Monika Maron Geburtsort Berlin

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Inhaltsangabe zu „Geburtsort Berlin“ von Monika Maron

"Berlin ist bekannt für seine Kneipen, seine Hunde, die berüchtigte Berliner Schnauze und natürlich für die Mauer, die es aber nicht mehr gibt."

Berlin und die Berliner: ein idealer Gegenstand für Monika Maron. Sie hat den größten Teil ihres Lebens in dieser Stadt verbracht, kann sich für Berlin-Ost wie Berlin-West auf die eigene Geschichte und Erinnerung berufen, und ihre genaue Beobachtungsgabe, ihr untrüglicher Sinn für Widersprüche, ihre pointierte Art des ironischen Formulierens prädestinieren sie geradezu für den kritischen, selbstkritischen Blick auf diese ganz besondere Stadt und ihre Bürger - sämtliche Klischees vom Berliner miteingeschlossen.

Es ist der Erzählstil dieser Texte, der sie so authentisch macht, denn nicht nur die Dialekteinsprengsel, sondern der ganze Ton in seiner Mischung aus Trockenheit, Frechheit, Ironie und Ruppigkeit ist urberlinisch. Und das heißt: oft eben auch sehr komisch.

Diese kleinen Geschichte sind nicht ganz die Monika Maron, die ich bisher kenne, haben aber alle diesen kleinen Effekt, wissen Sie, wo sich ein hartnäckiges Lächeln auf der linken oder rechten Seite wie eine riesige Falte in die Mundwinkel eingräbt, ja, genau so eines.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Überraschend nett!

    Geburtsort Berlin

    Nil

    26. March 2014 um 20:13

    Als Berlinerin lese ich natürlich alles was mir in die Finger kommt was Berlinbezug hat wie auch dieser schmale Band von Monika Maron "Geburtsort Berlin". Eine nette Sammlung an kurzen Geschichten, Reflektionen und Anektoden über Berlin, die meisten Geschichten wurden zwischen 1999 und 2003 geschrieben. Auch nett sind die Fotos mit denen dieses Taschenbuch angereichert ist. Eine schöne Ergänzung. Fazit: Nettes Buch für Menschen mit Berlininteresse.

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  • Rezension zu "Geburtsort Berlin" von Monika Maron

    Geburtsort Berlin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. March 2009 um 23:54

    Als Ur-Berlinerin und eine Autorin, der ihre Herkunft in ihren Büchern zweifellos nachweisbar ist, scheint ein Bändchen über Berlin und seine Eigenarten nahe zu liegen, fast unvermeidlich zu sein. Die DDR, ihre Eindrücklichkeit auf ihre Bewohner durchziehen schon die Romane in hintergründiger Tiefe, hier jedoch treten sie in den acht Kleinformen, die dieses Buch beinhalten, ohne Zurückhaltung hervor, sind frei von anderen Schilderungen und voller Klischees, alltäglicher Gedanken. Plätze der eigenen Erinnerung werden geschildert. Dabei sowohl Orte geschichtlicher Dramatik, Vorurteile und kampfkräftige Ansagen geliefert. Autorbiographisch durchtränkt ist dieser Band neben ihrem Buch Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche ein weiterer, aber anders gerichteter Einblick in das Leben, Denken, die Herkunft von Monika Maron. Durchzogen ist das Büchlein von Fotos, die ihr Sohn Jonas Maron geschossen hat. Grau und ausschnitthaft kommen sie daher, dennoch lohnen sie den zweiten oder dritten Blick, unterstreichen die wieder leisen Töne der Autorin. Das Buch beginnt mit der Erinnerung an das Lesen-können und die unbelehrbare Klarheit eines Kinderkopfes, verweilt bei der Unterteilung der Menschen in Ost und West in der zweiten Kurzgeschichte, die sich mit der Symbolhaftigkeit des Bahnhofs Friedrichplatz auseinander setzt. Und wenn man sich in den Blickwinkel der Texte hineinversetzten kann, wird ihre unterläufige Vieldeutigkeit sichtbar. Das, woran nur einige Jahrzehnte vorher, die Menschen ohne weitere Fingerweise gedacht hätten, wenn ihnen diese Zeilen untergekommen wären. Die Texte reichen von 1986 bis ins Jahr 2003 und weisen damit beträchtliche gesellschaftliche Differenzen auf, die den Texten aber vollstens zu Gute kommen, verweisen sie dadurch nur noch mehr auf ihre Symbolhaftigkeit.

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  • Rezension zu "Geburtsort Berlin" von Monika Maron

    Geburtsort Berlin

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. March 2009 um 23:53

    Als Ur-Berlinerin und eine Autorin, der ihre Herkunft in ihren Büchern zweifellos nachweisbar ist, scheint ein Bändchen über Berlin und seine Eigenarten nahe zu liegen, fast unvermeidlich zu sein. Die DDR, ihre Eindrücklichkeit auf ihre Bewohner durchziehen schon die Romane in hintergründiger Tiefe, hier jedoch treten sie in den acht Kleinformen, die dieses Buch beinhalten, ohne Zurückhaltung hervor, sind frei von anderen Schilderungen und voller Klischees, alltäglicher Gedanken. Plätze der eigenen Erinnerung werden geschildert. Dabei sowohl Orte geschichtlicher Dramatik, Vorurteile und kampfkräftige Ansagen geliefert. Autorbiographisch durchtränkt ist dieser Band neben ihrem Buch Wie ich ein Buch nicht schreiben kann und es trotzdem versuche ein weiterer, aber anders gerichteter Einblick in das Leben, Denken, die Herkunft von Monika Maron. Durchzogen ist das Büchlein von Fotos, die ihr Sohn Jonas Maron geschossen hat. Grau und ausschnitthaft kommen sie daher, dennoch lohnen sie den zweiten oder dritten Blick, unterstreichen die wieder leisen Töne der Autorin. Das Buch beginnt mit der Erinnerung an das Lesen-können und die unbelehrbare Klarheit eines Kinderkopfes, verweilt bei der Unterteilung der Menschen in Ost und West in der zweiten Kurzgeschichte, die sich mit der Symbolhaftigkeit des Bahnhofs Friedrichplatz auseinander setzt. Und wenn man sich in den Blickwinkel der Texte hineinversetzten kann, wird ihre unterläufige Vieldeutigkeit sichtbar. Das, woran nur einige Jahrzehnte vorher, die Menschen ohne weitere Fingerweise gedacht hätten, wenn ihnen diese Zeilen untergekommen wären. Die Texte reichen von 1986 bis ins Jahr 2003 und weisen damit beträchtliche gesellschaftliche Differenzen auf, die den Texten aber vollstens zu Gute kommen, verweisen sie dadurch nur noch mehr auf ihre Symbolhaftigkeit.

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