fischer baumler

Monique Schwitter Eins im Andern

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Inhaltsangabe zu „Eins im Andern“ von Monique Schwitter

Monique Schwitters preisgekrönter Roman im Taschenbuch

Was ist das, die Liebe? Wieso kann sie kommen und gehen? Wohin geht sie, wenn sie geht? Eines Abends, als die Erzählerin in Schwitters Roman nach ihrer ersten Liebe googelt, erfährt sie, dass er sich vor fast fünf Jahren aus dem achten Stock gestürzt hat. Sie ist schockiert und beginnt eine große Recherche: Wer waren die zwölf wichtigsten Männer in ihrem Leben? Und was ist eigentlich mit der aktuellen Liebe los? Der sitzt in seinem Zimmer und checkt Mails oder sieht fern… Ein so kluger wie berührender Roman über die Liebe, das Leben und den Tod.

Etwas anderes erwartet

— buch_maus

Kann man die Liebe erklären oder verstehen? Schwitter versucht`s. Formal ein bisschen zu gewollt.

— alasca

Ein Konzeptalbum als Buch. Konsequent konstruiert, dabei warmherzig, einfallsreich und kurzweilig.

— franzzi

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  • Rezension zu Monique Schwitter, Eins im Andern

    Eins im Andern

    buch_maus

    13. October 2017 um 06:31

    Eines abends erfährt die Protagonisten des neuen Buches von Monique Schwitter, dass Ihre erste große Liebe "Petrus" Selbstmord begangen hat. Dies lässt sie nicht mehr los und sie macht sich auf die Suche nach den 12 Männern ihres Lebens. Alle 12 Männer sind nach den 12 Aposteln benannt und bekommen je ein Kapitel gewidmet. 12 Kapitel , die über die Irrungen und Ausläufer der Liebe philosophieren. Die Hauptdarstellerin lässt dabei Gegenwart (Ihr aktueller Mann heißt Philipp) und Begegnungen der Vergangenheit miteinander verschmelzen, so fährt sie um Abstand von Philipp zu gewinnen, spontan nach Zürich um dort Simon zu treffen. Eines Tages trifft sie dort in einem Café ihren ehemaligem Professor Tadeusz, mit dem sie eine Affäre als Studentin hatte. Das Buch zeigt verschiedene Farben und Formen der Liebe, bleibt aber dabei an der Oberfläche, es wird nicht richtig klar, was die Protagonisten genau erfindet, auch wirkt sie an manchen Stellen, nicht sehr tiefgründig und reif, als sie beispielsweise ohne Ankündigung Ihre Familie auf unbestimmte Zeit verlässt um nach Zürich zu fahren.Man konnte es leicht "weglesen" berührt hat es mich aber nicht wirklich. Fand es sehr oberflächlich und auch die verblumte Sprache ist nicht meines. 

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  • Von verlorenen Lieben und fliegenden Pinguinien

