Monique Roffey

 4 Sterne bei 110 Bewertungen

Lebenslauf

Monique Roffey, geboren in Port of Spain, Trinidad, wuchs überwiegend in Großbritannien auf. Sie unterrichtet Creative Writing an der Manchester Metropolitan University, ihre Essays erschienen unter anderem in The New York Review of Books und The Independent. Für ihr Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet, 2020 erhielt sie für den Roman Die Meerjungfrau von Black Conch den Costa Book of the Year Award. Monique Roffey lebt in Trinidad und London.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Monique Roffey

Neue Rezensionen zu Monique Roffey

Cover des Buches Die Meerjungfrau von Black Conch (ISBN: 9783608505221)
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Rezension zu "Die Meerjungfrau von Black Conch" von Monique Roffey

jaylinn
Geschichte mit Hindernissen

Ein Phänomen, was uns als Menschen seit langer Zeit begleitet und immer wieder fasziniert, ist der Gedanke, dass es in den Meeren noch mehr geht. Das ist kein Wunder: Schließlich haben wir nur einen Bruchteil erforscht. Immer, wenn der Mensch etwas nicht genau kennt, lädt das zum Träumen und zum Erfinden ein. Und nicht nur deshalb sind Meerjungfrauen so faszinierend. Verschiedenste Autoren und Autorinnen haben uns von ihnen erzählt und auch Roffey tut dies nun. Sie tut das auf eine Art und Weise, die für mich nicht ganz leicht zugänglich war und ist. Ich empfinde es stets als störend, wenn mit Sprache so viel gespielt wird, dass kein Lesefluss entsteht oder nur ein sehr holpriger. Das wirkt für mich nicht authentisch dem Sprachhandeln der Menschen nachempfunden, sondern störend. Da wir ja nicht Gespräche/Erlebnisse miterleben, sondern nur davon lesen und das gerne in einem Fluss tun wollen, hätte ich das Buch deshalb beinahe abgebrochen. Ihr müsst also wissen, ob euch ein solcher Schreibstil zusagt oder eben nicht. Ich kann mir vorstellen, dass einige Leser*innen deshalb aufgeben. Wenn man jedoch nicht aufgibt, wird man mit einer Geschichte belohnt, die die alten Mythen, die in den Köpfen der Menschen nach wie vor existieren in Einklang bringt mit der Geschichte rund um den Fluch einer angespülten Meerjungfrau namens Aycayia. An manchen Stellen spielt der Roman sehr mit feministischen Aussagen und gibt dennoch sehr stereotypisch wieder, warum Frauen z. B. immer neidisch sein werden auf Frauen und dass Frauen eben immer mit ihrer Schönheit die Männer verführen. Da hätte ich doch etwas mehr erwartet. 

Alles in allem eigentlich keine Geschichte für zwischendurch, da man als Leser*in für den Schreibstil bereit sein muss. Man kann diese Geschichte also lesen und sich ein bisschen wegträumen - wenn man will.  

Cover des Buches Die Meerjungfrau von Black Conch (ISBN: 9783608505221)
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Rezension zu "Die Meerjungfrau von Black Conch" von Monique Roffey

Hunny
Sie guckte ihm straight in die Seele.

Im Buch "Die Meerjungfrau von Black Conch" von Monique Roffey verfolgen wir die Geschichte einer Meerjungfrau durch die Tagebucheinträge von David Baptiste aus den Jahren 2015 und 2016.


Im Jahr 1976 angeln zwei Yankees aus Florida nach Marlins in Black Conch, fangen aber stattdessen eine waschechte Meerjungfrau. Schnell ist ihnen klar, dass wenn sie diese verkaufen, dann haben sie von nun an für ihr ganzes restliches Leben ausgesorgt. Wäre da nicht David Baptiste. Dieser hatte die Meerjungfrau bereits einige Mal in der Bucht gesehen und beschloss kurzerhand sie den beiden Yankees zu entwenden. Gesagt - getan, doch was macht man nun mit einer Meerjungfrau in seiner Badewanne die sich noch dazu zurück zu verwandeln scheint? 




