Monique Schwitter Goldfischgedächtnis

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Inhaltsangabe zu „Goldfischgedächtnis“ von Monique Schwitter

'Etwas vom Reizvollsten, was unsere Literatur in jüngster Zeit hervorgebracht hat' (Tages-Anzeiger) – so wurde Monique Schwitters erstes Buch wahrgenommen, für das sie dann auch den Robert-Walser-Preis für das beste Debüt des Jahres erhielt. Unverwechselbar jetzt auch ihr zweiter Erzählband. Alles ist Handlung in diesen Geschichten (nicht zu verwechseln mit action!), ihre Personen sind nach wenigen Zeilen plastisch und lebendig, ihre Sätze sind elementar und schnörkellos. Es geht ja auch um etwas: Fast alle Geschichten handeln von Begegnungen, und in fast allen Geschichten ist auch von Abwesenheit und Verlust, von Sterben und Tod die Rede. Unglaublich berührend und kunstvoll die Erzählung, in der eine Schriftstellerin ihre tote Freundin lebendig macht, indem sie sie diese Erzählung diktieren lässt; oder der Schrecken des kleinen Jungen, als seine Halloween-Wünsche wahr werden; oder die Erfahrungen einer Kellnerin mit den letzten Gästen zur Sperrstunde … Monique Schwitter erzeugt eine nahezu körperliche Intensität zwischen LeserIn und Text, und verantwortlich dafür sind ihr scharfer Blick, ihr gutes Gehör, ihr Sinn für Komik, mit denen sie sich auch auf ganz schwieriges Gelände wagt, ohne je sentimental zu werden – 'ein eigenwillig ruppiger Ton, präzis und auf lässige Weise lückenhaft, komisch und mitunter sehr ernst' (Daniela Strigl im Falter).

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  • Rezension zu "Goldfischgedächtnis" von Monique Schwitter

    Goldfischgedächtnis
    Sarlascht

    Sarlascht

    02. February 2012 um 12:34

    Meine Meinung: „Goldfischgedächnis“ ist ein Erzählband der Schweizer Autorin Monique Schwitter, der das Leben auf poetische Art und Weise betrachtet. Natürlich könnte ich jetzt alle Kurzgeschichten auseinandernehmen, ihren Inhalt bewerten, aber ich denke, für jeden wird das Gelesene anders sein. Wichtig ist, dass man sich beim lesen Zeit lässt, die Geschichten in seinem Kopf, aber vor allem im Herzen nachwirken lässt. Manchmal ergibt sich der Sinn des Geschriebenen schnell, manchmal braucht es einfach ein paar Momente, bis man erkennt, wohin die Autorin einen führen möchte. . Sonderlich viel kann und möchte ich nicht zum Buch sagen, weil ich der Meinung bin, jeder muss dich Wucht dieser Wortgewalt selbst erleben, um zu merken, wie sehr sie einen berührt. Gefühle sind mehr als genügend vorhanden und wollen in den Worten erkannt werden. Sicherlich kein Buch für zwischendurch, vielleicht mehr eines für die Ewigkeit. In einem Rutsch würde ich es nicht lesen, lieber jeden Tag eine Kurzgeschichte lesen, nachwirken lassen und dann sich an eine neue machen. . Fazit: Dafür würde ich gerne den letzten Satz des Buches wählen: Denn dort wurden Geschichten erzählt, Geschichten, mit denen man, wir Dürrenmatt am Schluss des Versprechens schreibt, „anfangen kann, was man will“.

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  • Rezension zu "Goldfischgedächtnis" von Monique Schwitter

    Goldfischgedächtnis
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    12. December 2011 um 11:00

    In diesem neuen Erzählband von Monique Schwitter, die, 1972 in der Schweiz geboren, seit 2005 in Hamburg lebt, geht es immer wieder um den Zusammenhang zwischen Vergessen, Erinnerung und dem Leben. Wenn man diese zum Teil sehr kurzen, durch eine prägnante und gleichwohl poetische Sprache geprägten Texte liest, ist man mehr als einmal erinnert an Berichte über Menschen, die ihr Gedächtnis verloren haben und damit auch einen wesentlichen Teil ihrer Identität. Viele der Menschen, die sie in ihren erzählerischen Porträts beschreibt, glaubt man zu kennen. Monique Schwitter ist eine Verfechterin der Erinnerung und schreibt an gegen ein nachlässiges Vergessen, mit dem viele Menschen ihr Leben wegwerfen, anstatt es mit Hilfe der Kraft des Erinnerns zu suchen und wieder zu finden, falls sie, was vorkommen soll, etwas davon verloren haben. Gleich die erste Erzählung zeigt, wie die Erinnerung lebendig macht. Da ist Marie, die ihre krebskranke Freundin Charlotte besucht. Diese diktiert Marie „Unsere Geschichte“ in den Block. An keiner Stelle wird deutlich, ob „Lottel“ noch lebt, aber das ist auch nicht von Bedeutung. Indem Marie die gemeinsamen Erinnerungen aufschreibt, hält sie Lottel am Leben. Auch in vielen anderen Texten wird deutlich: das Gedächtnis hat mehrere Seiten. Erinnerung kann uns zu neuem, Leben erwecken, aber sie kann auch quälen, so stark, dass das Vergessen als ein Segen empfunden wird. Aber dieses Vergessen wiederum kann tödlich sein und das Leben kosten. Erinnern und Erinnerungen sind anstrengend, bringen das Leben durcheinander und retten es gleichzeitig. Eine wunderbare Metapher für das Schreiben schlechthin.

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