    Eins im Andern

    franzzi

    25. February 2017 um 22:53

    "Beginnen. Wieder mit dir beginnen. Jedes Buch mit dir. Am Anfang war das Wort. An meinem Anfang stehst du." Wäre dies eine Musikrezension und Monique Schwitters "Eins im andern" ein Langspieler, es würde in die Kategorie Konzeptalbum fallen.  Alles ist klar durchstrukturiert. Die Form folgt der Funktion. Zwölf Kapitel gibt es, so viele wie Apostel, so viele wie überhaupt vieles, weil Zwölf eine dieser magischen, mystischen, bedeutungsschweren Zahlen der Menschheitsgeschichte ist.  In zwölf Kapiteln also erzählt die Protagonistin von zwölf Lieben, die sie praktischerweise nach Jesus-Begleitern benennt. Oder maskiert.  Wer sich besser mit dem Kirchenkanon auskennt als ich, der wird daraus womöglich noch mehr Subtext lesen können als ich. Ich mochte die Idee. Ich mag die Geschichten, die daraus erwachsen. Denn Schwitter erzählt in ihrem Roman aufgrund der Struktur viele Geschichten; die Liebe in Anekdoten, Schlaglichtern, prägenden Ereignissen. So wie unser Erinnerung funktioniert, uns etwas vor die Füße wirft, zuflüstert, losmäandert.  Diese Schlaglichter funktionieren einzeln, im Rahmen gehalten durch die Rückkopplung an das Jetzt der schreibenden Protagonistin. Und sie funktionieren im Ganzen. Die Erzählerin erzählt von den Männern und erzählt dabei am Ende von sich selbst. Wir lernen die Menschen kennen, die sich in ihr Herz pflanzten und lernen dabei etwas über dieses Herz und wie es die Welt sieht. Dabei hat das Buch immer dann Schwächen, wenn Schwitter zu sehr vom Konzept abkommt. Wenn sie plappert, sich denkend verbeißt und das Spielerische, das scheinbar Mühelose beim Erzählen abhanden kommt. Stark ist das Buch, wenn es die Fäden immer enger zusammenspinnt. Wenn Altes wieder auftaucht, wenn Pinguine durch die Luft fliegen und alte Lieben vor dem inneren Auge auftreten, damit die Erzählerin mit dem Festdenken aufhört und weiterläuft, weiterlebt.  Und am Ende hält auch das letzte Konzept: das Versprechen des Buchtitels. Eins führt in dieser Geschichte zum anderen, eins liegt im andern. Alles hängt zusammen. Gegenwart und Vergangenheit vermischen sich ebenso wie Traum und Realität, wie Erzählen und Erleben, wie eine Anekdote mit der anderen. Kurzweilig erzählt. Mit vielen Zauberhaften Sätzen - und einer zauberhaften Großmutter, wie wir sie alle gerne haben, hätten oder gehabt haben wollen würden.  "Mir brennen die Augen, ich habe Heimweh. Nach meinen Kindern, nach meiner Großmutter, nach längst vergangenen Zeiten und einem Versprechen für die Zukunft, nach der Liebe, nach all den Menschen, die ich unterwegs verloren habe. Nach dir. Nach der Heimat. Sogar nach dem schönen Jottjott, den ich erst heute Nacht kennengelernt habe, der meinem Kopf entsprungen und nun schon wieder davongelaufen ist."

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    • 5
  • Die Liebe, das Finden und Verlieren

    Eins im Andern

    schokoloko29

    16. May 2016 um 10:22

    In diesem Buch geht es um die Verflossene; das Finden und Verlieren der Liebe. Mir persönlich war es eher belanglos und langweilig.

  • Liebe ist nicht alles, aber ohne Liebe ist alles nichts

    Eins im Andern

    Xirxe

    29. April 2016 um 00:20

    Zufällig erfährt die namenlose Protagonistin (oder habe ich ihren Namen überlesen?), dass die erste Liebe ihres Lebens sich bereits vor Jahren umgebracht hat. Erschüttert versinkt sie in Erinnerungen und versucht zu begreifen, weshalb es sie so mitnimmt. Sie beginnt ihre Gedanken an die Vergangenheit aufzuschreiben und statt sich chronologisch an ihr bisheriges Leben zu erinnern, hangelt sie sich von einer Liebe zur nächsten, gerade so, als ob das Dazwischen nicht zählte. Doch immer mehr drängt sich das reale Leben in den Vordergrund: Es tauchen Probleme auf, die existentiell werden und ihr immer weniger Zeit lassen, sich um die Vergangenheit zu kümmern.Eine Liebesbiographie an zwölf Männern wird hier abgehandelt, schreibt der Klappentext, die mehr als nur die Namen mit den Aposteln gemein haben. Um ehrlich zu sein: Als zugegebenermaßen überhaupt nicht bibelfeste Westeuropäerin wäre mir das nicht einmal aufgefallen - dass alle Zwölf die Namen der Apostel tragen. Ganz zu schweigen davon, was sie darüber hinaus mit diesen gemeinsam haben könnten. Dafür hatte ich den Eindruck, dass ihre Lieben auch die drei Arten darstellen, wie sie seit der Antike verwendet werden: Eros - die sinnlich-erotische, Philia - die Freundesliebe und Agape - die Nächstenliebe. Und es ist egal, um welche Form der Liebe es sich handelt. Jede hilft auf ihre Weise der Protagonistin aus ihrer Krise bzw. unterstützt sie. Denn ohne Liebe ist alles nichts.Einerseits lässt sich das Buch leicht lesen, andererseits bringen die häufigen Zeit- und Ortswechsel gehörig Verwirrung in die Lektüre. Und so ganz klar wurde mir der Sinn der Liebesgeschichten doch nicht, dafür waren sie einfach nicht eindringlich genug. So bleibt es bei einer Lektüre, die ganz ok war. Mehr aber auch nicht.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Eine ungewöhnliche Geschichte !

