Monika Loerchner Hexenherz - Eisiger Zorn

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Inhaltsangabe zu „Hexenherz - Eisiger Zorn“ von Monika Loerchner

Aus den Annalen des Goldenen Reiches ~1466~ Erschüttert von der Hinrichtung einer unschuldigen Jugendfreundin als Hexe erheben sich die Schwestern Beatrix und Stephanie gegen den Wunsch der bislang geheimen Hexen­elite und verhindern zusammen mit Gleichgesinnten eine weitere Hexenverbrennung. Von der Inquisition verfolgt offenbaren die Schwestern ihren Anhängern, dass jede Frau eine Hexe ist, erwecken die Magie in ihnen und machen es sich fortan zur Aufgabe, Frauen wie Männer aus den Fängen der Inquisition zu befreien. Als die Zahl der unter ominösen Umständen befreiten Gefangenen immer weiter ansteigt, reagiert die Inquisition mit vermehrten Verhaftungen und Eilprozessen. Währenddessen steigt die Zahl der Erweckten stetig an. Einige Frauen machen es sich zur Aufgabe, die neu erweckten Hexen heimlich in ihrer Magie zu unterweisen. Kapitel 3 Missmutig schaue ich auf. Ich bin gerade dabei gewesen, mir eine Karte der westlichen Region des Großen Moldawischen Reiches einzuprägen, als jemand meinen Namen gerufen und mich aus meiner Konzentration gerissen hat. Ich bin sowieso in gereizter Stimmung: Da die Woche meiner Magieerneuerung begonnen hat, kann ich nicht mit auf Patrouille gehen. Nicht mal so einfache Dinge wie Schutzzauber über Uniformen sprechen oder Heiltränke zubereiten ist mir möglich. Wie ich es hasse, hier untätig herumzusitzen, während meine Schwestern ihr Leben riskieren! Aber so ist es nun mal und den anderen Frauen geht es nicht anders: In dieser Zeit ohne Magie wäre ich den aufständischen Männern mit ihren Waffen schutzlos ausgeliefert oder schlimmer noch, würde die anderen Frauen der Garde in Gefahr bringen. Also verbringe ich meine Abende in dem Einzelzelt, das mir als Gardenzweite zusteht, und vertreibe mir die Zeit mit dem Studieren von Landkarten. Tagsüber drille ich junge Anwärterinnen im körperlichen Kampf. So kann ich wenigstens einen kleinen Beitrag leisten, während sich meine Magie erneuert. „Herein“, rufe ich unwillig. Die Zeltplane wird auseinander geschoben und herein tritt Richard, Rickie, mein kleiner Bruder. Überrascht schaue ich ihn an. „Was willst du denn hier?“ „Welch warmherzige Begrüßung, Schwesterchen“, grummelt er gutmütig und schenkt mir sein schiefes Lächeln. „Willst du mich denn nicht umarmen?“ Er schließt die Tür und kommt mit ausgebreiteten Armen auf mich zu. Ich zucke mit den Schultern, stehe auf und lasse es zu, dass er mich an sich drückt. Ich fühle mich seltsam spröde dabei. Zärtliche Gefühlsbekundungen sind nicht mein Ding. Ich bewege mich keinen Millimeter, lasse die Berührung nur kurz zu und winde mich dann heraus. Erleichtert lasse ich mich wieder auf den Boden sinken. Mit einer Geste fordere ich Richard auf, es mir gleich zu tun. Als Tisch dient mir eine kleine Truhe mit Platz für meine persönlichen Sachen: Uniform, Notfallwaffen, falls es während meiner Tage der Erneuerung zu einem Angriff kommt, ein paar Heiltränke. Jede hohe Gardistin hat solch eine Truhe in ihrem Zelt, die einfachen Kriegerinnen müssen sich mit einem Rucksack und Zweier- oder Viererzelten zufrieden geben. In einer Ecke liegt meine Schlafdecke, in der anderen ist eine kleine Feuerstelle, das war‘s. Richard scheint sich ähnliche Gedanken zu machen: Er sieht sich in meiner schlichten Behausung um und verzieht das Gesicht. „Himmel, ein bisschen mehr Luxus hatte ich schon erwartet!“, lächelt er und setzt sich mir gegenüber auf den Zeltboden. Ich zucke mit den Schultern. Irgendetwas an der Art, wie er das sagt, geht mir auf die Nerven. „Was denn? Dachtest du, dass die Frauen, die das Reich und auch all die ach so armen Männer beschützen, es sich hier gut gehen lassen und ein Leben in Luxus führen?“, fauche ich. Richard zuckt zusammen. Kein guter Start. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir uns seit vier Jahren nicht mehr gesehen haben. Mir war allerdings noch nie groß daran gelegen, über Belanglosigkeiten zu plaudern, lieber komme ich direkt zur Sache. „Was willst du hier?“ „Du hast dich kein bisschen verändert“, seufzt Richard und mustert mich aus seinen dunklen, schönen Augen. „Warum sollte ich auch?“ Ich habe nicht vor, mich vor meinem kleinen Bruder für irgendwas zu rechtfertigen. Und, es tut fast weh es zuzugeben, seine Worte verletzen mich; in allem, was er sagt, klingt ein Vorwurf durch. Richard schüttelt den Kopf, schließt für einen Moment die Augen, holt tief Luft. Atmet bedächtig wieder aus. Als er die Augen wieder öffnet, ist sein Blick mild. „Ich bin kaum eine Minute hier und schon fangen wir an zu streiten“, sagt er leise. „Dabei freue ich mich so, dich endlich wiederzusehen, Schwesterchen! Zu viel Zeit ist vergangen, seit du das letzte Mal Heimaturlaub hattest!“ Sofort fühle ich mich wieder in die Defensive gedrängt: „Die Moldawier lassen mir kaum eine andere Wahl. Du weißt, wie es aussieht. Auch das aufständische Gesocks auf unserer Seite der Grenze ist lange nicht so friedlich, wie du und deinesgleichen vielleicht gerne glauben würdet.“ Wütend zeige ich auf die Landkarte, die ich auf den Tisch gelegt habe. „Das große Moldawische Reich breitet sich immer weiter aus und wird uns gegenüber nicht mehr lange so friedlich bleiben. Und auch auf unserer Seite sieht es nicht so gut aus, wie du vielleicht denken magst: Die Rebellen versuchen immer öfter, verbotene Technik ins Land zu schmuggeln. Da stecken natürlich Regierungen hinter und wenn sie’s noch so leugnen! Wir sind vielen Ländern ein Dorn im Auge; sie beliefern unsere Aufständler und hoffen so, uns von innen heraus zu schwächen, und genau das dürfen wir nicht zulassen! Du siehst also, lieber Bruder, ich habe eine ganze Menge zu tun, um den Frieden zu sichern. Um das Land zu beschützen. Und auch dich und all die Männer, die sich beschweren, wie schwer sie es doch haben. Ich …“ „Helena!