Monika Maron Ach Glück

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Inhaltsangabe zu „Ach Glück“ von Monika Maron

Ein gelungenes Leben, gibt es das? ›Ach Glück‹, Monika Marons neues Buch, ein Roman von großartiger Subtilität und Weisheit, folgt dem unmerklichen Auseinanderdriften zweier Lebensspuren. Ob dies nun der von Johanna insgeheim herbeigesehnte Neuanfang ist oder einfach nur ein Aufbruch, als sie kurzentschlossen dem Lockruf der alten russischen Aristokratin Natalia Timofejewna nach Mexiko folgt, weiß sie selbst nicht. Während sie in 10.000 Meter Höhe erwartungsvoll einer fremdartigen Welt entgegensieht, vielleicht der Begegnung mit der legendären Leonora Carrington, jener wunderbar-verrückten surrealistischen Künstlerin, irrt Achim in Berlin ziellos zwischen den gewohnten Plätzen und Ritualen umher, bedrängt von der Frage, was Johannas Flucht zu bedeuten hat und wie die seltsame Verwandlung seiner Frau mit jenem schwarzen zotteligen Hund zusammenhängt, den sie eines Tages angebunden an einem Abfalleimer an der Autobahn fand und mitnahm. Ach Glück, sagt Johanna.

Über die Resignation der mittleren Jahre und wie man ihr vielleicht entkommen kann. Ermutigend.

— alasca
alasca

Über eine Ehe, die langweilig ist und über eine Frau, die unbedingt was neues erleben muss. Und die Frage,ob eine Reise eine Ehe retten kann

— hexhex
hexhex

wunderbar erzählt aus den Perspektiven der Frau und des Ehemannes, humorvoll und nachdenklich stimmend

— RitaKoenig
RitaKoenig

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  • Frage zu "Ach Glück" von Monika Maron

    Ach Glück
    paulinchen

    paulinchen

    Noch zu dem Buch " Ach Glück" - was könnte uns dieses Titelbild des Buches sagen wollen ?
    Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen, aber ich finde keinen richtigen Zusammenhag mit dem Titelbild !
    Danke im voraus für die Antwort.

    • 3
  • Rezension zu "Ach Glück" von Monika Maron

    Ach Glück
    Rock-n-Roll

    Rock-n-Roll

    29. October 2010 um 10:00

    Ein Buch in dem nicht viel passiert - es geht um verpasste Chancen im Leben einer Frau, Johanna, und die Frage, die sich wohl jeder von uns mal gestellt hat: was wäre gewesen wenn. Johanna, scheinbar glücklich verheiratet, aber ihre ganze Energie und Liebe steckt sie in die Pflege eines Hundes, den sie gefunden hat. Ihren Mann macht das stutzig, allerdings stellt sich bald heraus, dass er an ihrem Unglück nicht ganz unschuldig ist, zumindest hat er allem Anschein nach keine rechte Lust etwas zu ändern - Kritik prallt an ihm ab - oder die verbleibenden gemeinsamen Jahre zusammen zu gehen. Johanna beschließt nun im Alter von über 50 endlich etwas für sich zu tun, ihr Glück in Mexiko zu suchen. Das Lesen lohnt sich schon alleine wegen der vielen sehr klugen und wahren Sätze, die man in diesem Buch findet; in jedem von uns steckt auch ein wenig Johanna.

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  • Rezension zu "Ach Glück" von Monika Maron

    Ach Glück
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. March 2009 um 20:52