    Eins im Andern

    Arietta

    17. October 2015 um 15:52

    Inhaltsangabe: Eines Abends erfährt sie, als sie, statt zu schreiben, nach ihrer ersten Liebe googelt, dass er sich aus dem achten Stock gestürzt hat. Vor fast fünf Jahren schon. Sie ist schockiert, ebenso sehr über seinen Selbstmord wie über die Tatsache, dass sie ihn gar nicht vermisst hat. Nun hat sie ihn am Hals, stärker als zu Lebzeiten. Was ist das, die Liebe? Wieso kann sie kommen und gehen? Wohin geht sie, wenn sie geht? Und was ist eigentlich mit der aktuellen Liebe los? Der sitzt in seinem Zimmer und checkt Mails oder sieht fern. Die Protagonistin in Monique Schwitters neuem Roman beginnt nun eine Liebesrecherche: Sie handelt ihre Liebesbiographie an zwölf Männern ab, die weit mehr als die Namen gemein haben mit den Aposteln, den Gesandten des Glaubens und der Liebe. Es sind beinahe mythische Umrisse von Männern, die sie schreibend mit Liebe, Leben und Geschichte füllt. Und je länger sie schreibt, desto stärker schiebt sich die Rahmengeschichte, ihre aktuelle Liebessituation, ins Zentrum, bis sie die Handlung übernimmt. "Eins im Andern" ist ein außergewöhnliches Buch: ein Wagnis, ein trickreiches, konsequentes Spiel mit Leben und Fiktion. Seine mitreißend lebendige Sprache verleiht ihm, bei aller Intensität, eine fast heitere Leichtigkeit. Meine Meinung: Es ist mein erstes Buch der Autorin Monique Schwitter das ich von ihr gelesen habe. Ich muss sagen ich habe diese ungewöhnliche Geschichte mit Begeisterung gelesen. In dieser Art habe ich bisher noch nichts gelesen. Die Geschichte beginnt damit das die Schriftstellerin , während ihr Mann die Kinder versorgt und ins Bett bringt, im Internet über ihre erste große Liebe Petrus googelt . Dort stellt sie mit großer Bestürzung fest , das er Tot ist, er hat sich aus dem 8. Stock eines Hochhauses gestürzt, sie ist geschockt, viele Bilder vergangener Zeiten prasseln auf sie ein. Sie lässt ihr Leben Revue passieren und nimmt den Leser mit auf eine Reise in ihre Vergangenheit. Dies ist der Impuls, das sie weiter forscht und sucht. Nach und nach tauchen andere Liebhaber auf, Andreas , Jacob und noch neun weitere Folgen. Alle diese zwölf Männer tragen die Namen der Zwölf Apostel aus der Bibel. Sie begibt sich immer tiefer in ihre Spurensuche, teils Schmerzhaft, den jeder dieser Apostel hat seine eigene Geschichte , auch die verschieden Spielarten der Liebe und dem Zusammenleben kommen wieder ans Tageslicht. Am Ende der Geschichte schließt sich der Kreis dieses Männerkreises mit all seinen Facetten. Es war ein Geben, Nehmen, suchen und finden gekrönt von Verlusten. Meine Meinung zur Autorin: Die Autorin Monique Schwitter gehörte zum Kreis der nominierten Kreis der Schriftsteller für den Deutschen Buchpreis. Sie hat schon einige Preise eingeheimst. Ihr Buch ist wie gesagt Ungewöhnlich und zeigt viele Facetten und Spielarten auf. Ihr Schreibstil ist Klar, ohne unnötige Schnörkel, äußert Spannend und Packend. Sie erzählt von dem Suchen, Finden und verlieren, den Verlust Ängsten und Selbstzweifeln. Ihre Protagonistin und die zwölf Männer, die die Namen der zwölf Apostel aus der Bibel tragen, haben in gewissem Sinn einiges mit denen aus der Bibel gemein, alle diese Proganisten des Buches sind auch auf der Suche, nach ihrer wahren Berufung und ihrem ich. Sie sind der Kreuz und Angelpunkt in ihrer Geschichte. Den vieles verbindet sie gemeinsam...

