Monika Pelz

 3.8 Sterne bei 13 Bewertungen
Autor von Diebe der Zeit, Winchester Mystery und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Aline oder Wien in einem anderen Weltteile
Neu erschienen am 09.10.2018 als Hardcover bei Bibliothek der Provinz .

Alle Bücher von Monika Pelz

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Monika PelzWinchester Mystery
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Winchester Mystery
Winchester Mystery
 (2)
Erschienen am 15.07.2009
Monika PelzSimone de Beauvoir
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Simone de Beauvoir
Simone de Beauvoir
 (1)
Erschienen am 22.08.2007
Monika Pelz»Nicht mich will ich retten!«
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»Nicht mich will ich retten!«
»Nicht mich will ich retten!«
 (1)
Erschienen am 07.03.2012
Monika PelzAlfonso - Eine Hundegeschichte
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Alfonso - Eine Hundegeschichte
Alfonso - Eine Hundegeschichte
 (1)
Erschienen am 04.01.2006
Monika PelzArtisten, Freaks und Übermenschen
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Artisten, Freaks und Übermenschen
Artisten, Freaks und Übermenschen
 (1)
Erschienen am 02.02.2015
Monika PelzDer hellwache Träumer
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Der hellwache Träumer
Der hellwache Träumer
 (1)
Erschienen am 09.03.2005
Monika PelzPOLYGLOTT on tour Reiseführer Florenz
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POLYGLOTT on tour Reiseführer Florenz
POLYGLOTT on tour Reiseführer Florenz
 (0)
Erschienen am 03.09.2015
Monika PelzPOLYGLOTT on tour Reiseführer Toskana
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POLYGLOTT on tour Reiseführer Toskana
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Erschienen am 08.06.2017

Neue Rezensionen zu Monika Pelz

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Simone de Beauvoir" von Monika Pelz

„Man wird nicht als Frau geboren, man wird es“
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Simone de Beauvoir/Monika Pelz

Diese, bei Suhrkamp erschienene, Biographie über Simone de Beauvoir beleuchtet auf knapp 160 Seiten die schillernde Persönlichkeit Simone de Beauvoirs.

Bislang habe ich mich dieser Ikone des Feminismus (bis auf die Schullektüre „das andere Geschlecht“) immer verweigert. Nach der Lektüre dieser Basisbiographie hat sich mein Standpunkt nicht wesentlich geändert.
Wie so häufig bei Biographien starker Frauen, sind sie trotz aller eigenen Verdienste durch einen Mann an den Rand gedrängt. In diesem Fall ist es Jean-Paul Sartre, der sich in Beauvoirs Leben und Biographie mehr als breit macht. Es gibt kaum eine Seite, auf der sein Name unerwähnt bleibt.
Sie ordnet sich immer wieder seinen Befindlichkeiten unter und toleriert seine Eskapaden. Obwohl sie für Generationen von Frauen als Kämpferin gegen das Patriarchat gefeiert ist, lebt sie ihre Ideen nicht selbst. Das passt für mich nicht gut zusammen.

Monika Pelz erzählt vom „Leben – Werk – Wirken" ohne den Pathos, der Biographien oft anhaftet. Eine ausführliche Zeittafel und Bibliographie ergänzen das Buch.

Als Einstieg in das Leben der Autorin, Philosophin und politisch Engagierten kann ich diese in der Reihe „Basis-Biographie“ von Rowohlt erschienene empfehlen. 

Kommentare: 6
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Meses avatar

Rezension zu "Artisten, Freaks und Übermenschen" von Monika Pelz

Artisten, Freaks und Übermenschen
Mesevor 4 Jahren

Billie wächst bei Madame Bacclavia auf. Madame ist Wahrsagerin und tritt im Zirkus und Varietés auf. Billie ist ein Freak, denn sie hat ein drittes Auge auf der Stirn. Als sie grösser wird, hat sie Visionen. Diese Visionen bringen sie in die Villa eines ranghohen SS-Offiziers und damit in Schwierigkeiten. Das Buch entführt einen in die Zirkuswelt und Varietés vor und während des zweiten Weltkrieges. Es beschreibt die Schwierigkeiten die die Künstler bei der Machtergreifung der Nazis hatten und macht einem bewusst, wie gefährlich diese Zeiten waren. Das Buch hat mich beeindruckt und war sehr lehrreich.

