seine Crew von Bäckergesellen aus Venedig auf, die bis auf Giovanni kein Deutsch sprechen. Auf Handkarren bieten sie ihre Backwaren an. Gleichzeitig gibt es den ein oder anderen Toten in Konstanz und Cunrat hält sich ganz zufällig immer in der Nähe der Morde auf und rätselt, was passiert, zufällig kannte auch jeden Toten. Giovanni ist sein Freund und sie sind meist zusammen. Sie kommen dem Mörder mehr zufällig auf die Spur, wie die ganze Story auf unendlich vielen Zufällen zusammengeschustert wird, was sie unglaubwürdig macht.

Woran liegt das? Für mich ist dieses Manuskript dreigeteilt. Nicht die Story ist das Hauptthema, sondern das Konzil als erster Block. Genau das macht das Buch schwer lesbar. Wer einen Roman kauft, sucht eine Story. Sehr genau werden die Geschehnisse des Konzils dargestellt, das drei Jahre dauerte. Der Sekretärs des Papstes, Poggio Bracchiolini, schreibt ellenlange Briefe über die Ereignisse, die mit viel Liebe und Kenntnis recherchiert wurden, aber in einem Roman einen Bruch bilden, sozusagen den Leser übergestülpt werden. Ein Sachbuch wäre anschaulicher gewesen. Ich habe die Briefe quergelesen, bzw. überblättert. Langeweile lässt grüßen in Ausdruck und Inhalt. Und obendrein ist Poggio Bracchiolini auf der Suche nach den Manuskripten von Cicero, was auch immer das in dieser Geschichte zu suchen hat. Ein langweiliger Nebenplot.
Der zweite Block besteht aus dem mittelalterlichen Konstanz. Man könnte eine Karte vom alten Konstanz beim Lesen erstellen, denn jede wichtige Straße und jedes wichtiges Gebäude in Konstanz und Umgebung werden genau beschrieben. Man kann sich die historische Baustruktur bildlich vorstellen, ebenso die sozialen Strukturen. Mittelalterliche Märkte, Handwerker, Ritterturniere, Bankette, Schankstuben- und Badehäuser, öffentliche Hinrichtungen und Ketzerverfolgung, einschließlich der Hinrichtung von Jan Hus, das ist alles ganz hübsch, aber es ufert in der Beschreibung leider aus und animiert zum weiterblättern. Als Beispiel nehme ich ein Fest im Haus eines Patriziers, das über ca. 40 Seiten beschrieben wird, ohne dass die Geschichte vorwärtsgebracht wird. Zuerst wird das Haus von außen beschrieben, dann von innen, samt Möbel und Bilder bis zum Geschirr und dem Essen. Sogar Kaiser Sigismund ist zugegen. Am Ende taucht wieder Cunrat auf, der dort als Hilfskellner angestellt ist (als ob er als Bäcker nicht genug zu tun hat). Nur allein die Beschreibung von einem Weihnachtsgottesdienst umfasst ca. 30 Seiten. Ein Sachbuch wäre auch hier interessanter gewesen. Ich könnte so fortfahren. Diese ellenlangen Beschreibungen habe ich meist überblättert, um nicht einzuschlafen. Aus der Geschichte fliegt man nämlich gedanklich sonst ganz heraus.
Im dritten Teil geht es um den Bäckergesellen Cunrat. Diese Geschichte sollte in einem Roman das Herzstück sein. Hier scheint es mir aber, das Block eins und zwei zuerst vorhanden waren und es nun darum ging, sie zusammenzufügen und drumherum eine Story zu erfinden, damit man das ganze Roman nennen kann. Cunrat stolpert tumb durch die Geschichte, ist ganz zufällig immer in der Nähe, sobald ein Mord geschieht und zufällig kennt er die Toten. Mal mag das so sein, aber Cunrad findet alle Ermordeten der Stadt zuerst, hört die Rufe, steht daneben … Und da ja meist hohe Herrschaften ermordet werden, muss irgendetwas konstruiert werden, damit Cunrad mittendrin ist. So muss er sich mit Poggio Bracchiolini (den gab es wirklich) anfreunden, was für mich völlig undenkbar ist, mit einem jüdischen Arzt, dem Stadthenker usw. Seine Freundin muss in einem Patrizierhaushalt angestellt werden, die Herrschaften müssen ein freundschaftliches Verhältnis zu ihren Angestellten führen, damit auch Cunrat sich mit ihnen anfreunden kann, den König bedienen darf beim Fest und wieder neben einer Leiche steht. Cunrat ist nicht der Schlauste, löst aber alle Rätsel der Mordserie, was der Obrigkeit nicht gelingt und er schaltet plötzlich Gedanken frei, die nicht zu seinem Charakter passen. Das störte mich sehr. Nun darf man sich Curat nicht als Detektiv vorstellen. Nein, er ist halt zufällig immer dort, wo ein Mord geschieht, zufällig kennt er den Toten, zufällig kann er sich etwas zusammenreimen. Die Story ist höchst konstruiert und unglaubwürdig. Es gibt keinen Moment der Spannung. Wer einen Spannungsbogen im Plot sucht, wird nicht fündig. Auch die Wiederholungen nerven erheblich. Cunrat erlebt etwas, Poggio schreibt einen Brief, indem er die Geschehnisse wiederholt und über das Konzil berichtet. In jedem Brief gibt es ellenlange Wiederholungen der Vorseiten.
Am Ende ist das Konzil abgeschlossen. Was macht man nun als Autor mit Cunrat? Und wieder kommt der Zufall geflogen, er bekommt in der Heimat per Brief den Traumjob angeboten. Ein Zufall nach dem anderen, meine beiden Hände reichen lange nicht aus zum Zählen. Die eigentliche Geschichte wird immer wieder unterbrochen, man könnte sie wahrscheinlich, würde man sie herausnehmen, auf 100 Seiten zusammenschrumpfen. Ellenlange Beschreibungen aus Block eins, inclusive der ausufernden Briefe von Poggio und Block zwei sind aber nicht alles. Immer wieder gibt es Nebenstränge, wie die von Simon Ringlin, der seitenlang über sein Leben als Sklave im Morgenland berichtet. Was hat das mit dieser Geschichte zu tun? Taucht Cunrat mal wieder auf, so überlegt man zunächst, was war eigentlich zuletzt mit diesem Kerl passiert?