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  • „Die Liebe liebt das Wandern…“

    Eins im Andern

    Ginevra

    30. September 2015 um 21:49

    Merkwürdige Klopfzeichen im Kopf beunruhigen die Protagonistin dieses Romans, deren Namen nicht genannt wird. Sie ist Mitte 40, Theaterregisseurin und Schriftstellerin, Mutter, verheiratet. Sind es Morsezeichen – direkt aus dem Unterbewusstsein, aus der Vergangenheit? Mit viel Fantasie erkennt sie die Worte: RAUCH, ZEIT, KIND. Immer wieder spuken ihr diese Worte im Kopf herum, und plötzlich kommt die Erinnerung an Petrus, ihre erste große Liebe. Was mag aus ihm geworden sein? Sie googelt seinen Namen und stellt fest: vor wenigen Jahren hat er sich das Leben genommen, lange nach ihrer Trennung. Genau zu der ZEIT, in der sie ein KIND erwartete – und dem RAUCHEN mühsam versuchte, abzuschwören. Eine Erinnerung fügt sich in die andere: 12 Männer, die ihr Leben beeinflussten. 12 Männer – das sind ziemlich viele, die teils plastisch, teils vage skizziert werden. Große Liebe, Enttäuschung, unerfüllter Schwarm, völlige Verrücktheit, platonische Liebe – alle Schattierungen tauchen auf, alle Beziehungen haben zur Entwicklung der Heldin beigetragen. Tragische und komische Episoden wechseln sich ab. Die Heldin stolpert ihrer ersten Liebe Petrus auf Pumps im Schnee hinterher, dann barfuss – erst im letzten Kapitel kommt sie in der Gegenwart an, in festen Stiefeln, die – zumindest für diesen Moment – perfekt passen. Inhaltlich wird Monique Schwitter von einigen Kritikern vorgeworfen, eine typisch großbürgerliche, relativ belanglose Geschichte mit einem allzu dünnen roten Faden vorzulegen. Die Idee, 12 verflossene Beziehungen aneinandergereiht zu erzählen, fand ich zunächst auch nicht besonders spektakulär. Doch die Erzählkunst, mit der diese Geschichten ineinander greifen, die verschiedenen Schattierungen der Liebe, die innere Reifung der Protagonistin und diese unglaublich schöne Sprache haben mich dann total begeistert! Das Buch zeigt, wie unsere Generation eben lebt und liebt, ohne großartigen moralischen oder politischen Anspruch, ohne zu werten und ohne zu dramatisieren – durch eine kluge Beobachterin festgehalten. Es ist für mich eher eine Odyssee, als ein Abendmahl. Mir hat es besonders die poetische, bildhafte und originelle Sprache er Autorin angetan, so dass ich bestimmt weitere Bücher von ihr lesen werde. Fazit: ein sprachgewandter, außergewöhnlicher Liebesroman, den ich gerne weiterempfehle!

