Endmoränen

von Monika Maron 
4,0 Sterne bei24 Bewertungen
Endmoränen
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (19):
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nachdenklich geschrieben

Kritisch (4):
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Viele Denkansätze über das Alter, das Geschlecht und das Leben, allerdings leider völlig spannungsarm.

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Inhaltsangabe zu "Endmoränen"

Das Ende des Sommers, lange als Zumutung empfunden, erlebt Johanna seit einigen Jahren als Erleichterung. Die Hoffnung, mit der Zeitenwende das wirkliche Leben erst zu beginnen, ist dem Gefühl gewichen, nichts zu können, was die veränderte Welt braucht. Früher hat sie geheime Botschaften in ihren Vor- und Nachworten und in überliefernswerten Biografien versteckt, eine plötzlich überflüssige Fähigkeit, wie auch die weltabgewandte Charakterfestigkeit von Achim, ihrem Mann, eine überflüssige Tugend geworden ist. Auf dem Land, in einer nordöstlichen Endmoränenlandschaft, versucht sie, gleichsam in einem Panoramablick, ihren biografischen Standort zu bestimmen, rückblickend, vergleichend und ratlos, was die vor ihr liegende Zeit angeht.§Johannas entschlossene und lebenskluge Freundin Elli benutzt das Wort Glück seit langem nur in seinen trivialen Zusammenhängen. Die erfolgreiche Malerin und Erbin eines Verwalterhauses Karoline Winter, vor jeder Flugreise in Todesangst, verzweifelt am Verfa ssen ihres Testaments, weil sie keine Erben hat. Christian, der alte Freund aus München, Lektor in einem Wissenschaftsverlag, erlebt den Sturz in die Bedeutungslosigkeit. Die Lebensentwürfe aller scheinen erschöpft, und die Zeit vor ihnen ist noch lang.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596508914
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:252 Seiten
Verlag:Fischer (TB.), Frankfurt
Erscheinungsdatum:01.01.2005

Rezensionen und Bewertungen

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    Minjes avatar
    Minjevor einem Jahr
    Kurzmeinung: nachdenklich geschrieben
    über das Altern

    "Endmoränen" von Monika Maron erschien 2002 im S. Fischer Verlag.

    Monika Maron erhielt Auszeichnungen, u.a. den Kleist Preis (1992).

    Inhalt
    In Endmoränen schreibt Maron über Johanna und ihren Mann und ihre Tochter, und über Christian P., dem Johanna  Briefe schreibt.

    Meinung
    Stil
    Mir gefällt der Schreibstil der Autorin. Das Buch lässt sich leicht weglesen. Obwohl keine Spannung da ist, liest man weiter, weil das Buch "locker" geschrieben wurde.
    Aufbau
    Der Text wird unterbrochen von Briefen...Briefe an die Freundin Elli, Briefe an Christian P. und an Achim (ihren Ehemann)
    Perspektive
    Das Buch ist im Perfekt geschrieben.
    Themen
    Maron schreibt in nachdenklichem Ton über das Glück, über Männer und über den Tod ihrer Freundin Irene.

    Fazit
    Empfehlen kann ich das Buch denjenigen, die auch mal etwas lesen können, was ohne die Spannung eines Thrillers auskommt...denjenigen, die auch mal etwas nachdenkliches zu lesen bereit sind.

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    yokos avatar
    yokovor 9 Jahren
    Rezension zu "Endmoränen" von Monika Maron

    Manche Bücher brauchen ihre Zeit bis man ihr Aroma wahrhaftig schmeckt und andere sind noch nicht an der Zeit, sie zu trinken. So geht es mir mit "Endmoränen" von Monika Maron. Es ist ein großartiges Stück zeitgenössischer Literatur über das Älterwerden, das ich nicht einfach wortlos zurück ins Bücherregal stellen möchte. Das Buch glänzt vor allem durch seine wunderbare Sprache, die Gedankenvielfalt und es packt den Leser sehr in der Seele, weil es durch seine Sensibilät berührt, das man öfter das Gefühl hat als würde jemand einen am Arm zärtlich streicheln.
    Die Geschichte dreht sich um Johanna, die sich in der brandenburger Provinz zurückgezogen hat, ihr Leben Revue passieren lässt. Sie ist erschrocken, wie sich die Welt verändert hat, zweifelt, hofft und liebt mit jeder Faser ihrer Lebens. Es ist ein Buch, das ich mit 40 Jahren lesen möchte, weil es das ist, was man sich dann wünscht, denn es ist ein Spiegel und eine wärmende Hand zugleich.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Buch für einen stillen Abend oder ein graues Wochenende, wenn die Gedanken gern ein wenig ins Triste abdriften wollen und man sich in ei...
    Rezension zu "Endmoränen" von Monika Maron