“ Richard steht auf, kommt auf mich zu und hockt sich direkt vor mich. Er schaut mir fest in die Augen und legt seine Hände auf meine Schultern. Ich unterdrücke das Verlangen, sie wegzuschlagen. „Helena“, wiederholt er. „Was ist nur los mit dir?“ „Mit mir?“ „Mit uns, was weiß ich denn?“ Richard schaut zu Boden, lässt seine Hände aber auf meinen Schultern. „Helena, hör dich doch mal reden! Du redest zu mir von ‚dir und deinesgleichen‘! Du bist meine Schwester, meine Familie! Was ist nur aus dir geworden?“ Das muss ich mir nicht länger anhören. Wütend schüttele seine Arme ab und springe auf. „Was mit mir passiert ist? Das fragst du noch?“ „Lena“, sagt Richard leise, „wie lange ist das jetzt her mit Amelie?“ „Was meinst du?“, zische ich. „Von welchem ihrer Tode sprichst du?“ „Ich meine ihren Freitod“, murmelt Richard und senkt die Augen. „Acht Jahre“, sage ich kalt. „Vor zwölf Jahren und einem Monat, am 08.08.2004, haben ihr Schultes Männer alles genommen, was ihr Leben lebenswert gemacht hat. Und vor acht Jahren, drei Wochen und sechs Tagen hat sie sich das Leben genommen, am 09.08.2008, es war ein Samstag. Und? Willst du mir auch dafür die Schuld geben?“ Richard erbleicht und schüttelt den Kopf. „Was redest du denn da? Das habe ich nie gesagt, nie sagen wollen. Aber …“ „Aber was?“ „Du musst doch zugeben, dass etwas … falsch läuft, völlig verkehrt. Wenn sich eine Frau von 21 Jahren das Leben nimmt, nur weil sie nie wieder Magie anwenden oder Kinder bekommen kann. Mensch, da läuft doch was vollkommen falsch im System! Dass eine Frau anders keine Anerkennung mehr bekommen kann, als Mensch, der sie ist, und nur noch diesen Ausweg sieht …“ „Ach, also ist es ihre eigene Schuld? Willst du das damit sagen, ja? Dass sie nicht stark genug war? Nach allem, was sie ertragen musste, nach allem, was die ihr angetan haben?“ Ich grabe die Fingernägel tief in das Fleisch meiner geballten Fäuste. Trotz all meiner Wut, die sich wie ein roter Schleier über mich legt, bin ich plötzlich froh, meine magieerneuernde Zeit zu haben: Wäre Richard eine Woche später gekommen, er hätte seine Dreistigkeit vielleicht mit dem Leben bezahlt. Es wäre nicht das erste Mal, dass meine Magie in einem Moment der Wut aus mir herausfließt. Meine Magie ist aus Eis und Eis ist ein sehr schmerzhafter Tod. „Helena, Helena!“ Richard brüllt jetzt, steht ebenfalls auf. „Nein Helena, hör mir doch mal zu! Es muss doch einen Weg geben“, seine Stimme klingt mühsam beherrscht, als er sie wieder auf normale Lautstärke senkt, „wie wir alle zusammenleben können: Menschen mit Magie und ohne. Frauen und solche, die unfruchtbar sind und keine Magie in sich tragen. Großmütter. Und … Männer.“ Ich atme hektisch ein und aus, dieses Gerede habe ich schon zu oft gehört. Ich will es nicht hören, will gleichzeitig schreien und mir die Ohren zuhalten. Doch ich tue nichts von beidem, sondern stehe wie erstarrt da und lasse zu, dass Richard seine Worte wie giftige Pfeile auf mich abfeuert. „Es muss doch eine Möglichkeit geben, wie alle Menschen, Männer und Frauen, gleichberechtigt und in Frieden miteinander leben können!“ „Ach ja?“ Ich lache laut auf. „Meinst du etwa so wie in all den Jahrhunderten, als die Männer die Frauen unterdrückt haben?“ „Nein.“ Richard schüttelt energisch den Kopf. „So meine ich das nicht und das weißt du. Mensch Helena, denk doch mal nach: Du denkst, du würdest als Frau zu einer Mehrheit gehören, aber das stimmt nicht! Wie lange habt ihr Magie? 30, 35 Jahre, wenn es hochkommt? Das ist eine Minderheit, zu der du gehörst. Meine Güte“, er lacht bitter auf, „viele dieser sogenannten Frauen sind noch 11, 12 Jahre alte Kinder, überleg doch mal! Gleichzeitig fällt die Zahl der Geburten mit jedem Jahr weiter … Es ist eine Minderheit, die uns regiert und bestimmt. Und was willst du machen, wenn du selbst Großmutter bist, hm? Der Tag ist nicht so fern, wie du vielleicht denken magst. Das kann doch alles nicht sein, es muss doch möglich sein, das besser zu machen! Ich meine eine Gesellschaft, in der jeder Mensch die gleichen Rechte hat, egal ob Mann oder Frau oder Nicht-Frau oder Großmutter. Es muss einen Frieden zwischen uns geben können! Das ganze System ist doch falsch, siehst du das nicht? Es ist allerhöchste Zeit, etwas zu ändern, eine Gesellschaft aufzubauen, die …“ „Richard!“, unterbreche ich ihn erschrocken. „Richard, was redest du denn da?“ Ich spüre förmlich, dass ich erblasse. Meine Brust zieht sich zusammen und schnürt mir die Luft ab. Unwillkürlich fasse ich mir an die Kehle, in meinen Ohren rauscht es. „Richard“, wiederhole ich mühsam beherrscht und kann kaum verhindern, dass meine Stimme zittert. „Du redest wie … du hörst dich an, wie ein …“ Ich kann es nicht aussprechen, so sehr fürchte ich, Richard würde meinen Verdacht bestätigen und somit zur furchtbaren Wahrheit machen. Ich will es nicht hören, doch Richard kennt keine Gnade. Vollkommen ruhig sieht er mich an. „Ja. Ich werde mich den Rebellen anschließen. Darum bin ich hergekommen. Dies ist vielleicht das letzte Mal, dass wir uns sehen werden, Schwester.“ Atmen. Ich stehe da und kann nichts weiter tun, als zu versuchen weiterzuatmen. Richard. Mein Bruder! Der mit ein paar wenigen Worten alles zerstört, was je zwischen uns gewesen ist. Alles in mir schreit, will ausbrechen, wüten und toben. Unsichtbare Fäuste trommeln von innen gegen mein Herz, drohen es zu zerreißen. Mein eigener Bruder. „Rickie!“ Verzweifelter Aufschrei. „Lena.“ Resigniert. Ich schlucke. Tränen laufen mir über die Wangen. Ich wische sie weg. Erinnere mich daran, wer ich bin. „Richard“, wiederhole ich und obwohl nicht ich der Verräter bin, ist mir, als würde mein Herz zerspringen. „Du weißt, dass uns das zu Feinden macht?“ Der Blick, den mein Bruder mir zuwirft, werde ich meinen Lebtag nicht vergessen. Richard dreht sich um und geht. Ich lasse mich zu Boden sinken und weine, bis mein Herz zu Eis gefriert. Rickie, mein kleiner Bruder, dem ich vor so langer Zeit und in einem anderen Leben das Bäuchlein gekitzelt habe, bis er vor lauter Lachen umgeplumpst ist. Den ich geliebt habe, wie niemanden sonst. Jetzt ist er mein Feind.