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  • Deutscher Buchpreis 2015 - Die Longlist: Fragerunde mit Monique Schwitter zu "Eins im Andern"

    Eins im Andern

    Fussel1986

    Fragerunde mit Monique Schwitter, der Autorin von "Eins im Andern" Im Rahmen unserer Aktion rund um die Longlist des Deutschen Buchpreises 2015 habt ihr die Chance, den Autoren, die mit ihren Werken nominiert sind, Fragen zu stellen und ihre Bücher zu gewinnen. Hier könnt ihr für euren Longlist-Favoriten abstimmen! Wir freuen uns sehr, am Dienstag, dem 08.09. Monique Schwitter in dieser Fragerunde begrüßen zu dürfen! Mit "Eins im Andern" hat sie ein außergewöhnliches Buch geschrieben: ein Wagnis, ein trickreiches, konsequentes Spiel mit Leben und Fiktion, dessen mitreißend lebendige Sprache ihm, bei aller Intensität, eine fast heitere Leichtigkeit verleiht. Ihr möchtet mehr über die Autorin, ihre Arbeit oder ihr grandioses Buch erfahren? Dann habt ihr hier bei der Fragerunde die Chance dazu! Mehr zum Buch Eines Abends erfährt sie, als sie, statt zu schreiben, nach ihrer ersten Liebe googelt, dass er sich aus dem achten Stock gestürzt hat. Vor fast fünf Jahren schon. Sie ist schockiert, ebenso sehr über seinen Selbstmord wie über die Tatsache, dass sie ihn gar nicht vermisst hat. Nun hat sie ihn am Hals, stärker als zu Lebzeiten. Was ist das, die Liebe? Wieso kann sie kommen und gehen? Wohin geht sie, wenn sie geht? Und was ist eigentlich mit der aktuellen Liebe los? Der sitzt in seinem Zimmer und checkt Mails oder sieht fern. Die Protagonistin in Monique Schwitters neuem Roman beginnt nun eine Liebesrecherche: Sie handelt ihre Liebesbiographie an zwölf Männern ab, die weit mehr als die Namen gemein haben mit den Aposteln, den Gesandten des Glaubens und der Liebe. Es sind beinahe mythische Umrisse von Männern, die sie schreibend mit Liebe, Leben und Geschichte füllt. Und je länger sie schreibt, desto stärker schiebt sich die Rahmengeschichte, ihre aktuelle Liebessituation, ins Zentrum, bis sie die Handlung übernimmt. Hier geht es zur Leseprobe! Mehr zur Autorin Monique Schwitter, geboren und aufgewachsen in Zürich, lebt in Hamburg. Sie studierte Theaterregie und Schauspiel in Salzburg und war an den Schauspielhäusern von Zürich, Frankfurt, Graz und Hamburg engagiert. Außerdem erarbeitete sie zahlreiche eigene Inszenierungen und musikalische Programme. Seit 2005 tritt sie auch als Veranstalterin literarischer Salons und Soireen in Erscheinung. Seit 2010 ist Schwitter freie Schriftstellerin. Sie schreibt Romane, Erzählungen, Theaterstücke. Zusammen mit dem Literaturverlag Droschl verlosen wir unter allen, die der Autorin über den blauen "Jetzt bewerben"-Button mindestens eine Frage stellen, 1 Exemplar von "Eins im Andern"! Wer bei allen Fragerunden mit den Longlist-Autoren mitmacht, hat zusätzlich die Chance auf ein großes Buchpaket, vollgepackt mit allen nominierten Werken! Monique Schwitter wird am Dienstag, dem 8. September 2015 bis ca. 20 Uhr eure Fragen beantworten - die Fragerunde wird also nicht bis Mitternacht geöffnet sein! Bitte habt Verständnis dafür, dass wir die Fragerunde dann dementsprechend auch schließen. Wir sind gespannt auf eure Fragen und wünschen allen viel Spaß!

