Monika Kubach

 4.9 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Gut gelaufen, Thisbe!, 150 Limericks und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Monika Kubach

Monika KubachGut gelaufen, Thisbe!
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Gut gelaufen, Thisbe!
Gut gelaufen, Thisbe!
 (6)
Erschienen am 28.02.2012
Monika Kubach150 Limericks
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150 Limericks
150 Limericks
 (2)
Erschienen am 08.10.2012
Monika KubachGut gelaufen, Thisbe!: Ida Obersteyns Tagebuch 2011
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Gut gelaufen, Thisbe!: Ida Obersteyns Tagebuch 2011
Monika KubachKurzgeschichten ohne Hut
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Kurzgeschichten ohne Hut
Kurzgeschichten ohne Hut
 (1)
Erschienen am 01.09.2017
Monika KubachDie Fratze mit Hut dichtet dich dicht
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Die Fratze mit Hut dichtet dich dicht
Die Fratze mit Hut dichtet dich dicht
 (1)
Erschienen am 04.11.2015
Monika KubachNeues von der Fratze mit Hut
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Neues von der Fratze mit Hut
Neues von der Fratze mit Hut
 (1)
Erschienen am 15.10.2014
Monika Kubach150 Limericks: Eine Reise durch Deutschland
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150 Limericks: Eine Reise durch Deutschland
150 Limericks: Eine Reise durch Deutschland
 (1)
Erschienen am 03.11.2012

Neue Rezensionen zu Monika Kubach

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Antjewhvs avatar

Rezension zu "Gut gelaufen, Thisbe!" von Monika Kubach

So ist das Leben!
Antjewhvvor 5 Jahren

Mit sprachlichem Können und gutem Gespür für Pointen lässt uns die Autorin ein Jahr mit Ida Obersteyn miterleben.
Es geht nicht nur um Alltagsbewältigung in einem Haushalt mit sechs Kindern wie Betten beziehen , "kochen", "Erziehung" und Schule, nein! Die sechsfache Mutter hat auch noch Zeit, sich über Themen aus Politik, Wirtschaft, Literatur, Fernsehen usw. Gedanken zu machen.
Köstlich von Anfang bis Ende - aber das Lachen bleibt einem manchmal im Halse stecken!

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Arielas avatar

Rezension zu "Gut gelaufen, Thisbe!" von Monika Kubach

Grandiose Satire auf uns
Arielavor 5 Jahren

“Noch mehr Rosa ertrage ich nicht”, sagt Ida Obersteyn und meint am Ende des Jahres 2011, dass ihr siebtes Kind ein Junge werden sollte. Vielleicht meint sie aber auch ihr Tagebuch, in dem sie ihre persönliche Sicht auf die Welt so rosarot gefärbt darstellt, wie es rosarot nicht intensiver geht. Zugegeben, das wäre eine Selbstironie, die man der naiv oberflächlichen Frau nur als völlig unbewusste Gedankenleistung unterstellen dürfte. Warum aber sollte einer Frau, die es schafft, ein Tagebuch als persönliche Generalrechtfertigung der eigenen Unzulänglichkeit zu inszenieren, nicht auch ein Funken Selbstironie unterkommen? (Natürlich unbewusst.)

Extrem nah an der Wirklichkeit verläuft das Erzählen ohnehin nicht, es ist immerhin eine Satire. Ironisiert wird nur vermeintlich die untere Gesellschaftsschicht von RTL2-Anhängern in der Figur der Ida Obersteyn.  Durch Idas naiven Blick auf das politisch-gesellschaftliche Geschehen, das sie in ihrem Tagebuch dokumentiert und kommentiert, entsteht beißender Spott und der entsteht gekonnt: auf die deutschen Medien, auf das Verhalten der Politgrößen, auf die Scheinheiligkeit und Ignoranz der Gesellschaft. Man ertappt sich dabei, selbst über gewisse Aussagen der n.tv-Berichterstattung völlig unkritisch hinweggegangen zu sein, damals, in 2011, und jetzt bekommt man den Spiegel vorgehalten. Wir, die wir uns für kritisch und aufgeklärt halten, nicht die Zielgruppe von RTL2. Ida, als deren Repräsentantin, ist der Spiegel, den die Autorin die Straße entlang trägt.