Mich stört, die seltsame Art im Präsens zu schreiben, die Geschichte ist aber wirklich lesenswert!

— BlueSunset
BlueSunset

Eine ungwöhnliche Geschichte mit faszinierender Grundidee und guter und detaillierter Umsetzung.

— steffis-und-heikes-Lesezauber
steffis-und-heikes-Lesezauber

Grausamkeit und Unterdrückung haben hier System - hervorragende Idee und Umsetzung

— annlu
annlu

[5+/5] Grandioser Roman, historisch, phantastisch und dystopisch zugleich, voller Stärke und Unkonventionalität. Unbedingt lesen!!!

— Marysol14
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Bis zur letzten Seite spannend!

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    Hexenherz - Eisiger Zorn
    thebookpassion

    thebookpassion

    23. May 2017 um 16:08

    Im Jahre 1466 entdecken Frauen etwas Unfassbares: Jede Frau ist der Magie mächtig. 550 Jahre später wächst Helena in einer von Frauen beherrschten Welt auf. Durch tragische Ereignisse entscheidet sich Helena in die Dienste der Garde zu treten, um ihr Land und die Macht der Frauen zu schützen. Durch Intrigen fällt Helena jedoch in Ungnade und trifft das erste Mal auf Rebellen. Ist das System d er Frauen wirklich ohne Fehler?Ich finde die Idee des Romans absolut interessant, denn die Frauen herrschen mit eiserner und auch brutaler Hand. Sie unterdrücken die männliche Bevölkerung und zeigen den Männern deutlich, dass sie den Frauen haushoch unterlegen sind. Frauen werden in „Hexenherz“ also nicht als zarte und gefühlvoll dargestellt, sondern als taff, rücksichtslos und brutal. Auch die Idee, dass die Magie der Frauen von ihrem Zyklus abhängig ist und sie daher einmal im Monat schutzlos sind, finde ich absolut grandios und gut umgesetzt, denn durch diese Informationen wirkt das Magiesystem absolut logisch und verständlich.Zunächst lernt man die Protagonistin Helena in jungen Jahren kennen und erlebt mit ihr zusammen ein zentrales Erlebnis, das sie für immer verändert und ihre Entscheidungen nachhaltig prägt. Helena ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin und ich hätte ihr oft gerne einfach den Hals umgedreht. Sie glaubt einfach felsenfest an das politische System. Dadurch wirkt ihre Figur jedoch wesentlich authentischer, denn sie zweifelt nicht schon sofort nach gefühlt drei Seiten an ihrer Regierung, der sie zuvor mit Herzblut gefolgt ist. Erst nach und nach schleichen sich Zweifel ein und es ist ein langwieriger Prozess.Insgesamt konnte mich „Hexenherz“ überzeugen, denn die Idee, die hinter der Geschichte steckt, ist absolut kreativ und hebt sich deutlich ab und auch die Figuren wirkten sehr realistisch auf mich.

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  • Hexen an die Macht, oder lieber nicht?,

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Lesemama1970

    Lesemama1970

    16. May 2017 um 20:37

    Hexenherz. Eisiger Zorn ist im Februar 2017 von Monika Loerchner beim Acabus Verlag erschienen.   Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden, da es mir von einer Bekannten empfohlen wurde.   Produktinformation Taschenbuch: 440 Seiten Verlag: Acabus Verlag; Auflage: 1., Originalausgabe (13. Februar 2017) Sprache: Deutsch ISBN-10: 386282456X ISBN-13: 978-3862824564 ASIN: B06XCQMZXW   Klappentext: Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig! 550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler - und seine Feinde …   Meine Meinung: Das Cover hat etwas Magisches, was mich sofort angesprochen hat. Deshalb bin ich sehr Froh, dass es mir von einer Bekannten empfohlen wurde. Die historischen Informationen zwischen den einzelnen Kapiteln haben bei mir den Lesefluss etwas behindert. Das Buch lässt sich flüssig lesen (wenn man die Texte zwischen den Kapiteln nicht beachtet) aber ich habe trotzdem länger gebraucht für die 431 Seiten wie sonst, da die Geschichte sehr unterschiedliche Gefühle hervorgerufen hat. Es ist auf jeden Fall kein Buch für zwischendurch. Es hat mich auch sehr irritiert, das die Geschichte 2004 spielt aber sich liest wie im Mittelalter. Helena ist eine sehr starke Protagonistin um die herum die ganze Geschichte aufgebaut wurde. Erschreckend wenn man sich vorstellt, dass nur ein Geschlecht die Menschen beherrscht. Was hätten die Hexen in der Geschichte nicht alles erreichen können, wenn sie nicht so von sich selbst überzeugt gewesen wären. Die Geschichte ist spannend geschrieben und mit einem Ende mit dem ich nicht gerechnet hätte. Wer gerne Bücher über Hexen liest ist bei diesem Buch genau richtig.

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  • Was wäre, wenn magiebegabte Frauen die Geschichte bestimmt hätten?

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Sandra1978

    Sandra1978

    01. May 2017 um 16:11

    Inhalt: Seit dem Mittelalter ist es den Hexen gelungen, die Männer als dominierendes Geschlecht zu vertreiben und die Führung zu übernehmen. Die Kirche ist nicht mehr. Die Gesetze der Frauen bestimmen die bestehende Ordnung. In jugendlichem Alter soll jede Frau „erweckt“ werden, d.h. Zugang zu ihrer Magie erlangen, die sie bis zum Erreichen eines hohen Alters ausüben kann, bis sie zur Großmutter wird. Doch es gibt Menschen, die von der Gleichheit von Mann und Frau überzeugt sind. Diese Rebellen leben in kleinen Gruppen und verborgen vor dem Gesetz. Als Helena, eine aufstrebende Gardistin, erfährt, das ihr Bruder die Gesinnung der Rebellen teilt, bricht sie fast zusammen. Als ihr dann noch eine missgünstige Kollegin einen Strick daraus dreht, soll sie als Verräterin der Goldenen Frau, der Herrscherin, vorgeführt werden. Doch sie kann fliehen und gerät mitten in eine Rebellengruppe. Sie schmiedet einen Plan, wie sie ihr altes Leben zurückgewinnen kann, doch als sie hinter der Rebellen die Menschen kennen und mögen lernt, beginnt sie ihren Plan und noch mehr in Frage zu stellen.   Beurteilung Ja, wenn ich das Wort Hexe lese, ist es bei mir vorbei, da kann ich an keinem Buch vorbeigehen J Vorweg muss ich sagen, dass ich das grundlegende Szenario extrem faszinierend finde: Ab dem 15. Jahrhundert baut die Autorin hier angelehnt an der tatsächlichen Geschichte eine alternative Entwicklung auf, in der die Hexen zwar auch verfolgt werden – aber im Unterschied zur echten Vergangenheit lehnen sich die Hexen hier erfolgreich auf und übernehmen nach und nach die Macht. Jeder Leser sollte also keinesfalls die geschichtlichen Meilensteine, die vor jedem Kapitel zusammengefasst werden, überlesen – gerade die sind total faszinierend. Vor der Story an sich stehe ich mit gemischten Gefühlen. Ich habe ein bisschen gebraucht, mich an den Schreibstil zu gewöhnen, dann jedoch lässt sich das Buch gut lesen. Ganz ehrlich muss ich sagen: Grundsätzlich habe ich absolut nichts gegen eine von Frauen dominierte Gesellschaft. Was mir inhaltlich nicht so ganz passt ist die Tatsache, dass die Männer hier wirklich krass unterdrückt werden und nicht besser behandelt werden, als die Frauen früher – nicht viel mehr als Handlanger für niedere Arbeiten und Haushalt. Und die Frauen benehmen sich wie die Männer. Das macht es also insgesamt nicht besser als die „echte“ Vergangenheit, nur mit verkehrten Rollen. Ich hätte mir ja schon gewünscht, dass die Frauen dann in solch einem alternativen Szenario dann auch etwas anders mit ihrer Macht umgehen. Mir sind die Frauen in diesem Szenario einfach zu tough und oft zu rabiat, auch wenn sie auch andere Seiten zeigen.Aber das ist natürlich Geschmackssache. Die Handlung an sich ist gut aufgebaut, langweilig wird es nicht und oft erwartet man nicht, was als nächstes geschieht, sondern rechnet eigentlich mit etwas völlig anderem. Dadurch bleibt es bis zum Ende spannend, auch wenn ich das Ende dann doch ein bisschen klischeehaft fand. Zusammengefasst: Eine tolle Idee, super ausgearbeitet und mit schönen Details wie den Meilensteinen und den Gesetzenauszügen versehen. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit gut und flüssig lesbar, die Darstellung der Frauen finde ich einen Tick zu krass. Daher bekommt „Hexenherz – Eisiger Zorn“ von mir 4 von 5 Sternchen.