Sämtliche Figuren werden oberflächlich und hölzern dargestellt. Die Schriftsteller konnten ihnen keine Leben einhauchen, keine Persönlichkeit. Sie sind irgendwie da und agieren, um die Berichte vom Konzil mit Figuren zu füllen. Wie sehen sie aus? Curat ist ziemlich groß, nicht der Schlauste, das Bärbeli hat verfaulte Zähne. Blond sind sie. Mehr fällt mir zu keiner Figur ein. Was denken sie? Was treibt sie vorwärts? Keine Ahnung.

Ein langes Konzil mit Papstwahl, eine interessante Begebenheit in Konstanz, daraus hätte man etwas gestalten können. Hier finde ich einerseits die detaillierte Schilderung des damaligen Konstanz und des Mittelalters, dort die detaillierten Vorgänge des Konzils und zwischendrin eine langweilige Geschichte. Zuviel des Guten erschlägt den Leser, nervt mit Wiederholungen, lässt ihn einschlafen. Tut mir leid, hier passt gar nichts zusammen. Das Buch wird als Krimi empfohlen. Ein Krimi kann es gar nicht sein, weil es keine Ermittlungen gibt. Denn Cunrat ermittelt nicht wie ein Detektiv oder Hobbydetektiv, er steht halt immer in der Nähe von Morden, reimt sich was zusammen. Da hilft es auch nicht, wenn die Autoren gebetsmühlenhaft er wähnen, dass Cunrat herausbekommen will, wer seinen Freund, den Gastwirt, ermordet hat, der erste Tote. Er war sein Freund? Cunrat war Gast in der Schenke, hatte sonst nichts mit ihm zu tun. Auch hier eine Intension, die logisch nicht nachzuvollziehen ist.

Sprachlich gesehen hat das Buch mich nicht gereizt. Am Anfang eine Katastrophe, später lesbar. Allerdings ist die Sprache von Cunrat und seinen Freunden sehr flapsig, auch wie man mit den Herrschaften spricht. Würde man lediglich die Dialoge herausfiltern, vorlesen, niemand käme auf einen mittelalterlichen Stoff. Es ist die Sprache von heute. Das hat mich gestört, kein historisches Leseerlebnis aufkommen lassen. Zwischendurch fallen häufig italienische Sätze. Wohl dem, der Italienisch spricht, ansonsten Pech gehabt. Sollte jemand Probleme mit dem Einschlafen haben, so empfehle ich das Buch. Wer eine gute Geschichte sucht, ist schlecht bedient. Wer etwas über das Konzil lesen möchte, ist mit einem Sachbuch besser dran, muss sich somit nicht durch Bankette und Messen quälen und sich mit unglaublichen Zufällen des Cunrat beschäftigen. 

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D

Rezension zu "In Nomine Diaboli" von Monika Küble

Spannedn von Anfang bis zum Schluss
Druide78vor 4 Jahren

Das Buch spielt in Konstanz zur Zeit des Konzils. Hauptfigur ins ein Bäckergeselle. Rund um das Konzil  gibt es einige Morde, welche irgendwie in Zusammenhang stehen. Es ist sehr spannend zu lesen und ist sehr gut recherchiert. Obwohl (und das sagt der Autor selber) die historischen Zeitabläufe nicht immer stimmen.

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