Komik und Spott entstehen aus der Simulation (die nicht selten auch gebrochen wird) einer völligen geistigen Unterbelichtung heraus, mit der die Protagonistin und Erzählinstanz sich über ihre Rolle “als Mutter von sechs Kindern” auslässt. Die Wochenration Tiefkühlpizza beträgt 21 Stück, Bettwäsche wird alle drei Monate gewendet und den Rest erledigt die “große Tochter”, während die Mutter ihr “Toffifeebäuchlein” (ein großartiger Euphemismus für die pikante Realität) zum RTL-Mittagsmagazin aus dem Bett schält. Die große Tochter, über deren Namenlosigkeit trefflich gerätselt werden kann, wird zur Ausnahmeerscheinung und kritischen Instanz. Wenn die im Spannungsverhältnis aus realer Brisanz und erzählter Verharmlosung transportierte Gesellschaftskritik Gefahr läuft, von Ida verwässert zu werden, nennt die ungewöhnlich intelligente und belesene Tochter die Dinge deutlich beim Namen.

Neben der Namenlosigkeit der Tochter bleiben weitere Rätsel der Denkleistung des Lesers überlassen, unter anderem die Frage, welche Bedeutung das Shakespeare-Zitat aus “Ein Sommernachtstraum” im Titel hat oder die Erklärung für das Auftreten seltsamer Geräusche aus dem Arbeitszimmer des Ehemanns und weshalb der arme Mann angeblich nur 10 Tage Urlaubsanspruch haben soll. Brüllend komisch ist die Vorgehensweise, mit der die Familie dem Arbeitszimmer-Rätsel versucht auf die Schliche zu kommen. Ebenso komisch sind die running gags, die den Text durchziehen und bei denen man sich fragt, wie der Autorin nur 52 von einer Sorte einfallen konnten.

Ein klug pointierter satirischer Kommentar auf den Verlauf des Jahres 2011. Für 2012 sollte es dringend wieder einen geben.

Die Originalrezension wurde für den Blog Autorenfreiheit. Die Seite für unabhängige Literatur erstellt www.autorenfreiheit.de



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Peter_Pitschs avatar

Rezension zu "Gut gelaufen, Thisbe!: Ida Obersteyns Tagebuch 2011" von Monika Kubach

Rezension zu "Gut gelaufen, Thisbe!: Ida Obersteyns Tagebuch 2011" von Monika Kubach
Peter_Pitschvor 6 Jahren

Das Tagebuch des „Grauens“!
Ei der Daus, Dus un Düwel, das Grauen auf Erden hat sich manifestiert. In Gestalt der Ida Obersteyn, Berichterstatterin dieser in Tagebuchform konzipierten Satire, versteht die Autorin Monika Kubach bis ins kleinste unerträgliche Detail die Essenz prolliger Gesinnung aufzuzeigen. Zitat: „Ich persönlich finde ja, dass Taschenbücher im Regal nicht viel hermachen, und man braucht auch so viele von ihnen, bis es voll ist.“
Dementsprechend war meine Gegenreaktion gewissermaßen vorprogrammiert. Sowie ich die ersten Auszüge aus Obersteyns „geistloser Haltung“ (das Pendant zu „Geisteshaltung“) ins Auge gefasst hatte, rebellierte mein Intellekt gegen ihren horizontlosen Weltentwurf und ich musste zu Lasten der Prinzipien einen inneren Kampf ausfechten. Danach erst sah ich mich befähigt, dieses an und für sich gelungene (!) geistige Armutszeugnis erneut zur Hand zu nehmen und mit der Lektüre fortzufahren. Denn eine Satire nach solch einem Konzept – so extrem nah an der Wirklichkeit – erweist sich auf längere Sicht als äußerst schwer verdaulich, und einzig der Unterstrom der Ironie, den die Autorin sämtlichen Eintragungen zugrunde legt, vermag die Klumpen aus geballter Ignoranz und das darin enthaltene „Unwesen“ zu zersetzen. Indem Monika Kubach die in Obersteyns Oberstübchen – und parallel dazu in vielen deutschen Wohnstuben – Verblödung als Reigen überaus banaler Alltagssituationen festhält, möchte sie den Konsumenten von Fertigpizza, RTL2 und Doppelkorn keineswegs einen Spiegel vorhalten oder ihnen gar ein Denkmal setzen. Weit gefehlt. Zu einer ernstzunehmenden Reflexion ob der eigenen Beschränktheit wären per se die wenigsten imstande, vielmehr führt Kubach via Ida Obersteyn Buch über Zustände und Missstände an den Gemeinplätzen der sozialen Unterschicht. Sie dringt mit ironischer, doppeldeutiger Belichtung treffsicher in die Dunkelkammern der Republik, und was dabei portionsweise zutage gefördert wird, bereitet gleichermaßen eine Menge Spaß und ein Übermaß an Abscheu. Denn das Niveau der Texte ist umso niedriger, je abrupter das Grauen der darin innewohnenden Wahrheit dem Leser hochkommt. Somit muss ich augenzwinkernd eine abschließende Warnung meiner Kritik hintanstellen: Lesen auf eigene Gefahr – der Intellekt haftet für seine Aussetzer!

Peter Pitsch

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