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  • Leserunde zu "Hexenherz. Eisiger Zorn" von Monika Loerchner

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    acabus_verlag

    acabus_verlag

    Die Menschheit hat tausende von Jahren gebraucht, um zu kapieren, dass jede Frau – na ja, fast jede – zaubern kann. Da wirst du ja wohl noch ein paar Jahre warten können, oder? Dieses Zitat aus „Hexenherz. Eisiger Zorn“ aufgreifend scheint es jedoch unwahrscheinlich, dass die Leserinnen und Leser den Start der Leserunde zu diesem Roman noch länger abwarten können, oder?  Liebe LovelyBooks-Leserinnen und -leser,  wir laden euch daher zu einer Leserunde zu dem Historical Fantasy Roman „Hexenherz. Eisiger Zorn“ von Monika Loerchner ein. In der Leserunde werdet ihr in eine fantastische und magische Welt hineingezogen, in der Frauen an der Macht sind, und ihr könnt mit der Autorin darüber diskutieren! Zum Buch:  Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig!  550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde … Weitere Infos sowie eine Leseprobe findet ihr auf der  Webseite der Autorin https://monikaloerchnersite.wordpress.com/, sowie auf der Verlagsseite http://www.acabus-verlag.de/belletristik_9/fantasy_4/historical-fantasy_50/hexenherz-eisiger-zorn_9783862824564.htm. Voraussetzung für die Teilnahme sind vor allem die Lust am Austausch untereinander und die zeitnahe Beteiligung an der Leserunde.*  Wenn ihr euch gerne bewerben möchtet, beantwortet bitte folgende Frage: Wie sähe eurer Ansicht nach – im Guten wie im Schlechten – eine Welt aus, die allein von Frauen regiert werden würde?  Die Bewerbungsphase geht vom 16. bis zum 28.2.2017.  Der acabus Verlag stellt insgesamt 10 gedruckte Exemplare zur Verfügung. Die Autorin Monika Loerchner wird sich ab dem 6. März selbst an der Leserunde beteiligen und die Moderation übernehmen.   Außerdem habt ihr Gelegenheit, die Autorin persönlich auf der Leipziger Buchmesse kennenzulernen und euch von ihr das Buch signieren zu lassen! Am 24. März 2017 von 15.00-16.00 Uhr ist sie für eine Signierstunde am acabus Stand (Halle 2, Stand H325) und um18.20 Uhr liest sie beim Fantastischen Independent Lesetag im Club DarkFlower. Selbstverständlich sind auch alle zu der Leserunde eingeladen, die das Buch bereits besitzen und gelesen haben! Viel Spaß bei der Leserunde!  *Im Gewinnfall gehören eine zeitnahe Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde sowie das Schreiben einer abschließenden Rezension (hier auf LovelyBooks sowie ggf. auf weiteren Portalen) selbstverständlich dazu. Falls Ihr dies nicht gewährleisten könnt, seht bitte von einer Bewerbung ab.

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    • 333
  • Eine fazinierende, detaillierte und doch ungewöhnliche Geschichte

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    steffis-und-heikes-Lesezauber

    steffis-und-heikes-Lesezauber

    22. April 2017 um 15:07

    Kurzbeschreibung:Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: Jede Frau ist der Magie fähig!550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Fänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler – und seine Feinde …Meinung:Ich muss ja wirklich sagen, dass ich die Grundidee der Geschichte total interessant fand. Was wäre, wenn sich die Vergangenheit ganz anders entwickelt hätte und die Frauen das Sagen über die Männer hätten?Diesen Gedanken fand ich ziemlich spannend und die Umsetzung ist der Autorin auch echt gut gelungen. Vor allem die historischen Veränderungen, die die Autorin vor jedem Kapitel beschreibt und so auch bekannte historische Entwicklungen Europas abändert, fand ich ziemlich eindrucksvoll. Ein bisschen schade fand ich, dass die Beschreibung dieser Entwicklungen nur bis ins 17. Jahrhundert geht und die danach folgenden Abschnitte vor den jeweiligen Kapiteln durch Gesetzestexte abgelöst werden. Diese fand ich zwar auch ganz interessant, passend zur Geschichte und vor allem haben sie nochmal Ungeheuerlichkeiten dieser Welt betont, aber die weiteren historischen Entwicklungen hätten mich schon auch noch interessiert.Nun ja, die Hauptgeschichte wird auf jeden Fall aus Helenas Sicht erzählt. Anfangs lernen wir sie als Kind bzw. Jugendliche kennen, wodurch wir einen guten Einblick in die teils ziemlich schockierenden Regeln der Gesellschaft und einen Grund für Helenas spätere Einstellung bekommen.Denn, die erwachsene Helena ist anfangs definitiv nicht unbedingt sympathisch. Sie ist von dem Regime wirklich überzeugt, verhält sich kühl, egoistisch und ruppig und was mit Männern passiert, ist ihr größtenteils echt egal. Doch mit der Zeit macht sie eine Entwicklung durch. Dabei ist diese Entwicklung aber nicht vergleichbar mit denen in vielen anderen Romanen, sondern ziemlich besonders. Denn obwohl sie anfängt ihre Gefühle zuzulassen und diese zu zeigen und gegen eine bestimmte Ungerechtigkeit im Regime vorgeht, verändert sich ihre Einstellung nicht komplett. Sie steht trotz ihrer Erfahrungen und Entdeckungen, die sie im Laufe der Handlung macht, immer noch hinter der goldenen Frau und den Regeln, was sie in eine ziemliche Zwickmühle bringt.So ist auch die Handlungsentwicklung echt unterhaltsam und interessant, aber definitiv nicht typisch. Die Autorin geht andere Wege und verzichtet auch auf ein typisches Happy End. Das Ende passt zwar durchaus zur Geschichte und es hat auch seine guten Seiten und Entwicklungen, aber ein klares Happy End sieht anders aus.Die Entwicklung des Weltentwurfs hat mir sehr gut gefallen. Die Unterdrückung der Frau wurde wirklich glaubhaft umgedreht und es wurde deutlich, dass wie so oft, aus einer guten Absicht heraus etwas Falsches entstehen kann. Die Autorin hat echt viel Wert auf Details gelegt und so auch bekannte Redenswendungen (z. B. ach, Frau) auf die Frau ausgelegt, was der Geschichte nochmal mehr Authentizität verleiht.Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar. Durch die vielen Details und die anschaulichen Beschreibungen der Autorin findet man sich in der Welt gut zurecht.Fazit:„Hexenherz –Eisiger Zorn“ ist eine ungewöhnliche Geschichte. Die faszinierende Grundidee wurde wirklich gut und detailliert umgesetzt, wodurch die Autorin eine anschauliche und schockierende Welt erschaffen hat. Der Plot ist spannend und einige Entwicklungen gehen doch in einen nicht typische Richtig, was dem Buch wirklich etwas Besonderes verleiht. Auch wenn Helenas Geschichte nicht ganz mit einem Happy End endet, finde ich ihre Geschichte nach längerem darüber nachdenken doch recht passend abgeschlossen. Die Autorin plant noch weitere Geschichten aus der Hexenherz-Welt, jedoch sollen diese unabhängig voneinander lesbar sein. Für dieses Buch gibt’s es aber auf jeden Fall solide 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Eine etwas andere, tolle Hexengeschichte