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Arbutuss avatar

Rezension zu "»Nicht mich will ich retten!«" von Monika Pelz

Sterben für die Rechte des Kindes
Arbutusvor 4 Jahren

Es war einmal ein kleines Mädchen, das bei seinen neugierigen Streifzügen durch die Inhalte der elterlichen Bücherregale auf das großformatige und mit schönen Bildern illustrierte Märchenbuch "König Hänschen" stieß. Immer wieder durchblätterte es fasziniert das außergewöhnliche Buch und betrachtete die schönen Abbildungen, bis es groß und neugierig genug war, um auch den Text zu lesen. Diese traurige, wunderschöne Geschichte von einem Kind, das König wird und anfängt, auf stille und unaufdringliche Weise die Welt zu revolutionieren, ließ mich nicht mehr los. Wer schreibt im Jahr 1923 so ein Buch? Der Autor war ein polnischer Jude namens Henryk Goldszmit, der sich als Schriftsteller Janusz Korczak nannte. Monika Pelz hat seine Biographie mit dem Titel "Nicht mich will ich retten" verfasst. Schon das erste Kapitel gefällt mir außerordentlich gut. Lebendig, aber auch präzise auf den Punkt gebracht, schildert die Autorin richtungsweisende Erlebnisse des jungen Henryk. Früh beginnt der junge Mann aus gutbürgerlichem Hause, sich für die Kinder in den Armenvierteln Warschaus zu interessieren und sich um sie zu kümmern.

Wer war und was tat Janusz Korczak? Er war Arzt. Schriftsteller. Pädagoge. Und was für einer. Der Ferienlagerbetreuer und spätere Waisenhausleiter nimmt die Kinder ernst, entwirft eine "Kinderdemokratie" ("Ich hatte begriffen, dass Kinder eine Macht sind, die man zur Mitwirkung ermuntern und durch Geringschätzung verletzen kann, mit der man aber auf jeden Fall rechnen muss.") Von den Kindern erwartet er sowohl die Herausbildung eines eigenen Willens, als auch die Entwicklung der Fähigkeit zum Verzicht. Das aber einfordern zu können, bedeutet, der Erzieher muss es selber vorleben.

Monika Pelz stellt Zitate, Fortlauf der Geschichte und Querverweise zu Korczaks zahlreichen Veröffentlichungen zu einem scharf analysierten und dichten Persönlichkeitsbild des Menschen Janusz Korczak zusammen. Die Lektüre ist packend und niemals langatmig. Ein ganzes Kapitel ist der Geschichte von König Hänschen gewidmet. Nimmt Korczak mit dem traurigen Ende des Märchens schon das Ende seiner eigenen Biographie vorweg? Ahnt er es? Resigniert schreibt er, dass er als Kind all das tun wollte, was er in der Geschichte König Hänschen tun lässt. "Aber dann hab ich es vergessen, und heute bin ich zu alt." Hier widerspricht ihm die Biographin. Denn seinen Waisenhauskindern "gab er ein Parlament, einen eigenen Gerichtshof, Geborgenheit und grüne Wiesen, auf denen sie im Sommer spielen konnten." Wichtiges Thema ist für Korczak auch die Überwindung von Rassendenken. König Hänschens beste Freundin ist eine Schwarze. Eine fortschrittliche Sichtweise, die von der erbarmungslosen Realität im Polen der 30er Jahre eingeholt wird: seine jüdischen Waisenhauskinder erleben Schikanen; er selbst verliert 1936 seine Stelle als Autor und Sprecher einer erfolgreichen Rundfunksendung. Die Luft zum Atmen für Juden wird dünner. Korczak erwägt, nach Israel auszuwandern. Und entscheidet sich dann doch für die Kinder in Warschau. Hat man durch sein bisheriges Lebenswerk noch nicht genügend Ehrfurcht vor diesem außergewöhnlichen Menschen, so braucht man nur von seinem heldenhaften Verhalten nach der Einnahme Warschaus durch die Nazis zu lesen. Janusz Korczak schert sich nicht die Bohne um die neue Armbindenverordnung für Juden und ist ständig in seiner polnischen Uniform unterwegs, um Lebensmittelspenden für die Kinder aufzutreiben. Wie durch ein Wunder entgeht er dabei immer wieder den Nazi-Kontrollen. Erst als er sich bei der Zwangsumsiedlung des Waisenhauses ins Ghetto gegen die Konfiszierung von Kartoffeln zur Wehr setzt, wird er festgenommen, brutal verhört und für mehrere Monate eingekerkert, was ihn aber nicht hindert, sich nach seiner Entlassung sofort wieder hingebungsvoll um die Kinder im Waisenhaus zu kümmern. Als er schließlich mit den Kindern in den Zug nach Treblinka verladen werden soll, kümmert er sich nicht um die zahlreichen Versuche befreundeter Menschen, ihn zu retten. Er geht mit seinen Kindern in den Tod und ist schon wenige Tage später zur Legende geworden.

"Und schon wusste die ganze Stadt, dass er tot war.
Und das ganze Land.
Und die ganze Welt."
(aus "König Hänschen")

Großartig ist, dass Monika Pelz es nicht bei diesem Ende bewenden lässt. Sie beschreibt, wie sich nun im Ghetto Widerstand formiert, der auch von Teilen der polnischen Bevölkerung unterstützt wird. "In der Unterstützung der Verfolgten Juden durch die polnische Bevölkerung liegt ein Sieg. Gemeinschaft und Brüderlichkeit sind wiedererstanden. ,Nicht mich will ich retten, sondern meine Idee', hat Korczak fast ohne Hoffnung geschrieben. Seine Idee lebt."

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