Monika Maron Krähengekrächz

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Inhaltsangabe zu „Krähengekrächz“ von Monika Maron

Die Krähen begleiten die Geschichte der Menschheit von der Urzeit bis heute. Sie sind klug, erkennen unsere Gesichter und studieren unser Verhalten, während sie Gegenstand unserer Mythen und Märchen wurden. Durch die Arbeit an einem Roman beginnt Monika Maron sich näher mit den Krähen zu beschäftigen. Die anfängliche Neugier wird bald durch Begeisterung und Faszination abgelöst. Auf Spaziergängen durch ihr Quartier begegnet sie den Tieren, sie lockt sie an, denkt über sie nach, und sie folgt ihren Spuren durch die Literatur. Was als Romanrecherche beginnt, wird zu einer selbständigen Betrachtung. In diesem berührenden Buch schildert Monika Maron ihre Beobachtungen und Gedanken, die nicht zuletzt durch die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Tier grundiert sind.

Ein eindrücklicher Text über Monika Marons Verhältnis zur Welt, zum Leben und zur Verbundenheit der Lebewesen auf diesem Planeten.

— HansDurrer

Eine Liebeserklärung an die Krähen!

— Raven

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  • Der Mensch als Sonderfall der grossen Tierfamilie

    Krähengekrächz

    HansDurrer

    13. June 2017 um 14:06

    Es geschieht nicht oft, dass ich schon nach den ersten Zeilen weiss, dass ich nicht nur ein mich sehr ansprechendes, sondern ein wichtiges Buch in Händen halte. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass das, was ich da lese, sehr viel mit mir, mit meinem eigenen Leben und meiner Sicht auf die Dinge zu tun hat. Natürlich gibt es da auch viele Unterschiede, so sind Monika Marons Beispiele andere als die aus meiner Wirklichkeit, doch es gibt Gemeinsamkeiten oder zumindest Sichtweisen und Einschätzungen, mit denen ich mich leicht identifizieren kann. Und vor allem diese: unverhofft (zufällig?) Entdeckungen zu machen und sich dann von diesen leiten zu lassen. Bei Monika Maron sind es Krähen, bei mir sind es die Spatzen, die sich regelmässig auf meinem Balkon einfinden. „Krähengekrächz“ handelt von Monika Marons Verhältnis zur Welt, zum Leben, zu den Tieren, zur Verbundenheit der Lebewesen auf diesem Planeten. Als sie im Alter die Krähen entdeckt (und natürlich, schliesslich ist sie Schriftstellerin, ganz automantisch ihren literarischen Nutzen bedenkt), beschliesst sie, sich „mit einem Exemplar dieser Spezies zu befreunden. Schon dieses Vorhaben beweist, wie wenig ich von Krähen verstand.“ Doch sie gibt nicht auf, den Kontakt mit ihnen zu suchen und an manchen Tagen gelingt es ihr, mit bis zu fünfzehn Krähen durch die Strassen zu laufen. „Ich vergesse oft, wie alt ich schon bin, und erst später fällt mir dann ein, dass man mich ja für eine der verrückten Alten halten könnte, deren einzige Gesellschaft noch hungernde Vögel und streunende Katzen sind, die sie mit Futter anlocken, so wie ich gerade meine Krähen.“ Sie hat gelesen, dass Krähen menschliche Gesichter erkennen können und fragt sich jetzt, was genau sie wohl sehen (ob sie die Sonnenbrille vor den Augen hat oder nicht, spielt offenbar eine Rolle) und interessiert sich dafür, was Annette von Droste-Hülshoff, Theodor Fontane und Philip Roth über Krähen geschrieben haben. „Nachdem ich begonnen hatte, mich um die Krähen zu bemühen, fand ich sie überall: in der Literatur, in jedem zweiten Film hörte ich ihr Krächzen, bei jedem Spaziergang und auf Reisen. Vor einer Lesung in Schwerte sass ich im Garten der Katholischen Akademie, rauchte eine Zigarette, und als ich von irgendwo Krähengeschrei hörte, fühlte ich mich auf seltsame Weise angesprochen, obwohl es doch gar nicht meine Krähen waren. So ging es mir seither überall, als gehörten die Krähen nun zu mir oder ich zu ihnen.“ Genauso oder zumindest ähnlich ging es mir, als ich die dokumentarische Fotografie entdeckte. Jedenfalls zu Beginn, wo ich mich von all dem damals Neuen wie elektrisiert fühlte. Wie wohl jede wirkliche Entdeckung, führt auch Monika Marons über sie hinaus. „Inzwischen sehe ich den Menschen als Sonderfall der grossen Tierfamilie und kann mich nicht einmal entscheiden, ob die menschliche Besonderheit eher ein Glück oder ein Unglück ist.“ Diesem schön gestalteten Band ist ein aufschlussreiches Nachwort der Germanistin Elke Gilson beigegeben, in dem Frau Maron unter anderem über sich selber aufgeklärt wird. „Dass sie erst jetzt angefangen habe, sich für Krähen und Vögel überhaupt zu interessieren, sei, so die Autorin im Vorangehenden, ein Versäumnis. Es obliegt der Verfasserin dieses Nachwortes, klarzumachen, dass die Selbstbezichtigung näherer Betrachtung gar nicht standhält.“

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  • Eine Liebeserklärung an die Krähen

    Krähengekrächz

    Raven

    10. July 2016 um 12:30

    Das Buch Krähengekrächz von "Monika Maron" ist 64 Seiten lang und ein Fischer Hardcover.Die Qualität ist sehr gut mit einem hübschen zu Thema passenden Cover und tollen dicken Seiten.Die Autorin wollte für ihre Bücher die Krähen studieren und hat sich dann so in die schwarzen Vögel verliebt, dass sie eine tiefgehende Betrachtung in diesem kleinen Werk verfasst hat.Monika Maron versteht es alte Mythe und Sagen rund ums Krähenvolk mit unserer Zeit zu verbinden und die Anbetung bis zur Verteufelung dieser intelligenten Vögel darzulegen. Auch bedient sie sich in der Literatur alter, tiefgehender Zitate und Verweise zu großen Dichtern und Denkern, die das Büchlein so umfassend machen. Sie schreibt aus ihrer ganz besonderen Sicht über diese wundervollen Freunde, die später nicht nur Arbeit sind, sonder eine neue Liebe. Die Betrachtung der stolzen Vögel verbunden mit ihren philosophischen Gedanken regen zum Denken an und zauberten mir immer wieder ein Lächeln auf das Gesicht. Im Nachwort finden wir Hinweise zu weiterer Literatur und es wird die Frage aufgeworfen inwieweit der Mensch selbst tierisch oder gar ein Tier ist. Das Buch war leider viel zu kurz. Ich hätte Baden können in dem kleinen Werk, abtauchen und nie wieder nach oben schwimmen. Fazit: In diesem kleinen Band finden wir eine Betrachtung und eine Liebeserklärung der Autorin an die intelligenten Krähen. Tiefgehende Gedanken und Literaturzitate, sowie erworbenes Wissen um die Vögel, laden zum Nachdenken ein. Ein bezauberndes kleines Werk, welches ich absolut empfehlen kann!

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