    „Ach, Glück.“ Das sagte Johanna schon in einem Gespräch mit dem Russen Igor, ihrer Freundin Elli und der wirbligen Nachbarin Karoline im Roman Endmoränen, als die Gedanken der Diskutierenden auf ebenjenes immer angestrebte Etwas des Lebens zusegelte. 2007 erschien dann ein Buch mit selbem Titel als Nachfolger auf Endmoränen. Die Geschichte um Johanna habe sie weiterverfolgt, schreibt Maron in Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche und auch der vertraute Leser sieht sich sofort wieder zurückversetzt in die stille, aber doch so bedrückende Lebens-Gefühls-Sinnsuchs-Problematik der Protagonistin. Der Hund, Bredow, Ausblickspunkt der Endmoränen, bietet hier die Grundlage für einen bedeutungsschweren Vergleich: Wo ist der Unterschied zwischen der Liebe eines Hundes und der eines Menschen? Gibt es ihn überhaupt? Warum fühlt Johanna nunmehr bei diesem neuen, wuscheligen Geschöpf gerade diese vollkommen natürlich Hingabe an das Leben und die sich ihm bietenden Menschen? Beantworten kann Johanna das nicht. Aber sie spürt die Möglichkeit hinter ihrer Frage. Briefe bzw. die schriftliche Kommunikation sind ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen für diesen Roman, wie das auch schon in den Endmoränen der Fall gewesen ist. Die durch das zufällige Wiedertreffen mit Igor auf der Silvesterfeier von Karoline angestiftete Hilfstätigkeit in seiner Kunstgalerie, münden in einen Briefwechsel zwischen Johanna und der alternden Fürstenfreundin Igors, Natalia Timofejewna, die eine Zeitungsnachricht um Leonora Carrington, einer alten Bekannten aus Pariser Zeit, nach Mexiko City getrieben hatte. „Neulich als ich nicht schlafen konnte, hab ich in Mariannas deutschen Zeitschriften gelesen, die sie von ihren Freundinnen bekommt und an andere Freundinnen weitergibt. Deutschland ist fern, und hier ist es gleichgültig, wie alt die Zeitungen sind“, schreibt diese ferne Unbekannte, deren Vertraulichkeit „Johanna als unangemessen, auf jeden Fall verfrüht“ (S. 130) empfindet. Und doch, Johanna ist auf dem Weg nach Mexico City, auf dem Weg zu anderen Geschichten, auf dem Weg, um Hilfestellung bei der Suche nach Leonora Carrington zu geben. Vielleicht auch auf dem Weg in eine andere Zeit, in ein Leben, kurzfristig in die Gegenwart einer Frau, die Leben führt, in der es gleichgültig ist, wie alt die Zeitungen sind. Der Vergleich zum Vorgänger bleibt nicht aus, bauen die hiesigen Geschehnisse ja ganz klar auf dem auf, was sich auch in den Endmoränen schon findet. Hier schlägt sich jedoch eine gänzlich andere Realität nieder. Diese Realität ist nicht mehr so gefangen in dem ewig Gleichen und dem damit verbundenen Gefühl der Akzeptanz. Nein, hier findet sich der Aufbruch. Und wie der Wurf eines Steins ins Wasser noch lange Kreise zieht, bildet auch jener Steinwurf, der Hund Bredow, vielleicht war er es aber auch gar nicht – und alles hatte schon ein wenig früher eingesetzt, die Grundlage für diesen Roman, der infolgedessen so einige Perspektiven in sich vereint. Vor allem aber die Beziehung zwischen Johanna und Achim, der hier auch in die Rolle des Erzählers gerät, ausleuchtet. „ ‚Fassen Sie sich ein Herz‘, hatte Natalia geschrieben, ‚fassen Sie sich ein Herz, meine Liebe, und kommen Sie her. ‘ Wenn das so einfach ginge, dachte Johanna, sich ein Herz fassen; irgendein kräftiges, abenteuerlustiges Herz, das einem Vorübergehenden in der Brust schlug, fassen und für sich selbst weiterschlagen lassen.“ Damit wird die ganze Dramatik, die stoffliche Grundlage des Romans schlagartig klar: Wird Johanna sich ein Herz nehmen können? Wir wissen nun, dass sie sich auf dem Weg nach Mexiko City befindet. Aber wie wird sie es machen und wie sich dabei fühlen? Rührend ist dabei der Stil dieses Buches, welcher zwischen der Stimme Johannas und Achims hin- und herwechselt, die Vergangenheit fast mehr beleuchtet als das, was gerade geschieht. Aber resultieren doch die gegenwärtigen Dinge aus dem, was sich in so langen Jahren einer Ehe, in der für Johanna Achim nur noch der Rücken zur Welt ist und Achim sich erst jetzt zu Wort meldet, eigene Gedanken bekommt, jetzt erst, vorher schien er sie auch nicht zu haben. Wundervoll sind auch die in von Satz zu Satz und Betrachtung zu Betrachtung fliegenden Worte, die eine für den Roman unabdingbare Atmosphäre schaffen: Ungewissheit. Mit dem Leben, der Liebe, der Welt sowieso. Da bleibt der Gedanke an den Hund, der sich dem hingibt, was sich ihm bietet. Und es bleibt dieser wunderbare Stil einer Autorin, die sich auch mit der Fortsetzung der Endmoränen im Thema treu und in der Ausführung gleichbleibend genüsslich geblieben ist.