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    • 106

    vielleser18

    16. September 2015 um 10:31
  • „Die Liebe sucht man sich nicht aus, mein Herz“

    Eins im Andern

    serendipity3012

    14. September 2015 um 17:28

    „Die Liebe sucht man sich nicht aus, mein Herz“ „Wie kann einen die Nachricht vom Tod eines Menschen so treffen, den man jahrelang nicht vermisst hat?“ S. 23 Mit dieser Nachricht fängt alles an: Die Protagonistin und gleichzeitig auch Erzählerin von Monique Schwitters Roman „Eins im Andern“ sollte eigentlich arbeiten und an ihrem Buch schreiben. Da kommt sie auf die Idee, im Internet nach ihrer ersten Liebe zu suchen. Petrus, so war sein Name und „war“ ist das richtige Wort, um von ihm zu reden, wie sie feststellt, denn er lebt nicht mehr. Bereits vor über vier Jahren hat er sich durch einen Sprung aus dem 8. Stock das Leben genommen. Sie ist fassungslos, erinnert sich aber auch daran, dass er seinen Selbstmord – zumindest erklärt sich das aus der heutigen Perspektive heraus – schon damals angekündigt hatte. Sobald er könne, wolle er gehen, hatte er gesagt und auf die Frage, wohin er denn gehen wolle, nicht geantwortet, sondern nur die Arme ausgebreitet und gelächelt. Gehen, das scheint auch etwas zu sein, das die Protagonistin lernen muss. Im Januar 2013 beginnt sie ihre Reise in die eigene Vergangenheit, zwölf Monate dauert diese Reise und an zwölf Männer erinnert sie sich zurück, die die Namen der zwölf Apostel tragen. Anders, als man es nach der Lektüre des Klappentextes erwarten könnte, geht es hier mitnichten um zwölf abgelegte Liebhaber, nicht um zwölfmal romantische Liebe. Sie erinnert sich an zwölf Männer, die ihr wichtig waren, die eine zentrale Rolle gespielt haben oder nur kurz ihren Weg streiften, die auf die ein oder andere Weise Teil ihres Lebens waren oder sind. Immer mehr in den Vordergrund gerät dabei ihr aktueller Mann, der Ehemann. In dieser Beziehung gibt es gerade große Probleme. Und wenn der Leser am Ende der Geschichte mehr über das Leben und die Vergangenheit der Frau weiß, wenn sich einiges geklärt und auch ineinander gefügt hat, dann sind wir vielleicht der Antwort auf die Frage näher, ob sie das Gehen gelernt hat. „Eins im Andern“ ist eine Geschichte um Liebe, um die Liebe in ihren unterschiedlichen Facetten. Wen hat unsere Protagonistin geliebt, wer war wichtig in ihrem Leben? Wie sehr prägen die Menschen uns, die uns begegnen, auch wenn es manchmal nur kurze Episoden sind, wenn der andere vielleicht gar nicht weiß, welchen Stellenwert er für uns eingenommen hat? Diese zwölf Männer, an die sie sich erinnert, tragen die Namen der zwölf Apostel des Neuen Testaments. Ein Zusammenhang, der sich vielleicht nicht immer unmittelbar von dort, das heißt aus der Bibel, hierher, also in den vorliegenden Roman übersetzen lässt, aber das ist auch gar nicht nötig. Schwitter selbst erklärt den Zusammenhang zwischen Religion und Liebe: Die Liebe sei so gewaltig, so allumfassend, dass ihr immer auch das Transzendente, das Göttliche anhafte. Die Liebende sucht in Gedanken immer wieder den Rat ihrer verstorbenen Großmutter. „Die Liebe sucht man sich nicht aus, mein Herz“, so hatte diese immer wieder gesagt und so hatte die Großmutter selbst, als sie auf ihren späteren Ehemann traf, sofort vor ihren Gefühlen für ihn kapituliert und es wie ein schweres Schicksal auf sich genommen, von nun an an diesen Mann, den sie doch liebte, gebunden zu sein. Bis zu ihrem Tod. „Eins im Andern“ ist ein ebenso nachdenklicher wie gleichfalls unterhaltender und kurzweiliger Roman. Eine Geschichte über die großen Themen, aber – oder vielleicht genau deshalb – eine Geschichte mitten aus dem Leben. Ich wünsche diesem klugen Roman um eine Frau auf der Suche nach dem Wesen der Liebe und nach der Antwort auf die Frage, wie es für sie weitergehen soll, viele Leser. Einem Roman voller Fragen, über den Lauf der Zeit, über die Menschen, die uns begegnen und darum, wie wir unser Leben leben wollen. Schließlich haben wir die Wahl – oder? „Es gibt keinen Grund, traurig zu sein, mein Liebchen, es endet, wie es beginnt, …“ S. 58

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  • Deutscher Buchpreis 2015: Fragerunden mit den Autoren der Longlist