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Lesen_im_Mondregen

    Lesen_im_Mondregen

    20. April 2017 um 11:23

    Ich finde das Cover total schön! Die Symbole mit der Goldenen Göttin (wie ich annehme. Könnte aber auch die goldene Frau sein) in der Mitte, sowie das Schloss im Hintergrund passen perfekt zur Geschichte. Die Farben sind sehr konträr und ich finde, es wirkt dadurch sehr mystisch.Der Anfang beginnt mit der Geburt Helenas.Ihre Mutter ist unglücklich, denn sie wollte einen Sohn haben, obwohl in dieser Gesellschaft die Frau über alles steht.                    „Mist.“ Und dann noch ein paar Mal: „ Mist, Mist, Mist.“Das                   waren die Worte, mit denen mich meine Mutter begrüßte,                     kaum dass ich geboren war. „Mist.“ Helena hat eine unbeschwerte und glückliche Kindheit.Als der Tag kam, an dem sie zu einer Frau wird, bleibt jedoch eines aus: Ihr Magie. Sie will nicht so richtig fließen oder sie hat einfach kein Talent von ihrer Mutter geerbt, welche die begabteste Hexe der Stadt ist.Dann kam der Tag, der alles veränderte.......Helena, kurz Lena, ist eine sehr selbstbewusste, fähige Frau und als Ostgardezweite viel zu sagen wie auch starke Magie. Was ich von Anfang an an ihr bewundert habe, ist ihr unglaublicher Gerechtigkeitssinn.                 "Ich habe schon viel von dir gehört, Helena von Smaleberg.                   Sage mir nun, was für dich wichtiger ist: Deine Loyalität mir                  gegenüber, der Goldenen Frau, oder dem, was du für                              Gerechtigkeit hälst?"               Ich schlucke, danke der Göttin für die Gnade meines Lebens                und sage: "Meine Goldene Frau, Ihr geht mir über alles, doch                nicht über die Gerechtigkeit der Großen Göttin."Ihre Einstellung ist nicht ganz die meine, aber muss es ja auch nicht, denn es ist eine Geschichte.Die Anschauung der Hexen jedoch, würde mich sofort zu den Rebellen überlaufen lassen, die die Gleichberechtigung der Männer und Frauen wollen. Aber ich kenne es ja nicht anders ;) Alle Charaktere sind sehr gut beschrieben und ich hatte von jedem ein genaues Bild im Kopf.Adrian hat es natürlich auch mir angetan, aber nicht nur er. Auch Mirja hatte ich sofort in mein Herz geschlossen, mit ihrer realistischen und doch leicht träumerischen Art, die nicht nur eine gute Kämpferin ohne Magie war. Frech, selbstbewusst und wunderschön.Der Anfang ist weniger actionreich, jedoch bekommt man sehr viele Informationen dafür. Ein paar Passagen ziehen sich ein wenig.Ich muss zugeben, ich dachte bis zur Hälfte, dass mich nun nicht wirklich mehr etwas überraschen kann. Oh, wie habe ich da falsch gelegen.So viele Überraschungen! Ereignisse überschlagen sich und die Geschichte nimmt eine Wendung, mit der ich nie gerechnet hätte.Die Annalen, die in dem Buch zu finden sind, tragen zum Verständnis der Gründung des goldenen Reiches bei, was mir erst nach und nach bewusst wurde, da ich sie zuerst als unwichtig eingestuft habe und auch nichts damit Anfangen konnte.Die Paragraphen, welche nach den Annalen folgen, fand ich sehr interessant. Sehr gut durchdacht und es wurde darin alles geregelt, was es zu regeln gab.Die Autorin hat es geschafft, dass ich in der Geschichte versinken konnte und die eine oder andere Träne vergossen habe. Ja, ich bin ein wenig sensibel bei solchen Sachen.Am Schluss war ich durchaus sprachlos, denn ich hatte ein etwas anderes Ende im Sinn. Absicht oder nicht? Wer weiß …Ich hoffe jedoch, dass die Geschichte doch noch irgendwann weitergeht!Fazit: Eine sehr schöne, einnehmende Geschichte über eine andere Welt, die ich so nicht erwartet hätte. Sie war sehr erfrischend, mit Humor, einem guten Schreibstil, einem interessanten Thema und einmal etwas ganz Anderes als das, was ich bis jetzt kenne.

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  • Ich liebe dieses Buch

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Manuela_Pfleger

    Manuela_Pfleger

    18. April 2017 um 08:50

    Über die Hauptprotagonistin:Hallo, ich bin Helena, geboren als Tochter einer sehr mächtigen Hexe. Aufgewachsen in einem Dorf bei meiner Mamu (meine Großmutter) und meinem Bruder Richard. Ich lebe in einer Zeit, in der Hexen an der Macht stehen und Männer uns untergeordnet sind. Als Kind habe ich nicht so wie meine Freundin Amelie die Zeit dem Erwecken der Magie entgegen gefiebert, aber wie es dann so war, änderte sich mein Leben.Als die zweite Gardenoberin bin ich tätig und alles läuft für mich sehr zufrieden. Leider wird unsere Welt auch durch Rebellen und Verräter gestört, die sich unserer Ordnung widersetzen. Eines Tages werde ich selbst von mir untergeordneten Gardistinnen des Verrats verdächtig und wurde verhaftet. Du willst wissen, wie es weiter geht? Dann würde ich Dich bitten, dieses Buch zu lesen. "Meine Mutter kümmerte es allerdings wenig, was die Goldene Frau sagte oder die Silberne oder die Bronzene oder alle anderen, die in der politischen Hackordnung unseres wunderbaren Landes danach kamen."Seite 8Meine persönliche Meinung:Das Cover passt meine Meinung perfekt zur Geschichte und ist sehr mystisch und fantastisch. Der Schreibstil von Monika Loerchner ist für manche vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch empfinde ich den Schreibstil leicht und flüssig geschrieben, mit einer Sprache zwischen Mittelalter und heute. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, als würde ich neben der Autorin sitzen und ihr voller Spannung zuhören. Die Protagonisten und Handlungsplätze sind sehr gut und detailreich geschildert und in Helena konnte ich mich sofort hinein versetzen. Ich habe mit Helena mitgefühlt, geweint, gelacht und ihre Aussprache bei den Dialogen gefiel mir sehr gut. Die Geschichte ist in drei Teilen aufgeteilt. Zwischen den Kapiteln bekommt man im zweiten Teil Annalen des goldenen Reiches erzählt. Im dritten Teil die Paragraphen des goldenen Reiches. Wie es zur Geschichte selber genau passt, muss man selber heraus finden ;) In dem Buch handelt es sich sowohl um "Politik" (aber nicht im realen Sinn), Macht, Liebe, Magie, Schmerz, Verlust und Verrat. Als Leser wird man in eine düstere aber auch magische Welt verführt und man darf mit Helena eine fantastische Reise machen. Ich habe mir ehrlich gesagt etwas völlig anderes erwartet, aber wurde hier sehr positiv überrascht.Das Genre würde ich hier persönlich zwischen Fantasy und historischer Roman betrachten. Mein Fazit:"Ein sehr gelungener Roman von Monika Loerchner, der in einer Welt zwischen Hexen, Mittelalter und Fantasy spielt, mit einem Touch von historischem Hintergrund. Spannend, leicht zu lesen und macht Lust auf mehr." 

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  • Rezension: Hexenherz

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    MissOptimismus

    MissOptimismus

    08. April 2017 um 17:00

    Monika Loerchner: HexenherzInhaltAlle Frauen haben das Talent Magie zu wirken. Sie müssen nur erweckt werden. In dieser Welt herrschen die Frauen und die Männer gehorchen. Helena ist Gardistin in dieser Welt und verfolgt mit Leidenschaft die Rebellen, doch plötzlich befindet sie sich mitten unter ihnen. Wird dies ihre Perspektive auf ihre Welt verändern?Meine MeinungDieses Buch liest sich sehr mitreißend. Ich konnte es fast gar nicht aus der Hand legen. Die Welt ist angelehnt an unsere Welt nur hat sie sich eben mit Magie entwickelt und mit Frauen, die die Macht inne haben. Es ist sehr interessant zu sehen, wie Frauen handeln wenn sie mächtig sind. Genauso wie mächtige Männer. Manche Verantwortungsbewusst andere nutzen nur ihre Vorteile und treten auf die Schwachen. Diese Welt hat ein paar interessante Berufe hervorgebracht, wie die Gehwegbeschleiniger. Insgesamt ist die Welt sehr liebevoll und detailiert entwickelt und beschrieben worden. Es blitzen immer wieder Zusammenhänge zu unserer Welt durch.Helena, der Hauptcharakter, ist nicht unbedingt der symphatische Held, aber sie bleibt sich immer treu. Auch wenn ich mir an manchen Stellen eine andere Handlungsweise gewünscht hätte, passt es doch immer verdammt gut zu ihrem Charakter. Auch zum Schluß wählt sie nicht das Happy End für sich, obwohl sie durchaus glücklich werden wird.Dieses Buch hat alles was eine fasselnde Geschichte ausmacht: Hass, Liebe, Verrat, Vertrauen, Freunde, Feinde, Probleme, Lösungen. Wer es in die Hand bekommt, sollte unbedingt einen Blick wagen.FazitDieses Buch eignet sich für jeden Fantasyleser, der bereit ist einen kritischen Blick auf Herrschaftssysteme zu werfen und den Leben einer konsequenten Frau zu folgen.