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  • Rezension zu "Ach Glück" von Monika Maron

    Ach Glück
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. March 2009 um 20:36

    „Ach, Glück.“ Das sagte Johanna schon in einem Gespräch mit dem Russen Igor, ihrer Freundin Elli und der wirbligen Nachbarin Karoline im Roman Endmoränen, als die Gedanken der Diskutierenden auf ebenjenes immer angestrebte Etwas des Lebens zusegelte. 2007 erschien dann ein Buch mit selbem Titel als Nachfolger auf Endmoränen. Die Geschichte um Johanna habe sie weiterverfolgt, schreibt Maron in Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche und auch der vertraute Leser sieht sich sofort wieder zurückversetzt in die stille, aber doch so bedrückende Lebens-Gefühls-Sinnsuchs-Problematik der Protagonistin. Der Hund, Bredow, Ausblickspunkt der Endmoränen, bietet hier die Grundlage für einen bedeutungsschweren Vergleich: Wo ist der Unterschied zwischen der Liebe eines Hundes und der eines Menschen? Gibt es ihn überhaupt? Warum fühlt Johanna nunmehr bei diesem neuen, wuscheligen Geschöpf gerade diese vollkommen natürlich Hingabe an das Leben und die sich ihm bietenden Menschen? Beantworten kann Johanna das nicht. Aber sie spürt die Möglichkeit hinter ihrer Frage. Briefe bzw. die schriftliche Kommunikation sind ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen für diesen Roman, wie das auch schon in den Endmoränen der Fall gewesen ist. Die durch das zufällige Wiedertreffen mit Igor auf der Silvesterfeier von Karoline angestiftete Hilfstätigkeit in seiner Kunstgalerie, münden in einen Briefwechsel zwischen Johanna und der alternden Fürstenfreundin Igors, Natalia Timofejewna, die eine Zeitungsnachricht um Leonora Carrington, einer alten Bekannten aus Pariser Zeit, nach Mexiko City getrieben hatte. „Neulich als ich nicht schlafen konnte, hab ich in Mariannas deutschen Zeitschriften gelesen, die sie von ihren Freundinnen bekommt und an andere Freundinnen weitergibt. Deutschland ist fern, und hier ist es gleichgültig, wie alt die Zeitungen sind“, schreibt diese ferne Unbekannte, deren Vertraulichkeit „Johanna als unangemessen, auf jeden Fall verfrüht“ (S. 130) empfindet. Und doch, Johanna ist auf dem Weg nach Mexico City, auf dem Weg zu anderen Geschichten, auf dem Weg, um Hilfestellung bei der Suche nach Leonora Carrington zu geben. Vielleicht auch auf dem Weg in eine andere Zeit, in ein Leben, kurzfristig in die Gegenwart einer Frau, die Leben führt, in der es gleichgültig ist, wie alt die Zeitungen sind. Der Vergleich zum Vorgänger bleibt nicht aus, bauen die hiesigen Geschehnisse ja ganz klar auf dem auf, was sich auch in den Endmoränen schon findet. Hier schlägt sich jedoch eine gänzlich andere Realität nieder. Diese Realität ist nicht mehr so gefangen in dem ewig Gleichen und dem damit verbundenen Gefühl der Akzeptanz. Nein, hier findet sich der Aufbruch. Und wie der Wurf eines Steins ins Wasser noch lange Kreise zieht, bildet auch jener Steinwurf, der Hund Bredow, vielleicht war er es aber auch gar nicht – und alles hatte schon ein wenig früher eingesetzt, die Grundlage für diesen Roman, der infolgedessen so einige Perspektiven in sich vereint. Vor allem aber die Beziehung zwischen Johanna und Achim, der hier auch in die Rolle des Erzählers gerät, ausleuchtet. „ ‚Fassen Sie sich ein Herz‘, hatte Natalia geschrieben, ‚fassen Sie sich ein Herz, meine Liebe, und kommen Sie her. ‘ Wenn das so einfach ginge, dachte Johanna, sich ein Herz fassen; irgendein kräftiges, abenteuerlustiges Herz, das einem Vorübergehenden in der Brust schlug, fassen und für sich selbst weiterschlagen lassen.“ Damit wird die ganze Dramatik, die stoffliche Grundlage des Romans schlagartig klar: Wird Johanna sich ein Herz nehmen können? Wir wissen nun, dass sie sich auf dem Weg nach Mexiko City befindet. Aber wie wird sie es machen und wie sich dabei fühlen? Rührend ist dabei der Stil dieses Buches, welcher zwischen der Stimme Johannas und Achims hin- und herwechselt, die Vergangenheit fast mehr beleuchtet als das, was gerade geschieht. Aber resultieren doch die gegenwärtigen Dinge aus dem, was sich in so langen Jahren einer Ehe, in der für Johanna Achim nur noch der Rücken zur Welt ist und Achim sich erst jetzt zu Wort meldet, eigene Gedanken bekommt, jetzt erst, vorher schien er sie auch nicht zu haben. Wundervoll sind auch die in von Satz zu Satz und Betrachtung zu Betrachtung fliegenden Worte, die eine für den Roman unabdingbare Atmosphäre schaffen: Ungewissheit. Mit dem Leben, der Liebe, der Welt sowieso. Da bleibt der Gedanke an den Hund, der sich dem hingibt, was sich ihm bietet. Und es bleibt dieser wunderbare Stil einer Autorin, die sich auch mit der Fortsetzung der Endmoränen im Thema treu und in der Ausführung gleichbleibend genüsslich geblieben ist.