    TinaLiest

    27. August 2015 um 16:40

    Seit dem 19. August steht es fest: Die Jury des Deutschen Buchpreises 2015 hat die Longlist aus 20 Büchern zusammengestellt. Hier seht ihr die komplette Liste! Wir haben für euch nun wie im letzten Jahr eine besondere Aktion erdacht: Ihr habt in den ersten Septemberwochen die Möglichkeit, den Autoren, die es mit ihren Büchern auf die Longlist geschafft haben, Fragen zu stellen & auch ihre Bücher zu gewinnen! Wir haben bereits Zusagen von Autoren aus dem Klett-Cotta Verlag, dem Verbrecher Verlag, dem Literaturverlag Droschl, dem Verlag Matthes & Seitz und dem Hanser Verlag. Diese Liste ist aber noch nicht final und wird womöglich noch um weitere Fragerunden und Termine ergänzt. Hier die Termine für die Fragerunden, die bisher feststehen: Dienstag, 1. September 2015: Anke Stelling - "Bodentiefe Fenster" Hier geht es zur Fragerunde! Montag, 7. September 2015: Gertraud Klemm - "Aberland" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 8. September 2015: Monique Schwitter - "Eins im Andern" Hier geht es zur Fragerunde! Mittwoch, 9. September 2015: Steffen Kopetzky - "Risiko" Hier geht es zur Fragerunde! Donnerstag, 10. September 2015: Frank Witzel - "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" Hier geht es zur Fragerunde! Sonntag, 13. September 2015 Rolf Lappert - "Über den Winter" Hier geht es zur Fragerunde! Dienstag, 15. September 2015 Vladimir Vertlib - "Lucia Binar und die russische Seele" Hier geht es zur Fragerunde! Sobald die Fragerunden eröffnet sind, werden wir sie auch hier verlinken. Ihr könnt den Autoren am jeweiligen Tag im entsprechenden Thema (also nicht hier im Thema!) Fragen stellen, die sie euch dann natürlich auch beantworten. Wenn ihr an der Verlosung teilnehmen möchtet, achtet bitte darauf, dass ihr eure Fragen über den blauen "Jetzt Bewerben"-Button stellt. Bitte beachtet außerdem, dass die Fragerunden teilweise nicht bis Mitternacht geöffnet sein werden, sondern die letzten Fragen schon am Abend gestellt werden müssen! Wie auch bei unseren Fragefreitagen werden wir unter allen Fragestellern einige Exemplare der Bücher verlosen, mit denen die Autoren nominiert sind. Unter den Teilnehmern an allen Fragerunden verlosen wir 1 riesiges Buchpaket mit ALLEN Büchern aus der Longlist 2015: Alina Bronsky - "Baba Dunjas letzte Liebe" Ralph Dutli - "Die Liebenden von Mantua" Jenny Erpenbeck - "Gehen, ging, gegangen" Valerie Fritsch - "Winters Garten" Heinz Helle - "Eigentlich müssten wir tanzen" Gertraud Klemm - "Aberland" Steffen Kopetzky - "Risiko" Rolf Lappert - "Über den Winter" Inger-Maria Mahlke - "Wie ihr wollt" Ulrich Peltzer - "Das besondere Leben" Peter Richter - "89/90" Monique Schwitter - "Eins im Andern" Clemens J. Setz - "Die Stunde zwischen Frau und Gitarre" Anke Stelling - "Bodentiefe Fenster" Ilija Trojanow - "Macht und Widerstand" Vladimir Vertlib - "Lucia Binar und die russische Seele" Kai Weyand - "Applaus für Bronikowski" Frank Witzel - "Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969" Christine Wunnicke - "Der Fuchs und Dr. Shimamura" Feridun Zaimoglu - "Siebentürmeviertel" Hier im Thema könnt ihr zwar keine Fragen stellen, aber ganz wunderbar diskutieren! Habt ihr schon eines oder sogar mehrere der Bücher gelesen? Welches ist euer Favorit für den Buchpreis? Ich wünsche euch ganz viel Spaß bei den Fragerunden und bin gespannt auf eure Meinungen!

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