Cover


Das Cover ist schlicht, farblich sehr hübsch und bildet die Flosse der Meerjungfrau Aycayia sowie die dazugehörige Lederschildkröte Guanayoa ab.




Schreibstil


Der Schreibstil ist ein absoluter Alptraum. Hinten im Buch gibt es eine Nachbemerkung der Übersetzerin in welcher erklärt wird, dass versucht worden ist, den örtlichen Dialekt wiederzugeben, da das Setting in der Karibik angesetzt ist. Sicherlich eine nette Idee aber egal wie viele Seiten ich bereits gelesen hatte, es hat mich einfach nur gestört. Ich konnte mich absolut nicht daran gewöhnen und wollte das Buch immer und immer wieder abbrechen, konnte mich aber letzten Endes doch dazu zwingen weiter zu lesen.




Charaktere


Wir haben es hauptsächlich mit David Baptiste und der Meerjungfrau Aycayia zu tun. Dazu kommen allerdings noch Miss Rain und ihr gehörloser Sohn Reggie nachdem Davids Geheimnis vor ihr aufgeflogen ist. Sie versuchen Aycayia alles nötige beizubringen, damit sie an Land zurechtkommt - laufen, sprechen, Gebärdensprache. Das Zusammenspiel zwischen Reggie und Aycayia hat mir besonders gut gefallen und die beiden sind mir ans Herz gewachsen. 




Fazit


Prinzipiell eine schöne Geschichte von einer Meerjungfrau auf der ein uralter Fluch lastet aber der Schreibstil hat mich leider vollkommen wahnsinnig gemacht und das Leseerlebnis getrübt. 


Von mir leider keine Empfehlung.



Cover des Buches Die Meerjungfrau von Black Conch (ISBN: 9783608505221)
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Rezension zu "Die Meerjungfrau von Black Conch" von Monique Roffey

buchstaeblichverliebt
Das war nix.

Und wieder einmal mehr zeigt sich, dass ich nicht der experimentelle Typ bin. 


So interessant und ansprechend ich den Klappentext auch fand, die Story und ich kamen nicht zusammen. 


Der von der Autorin verwendete Slang / karibische Dialekt hat mich nicht nur genervt, sondern mir auch sauer aufgestoßen, vermittelte er mir doch irgendwie den Eindruck, als seien die Bewohner Black Conchs völlig einfach strukturiert, um nicht zu sagen dumm. 


Da ich die Originalsprache nicht kenne, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beurteilen, ob sie eins zu eins so klingen würde, ich weiss aber auch nicht, was mich mehr schockieren würde. Wenn es so wäre oder wenn es nicht so wäre.


Es geht also um eine Meerjungfrau. Ihr Name ist Aycayia. 

Auf ihr lastet ein Fluch, denn sie war einst so schön, dass sie allen Männern den Kopf verdreht hat und nun muss sie ihr verfluchtes Dasein in den Gewässern vor Black Conch verbringen.

Eine Gruppe amerikanischer Touristen fischt sie bei einer Angeltour aus dem Wasser und hängt sie am Hafen auf, um mit ihrem außergewöhnlichen Fang anzugeben.

Es muss nicht erwähnt werden, dass den Männern voll einer abgeht und sie alle durch die Meerjungfrau sexuell erregt sind und teilweise versuchen sich an ihr zu vergehen. 

Das fand ich übelst primitiv. 


Ein junger Inselbewohner namens  David Baptiste rettet die Nixe und versteckt sie in seiner Badewanne, wo sie sich nach und nach in ihre ursprüngliche Gestalt zurück verwandelt. 

Wie es weitergeht kann ich nicht beantworten, ich habe auf Seite 87 aufgegeben, überlegt abzubrechen habe ich aber schon nach den ersten zehn Seiten. 


Was mich übrigens auch mega stört:

Das Buchcover gefällt mir richtig gut, aber wem ist es denn eingefallen den Strichcode so dermaßen dumm auf die Vorderseite zu drucken?

Das sieht doch sch... aus. 


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