Monika Maron Animal Triste

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Inhaltsangabe zu „Animal Triste“ von Monika Maron

Die Erzählerin in diesem Roman erinnert sich zum letzten Mal an ihre Liebe, die ihr im Sommer 1990 begegnete, als sie nicht mehr jung war und noch nicht alt. Nachdem ihr Geliebter sie verlassen hat, zieht sie sich aus der Welt zurück und wiederholt seitdem die Zeit mit ihm als eine nicht endende Liebesgeschichte. Das Ende der Diktatur offenbart die Ordnung ihres Lebens als absurd, die gewonnene Freiheit fügt sich nicht mehr dem Ganzen, sondern stellt die früheren Lebensentscheidungen infrage. Die Liebe zu Franz, der jenseits der Mauer aufgewachsen ist, wird zur obsessiven Leidenschaft, die keinen Verzicht zuläßt und keine Rücksicht. Die Heldin des Romans beschwört die Liebe als letzte anarchische Sinngebung, die sich über jede Ordnung hinwegsetzt und ihre eigene errichtet.

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  • Rezension zu "Animal triste" von Monika Maron

    Animal Triste

    LiesaB

    24. February 2013 um 19:08

    Eine ca.100 jährige Frau erinnert sich an ihr Leben. An ein Leben hinter dem eisernen Vorhang, an eine Jugendliebe, die sie erst mit ca. 50 Jahren erleben durfte und das Ende dieser großen Liebe..... Monika Maron lässt ihre Protagonisten in der Ich-Form von ihrem Leben erzählen. Wir erfahren von der großen Liebe, die nach der Öffnung der Mauer in Berlin spielt. Die Sprache des Romans ist sehr sehr gut, ich denke es ist feinste Prosa, dabei zum Glück leicht zu lesen. Neben der Geschichte selbst, erzählt uns die Autorin vom Leben nach dem Krieg und vom Leben in der nicht freien Stadt Berlin. Sie nimmt uns mit in die jüngste Vergangenheit, die viele von uns miterlebt haben.

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  • Rezension zu "Animal triste" von Monika Maron

    Animal Triste

    glowinggloom

    24. January 2010 um 15:01

    Die Ich-Erzählerin dieses Romans ist 100 Jahre alt und erinnert sich. Vor 40 oder 60 Jahren hat sie ihr Geliebter verlassen. Seinen Namen und warum er sie verließ, hat sie vergessen. Sie hatte sich danach entschlossen, den Episoden ihres Lebens keine mehr hinzuzufügen und lebte von der Welt zurückgezogen. Ohnehin hätte es in ihrem Leben nicht viel gegeben, was das Vergessen nicht verdient hätte. Berge belangloser Ereignisse, die es schon nicht wert waren erlebt zu werden, will sie auch nicht mehr im Gedächtnis stapeln. So wie der Körper sich bei großem Schmerz mit einer Ohnmacht schützt, sieht sie das Vergessen als die Ohnmacht der Seele an. In kurzen Episoden erfährt man von einem tyrannischen Vater, einer mißglückten Ehe, ihrem Land, der DDR, die sie als, von einer Gangsterbande regierte, westasiatische Republik empfindet, von ihrer Arbeit als Paläontologin am Naturkundemuseum. Dort lernt sie, nach der deutschen Wiedervereinigung, einen Wissenschaftler aus Ulm kennen, der die Liebe ihres Lebens wird. Leider dauert sie nicht lange. Monika Maron ergründet mit ihrer Protagonistin das Phänomen der Liebe unglaublich eindringlich, zauberhaft beglückend in seiner Emotionalität und todtraurig in der rationalen Betrachtung. Man liest von körperlicher Anziehung, dem Körper als eigenmächtigem Akteur, Phasen der Liebe, der Zeit der reinen Dankbarkeit, der Zeit der Angst, wenn man sich verraten glaubt, dem Zustand tobender Wehrlosigkeit, Liebeskrankheit. Die Sprache der Autorin hat mir sehr gefallen; hier ein Beispiel:“Ich war zu alt, um nicht zu wissen, daß ich das landläufige Klischee von einer liebeskranken Person bis zur Lächerlichkeit erfüllte, und konnte doch nicht anders, als mich diesem Zustand ganz und gar hinzugeben. Wie ein verirrtes Insekt, das hoffnungsvoll und vergeblich wieder und wieder gegen das Fensterglas stürzt, suchte ich nach einem Weg, meiner Wehrlosigkeit zu entkommen. Franz entflogen in die Unerreichbarkeit mit einer Frau, zu der er mehr gehörte, als zu mir; sterben, dachte ich, sterben. Die Einsicht, daß gegen die mir bevorstehende Qual nur der Tod etwas ausrichten konnte, ließ mich hemmungslos in Tränen ausbrechen, so daß ich in die nächste Seitenstraße einbiegen und einen Parkplatz suchen mußte, den ich nach einigen Minuten wieder verließ, weil schwarzgelockte Kinder, die in der Nähe gespielt hatten, sich an meinem Auto versammelten und neugierig durch die Frontscheibe starrten, hinter der sie mit offensichtlichem Befremden eine nicht mehr junge, heulende Frau sitzen sahen....Daß das Unbezähmbare meiner Gefühle für Franz in ihrer Saurierhaftigkeit bestand, erkannte ich aber erst später, oder anders: Ich begriff, daß es das saurierhafte an mir war, das so liebte, etwas uraltes, atavistisch Gewaltsames, jede zivilisatorische Norm mißachtend, und nichts, was Sprache brauchte, konnte Recht haben gegen meine Liebe zu Franz.“ Der Roman vertritt die These: Man kann im Leben nichts versäumen als die Liebe und wer sie versäumt, ist ein trauriges Tier.

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  • Rezension zu "Animal triste" von Monika Maron

    Animal Triste

    emeraldeye

    31. March 2008 um 12:27

    Monika Maron habe ich erst vor wenigen Wochen entdeckt (wozu Literaturgruppen doch gut sein können...) und bin ihr sofort verfallen. Inzwischen habe ich etliche ihrer Romane gelesen und alle würde ich hoch bewerten. "Animal triste" gefällt mir persönlich am besten, weil sie die große Liebe auf eine Art beschreibt, die ihr Höhen und Tiefen zugesteht, ohne sie deshalb lächerlich oder übertrieben aussehen zu lassen. Es geschehen keine Wunder im Bett oder auf der Straße und Prinzen und Prinzessinnen kommen auch nicht vor. Die Liebe geschieht einfach! Und bleibt dabei ganz nahe an den unüberwindbaren Realitäten des Lebens und der Liebenden. Weshalb das Happy-End auch konsequenterweise ausbleibt! Wer schon einmal unsterblich verliebt gewesen ist, weiß sicher, wovon ich spreche....

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