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  • [5+/5] WOW, einfach wow!!! Unkonventionell und großartig

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Marysol14

    Marysol14

    31. March 2017 um 12:23

    Grandioser Roman, historisch, phantastisch und dystopisch zugleich, voller Stärke und Unkonventionalität - sowohl bei Handlung und Aufbau, als auch bei den Charakteren. Unbedingt lesen!!! Zur vollständigen Rezension: http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2017/03/hexenherz-eisiger-zorn.html Immer auf der Suche nach ungewöhnlichen Büchern, konnte ich dem Rezensionsangebot der Autorin unmöglich widerstehen! Und ja, dieses Buch ist grandios, besonders und unkonventionell!! Warum?  wegen der scheinbar "verkehrten" Welt - Matriarchat statt Patriarchat, Vielfalt und Diversität der Charaktere - ohne, dass es thematisiert wird oder Hauptaugenmerk des Buches ist, sind die Figuren unterschiedlichster Nationalität und Hautfarbe, Bi- und Homosexualität wird als die Normalität dargestellt, die sie ist, endlich mal ein Fantasyroman, der ohne Lovestory auskommt!, ungewöhnlich taffe Protagonistin, bei der die beinahe grausamen Seiten die meiste Zeit überwiegen und die dennoch für das Richtige kämpft, kein typischer Handlungsverlauf mit fulminantem Endkampf und Sieg über "das Böse", kein klassisches Happy End   Ganz ehrlich, dieses Buch sollte einfach jeder Fantasy-, Dystopie- und Jugendbuchleser lesen!!! Nicht nur erschafft Monika Loercher eine vollkommen neue Welt, sie arbeitet sie detailverliebt* und bis ins Kleinste aus - Einträge aus den Geschichtsbüchern des Goldenen Reiches, ja sogar Gesetzesartikel ergänzen die Geschichte, immer wieder schafft sie eine geniale Verdrehung unserer Geschichte, eine Art "was wäre wenn". Auch, wie die Unterdrückungen, Vorurteile und Ausbeutungen der Frauen in jahrtausendelanger Geschichte umgedreht und auf Männer projiziert werden, dabei aber nur beiläufig angesprochen werden... großartig! Mit Helena haben wir eine regimetreue Soldatin, die im Laufe des Buches zwar Ungerechtigkeiten im System erkennt und beheben möchte, dennoch nicht von ihren Maximen weicht und somit nicht zur Widerstandskämpferin (wie man sie aus unzähligen Dystopien kennt) wird. Ich fand es unheimlich faszinierend, wie kämpft, zweifelt und zerbricht, dabei jedoch stets ihre bewundernswerte Stärke behält und eine feministisches Vorbild ist. Begeistert war ich vom Ende, von ihren Entscheidungen...  Die Autorin hat übrigens verraten, dass sie grundsätzlich noch mehr aus dem Goldenen Reich erzählen möchte, Helenas Geschichte aber vorerst abgeschlossen ist und sie frühestens in einem dritten Band wieder zur Protagonistin werden könne. Finde ich klasse, denn dieses Ende ist aussagestark und bedarf erstmal keiner weiteren Ausführungen, andere Charaktere (z.B. was aus Marzenna wird) hätten jedoch bestimmt viel zu erzählen... Faszinierend an diesem Buch ist auch der Aufbau, bzw. die Art, wie sämtliche Handlungsfäden zusammenlaufen: Zu Beginn wird viel geschildert und erzählt, wenig erklärt. Selbst vermeintliche "Kleinigkeiten", wie warum Helenas Mutter lieber einen Sohn wollte oder wie Helena doch noch zu ihrer Magie kam, werden zuerst einmal nur in den Raum gestellt, im Laufe der Geschichte aber geschickt eingewebt und aufgelöst, sodass nicht nur der Haupthandlungsverlauf Spannung aufbaut, sondern zugleich auch eine diffuse Hintergrundspannung. Dadurch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und wurde immer wieder überrascht, irregeleitet und geschockt. Und ja, das Goldene Reich ist brutal, grausam und ungerecht... und dennoch hat es etwas befriedigendes, wie Frauen nun das Sagen haben, Männern ihre Grenzen aufzeigen und beweisen, wie viel sie drauf haben. Die Autorin hat es hier gekonnt vermocht, die Ungerechtigkeit der Ungerechtigkeit aufzuzeigen und dennoch ein starkes, bestärkendes Buch zu schreiben. Hut ab!!! *Sogar kleinste Anpassungen in Sprichwörtern und Redensarten ("ach Frau...") und Verweiblichung vieler Dinge (die Mondin) nimmt die Autorin vor.

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  • Interessante Idee

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Vanessa-v8

    Vanessa-v8

    24. March 2017 um 20:07

    Die Hauptperson Helena war mir am Anfang noch recht symphatisch, jedoch verminderte sich diese Sympathie zu ihr mit jedem Kapitel. Sie ist unbelehrbar, kaltherzig, lieblos und egoistisch. Nur vereinzelt gab es Szenen in denen man noch an das Gute in ihr glauben konnte. Leider konnte ich deswegen ihre Handlungsweisen oft nicht verstehen und wäre Sachen ganz anders angegangen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, sodass man über die Seiten nur so fliegen konnte. Bildlich vorstellen konnte man sich die Szenen auch fast immer, nur die äußerliche Beschreibung von Personen hat mir öfters gefehlt. Die Spannung in dem Buch wurde auch gut aufrechterhalten. Immer wieder gab es neue Wendungen, die man nie vorhergesehen hätte. Die Idee von einer Gesellschaft, in der die Frauen der Magie mächtig sind und hoch über den Männern stehen, gefällt mir sehr gut. Es war sehr interessant Mal das Gegenteil von unserer Welt zu sehen, in der meistens die Frauen unterdrückt wurden. Diese Gesellschaft mit all seinen Normen, Pflichten und Regeln wurde sehr aufwendig erdacht. Vor jedem Kapitel gibt es eine Seite, in der man Stück für Stück die Geschichte des Hexenreiches kennen lernt. Später im Buch wurden vor jedem Kapitel sogar einzelne Paragraphen aus dem dortigen Gesetzesbuch abgedruckt. Das Buch hat wirklich sehr gute Ansätze, und die Idee dieser Gesellschaft finde ich auch fantastisch, genauso wie die Umsetzung dessen. Doch leider hat die mir unsympathische Hauptperson eine Chance auf mein neues Lieblingsbuch verwirkt. Ich finde es wirklich schade, dass dieser ganze Aufwand für die Erfindung dieser neuen Welt, durch nur eine Person zunichte gemacht wurde. Trotzdem gibt es von mir 3,5(~4) von 5 Sternen.

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  • Wenn sich die Frauen über die Männer erheben...