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  • Rezension zu "Ach Glück" von Monika Maron

    Ach Glück
    hazli

    hazli

    06. February 2009 um 17:15

    Alles in allem eine schöne Geschichte über ein Ehepaar, das sich nach vielen Jahren auseinandergelebt hat.
    Die Frau fängt an, neue Wege zu gehen, während der Mann der Vergangenheit hinterhertrauert.
    Beide merken plötzlich, was für die das Glück bedeutet.
    Bei vielen Sätzen und Formulierungen sitzt man nickend über dem Buch, weil sie die Wahrheit schön eingefangen haben.

  • Rezension zu "Ach Glück" von Monika Maron

    Ach Glück
    emeraldeye

    emeraldeye

    31. March 2008 um 12:23

    "Ach Glück" ist die Fortsetzung von "Endmoränen". Die Hauptfiguren Johanna und Achim sind immer noch auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens und ihrer Ehe. Der Hund Begerow und der Russe Igor haben zumindest Johannas Leben soweit verändert, das sie sich von Igor dazu überreden läßt, nach Mexiko zu fliegen. Dort soll sie seiner Mäzenin in spe dabei helfen, eine verschollene Malerin wiederzufinden. Achim bleibt derweil in Berlin und versucht, sich darüber klar zu werden, wie sein eigenes Leben, vielleicht ohne Johanna, weitergehen soll. Ich habe schon "Endmoränen" und seine Protagonisten sehr gemocht und deshalb hat es mich gefreut, sie in "Ach Glück" wieder zu treffen. Es ist so beruhigend, schwarz auf weiß zu lesen, dass nicht nur das eigene Leben immer mal wieder auf der Standspur landet. Die beiden Hauptfiguren sind authentisch geschildert, sie lassen eine Identifikation zu. Und sie sind so wunderbar normal in ihren Wünschen, Bedürfnissen und Selbstzweifeln. Die angeblich so skurrilen und bemerkenswerten Charaktere aus vielen anderen Geschichten gehen mir ziemlich auf die Nerven. Das Leben ist nicht so. Höhepunkte sind selten. Meistens plätschert alles so dahin. Aber Monika Maron schafft es, mit ihrer entspannten Sprache zu fesseln und neugierig zu machen auf die Entwicklung ihrer Figuren. Nur das Ende enttäuscht etwas. Aber das könnt ihr selber lesen.

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