    Einen neuen Anfang - ja, das wünscht man sich nicht selten. Vielleicht sind solche Empfindungen auch nötige menschliche Erfindungen, die wie die Jahresringe der Bäume stetig zunehmen, je mehr Sommer der Mensch erlebt und je mehr Falten und Erfahrungen sich ihm einprägen.
    Endmoränen, sind wallartige Aufschüttungen von Gesteinsmaterial. Betrachtet man das als eine Metapher fürs Leben, hat man den Stoff vor Augen, den Monika Maron für diesen Roman verarbeitet hat.
    Johanna ist eine rauchende und Biografien schreibende Frau in den Fünfzigern. Außerdem ist sie nicht besonders zufrieden mit ihrem Leben, mit Achim, bei dem sie das Gefühl hat, seinen Rücken inzwischen besser zu kennen als sein Gesicht.
    Der Sommer in ihrem Ferienhaus in Basekow, inzwischen ist Achim zurück nach Berlin gefahren, ihre Tochter Laura ist ja erwachsen und sowieso ständig unterwegs, wird für sie zu einer Denkkur über das Leben, ihre inzwischen tote Bekannte Iris. So allerlei passiert da im ländlichen Gebiet, und dabei passiert auch nicht viel. Sie denkt, Johanna, sie wundert sich und sie ist so vernünftig. Und doch - was nicht auch den Vernünftigen mitunter passiert.
    In ruhigen Tönen, klugen Worten, wunderbar verschlungenen und doch so klaren Sätzen schreibt Monika Maron aus der Perspektive einer Frau, die wenig jünger ist als sie selbst.
    Ich las ja zuerst "Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche". Dort lernte ich eine Schriftstellerin kennen, die ganz alltägliche, wunderbare Gedanken hat, die mir sehr nahe gingen, weil sie so viel von mir enthielten.
    Hier nun, in dem ersten Roman, den ich von ihr mit großer Begeisterung gelesen habe - dazu muss ich sagen, dass auch ich eine,wenn auch nicht mehr ganz luzide, gebürtige DDR-Bürgerin bin und da gibt es so Gedanken und Sequenzen, die kennt man, hat man schon gehört. Ein wenig Verbrüderung ist da wohl auch dabei.
    Aber ab von all diesem Drumherum war dieses Buch von einem Genre verzaubernder Alltäglichkeit, die mich dieses Buch in einem langen Zug hat lesen lassen, ich habe sie genossen, diese sanften, alltäglichen und sehr klugen Gedanken. Und ich lese das zweite: "Ach, Glück". Noch ein wenig langsamer. Mit demselben Genuss.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Kurzmeinung: Ich wünsche mir, dass noch viele Menschen ihre Schreibe entdecken und mögen lernen. Ich verehre dieses Buch.
    Rezension zu "Endmoränen" von Monika Maron

    Einen neuen Anfang - ja, das wünscht man sich nicht selten. Vielleicht sind solche Empfindungen auch nötige menschliche Erfindungen, die wie die Jahresringe der Bäume stetig zunehmen, je mehr Sommer der Mensch erlebt und je mehr Falten und Erfahrungen sich ihm einprägen.
    Endmoränen, sind wallartige Aufschüttungen von Gesteinsmaterial. Betrachtet man das als eine Metapher fürs Leben, hat man den Stoff vor Augen, den Monika Maron für diesen Roman verarbeitet hat.
    Johanna ist eine rauchende und Biografien schreibende Frau in den Fünfzigern. Außerdem ist sie nicht besonders zufrieden mit ihrem Leben, mit Achim, bei dem sie das Gefühl hat, seinen Rücken inzwischen besser zu kennen als sein Gesicht.
    Der Sommer in ihrem Ferienhaus in Basekow, inzwischen ist Achim zurück nach Berlin gefahren, ihre Tochter Laura ist ja erwachsen und sowieso ständig unterwegs, wird für sie zu einer Denkkur über das Leben, ihre inzwischen tote Bekannte Iris. So allerlei passiert da im ländlichen Gebiet, und dabei passiert auch nicht viel. Sie denkt, Johanna, sie wundert sich und sie ist so vernünftig. Und doch - was nicht auch den Vernünftigen mitunter passiert.
    In ruhigen Tönen, klugen Worten, wunderbar verschlungenen und doch so klaren Sätzen schreibt Monika Maron aus der Perspektive einer Frau, die wenig jünger ist als sie selbst.
    Ich las ja zuerst "Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche". Dort lernte ich eine Schriftstellerin kennen, die ganz alltägliche, wunderbare Gedanken hat, die mir sehr nahe gingen, weil sie so viel von mir enthielten.
    Hier nun, in dem ersten Roman, den ich von ihr mit großer Begeisterung gelesen habe - dazu muss ich sagen, dass auch ich eine,wenn auch nicht mehr ganz luzide, gebürtige DDR-Bürgerin bin und da gibt es so Gedanken und Sequenzen, die kennt man, hat man schon gehört. Ein wenig Verbrüderung ist da wohl auch dabei.
    Aber ab von all diesem Drumherum war dieses Buch von einem Genre verzaubernder Alltäglichkeit, die mich dieses Buch in einem langen Zug hat lesen lassen, ich habe sie genossen, diese sanften, alltäglichen und sehr klugen Gedanken. Und ich lese das zweite: "Ach, Glück". Noch ein wenig langsamer. Mit demselben Genuss.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 10 Jahren
    Rezension zu "Endmoränen" von Monika Maron

    Ich habe es nur bis zur Hälfte geschafft. Die Geschichte schleppt sich so über die Seiten und man hat das Gefühl das es nicht voran geht. Wo ist die Spannung (auch ein "Nicht-Krimi" braucht sie)? Was will mir der Autor mitteilen? Wachsen die Personen im Laufe der Geschichte? Wie entwickelt sich die Handlung? Auf diese und andere Fragen konnte ich entweder keine oder nur eine negative Antwort finden. Schade!

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    SaSu13s avatar
    SaSu13vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Viele Denkansätze über das Alter, das Geschlecht und das Leben, allerdings leider völlig spannungsarm.
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    R
    rumraeubernvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbares Buch, unbedingt im Herbst lesen!
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    bernauerins avatar
    bernauerinvor 7 Jahren
    Kurzmeinung: grade fertiggelesen- sehr gut - viele kluge gedanken, die die wahrnehmung für vieles (sich selbst, die beziehungen, die umgebung...) schärfe...
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    Persche
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    Schelmuffsky

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