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    annlu

    annlu

    23. March 2017 um 21:24

    „Nein, Helena. Hör mir doch mal zu! Es muss doch einen Weg geben, wie wir alle zusammenleben können: Menschen mit Magie und ohne, Frauen und solche, die unfruchtbar sind und keine Magie in sich tragen. Großmütter und... Männer.“ Die Hexe Helena ist in einer Welt aufgewachsen, in der Frauen das Sagen haben. Durch ihre erweckte Magie herrschen sie in großen Teilen Europas über die Jungen, Alten und Männer. Ein einschneidendes Erlebnis in ihrer Jugend – die Zerstörung der Magie ihrer Freundin durch die Rebellen – hat sie zu einer erbitterten Kämpferin des Systems gemacht. Dies ändert sich schlagartig, als ihr jüngerer Bruder zu ihr ins Grenzlager kommt und ihr eröffnet, dass er den Rebellen beitreten will. Der Umstand, dass sie seinen Verrat nicht meldet, wird von einer Rivalin ausgenutzt und Helena wird verhaftet. Ihr wird die gemeinsame Flucht mit einem Flüchtlingsjungen ermöglicht, den sie nicht versteht. Als die Beiden auf Rebellen treffen, rettet ihr der Zufall und die Tatsache, dass sie zur Zeit ihrer Tage keine Magie ausüben kann, das Leben. Sie beschließt, sich der Rebellengruppe anzuschließen, um ihren Verrat wieder gut zu machen und sie der Herrscherin ausliefern zu können. Die Geschichte lässt sich locker lesen. Der erste Abschnitt beschreibt Helenas Kindheits- und Jugendjahre und bringt einige Einblicke in die Gesellschaft. Wie es zu dieser kam, wird durch die nach jedem Kapitel eingefügten Annalen des Goldenen Reichs erklärt. Aus der guten Absicht heraus, die Menschen aus den Fängen der Inquisition zu retten hat sich ein System entwickelt, das der frauenunterdrückenden Vergangenheit an Geringschätzung und moralisch bedenklichen Regeln in nichts nachsteht. Hier sind es nun aber die Männer und die gebärunfähigen Frauen, die die unterste Stellung einnehmen. Die Gesellschaft basiert auf strenger Hierarchie und von oben weitergegebenen Befehlen, die nicht hinterfragt werden dürfen. Wie gut die Indoktrinierung funktioniert zeigt Helena am eigenen Leib. Gegen ihre Verhaftung lehnt sie sich nicht auf, denkt selbst, dass sie Verrat begangen hat. Auch die Rebellen sieht sie als Verräter und will sie der nicht vorhandenen Gnade der Goldenen ausliefern. Sie scheint die Fähigkeit verloren zu haben, in ihnen Menschen zu sehen. Obwohl sie mir durch ihre abfälligen Gedanken teilweise unsympathisch war, konnte ich die bedingungslose Hingabe durch ihre Vergangenheit verstehen. Die Rebellen denen Helena begegnet sind zwar freundlich zu ihr, dass das aber nicht immer der Fall ist, wird schon früh klargestellt. Dass ihrer Freundin die Magie entzogen wurde, indem sie ihrer Gebärmutter beraubt wurde, fand ich sehr grausam. Der Sprung vom ersten Abschnitt und diesem Ereignis zu den aktuellen Handlungen beträgt zwar über zehn Jahre, Helena konnte aber nicht vergessen. Im Gegenteil nährte sie ihre Wut und hat damit in diesem Teil der Geschichte wenig gemein mit der lebensfrohen Jugendlichen aus dem ersten Abschnitt. Nicht einmal ihrem Bruder gegenüber zeigt sie Zuneigung. Umso netter fand ich ihr Aufeinandertreffen mit dem jungen Mojserce. Obwohl sie und das Kind sich nicht verständigen können, zeigt er ihr seine Zuneigung, auf die sie vorerst nicht weiß, wie sie reagieren soll. Den dritten Teil der Geschichte fand ich insofern brutaler, als dass er die Charaktere in die Hauptstadt des Reiches führt. Hier werden die Regeln und Gesetze, die nun den Part der Annalen übernehmen und die Ungerechtigkeiten rechtfertigen, jeden Tag gelebt. Grausam sind nicht sosehr die einzelnen Handlungen, als vielmehr die Institutionalisierung der Unterdrückung. Helena selbst zeigt sich mit vielen der Gesetze einverstanden, wenn sie sich auch gegen unnötige Bösartigkeiten stellt. So zeigte sie einiges Gedankengut, das ich überhaupt nicht gutheißen konnte, war dann aber wieder ihren Freundinnen und dem Jungen gegenüber nett, sodass ich ihr nie lange böse sein konnte. Neben Helenas ambivalenten Charakter war es die Handlung und das Setting, die mich überzeugen konnten. Unfreundliche Welten sind mir in mehreren fantasy-Geschichten begegnet. Diese aber schaffte es, mich über Moral und Wertvorstellungen nachdenken zu lassen, ohne dabei belehrend zu wirken. Auch entsprach der Fortgang der Geschichte nicht dem, was ich man sich vielleicht erwarten hätte können – Helena ändert sich nicht von einem Moment zum nächsten und entspricht damit dem Klischee der Systemunterwürfigen, der plötzlich die Augen geöffnet werden. Viel zu sehr lebt und liebt sie dazu den Glauben, der ihre Person ausmacht. Umso realistischer fand ich ihre Entscheidungen und Gedanken. Fazit: Die Geschichte spielt nicht in einer heilen Welt, will vielmehr auf Unrecht hinweisen, ohne dass sie dabei mit Schuldzuweisungen um sich wirft. Helenas Charakter war passend gewählt. Sie macht es dem Leser zwar nicht immer leicht sie zu mögen, zeigt dafür aber umso besser, wie tief das System einen Menschen beeinflussen kann. Hervorragende Idee und Umsetzung!

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  • eine ungewöhnliche Idee

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Letanna

    Letanna

    15. March 2017 um 16:01

    Die Hexe Helena dient in der Garde und ist der höchsten Hexe, der Goldenen Hexe treu ergeben. Aber dann gerät sie in eine missliche Lage und muss fliegen. Auf ihrer Flucht tritt sie auf die Rebellen und schließt sich ihnen an, ohne das die Rebellen ahnen wer sie ist. Jetzt muss sie sich entscheiden, ob sie diese verrät oder ihre Herrscherin.Die Autorin entführt uns in eine alternative Realität mit ihrem Buch. In ihrer Welt regieren die Hexen und die Männer müssen sich unterordnet. Die Grundidee fand ich sehr interessant. Eine Welt, die von Frauen regiert wird, die alle magische Fähigkeiten haben, fand ich sehr ungewöhnlich. Vor jedem Kapitel gab es einen geschichtlichen Rückblick, der dem Leser näher bringt, wie diese Gesellschaft entstanden ist. Das ganze war gut durchdacht und wird auch sehr spannend erzählt. Die Handlung wird aus der Sicht der Hexe Helena erzählt. Helena ist kein einfacher Charakter und mir ist es oft schwer gefallen, sie zu mögen, denn sie wirkt auf den Leser oft mürrisch und unfreundlich. Außerdem ist sehr staatstreu und hält an ihren Werten fest, was für mich als Leser nicht immer nachvollziehbar ist. Im Laufe der Handlung macht sie zwar eine Wandlung durch, nur geht dieser eher langsam vonstatten.Natürlich ist auch in Helenas Welt nicht alles so perfekt wie es zuerst scheint. Es gibt Intrigen und auch jede Menge Geheimnisse und Helena steckt zwischen den Fronten.Auch wenn mir Helena nicht immer sympathisch war, hat mich die Geschichte sehr gefesselt. Von gibt es 8 von 10 Punkte

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  • Super Buch!

