Monika Lichtenfeld Visuelle Poesie

(0)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 0 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Visuelle Poesie“ von Monika Lichtenfeld

Parallel zu der lautlichen Dimension von Sprache schenkt Gerhard Rühm immer auch ihren visuellen Ausdrucksqualitäten Aufmerksamkeit. Seit 1955 experimentiert er durch »reduktion des gedichts auf die totalität des einzelnen begriffs« mit Formen »punktueller dichtung«, etwa in den »ein-wort-tafeln«. Schon ein Jahr zuvor entstehen konstellationen und ideogramme, die – zum Teil ganz im Sinne Eugen Gomringers und anderer konkreter Dichter, aber unter Verzicht auf vordergründige Effekte – eine Spannung von maximaler Ökonomie der Mittel und polyvalenter Semantik intendieren. Der Reiz des charakteristischen typovisuellen Gedichts der konkreten Poesie und der Technik der Konstellationen ist für Rühm allerdings rasch verbraucht, und so geht er bald von der Arbeit mit isoliertem Wortmaterial über zu komplexeren Gestaltungsformen, zu »Lesetexten« wie etwa in den Beispielen „die frösche“ oder „strümpfe fliegen“, in denen die eingespielten Mechanismen von Sprach-, Denk- und erzählliterarischen Vermittlungsformen aufgebrochen werden, bis hin zu einem umfassenden Konzept visueller Poesie, das auch nichtsprachliche (wie etwa rein graphische) Elemente integriert. Die bis in die Gegenwart fortgeführte Linie textbildnerischer Arbeiten umfasst dabei »textbilder« (1955–1964), »textgrafik« (mit handschriftlichen Zusätzen zu typographischem Text) und »schriftzeichnungen«, die auf spontanem schriftlichen Ausdruck beruhen und psychische Gestimmtheiten graphisch fixieren; daneben entstehen in fortschreitender Erweiterung der Palette von Materialkomponenten neben Textcollagen auch »schriftfilme«, ein »farbengedicht«, »plastische texte«, »mobile texte«, »hauttexte«, »haptische texte« sowie objektkünstlerische Ansätze wie »einmachtexte« und Projekte wie eine »kondensstreifenpoesie«, mit denen Rühm in Bereiche der concept art vorstößt Der Avantgarde-Charakter seiner poetischen Praxis manifestiert sich bereits früh in künstlerischen Setzungshandlungen (Rühm signiert schriftliche Anschläge, gebraucht Löschpapiere und rückt sie auf diese Weise in den Kunstzusammenhang) und nicht zuletzt auch in der Tendenz, das Kunstwerk selbst durch den kunsttheoretischen Diskurs oder Kommentar zu ersetzen Dazu gehört auch, dass Gerhard Rühm in einer Reihe von theoretisch-programmatischen Aufsätzen und Bemerkungen immer wieder Einblick in seine Arbeitsweise und seine damit zusammenhängenden ästhetischen Grundsatzüberlegungen gibt.

Stöbern in Gedichte & Drama

Les Fleurs du Mal - Die Blumen des Bösen

Ein Klassiker, der erstmals 1855 (!!!) erschien: Die Lyrik Baudelaires (Sprachmagie?) ist mir - hier zumindest - zu düster und bedrückend...

SigiLovesBooks

Dodos auf der Flucht

Dieses Buch gehört in jedes Regal!

Pialalama

Gedichte

Nein, nein, nein. Ich werde mein Lebtag wahrscheinlich kein Gedichte-Fan mehr werden ...

Janine2610

Alt?

Nicht meins...der Stil des Dichters und der Aufbau der Thematik hat mir gar nicht gefallen.

EnysBooks

Solange es draußen brennt

Wer seine Texte liebt und andere damit begeistern möchte.

Bookofsunshine

Ganz schön Ringelnatz

Die Serie ist toll. Nur Ringelnatz liegt mir nicht

Ein LovelyBooks-Nutzer

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks