Monika Schwarz-Friesel Sprache und Emotion

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Inhaltsangabe zu „Sprache und Emotion“ von Monika Schwarz-Friesel

Emotionen sind für das menschliche Leben und Erleben konstitutive Phänomene: Sie bestimmen maßgeblich unsere Bewusstseins-, Denk- und Handlungsprozesse. Mittels der Sprache werden Emotionen ausgedrückt und benannt, geweckt, intensiviert oder generiert. Das vorliegende Buch zeigt, wie vielfältig die sprachlichen Möglichkeiten sind, unserer Gefühlswelt Ausdruck zu verleihen. Emotion wird zunächst als mehrdimensionales Kenntnis- und Bewertungssystem definiert und es wird ein integrativer Ansatz vorgestellt, demzufolge Sprache, Kognition und Emotion relevante Schnittstellen haben. Anhand innovativer Fallstudien werden die textuellen Manifestationen zentraler Gefühle erörtert, die eine besonders intensive Symbiose von Emotion und Sprache aufweisen: Angst, Trauer, Liebe, Verzweiflung und Hass. Inhaltsverzeichnis: Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . XI 1 "Gefühl ist alles .": Einführung in die Thematik . . . . . . . . . . . . . . . 1 1.1 Einleitende Bemerkungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1 1.2 Zur Relevanz von Emotionen und ihrer wissenschaftlichen Analyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 1.3 Sprache und Emotion in der Linguistik: Zu einem vernachlässigten Thema . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 1.4 Zum aktuellen Forschungsstand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12 1.5 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15 2 Sprache: Facetten und Funktionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 2.0 Vorbemerkungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 2.1 Sprache als geistiger Besitz und kognitives System . . . . . . . . . . 18 2.2 Sprache als kommunikatives Instrument . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 2.3 Die realitätskonstruierende Funktion von Sprache. . . . . . . . . . 31 2.3.1 Referenz und Textwelten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 2.3.2 Textverstehen und die Konstruktion von Textweltmodellen: die aktive Rolle des Rezipienten . . . . . . . . . . 33 2.3.3 Weltwissen: Konzepte und Schemata . . . . . . . . . . . . . . 37 3 Glaube, Liebe, Hoffnung: Definition, Konzeptualisierung und Klassifikation von Emotionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 3.1 Emotion als Kategorie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43 3.1.1 Zur Problematik einer Definitionsfindung . . . . . . . . . . . 43 3.1.2 Empfindung, Affekt, Instinkt, Motiv . . . . . . . . . . . . . . . 49 3.2 Emotionstheorie: Klassifikationskriterien und Beschreibungsparameter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55 3.2.1 Ausdrucks- und Realisierungsformen von Emotionen . 55 3.2.2 Kategorisierung und Klassifikation von Emotionen . . . 62 3.3 Bestimmungsmerkmale: die Parameter. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 3.4 Emotionen als Kenntnis- und Bewertungssysteme. . . . . . . . . . 72 3.5 Gefühle als erlebte Emotionen: Eine kognitive Bestimmung . . 77 3.6 Emotionale Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 81 4 Zur Interaktion von Emotion und Kognition. . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 4.1 Zur Dominanz der Kognition: Der Mensch, das vernunftbegabte Wesen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 89 4.2 Die Architektur des Geistes: Kognition und Modularität . . . . . 93 4.3 Gedanken und Gefühle: Gemeinsamkeiten und Unterschiede 97 4.4 Kognitive Gefühle: Kein Widerspruch. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 102 4.5 Exkurs: Verstand und Vernunft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105 4.6 Zur Interaktion: Emotionale Kognition und kognitive Emotion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109 4.7 Kurzer Exkurs: Das Konzept der "emotionalen Intelligenz" . . . 117 4.8 Emotionen und ihre neuronale Basis im Gehirn. . . . . . . . . . . . 119 4.8.1 Zur Relevanz des limbischen Systems . . . . . . . . . . . . . . 119 4.8.2 Emergenz und Qualia: Gefühle als mentale Phänomene! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 122 4.9 Sprachverarbeitungsprozesse und Emotionen . . . . . . . . . . . . . 125 4.9.1 Emotion und Sprachproduktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . 125 4.9.2 Sprachrezeption: Textverstehen und emotionale Prozesse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128 4.9.3 Konzeptualisierungen: Wie Emotion Sprach verarbeitung beeinflusst . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131 5 Gefühle sprachlich mitteilen: Referenz auf Emotionen und verbale Ausdrucksmöglichkeiten der emotionalen Einstellung . . . . . . . . . . . 134 5.1 Wörter: lexikalische Ausdrucksvarianten von Emotionen . . . . 134 5.1.1 Wörter als Symbole . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134 5.1.2 Gefühl und Emotion: Zur distributiven Semantik der beiden Wörter - Überschneidungen und Unterscheidungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 138 5.1.3 Darstellung und Ausdruck von Emotionen . . . . . . . . . . 144 5.1.3.1 "Gefühlswörter" des Deutschen: Emotionsbezeichnende Wörter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 144 5.1.3.2 Emotionsausdrückende Wörter . . . . . . . . . . . . 151 5.1.4 "Oh, wie so trügerisch ." - Interjektionen und ihre expressive Funktion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 154 5.1.5 Konnotationen: die emotionalen Begleiter von Wörtern? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 162 5.2 Emotionsdarstellungen auf der Satzebene . . . . . . . . . . . . . . . . 173 5.2.1 Emotive Satzbedeutungen: Propositionen, Doppelpropositionen und Einstellungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 173 5.2.2 Vergleiche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 190 5.2.3 Exkurs: "Sie sind der schlimmste Hetzer seit Goebbels" - NS-Vergleiche und ihre expressive Funktion . . . . . . . . . 195 5.2.4 Metaphern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199 6 Texte und ihr Emotionspotenzial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210 6.1 Textuelles Emotionspotenzial und kognitive Emotionali sierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 210 6.2 Literarische Texte: Explizite und implizite Gefühls thema tisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 218 6.3 Emotionalisierung als persuasive Strategie: massenmediale Krisenberichterstattung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 222 6.4 Werbung, Boulevard und Gefühlskultur: Die Konzeptualisierung SCHÖN IST FALTENLOS UND JUNG . . . . . . . . . . . . . . . . 230 7 "Worte, Worte, nichts als Worte" - Von der Unaussprechlichkeit der Gefühle . und einem kurzen Exkurs zu den Sprachkrisen in der Literatur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 234 8 Trauer und Angst: Konfrontation mit dem Tod . . . . . . . . . . . . . . . . . 245 8.0 Vorbemerkungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 245 8.1 Todes-Angst: Konzeptualisierung und Verbalisierung des antizipierten Lebensendes . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 246 8.2 Todesmetaphern: Verbale Manifestationen der Unerfahrbarkeit. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 261 8.3 Todunglücklich und sterbenslangweilig - Tod als emotionsausdrückendes Lexem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 267 8.4 Reden über den Tod: Mein Beileid und das große Schweigen - Tabuisierung und emotionale Abwehr in der Alltagskommunikation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 271 8.5 Öffentliche und veröffentlichte Trauer - Gefühle in Todesanzeigen im Konflikt von Intimität und Konventionalität . . . . 276 8.6 Schlussbemerkung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 286 9 "How do I love thee?" - Die Sprache der Liebenden . . . . . . . . . . . . . 287 9.1 Fragen und Probleme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 287 9.2 Das Konzept der Liebe: Zur Universalität einer Emotion und der Kulturspezifik eines Gefühls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 288 9.3 Intensitäts- und Unikalitätskodierung: Zur Rolle der Sprache im Liebesdiskurs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 293 9.4 Vergleiche und Metaphern: Konzepte der "Himmelsmacht" . . 299 9.5 Ewige Treue vs. Dreck: Liebesdarstellungen in der aktuellen Prosa zwischen klischeeerhaltender Metaphorik und des illusionierender Stereotypzerschlagung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 303 9.5.1 LIEBE als Schwulst und Floskel: Die Konzeptualisierung von Liebe in Trivial- und Heftromanen . . . . . . . . . 303 9.5.2 Moderne und postmoderne Prosa: Animalische Instinkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 307 9.6 Schlussbemerkung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 310 10 Unfassbares in Worte fassen? Facetten der Holocaustdarstellung und die Sprache der Überlebenden.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 311 10.1 Zur Thematik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 311 10.2 Die Sprache der Er- und Überlebenden: Explizite Referenz und surrealistische Implizitheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312 10.2.1 Tagebuchaufzeichnungen. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 312 10.2.2 Literarische Prosa: Appelfelds "Badenheim" . . . . . . . . . 319 10.2.3 Metaphern in der Lyrik: "das Material der Qual". . . . . . 322 11 Vorurteile und Hass: Die Sprache als Waffe - verbaler Antisemitismus 327 11.1 Zur Problematik. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 327 11.2 Antisemitismus als kommunikatives Phänomen. . . . . . . . . . . . 329 11.2.1 Der primäre Antisemitismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 329 11.2.2 Der eliminatorische Antisemitismus . . . . . . . . . . . . . . . 333 11.3 Stereotype, Vorurteile und emotionale Einstellungen . . . . . . . 336 11.4 Der sekundäre Antisemitismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 340 11.5 Wann ist eine sprachliche Äußerung antisemitisch? Klassifikationskriterien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 347 11.6 "Ab nach Israel!" - Briefe und E-Mails an einen deutschen Juden - Anti-Israelismus als Formvariante des aktuellen Antisemitismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 353 Schlusswort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 361 Bibliographie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 362 Sachwortregister. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 395

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