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Waldi236

    Waldi236

    10. March 2017 um 13:52

    Klappentext:"Der Platz von euch Männern ist eben unter uns Frauen.  Das ist keine Ungerechtigkeit, sondern nach dem Wille der Göttin die natürliche Ordnung der Dinge. Und wir tun alles, um euch Männer zu beschützen!"Europa, 1466: Als die Hexenverfolgung immer weiter um sich greift, schreitet die bisher geheime Elite der Hexen ein und offenbart: jede Frau ist der Magie fähig!550 Jahre später wächst die junge Hexe und staatstreue Gardistin Helena in einer Gesellschaft heran, in der die Vorherrschaft der Frauen unumstößlich scheint. Sie träumt davon, weiter im Dienst der höchsten Hexe, der Goldenen Frau, aufzusteigen. Doch als sie Opfer einer Intrige wird und fliehen muss, gerät sie in die Gänge von Rebellen. Denn auch das stärkste Regime hat seine Fehler - und seine Feinde ...Cover und Titel:Das Cover ist sehr düster gestaltet und das Frauengesicht erinnert an religiöse Darstellungen. Aufgrund des Covers würde ich dieses Buch nicht kaufen. Da hätte man meiner Meinung nach mehr herausholen können.Der Titel ist sehr passend und lässt schon durchscheinen, um was es geht ohne zu viel zu verraten.Meinung:Der Autorin gelingt es von Anfang an den Leser zu fesseln.Im Wesentlichen gibt es im Buch nur eine Protagonistin: Helena. Die anderen zahlreichen Personen sind alles mehr oder weniger Randfiguren.Helena ist keine Person, die ich von Anfang an gemocht habe. Anfangs erscheint sie kühl,egoistisch und berechnend. Entwickelt sich dann aber zunehmend zu einer sympathischen jungen Frau.Der Schreibstil der Autorin ermöglicht es dem Leser jederzeit die handelnden Personen zu verstehen. Nichts erscheint übermäßig konstruiert. Die zahlreichen Details in der Geschichte lassen den Leser ganz in die fremde Welt der Hexen eintauchen.Fazit:"Hexenherz - Eisiger Zorn" basiert auf der Idee, die Welt von Frauen regieren zu lassen. Warum auch nicht? Ein durchaus interessanter Ansatz. Das Buch ist bis zu letzten Seite spannend und nicht vorhersehbar, auch wenn es immer wieder kleine Andeutungen gibt, wie es wohl enden könnte.Mir hat das Lesen sehr viel Spaß gemacht und deshalb gebe ich volle 5 Sterne :-) 

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  • Ein interessantes Buch, das bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen hat

    Hexenherz - Eisiger Zorn
    Flaventus

    Flaventus

    05. March 2017 um 09:35

    Interessant: Eine Welt, in der die Frauen, die im Mittelalter als Hexen angeklagt wurden, gemerkt haben, dass sie tatsächlich magiebegabt sind. Interessant, dass diese Magiebegabung mit der Fruchtbarkeit der Frau einhergeht. Ist sie nicht fruchtbar, ist sie noch nicht oder nicht mehr magiebegabt. Interessant, dass die Frauen die Macht in Europa übernommen haben. So werden nicht nur die Frauenquoten der Neuzeit hinfällig, sondern der Leser wird sogleich damit konfrontiert, wie die Welt aussähe, würden sie nicht von Männern in Führungsebenen dominiert. Keine Weiterentwicklung? Okay, nein, letzteres irgendwo dann doch nicht. Denn während ich das Buch gelesen habe, so ist mir nie die Frage aus dem Kopf gegangen, warum sich die Welt innerhalb von 500 Jahren kaum verändert hat. Denn das Buch ist 2004 angesiedelt, liest sich aber wie ein Mittelalterroman.Auch wenn es magiebegabte Hexen sind, die ab dem 16. Jahrhundert die Herrschaft in Europa an sich gerissen haben und vermutlich so manche Erfindung hinfällig wurde, weil es sich einfach erzaubern lies, so klingt es wenig wahrscheinlich, dass das Streben der Menschen nach Verbesserung vollständig eingedämmt wurde.Hinzu kommt, dass nur Europa von den Hexen beherrscht wird. Die anderen Kontinente nicht. Das passt in meinen Augen nicht. Rein gedanklich hat dieser Roman irgendwo im 17. Jahrhundert gespielt, denn von der Beschreibung her passt er genau dorthin. Zudem wird nur an sehr wenigen Stellen darauf hingewiesen, dass er 300 Jahre später spielen soll, so dass der Umstand schlussendlich nur ein bisschen gestört hat. Licht und Schatten Das Buch bleibt während der gesamten Erzählung bei der Hauptprotagonistin Helena, die aus der Ich-Perspektive den Leser mit in diese andere Welt mitnimmt. Vor allem der Einstieg in die neue Welt ist recht gut gelungen (wenn man von dem eingangs erwähnten Gefühl absieht). Dem Leser wird recht anschaulich und gut diese doch so andersartige Welt präsentiert.Helena als ranghohes Mitglied der Garde wird Opfer einer Intrige und muss fliehen. Auf ihrer Flucht gerät sie in die Fänge von Rebellen, die sie in ihre Gemeinschaft aufnehmen. Dieser Part ist ebenfalls sehr lesenswert und mit zahlreichen Anspielungen gespickt, die auf einige Wendungen in der Geschichte hindeuten. Die dann aber ausbleiben. Wodurch ich etwas irritiert war. Sichtweisen So kann ich schon fast sagen, dass die ausbleibenden Wendungen und die gewisse Vorhersehbarkeit in der Geschichte die größeren Überraschungen waren. Ebenfalls etwas störend war die Denkweise der Hauptprotagonistin. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, was mich an ihrem Verhalten gestört hat. Bis ich drauf gekommen bin: sie ist das in der Rangfolge zweithöchste Mitglied in einer Garde, die als recht ruppig und rauh beschrieben wird. Helena verhält sich mal so, aber dann sehr oft wieder nicht.Manchmal denkt und verhält sie sich wenig nachvollziehbar und für mein Gefühl zu naiv, um ein derart hohen Rang in dieser beschriebenen Welt zu belegen. Das passte irgendwie nicht zusammen.Ebenfalls gut begonnen hat der Wechsel zwischen den Zeiten. Mit kleinen Rückblenden am Anfang eines Kapitels wird auf die Geschichte Europas zurückgeblickt und wie die Kirche und die Männer an Macht und Einfluss verloren haben. Diese Rückblenden enden allerdings Ende des 17. Jahrhunderts und es treten an diese Stelle Gesetzestexte, die seither gelten. Allerdings sind die Gesetze zum Teil zu stark überzogen und wirken etwas unpassend. Fazit Das Buch hat einen zwiespältigen Eindruck bei mir hinterlassen. Es hat gut und stimmig begonnen und ich als Leser habe sehr gut in die Geschichte finden können. Dass sie sich liest, als würde sie im 17. und nicht im 21. Jahrhundert spielen, habe ich schnell vergessen. Die ersten zwei Drittel des Buchs sind wirklich gut geschrieben.Aber dann lässt die Geschichte nach. Wendungen bleiben aus, einige Unstimmigkeiten im Verhalten der Protagonisten und der Weltbeschreibung dämmen das Lesevergnügen dann doch stark ein. Und haben bei mir ein Gefühl hinterlassen, dass die Geschichte irgendwie unrund ist.Bei der Bewertung habe ich geschwankt zwischen einer Empfehlung für Genrefans (drei Sterne) und einer für unterhaltsame Lesestunden (vier Sterne). Es liegt irgendwo dazwischen. Es ist das Ende, das mich wieder etwas versöhnlich mit der Geschichte werden lässt und das Quäntchen auf der Waage ist. Ein Ende, das erklärt, was wirklich die Triebfeder der Rebellen ist und wo die eigentlichen Ängste der Obrigkeit liegen. Schlussendlich spreche ich eine Leseempfehlung aus.

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  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin
    leucoryx

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 26.07.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                 13                           22                      59,00€PollyMaundrell                     10                           60                     34,00€Kirschbluetensommer      184                         181                    31,00€ annlu                                        62                         100                   176,00€Nelebooks                            773                        703                   79,10€ulrikeu                                      81                          50                    19,00€Oanniki                                    28                          38                      22,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     68,00€ Kurousagi                             298                        251                     -4,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€

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